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Vagina-Dialoge

V+abDene1* hat die Diskussion gestartet


@ Springchild

Primärer Vaginismus, wann ist es denn bei Dir diagnostiziert worden. Hast Du auch so lange gedacht, Du hättest eine Infektion? Und hattest Du von Anfang an dieses Problem, also seit der Pubertät oder noch früher?

Antworten
SdprinMgc(hild


Hallo Vabene! *:)

Für alle, die sich wundern, wir sind hier aufeinander gestoßen: [[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/590483/]] Es geht um Vaginismus und jede, die davon betroffen ist oder war ist herzlich eingeladen mitzuschreiben! @:)

Primärer Vaginismus, wann ist es denn bei Dir diagnostiziert worden. Hast Du auch so lange gedacht, Du hättest eine Infektion? Und hattest Du von Anfang an dieses Problem, also seit der Pubertät oder noch früher?

An eine Infektion hab ich nie geglaubt, eher an ein zu starkes Jungfernhäutchen oder überhaupt dass es was damit zu tun hat dass ich noch Jungfrau bin. Als ich das erste mal einen Tampon benutzen wollte (mit 15, also vor 13 Jahren!) hab ich ihn einfach nicht reinbekommen. Ich dachte, das erledigt sich, wenn ich mal Sex gehabt habe. Dass der dann natürlich noch weniger geklappt hat muss ich wohl nicht extra erwähnen (dennoch war ich mit meinem damaligen Freund drei Jahre zusammen, um mal Leuten mit Befürchtungen diesbezüglich Mut zu machen – gescheitert ist es auch nicht am Vaginismus).

Lange hatte das Problem keinen Namen, und als es dann einen hatte (ergoogelt, so anno 2002 / 2003) ging ich davon aus, es sei nicht behandelbar. Die Frauenärzte, die ich diesbezüglich aufsuchte, konnten mir nicht helfen. Ich habe immer noch keinen gefunden, der sich damit wirklich auskennt.

Also stand ich ziemlich im Regen, bis ich Jahre später (2007) auf das Vaginismus Awareness Network stieß... und endlich erfuhr, dass man es behandeln kann. Es folgte eine lange Odyssee, in der ich verschiedene Behandlungsmöglichkeiten ausprobiert habe, aber letztendlich führte das konsequente Üben mit Tampons und das Training mit Vaginaldilatoren zu ersten Erfolgen.

Inzwischen kann ich problemlos Tampons benutzen und richtigen Sex haben, einzig gynäkologische Untersuchungen sind noch ein rotes Tuch. Und der Sex fühlt sich noch nicht so hundertprozentig toll an. Deswegen werde ich bald eine Physiotherapie bei einer Beckenbodenspezialistin beginnen. :-)

Wie sieht es momentan bei Dir aus, wo stehst Du?

VSabenex1*


Oh ja, Danke für die Einführung ;-)

Also, ich weiß nur, dass ich schon immer sehr selten auf die Toilette musste. Ich konnte so lange anhalten, dass ich einmal auf der Fahrt in den Urlaub mit meinen Eltern durch ganz Frankreich gefahren bin, ohne auf eine dieser ekligen Toiletten zu gehen.

Außerdem weiß ich, dass ich als sehr kleines Kind eine Blasenentzündung hatte, und der Kinderarzt unbedingt eine Blasenspiegelung bei mir vornehmen wollte. Ich kann mich sehr genau an diese Situation erinnern, und meine Mutter sagt, sie hätte ihn erst machen lassen, es dann aber abgebrochen, weil ich so geweint habe.

Meine erste Regel habe ich sehr früh bekommen, so mit 11, ich wusste sofort was es war, obwohl ich erstaunt war, dass es braun war. Allerdings war ich zu dem Zeitpunkt allein (natürlich nur für kurz), da meine Mutter zufällig gerade nach der Entbindung meiner kleinsten Schwester noch im Krankenhaus war.

