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Beckenbodensenkung

S3iIe_L hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Mitglieder,

hat einer von euch Erfahrungen mit der Senkung seines Beckenbodens gemacht? Mich würden informativ eure persönlichen Erfahrungen damit interessieren, beispielsweise:

1. welche eure ersten Symtome waren,

2. wie die Feststellung der Senkung durch den Arzt (Facharzt?) erfolgt ist,

3. Therapiemöglichkeiten (die eigenen mit Erfolge/ Misserfolge),

4. usw.

Literatur dazu habe ich die letzten Wochen genug gelesen. Nun würde ich die praktische, persönliche Seite von Betroffenen kennenlernen wollen.

Danke im Voraus!

Antworten
SZie_-L


Kann wirklich keiner was zu den Anfangssymtome sagen? Bis gestern musste ich eine solche bei mir befürchten und habe mich die Wochen davor mal einbisschen damit beschäftigt. Glücklicherweise beruhen meine Symtome auf mein Myom, das auf meine Blase drückt.

Ich lese hier immer nur von der großen OP oder von Fälle, in denen die Senkung schon sehr weit fortgeschritten ist. Interessieren würde mich aber auch, wie ihr überhaupt gemerkt habt, dass da was nicht stimmt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr bis zur Inkontinez gewartet habt...

Ich will also die Anfänge dieser "Krankheit" wissen. Könnt ihr euch daran noch erinnern?

M6ama 1Lischxen


**Hallo Sie_L,**

ich denke, dass es keine Frage der Erinnerung ist, sondern dass die Empfindungen so individuell, wie der menschliche Körper sind.

Ebenso ist die Therapie wirklich für jeden eine andere. Ich bspw. war inkontinent nach der Entbindung, was sich über die Jahre schleichend verschlimmerte. Ich hatte kein sexuelles Empfinden mehr, dafür aber nach dem Verkehr extreme Schmerzen im Rücken.

Rückenschmerzen hatte ich ohnehin chronisch, aber nie war auch nur ansatzweise von einer Senkung die Rede. Erst nach der Op wurde mir klipp und klar gesagt, dass der "obere Beckenboden" völlig hinüber war.

Ansonsten solltest Du vielleicht mal unter Gebärmuttersenkung oder Blasensenkung oder Ähnlichem hier schauen. Auf im Gebärmutterentfernung vaginal - Faden sind einige, die Senkungsprobleme aus der verschiedensten Gründen hatten.

Viele liebe Grüße

Suiex_L


Danke Lischen für deine Antwort! In der Tat sind die ersten Symtome bei dir schon sehr ausgeprägt gewesen und es wundert mich ehrlich, dass du so lange gewartet hast, bevor du einen Arzt konsultiert hast. Hast du sowas vermutet oder war's dir unangenehm zum Arzt zu gehen?

Sehe ich das richtig, dass eine Senkung IMMER mit einer Inkontinez verbunden ist? Gibt es nicht schon Vorstufen? Gerade die interessieren mich ja, überall wo man was von Beckensenkung liesst, ist immer die Inkontinez als Symtom erwähnt. Ich hatte eben andere Symtome und dachte aus dem Grund, das könnte eine beginnende Gewebsschwäche verbunden sein, eben im Bauchraum.

MKama Lis2chen


":/ Glaubst Du wirklich, dass ich ewig nicht zum Arzt gegangen wäre? Wie kommst Du darauf, dass mir irgendetwas peinlich gewesen sei?

Ich hatte eine Höllen-Entbindung, mit einem Kind von über 4 kg, einem Kopfumfang von 41 cm und extrem breiten Schultern. Mein Sohn braucht bei Oberteilen heute noch 2 Größen größer, als eigentlich, weil er sehr, sehr breite Schultern hat.

Ich hingegen bin sehr schmal gebaut. Ich habe ein kleines Becken von 8 cm, was für eine Frau sehr wenig ist. Da ich aber einen Bauchumfang von 126 cm am Tag meiner Entbindung hatte, war der diensthabende Arzt der Meinung, dass ich "normal" entbinden könnte.

Der Hinweis im Mutterpass, dass ein Kaiserschnitt gemacht werden sollte, wurde nicht ernst genommen, da ich 4 Wochen zu früh "dran" war und auf Grund des damaligen Fönwetters der Teufel im Kreisssaal los war. Ich habe erst knappe 48 h nach meinem Blasensprung mit Hilfe von unzähligen Tröpfen und 3 h Presswehen entbunden, nachdem mir eine ganze Manschaft auf dem Bauch regelrecht rumgetrampelt ist. Es machte laut Knack und dann war mein Steißbein gebrochen und mein Sohn endlich da.

Jahrelang wurde mir erzählt, dass ich BB-Training machen solle und ein Tens-Gerät durfte ich mein eigen nennen, aber es half nichts, weil sämtliche Mutterbänder gerissen waren. Dies haben diverse Ärzte nicht erkannt oder erkennen wollen, bis ich an meine heutige Gyn geraten bin. Sie war die erste, die mich nicht wieder von vorne hat anfangen lassen, sondern mich direkt in ein BB-Zentrum überwiesen hat. Da wurde dann festgestellt, dass alles trainieren nichts bringen kann, sonlange die Mutterbänder nicht geflickt sind, also eine Op nötig ist.

