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Nach Total-OP

EoiszeIit r2010 hat die Diskussion gestartet


Liebe Frauen,

meine beste Freundin hat aufgrund eines Tumors eine Total – OP (vaginal – laparoskopisch) hinter sich. Diese liegt nun ein halbes Jahr zurück. Eine REHA hatte sie auch. Sie ist wieder fit, hat keine Schmerzen mehr. Aber : bis heute traut sie sich weder in die Badewanne, noch ins Schwimmbad, noch auf´s Fahrrad – sie ist der Meinung, daß es dafür noch zu früh ist; hat Angst, daß eine Infektion droht. Sie hat sich ansonsten gut erholt, alle Nachuntersuchungen ergaben gute Befunde. Da sie erst in einigen Wochen wieder einen Gyn.- Termin bekommen hat, frage ich hier für sie nach : Wann konntet und durftet Ihr wieder baden und Fahrrad fahren?

Sie hätte diese Bewegung nämlich aufgrund von Gefäßleiden und Bluthochdruck dringend nötig.

Wie sind Eure Erfahrungen?

Wie lange hat der Heilungsprozeß gedauert?

Ich wäre sehr dankbar für den Rat von Frauen, die es selbst erlebt haben. Danke schonmal!

Antworten
B-lizfzard


[[** Hallo Eiszeit]] *:)

Was genau meinst du mit "Total-OP"? Eine Hysterektomie (also Gebärmutterentfernung)? Oder wurden auch Eierstöcke und umliegendes Gewebe wie Parametrium und Lymphknoten entfernt?

Liebe Grüße

E]iszeiFtk 2081x0


Hallo Blizzard

es wurden die Eierstöcke und drei Lymphknoten mit entfernt. Meine Freundin hat das Klimakterium schon hinter sich, daher hat man die Eierstöcke mit entfernt; der Tumor war aber in der Gebärmutter und hatte nicht gestreut; nach der OP stellte sich heraus, daß die Lymphknoten nicht befallen waren. Zum Glück hat sie nicht mit hormonellen Umschwüngen zu kämpfen wie viele von Euch hier... und sie brauchte auch keine weitere Behandlung wie Chemo oder Bestrahlung. Sicherheitshalber hat sie eine Mistelkur bekommen.

Wie gesagt – Schmerzen oder andere Beschwerden hat sie nicht mehr.

Aber Ödeme, die schon vorher Thema waren – wegen Venenschwäche und Varizen – , die Ödeme sind nun aufgrund der Entfernung der Lymphknoten schlimmer geworden. Sie hat bekommt jetzt regelmäßig Lymphdrainagen, Bewegung wäre aber wirklich hilfreich.

Da sie auch Gelenkprobleme und Übergewicht hat, läuft sie ungern. Sicherlich wäre es gut, wenn sie Aquagymnastik machen würde – und ihren Hometrainer wieder fahren würde.

Die Frage ist – ist es dafür noch zu früh?

s"ilbEerbraxut


Eiszeit, da sie die WJ zum Glück schon hinter sich hat, ist ihr der abrupte Hormonkollaps zum Glück erspart geblieben.

Ich habe selbst die Hysterektomie hinter mir, aber aus anderen Gründen und habe meine Eierstöcke noch. Ich durfte nach 6 Wochen wieder baden, bin nach 8 Wochen wieder Fahrrad bzw. Hometrainer gefahren.

Ich denke, wenn es deiner Freundin trotz des größeren Eingriffs ansonsten gut geht, kann sie auf jeden Fall wieder anfangen, sich mehr zu bewegen. Ich meine das nicht böse, wenn ich sage: Deine Freundin ist ein wenig übervorsichtig. Es tut ihr sicher gut, wieder ins Leben zurück zu kehren auch mit Ausdauersport.

Das Infektionsrisiko ist nach so langer Zeit sicherlich nicht größer als bei jeder anderen Frau. Mach ihr ein bisschen Mut! Vielleicht ist es ganz einfach noch die Diagnose an sich, weshalb sie mit sich hadert.