Einen Tampon einführen ging ohne Probleme, ich hatte es schon vor der ersten Regel aus Neugierde ausprobiert.

Allerdings hatte ich sehr spät meinen ersten Freund (mit 19, und er ist es bis heute), und fühlte mich deswegen etwas komisch. Während Freundinnen schon mehrere Freunde hatten, blieb Sex für mich irgendwie sehr abstrakt.

Wann ich das erste Jucken und Unwohlsein hatte weiß ich nicht. Aber ich muss es schon gehabt haben, denn bei meinem ersten Frauenarzttermin habe ich sowohl die Pille (auf Wunsch, ich hatte ja nun einen Freund) als auch mein erstes Pilzmittel bekommen.

Erst als ich sie genommen habe, und mit dem Mittel auch das Jucken wegging, wollte ich auch mit ihm schlafen.

Das ging auch, am Anfang brannte es ein bisschen aber es war schön.

Das war vielleicht im ersten Jahr so, z.B. hatten wir in der Zeit einen Wochenendtrip, bei dem wir sehr sehr oft miteinander geschlafen haben. Wenn ich später daran zurückdachte, konnte ich es irgendwie gar nicht mehr glauben, dass das wirklich ich war.

So, und den Rest kürze ich jetzt mal ab:

Wir sind jetzt fast 13 Jahre zusammen, die letzten acht Monate hatten wir gar keinen Sex mehr. Mir tat es weh, und ihm tat es weh, mir weh zu tun. Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt, obwohl ich es auch oft habe schleifen lassen, weil ich mich wie ein Hypochonder fühlte.

Nie wurden mir gegenüber Begriffe wie Vaginismus oder Vulvodynie erwähnt. Vielleicht hätte ich es auch nicht geglaubt.

Wenn die Abstriche nichts ergaben, gingen die Ärzte davon aus, dass ich gesund bin.

Ich habe tausend Salben im Schrank, gegen Bakterien, gegen Pilze, gegen trockene Schleimhaut.

Meine nächste Adresse wäre Herr Mendling vom Vivantes Klinikum gewesen, aber mit Hilfe von diesem Forum (Thread: Alle mit Schmerzen in der Scheide angesprochen) und dem bewussten Lesen von der Vaginismus-Seite ist mir klargeworden, dass ich etwas falsch mache.

Also meine Symptome sind die einer Vulvodynie gewesen, ich und möchte am liebsten in die Welt schreien, dass diese Symptome (ist ja auch eine Ausschlussdiagnose) von einer Form der Verkrampfung herrühren können, auch wenn man es nicht glauben kann.

@ Springchild

Ist ja toll, dass Du schon so weit bist. Es ist sicher richtig zu dieser Physiotherapie zu gehen.

Wie erklärst Du Dir eigentlich, dass so wenige Ärzte darüber etwas wissen?

S+pr`inghchilxd


Vieles davon kommt mir bekannt vor. :)_

Wird bei einer Blasenspiegelung denn nicht betäubt / sediert? ??? Gerade bei einem kleinen Mädchen...

Nie wurden mir gegenüber Begriffe wie Vaginismus oder Vulvodynie erwähnt. Vielleicht hätte ich es auch nicht geglaubt.

Wenn die Abstriche nichts ergaben, gingen die Ärzte davon aus, dass ich gesund bin.

Ich habe tausend Salben im Schrank, gegen Bakterien, gegen Pilze, gegen trockene Schleimhaut.

Bei mir war es sehr oft so, dass ich beim ersten Gespräch mit einem Gynäkologen selbst gesagt habe, dass ich Vaginismus habe, und es wurde entweder gar nicht darauf reagiert, oder sinnlose "Tipps" und Bemerkungen abgegeben, so zum Beispiel, dass mein Freund nicht der Richtige für mich wäre, oder dass ich "einfach loslassen" müsste. "Trinken Sie doch mal ein Gläschen Wein" etc. Untersuchungen haben nie geklappt, und ich hab schon sehr nett wirkende Frauenärzte die Geduld verlieren sehen, weil es einfach nicht funktionierte.