Übrigens, wenn Dein Myom auf die Blase drückt, dann solltest Du recht schnell etwas tun! Dir droht eine sogenannte Drang-Inkontinenz, da die Blase "falsche" Signale erhält. Früher oder später sind das irreversible Schäden in der Empfindung.

Und nein, eine Senkung geht nicht zwingend mit einer Inkontinenz einher, aber eine Senkung kann ganz schnell akut werden. Wenn Du bspw. einmal zu schwer hebst oder einen falschen Schritt machst (Fehltritt), dann kann es spontan zu einem absoluten Vorfall kommen und der ist u. U. lebensbedrohlich. So eine Kandidatin war mit mir in einem Zimmer zur Op.

Viele liebe Grüße

SXie_/L


Danke Lischen für die Aufklärung!

Glaubst Du wirklich, dass ich ewig nicht zum Arzt gegangen wäre? Wie kommst Du darauf, dass mir irgendetwas peinlich gewesen sei?

Lischen, ich habe darüber nachgedacht, wieso dich meine Frage möglicherweise geärgert hat. Deswegen erst jetzt meine Antwort zu deinem Beitrag. Schließlich bin ich mit Hilfe eines lieben Forummitglieds hier darauf gekommen, dass wir zwei unterschiedlichen Standpunkten aus gingen, daher unser Missverständnis hier. Ich sollte vielleicht mehr Hintergründe zu meiner Geschichte erzäheln , damit man meine vorherige Aussage mit "Zu lange warten" besser verstehen kann. Also es geht um folgendes: ich ging davon aus, dass eine Bodensenkung nicht von heute auf morgen eintritt, aber in deinem Fall ist das ja so gewesen. Dabei habe ich eine beginnende Bodensekung von meiner persönlichen Perspektive aus gesehen und das war falsch.

Buh... wo soll ich nur anfangen und wo enden. Also bei mir ist das so, dass ich ein großes Myom habe, das momentan nicht operabel ist, bzw. würde eine Operation das Risiko einer Gebärmutterverlustes nach sich ziehen. Da ich noch kinderlos bin, würde ich dieses Risiko nicht gern eingehen wollen. Ich bin aber vor ein paar Monate operiert worden und mir sind andere, weitere Myome entfernt worden, sodass meine Blase nun etwas mehr Platz im Bauchraum hat. Einerseits ist das so, dass da mehr Platz im Bauch ist, andererseits drückt das eine Myom direkt auf meine Blase und zerquetscht sie wenn ich stehe (im Liegen ist das nicht der Fall, weil das Myom dann nach hinten kippt < – so zumindest lt. FA).

Lange Erzählung, kurzer Sinn: durch die Symtomatik habe ich eine Zeitlang vermutet, dass sich bei mir möglicherweise eine Senkung ankündigt. Daraufhin hatte ich im Netz nach Infos über Beckenbodensenkung gesucht. Nur hatte ich immer nur vor einer Inkontinez gelesen und das ist bei mir definitiv nicht vorhanden. Dafür hatte ich aber andere Symtome, die eben meiner Meinung nach eine solche auch indiziieren könnten.

Laut meinem FA habe ich zwar eine solche Senkung nicht, aber ich weiss auch, dass meine zahlreichen Symtome nicht normal sind.

Das ist der Grund, wieso ich persönliche Erfahrungen nach Beckenbodensenkung hier im Forum gesucht habe. Also von solchen, die eine Beckenbodensenkung haben und mir erzählen können, wie dieser langsame Prozess bei ihnen abgelaufen ist. Welche die Anfangssymptome waren, wie sivh die Senkung bei ihnen symtomatisch vollzogen hat bis sie zum Stadium der Inkontinez (oder auch eine ausbleibende solche trotz Senkung) gelangt sind.

Um die Geschichte nun abzurunden: ich ging davor aus, dass du lange Zeit Symtome hattest, bis du zum Arzt gegangen bist. Und daher die Frage, wieso du die Untersuchung so lange vor dir her geschoben hast.

Liebe Grüße und einen sonnigen Samstagnachmittag!

SMprin9gchilxd


Ich verstehe irgendwie den Grund für Deine Frage nicht. Wenn Du Angst vor einer beginnenden Beckenbodensenkung bzw. Inkontinenz hast, könntest Du dem doch mit Beckenbodentraining entgegenwirken. Schaden wird es mit Sicherheit nicht!

SHixe_L


Mache ich bereits schon :-D (die Übungen). Der Grund wolltest du wissen: reine Information & Neugierde meinerseits. Ich würde gerne wissen, wie sich die Senkung bei Betroffenen vollzogen hat. Es liegt keine Akutsituation vor, aber die muss doch hier nicht immer gegeben sein, oder?

S+pri)ngchxild


Nein, aber man neigt dazu eine Akutsituation zu vermuten. ;-) Und es liegt ja auch nahe nach Deinem vorletzten Beitrag. Ich weiß nur, dass ein mögliches Symptom ein starkes Druckgefühl im Unterleib ist, kann aber nicht aus eigener Erfahrung sprechen (habe andere Probleme mit dem Beckenboden).

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