Bulidzzxard


[[** Hallo Eiszeit]]

Ich war in einer ähnlichen Situation wie deine Freundin. Ich bin 40, mir wurde die Gebärmutter vaginal entfernt aufgrund mehrfacher Krebsvorstufen am Gebärmutterhals, wobei sich nach der OP in der Histologie zeigte, dass aus der Krebsvorstufe bereits ein aggressiver Tumor geworden war, zum Glück für mich ganz im Anfangsstadium.

Man beließ es daher bei dem Eingriff, ich habe also meine Eierstöcke noch und es wurden auch keine Lymphknoten entnommen, ebenso brauchte ich keine Chemo oder Bestrahlungen. Meinen Zyklus habe ich nach wie vor, nur dass die Regelblutung nicht mehr kommt, was ich als sehr angenehm und als Lichtblick in dieser ganzen schwierigen Sache empfinde.

Es geht mir gut, die OP war Ende Januar diesen Jahres, ich durfte auch wie silberbraut nach 6 Wochen wieder schwimmen bzw baden und bekam nach circa 8 Wochen die "Freigabe" meiner Gyn für Sport aller Art (natürlich mit der Option, langsam einzusteigen ;-) ) und für Sex. Ich gehe joggen und fahre auch Fahrrad, und nach 7 Wochen Krankschreibung ging ich wieder arbeiten.

Nach wie vor soll ich nicht schwer heben, nicht mehr als 5 kg, ansonsten spüre ich körperlich keine Einschränkungen oder Veränderungen im Vergleich zu vor der OP. Ich denke auch, vielleicht liegt deiner Freundin die Diagnose an sich noch schwer im Magen, so dass sie sich zu keinerlei Aktivitäten aufraffen kann @:) Mir ging es ähnlich, ich war doch ganz schön geschockt nach der OP, als es hieß, dass bereits ein Tumor vorgelegen hatte. Ich muß nun auch weiterhin (deine Freundin vermutlich auch?) alle drei Monate zur onkologischen Nachsorge bei meiner Gyn.

Allerdings tut ja körperliche Bewegung auch gut, stärkt das Immunsystem, und das ist auch grad bei einer Krebserkrankung so wichtig. Ich drück dir die Daumen, dass du es schaffst, deine Freundin zu unterstützen und zu motivieren :)* :)* :)* sie braucht jetzt sicher keine Infektionen oder Komplikationen mehr zu fürchten.

E%insze[iCt 20x10


Danke Ihr beiden

Vielleicht ist es ganz einfach noch die Diagnose an sich, weshalb sie mit sich hadert.

Ich denke auch, vielleicht liegt deiner Freundin die Diagnose an sich noch schwer im Magen

ja, das kann ich mir gut vorstellen. Sie ist, glaube ich, immernoch ziemlich geschockt. Bei ihr war es bereits ein manifester Tumor, der sich durch Blutungen bemerkbar gemacht hat. Deshalb auch die Entfernung der LK.

Ich werde mal schauen, daß ich sie ermutigen kann, denn aus meiner Sicht hat sie wirklich die Bewegung dringend nötig – das würde ihr auch seelisch guttun, ihr Vertrauen in ihren Körper wieder stärken.

Sie ist viel älter als wir (ich selbst bin Mitte 40) und kommt nur ganz schwer damit klar, daß sie einfach älter wird und ihre Gesundheit nicht mehr selbstverständlich ist. In jüngeren Jahren hatte sie eigentlich nie irgendetwas, höchstens mal eine Erkältung. Jetzt dagegen hat sie eine OP am Rücken gehabt (eine Zyste, das war 2009) , hat Venenprobleme, die inzwischen so arg geworden sind, daß man echt etwas tun muß... na ja, und so dies und das. Eigentlich – abgesehen von dem Tumor – alles recht normal für ihr Alter. Vor 2009 hatte sie nichts.

Nun ist sie halt jemand, der sich nie einen Kopf um Gesundheit gemacht hat und die, denen es nicht so gut ging, konnten sich anhören, daß sie sich das alles einreden... und sich anstellen... eigentlich nur zu irgendwas keine Lust haben... usw. ...

davon kann ich ein Lied singen.