Sehr oft habe ich den Satz gehört "Wenn ich Sie nicht untersuchen kann, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen", und habe die Praxis mit einer Überweisung zur Psychotherapie verlassen. Da ich sowieso des Öfteren mal in psychologischer Behandlung war habe ich es dort auch mehrmals angesprochen, aber man wurde entweder zurück zum Frauenarzt geschickt, um organische Ursachen auszuschließen, oder man hat ein paar Mal drüber gesprochen und hatte am Ende ebenso stark ausgeprägten Vaginismus wie vorher.

Womit ich nicht sagen will, dass Psychotherapie nichts bringt, nur habe ich den Eindruck gewonnen, dass es höchstens unterstützend wirken kann, und das Haupt-Augenmerk doch immer auf der körperlichen Therapie liegen sollte.

Den Begriff Vulvodynie kenne ich ehrlich gesagt nur als Oberbegriff für alle möglichen Schmerzen in oder an der Scheide.

Wie erklärst Du Dir eigentlich, dass so wenige Ärzte darüber etwas wissen?

Wie ich [[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/590483/#p17144837 hier]] schon schrieb, gibt es nur sehr wenige und nahezu keine aussagekräftigen Studien zum Thema Vaginismus. Woher soll das Wissen also kommen?

Was mich nahezu schockiert daran ist das Desinteresse am Thema Vaginismus – dass es scheinbar niemand untersuchen will. Und dass man immer das Gefühl hat, die Einzige mit diesem Problem zu sein. Dabei gewinne ich im Internet immer wieder den Eindruck, dass es gar nicht mal so selten ist! Aber es gibt ja nicht einmal Erhebungen oder Studien über die Verbreitung.

Wie wirst Du das Problem denn jetzt weiter angehen?

SFpringBchixld


Ist ja toll, dass Du schon so weit bist. Es ist sicher richtig zu dieser Physiotherapie zu gehen.

... leider nicht weit genug übrigens. Momentan bin ich schwanger, ab morgen in der 35. Woche. Ich habe mich nach etlichen Vorgesprächen gegen einen Kaiserschnitt und für eine natürliche Geburt mit PDA entschieden, auch wenn die verschiedenen Ärzte sich überaus uneinig waren, was das Beste für mich wäre, und mir niemand sagen kann, was noch zusätzlich bei der Entspannung des Beckenbodens helfen könnte, wenn ich es mit Damm-Massagen und Epi-No nicht schaffe, ihn ausreichend vorzubereiten. Ich könnte mir vorstellen, dass ein Dammriss oder -schnitt bzw. Narbengewebe die Vaginismus-Situation noch zusätzlich verkompliziert.

Vtabe nex1*


Oh, wie schön ein Baby!

Dass mein Freund und ich immer mehr über Kinder gesprochen haben, war ein weiterer Anstoß für mich, mich wieder mit meinem Problem auseinanderzusetzen. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass ich zu einer Geburt (auf welche Art auch immer) in der Lage bin.

Ich glaube, dass es sehr viele Frauen gibt, die in irgendeiner Form Probleme mit ihrer Vulva/Vagina haben. Und wenn ich lese, was teilweise alles gemacht wird, wird mir ehrlich gesagt ganz anders (Injektionen, Bereiche der Haut rausschneiden etc.). Wenn man es nicht vorher schon hat, muss sich doch durch solche Torturen erst recht alles zurückziehen. Es kommt mir vor, als wären wir für viele Ärzte nur irgendein Zuchtvieh, dem man nach Belieben Medikamente, Hormone oder Ähnliches geben kann.

Und Vaginismus wird wahrscheinlich irgendwie mit Hysterie gleichgesetzt. Tatsächlich waren meine ersten Lektüren darüber in irgendeinem eingescannten Gynäkologen-Handbuch aus dem 19.Jh.

Meine letzte Ärzte-Erfahrung war eine super-unfreundliche Frauenärztin (ich hatte sie mir extra im Internet rausgesucht, weil sie damit warb, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen). Ihr Fazit war am Ende, mein Freund und ich müssten in die Paartherapie, vielleicht seien wir nicht gut füreinander. Das hat mich ganz schön aufgewirbelt. Und ich dachte immer, wenn wir sexuelle Probleme haben, dann wegen meiner Beschwerden und nicht anders herum.

Aber vielleicht hat sie mir doch irgendwie den Anstoß gegeben, ich weiß es nicht.

Du weißt ja, dass ich gerade wie beseelt bin, und deswegen bin ich gerade der Meinung, dass unsere Vagina viel mehr kann, als wir ihr zutrauen. Habe keine Angst vor der Geburt!

Irgendwie sind wir alle doch dafür gebaut. Und welche (Ur)-Kräfte wir in dem Moment freisetzen, kann glaube ich niemand erahnen. Das hört sich für mich nach mächtigem Druck an, sich vorzustellen, man müsse es schaffen, sich rechtzeitig bis zur Geburt vorzubereiten, sonst könnte es Komplikationen geben. Wenn die Ärzte es nicht wissen und es dazu keine Daten gibt, könnte es ja auch sein, dass wir besonders gute Gebärende sind (nur so eine Idee).

Ach, und übrigens, ich genieße weiter meine neu entdeckte "Weiblichkeit", bin regelmäßig total aus dem Häuschen, dass ich gesund bin und halte ständig "Rücksprache" mit meiner Vagina.

Sex hatte ich allerdings noch nicht. Bin ziemlich gespannt, aber irgendwie zögere ich es auch hinaus. Und mein Freund ist grad eh im Stress und hat keinen Kopf dafür. Jedenfalls habe ich ihm schon von meiner Entdeckung erzählt und er ist ziemlich erstaunt und kann es wohl noch nicht ganz fassen. :=o

S+pringc'hild


Du hast recht, es rollen sich einem schon öfters mal die Zehennägel auf, wenn man Themen liest, in denen es um eine "zu enge" Vagina und Ursachen / Behandlungsmöglichkeiten geht. Wie gesagt dachte ich selbst, dass mein Jungfernhäutchen zu dick ist, einfach weil man wahnsinnig oft liest, dass das der Grund für Probleme wie meine sein kann. Ich hatte große Angst davor, was dann beim ersten Mal passiert, weil es als normal hingestellt wird, dass es wehtun wird – um wieviel mehr dann erst mit einem zu dicken Hymen? Erst sehr spät habe ich festgestellt, dass ich gar kein Jungfernhäutchen habe. Und ich hab mich immer gefragt, ob allein diese Erkenntnis vielleicht schon viele Probleme gelöst hätte.

Ich glaube aber, es ist nicht hundertprozentig den Ärzten zuzuschreiben, dass Operationen und Injektionen so hoch im Kurs stehen, die dem Problem hilflos gegenüber stehen, sondern auch den Betroffenen selbst, die ihren "Makel" schnell loswerden wollen. Vaginal- und Beckenbodentraining sind langwierige Prozesse, und das andere verspricht eine schnelle Lösung des Problems. Viele leiden emotional darunter, wenn ihre Vagina sich nicht öffnet, glauben dass kein Mann bei ihnen bleiben wird, fühlen sich nicht attraktiv, wollen so schnell wie möglich "funktionieren".

Dieses Denken lag mir persönlich schon immer fern; möglicherweise weil ich in meiner ersten Beziehung wahnsinnig viel Akzeptanz erfahren habe. Wir dachten ja, es wäre nicht behandelbar, und wir hatten trotzdem Spaß im Bett. Das, was mir an meinem Zustand hauptsächlich Sorge bereitete, war die Unmöglichkeit einer gynäkologischen Untersuchung, und damit immer eine gewisse Angst vor Erkrankungen. Aber Männer? Ich hatte nie Probleme damit, Männer kennen zu lernen und ihnen näher zu kommen. Deswegen denke ich (und predige es regelmäßig), dass Attraktivität und Liebenswürdigkeit nicht daran scheitern, dass man nichts in eine Vagina stecken kann. Es kommt auf das Auftreten der Betroffenen an, wie offen sie damit umgeht, wie viel Selbstakzeptanz sie mitbringt, etc. Es macht die Sache jedenfalls nicht einfacher, wenn man zusätzlich zu den körperlichen Symptomen auch noch diesen seelischen Stress hat.