Ich denke, sie hat jetzt einfach auch ein Thema mit sich selbst, ihrer eigenen Verwundbarkeit. Nun ist sie übervorsichtig.. es wird noch etwas dauern, bis sie ihre Balance findet, ihre Kräfte und Belastbarkeit realistisch einschätzen lernt, sich wieder mehr zutraut. Ich denke, sie ist wirklich noch nicht klar mit der Diagnose. Sie sagt, sie hat verdammtes Glück gehabt und ihr war vorher nicht bewußt, wie wertvoll ein gesunder Körper ist. Sie hat "ein neues Leben geschenkt bekommen" (ihre Worte) und möchte dies auf keinen Fall in irgendeiner Form gefährden. Das verstehe ich – aber.... nur schonen und Lymphdrainage... das ist doch irgendwann auch nicht mehr gesund, oder? Sie hat auch ziemliches Übergewicht, was ihren Körper ja auch belastet, also noch ein Grund mehr, in Bewegung zu gehen. Wenn ihre Angst vor Infektionen und Komplikationen nicht mehr nötig ist, traut sie sich ja vielleicht doch langsam da heran.

Ich rede nochmal mit ihr und hoffe, sie versucht es mal.

Danke für Eure Antworten. Ich freue mich, daß Ihr alles gut überstanden habt und wünsche Euch alles Gute!!! :)_ :)_

D?ieRKruSemxi


Sie sagt, sie hat verdammtes Glück gehabt und ihr war vorher nicht bewußt, wie wertvoll ein gesunder Körper ist. Sie hat "ein neues Leben geschenkt bekommen" (ihre Worte) und möchte dies auf keinen Fall in irgendeiner Form gefährden.

Sie hätte diese Bewegung nämlich aufgrund von Gefäßleiden und Bluthochdruck dringend nötig.

Da sie auch Gelenkprobleme und Übergewicht hat, läuft sie ungern

Der erste Satz passt irgendwie absolut nicht zu den anderen Aussagen.

6 Monate nach einer Vaginalen Hysterektomie ist man wieder völlig hergestellt. Weshalb war sie zur Reha? weil es ein bösartiger befund war? was hat sie in der Regha gemacht? dort werden doch auch Bewegungstherapien angeboten.

Wenn sie den Wert ihres Lebens schätzt, MUSS sie sich langsam wieder bewegen, insbesondere aufgrund ihrer ganzen Nebenerkrankungen.

Ich kann eigentlich nur vermuten, dass sie aufgrund der bösartigen Diagnose in depressiver Stimmung ist und deshalb die Bewegung scheut. Denn wenn sie ihr Leben tatsächlich wertschätzt, müßte ihr klar sein, dass Abnehmen und Bewegung DER Weg ist, ihr Leben deutlich zu verlängern- mal von der Verbesserung der Lebensqualität abgesehen. Sie gefährdet ihr Leben mich nichts-tun!

ECiszeKit' 2x010


Danke Kruemi.

Ich sehe das auch so wie Du.

Zur Reha war sie wegen des Krebsbefundes, ja. Sie hat dort Entspannungsarbeit , Lymphdrainage und solche Dinge gemacht; gezielte Bewegung eher nicht, leider.

Sie hat seit einiger Zeit auch eine Sehnenzerrung in der Schulter, wegen der sie regelmäßig zur Physiotherapie geht. Dort lernt sie auch Übungen für zuhause. Klar hindert auch der Schmerz in der Schulter sie an manchem. Mit dem Schwimmen, das wäre aber sicher eine sinnvolle Sache... nur..sie ist stur... ich glaube, ein Teil ist Angst, ein anderer depressiver Natur, wie Du sagst. Sie hat einfach auch so schon massive Probleme damit, älter zu werden (sie ist Anfang 70), zu sich und ihrem Körper zu stehen und ihn zu lieben, wie er ist... und etwas zu tun, um fit zu sein. Ich denke, sie könnte auch psychologische Unterstützung gut brauchen, aber wie gesagt, sie ist stur. Leider. Sie wird schnell unleidlich und will sich nichts sagen lassen...

da ist Fingerspitzengefühl gefragt und Geduld...

ich bleibe dran. Danke für´s Schreiben!!

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