Aber ich schweife ab. |-o

Habe keine Angst vor der Geburt!

Hab ich nicht, und das mein ich ganz ehrlich. Und zwar aus den Gründen, die Du nennst: Unser Körper ist dafür gemacht, und ich habe (seit meinem Bänderriss) eine Art Urvertrauen in meinen Körper. Der Vergleich hinkt vielleicht ein bißchen (auch wenn es immer noch um den Beckenboden geht), aber ich hab ja auch keine Probleme beim Stuhlgang, obwohl es mir wirklich schwer fällt ein Zäpfchen einzuführen. Theoretisch könnte man jetzt argumentieren, dass eine Vagina dafür gemacht ist, dass man etwas reinsteckt... nun ja. Wenn man Vaginismus ausdiskutieren könnte wär meiner schon seit Jahren geheilt.

Das "sonst könnte es Komplikationen geben" hast jedenfalls Du gesagt, ich habe das eher von der pragmatischen Seite aus betrachtet. Irgendwas muss es ja geben, das Muskeln zur Entspannung verhilft, wenn eine sehr starke Grundanspannung nicht herauszukriegen ist und daher eine Geburtsverletzung droht. "Kaiserschnitt" kann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Wieso sollte ich nicht versuchen dürfen natürlich zu gebären, welche medizinische Indikation besteht für einen Kaiserschnitt? Eigentlich doch keine.

Zur Datenlage: Da kann ich mich nur auf die Berichte anderer Betroffener beziehen. Wir haben auf dem VAN-Forum tatsächlich eine zweifache Mutter durch "splash pregnancies" (eine Schwangerschaft, die eintritt, obwohl kein Sperma in die Vagina gelangt ist, sondern nur an den Scheideneingang), und die hat zwei sehr unkomplizierte Geburten hinter sich. Leider gibt es auch eine andere Userin, bei der die Geburt sehr schwierig und letzten Endes traumatisch war, aber da war die Vorgeschichte mit Vaginismus nicht das Problem.

Und Vaginismus wird wahrscheinlich irgendwie mit Hysterie gleichgesetzt.

Also ganz ehrlich, ich kann von mir persönlich nicht behaupten, dass ich auf einem gynäkologischen Stuhl nicht hysterisch wirken würde. Das ist für mich einfach ein rotes Tuch, eine absolute Paniksituation. Andererseits gibt's auch beim Zahnarzt Angstpatienten, die total durchdrehen und fast alles in Vollnarkose machen lassen müssen, und die schickt auch keiner zum Psychologen. Da wird das einfach so akzeptiert.

Tatsächlich waren meine ersten Lektüren darüber in irgendeinem eingescannten Gynäkologen-Handbuch aus dem 19.Jh.

Das kenne ich auch. ;-D A propos Lektüre: Wenn ich mir unseren Fadentitel so angucke frage ich mich, ob Du "The vagina monologues" mal gelesen hast? Ich muss gestehen, dass ich es noch nicht gelesen habe, wollte es aber immer mal tun.

SupriTngcxhild


Das Wichtigste wieder vergessen:

Ach, und übrigens, ich genieße weiter meine neu entdeckte "Weiblichkeit", bin regelmäßig total aus dem Häuschen, dass ich gesund bin und halte ständig "Rücksprache" mit meiner Vagina.

Das find ich total toll. @:)

Der (eigene) weibliche Körper verdient viel mehr Aufmerksamkeit, als die meisten ihm geben! Oft rückt er doch erst ins Blickfeld, wenn er nicht "funktioniert". Wir sollten alle viel mehr Rücksprache mit unseren Vaginas halten!

Übrigens beobachte ich auch meinen Zyklus per symptothermaler Methode, da ist man gleich noch viel mehr von den Socken, was der Körper alles macht und kann. :-D

VvabeOn6e1*


Hi Springchild,

in Bezug auf des erfüllte Sexualleben ohne Penetration war das bei mir so eine Sache. Denn ich hatte ja ganz andere Symptome als Du. Dass heißt, meine gesamte Vulva fühlte sich krank an, irgendwie überempfindlich, leicht gereizt und eben auch wund, juckend und brennend. Und sie ist nun mal das Zentrum des Lustempfindens, dass heißt, auch wenn man sich (wo)anders liebkost oder auch nur den Partner befriedigt, so führt doch irgendwie die Erregung durch alle Nervenbahnen letzten Endes dorthin. Und dort sitzt halt der Schmerz und wartet (auch wenn Du eigentlich erst angefangen hast, weil Du gerade Ruhe von ihm hattest) und er lässt sich nicht überspielen. Er erinnerte mich daran, dass ich nicht so konnte, wie ich wollte und schon waren die Gedanken wieder beim alten Thema.

Deswegen war es bei mir nicht möglich, auch ohne Eindringen richtigen Spaß zu haben.

Aber ich wollte noch auf einiges Antworten, was Du geschrieben hast:

Wird bei einer Blasenspiegelung denn nicht betäubt / sediert? Gerade bei einem kleinen Mädchen...

Es war glaube ich keine richtige Spiegelung, sondern er wollte Urin direkt aus der Blase entnehmen. Aber dafür muss ja auch irgendetwas eingeführt werden. Ich hatte jedenfalls ziemlich Schmerzen.

Wie ich hier schon schrieb, gibt es nur sehr wenige und nahezu keine aussagekräftigen Studien zum Thema Vaginismus. Woher soll das Wissen also kommen?

Dass Ärzte selbst wenn die Patientin es ihnen sagt, das Thema abtun und augenscheinlich gar nichts darüber wissen, ist unglaublich. Aber selbst dann, müsste ein kluger Mensch (und das sind Ärzte doch wohl) doch sagen, kommen Sie in 2 Wochen wieder, dann habe ich mich schlau gemacht und bei meinen Fachkollegen rumgefragt. Wenn es doch keine Studien gibt, dann müssten sie sich doch zumindest auf diese Weise austauschen.

Ohne die Diagnose Vaginismus hatte ich ja nur Symptome, die irgendwie auf eine Infektion oder eine Überempfindlichkeit hinwiesen. Wenn dann nichts zu finden war, war das Thema für die Ärzte erledigt. Aber für mich nicht!

Ich glaube aber, es ist nicht hundertprozentig den Ärzten zuzuschreiben, dass Operationen und Injektionen so hoch im Kurs stehen, die dem Problem hilflos gegenüber stehen, sondern auch den Betroffenen selbst, die ihren "Makel" schnell loswerden wollen.

Ja, aber das ist ja das, was medikamentöse Therapien in der Regel versprechen. Alles ist unkompliziert, leicht zu handhaben und schnell wirksam. Und wenn dann die Wirkung nicht einsetzt ist man enttäuscht, sucht man nach einer anderen Lösung und nach einer anderen Ursache. Wenn mir nur mal einer gesagt hätte, dass man den Beckenboden auch überstrapazieren kann. Und das auch dies zu meinen Symptomen führen kann! Ich bin schon drauf und dran meinen Frauenarzt beim nächsten Mal davon zu informieren, vielleicht erstelle ich ein Merkblatt oder so und lege es in allen Praxen in der Umgebung aus. Wer weiß denn wie viele Frauen mit ständig wiederkehrende Symptomen einer Pilzinfektion oder einer Blasenentzündung übermedikamentiert sind? Gerade bei jungen Frauen, die ihre ersten sexuellen Erfahrungen machen, vielleicht einige Infektionen hinter sich haben, eine Angst vor den Schmerzen entwickelt haben und sich irgendwie deswegen unzureichend und krank fühlen, kann dieses "Sich zurückziehen" doch eine mögliche Ursache sein (deswegen habe ich in dem Thread geschrieben, in dem wir uns kennen gelernt haben, ich habe mich so in ihr wiedererkannt). Und die ganzen Behandlungen tun dann ihr Übriges dazu.

<Andererseits gibt's auch beim Zahnarzt Angstpatienten, die total durchdrehen und fast alles in Vollnarkose machen lassen müssen, und die schickt auch keiner zum Psychologen. Da wird das einfach so akzeptiert.

Und so ein Fall war ich auch. Nach einer langen Sitzung hatte ich eine Woche später einen schmerzhaften Krampf im Kiefer. Damit bin ich Gott sei Dank zu meinem Hausarzt gegangen, und wir haben ziemlich schnell herausgefunden, dass diese Sitzung wohl traumatisch für mich war und ich wohl ein Mensch bin, der viele Spannungen in seine Muskulatur überträgt. Das ist übrigens auch eine meiner neuen Übungen, nicht ständig die Zähne zusammenbeißen!

Also ganz ehrlich, ich kann von mir persönlich nicht behaupten, dass ich auf einem gynäkologischen Stuhl nicht hysterisch wirken würde.

Das mit der Hysterie meinte ich mehr als psychopathologisches Krankheitsbild aus den Anfängen der Psychoanalyse, und das ist ziemlich überholt, aber spukt halt doch noch immer in den Köpfen der Ärzte herum. Du kommst mir überhaupt nicht hysterisch vor, und glaub mir, ich kenne hysterische (jetzt im landläufigen Sinne) Menschen.

Die Untersuchung hat mir auch immer weh getan. Wenn die Instrumente eingeführt wurden, habe ich glaube ich erstmal den Schmerz gefühlt, dann ganz tief eingeatmet (Du hast das mit dem Beckenboden ja beschrieben) und dann ging es halt irgendwie. Allerdings habe ich mich danach immer einen halben Tag lang oder so ganz gut gefühlt (wahrscheinlich, weil ich neue Hoffnung hatte, dass jetzt endlich etwas gefunden wurde).

Ach übrigens, später, als ich aufhörte, Tampons zu benutzen, ist mir während der Regel aufgefallen, dass in der Binde immer nur ganz wenig Blut war und dass auf der Toilette ganz viel auf einmal rauskam. Meinst Du, ich habe es selbst zurückgehalten? Was für ein toller Trick! :)= Und kannst Du auch in der Badewanne ganz viel Wasser in Dich hineinziehen und dann ganz schwallartig wieder rausdrücken?

Die Vagina Monologues habe ich auch nicht gelesen, sie werden auch rezitiert, oder? Wäre vielleicht mal eine ganz gute Lektüre für die nächsten Tage.

Zur Verhütung nehme ich die Pille, hatte sie mal für ein halbes Jahr abgesetzt, aber das hat aus den genannten Gründen zu keiner Veränderung geführt. Außerdem hatte ich glaube ich eine Angst vor einer ungeplanten Schwangerschaft, weswegen es für mich eigentlich keine Alternative dazu gab.

Wie erklärst Du die eigentlich, dass dieses Therapiezentrum in New York (weiß schon gar nicht mehr, wo ich darüber gelesen habe, es war so was wie ein Erfahrungsbericht von einer Cintzia aus der Schweiz) so schnelle Ergebnisse beim Vaginismus erzielt? Und könntest du vielleicht auch mal bei den Vulvodynie-Foren gucken, ob Du nicht auch den Eindruck hast, dass vielleicht viele von ihnen ein ähnliches Problem haben, wie Du es nun von mir kennst? Denn die Verbindung zwischen den beiden wird glaube ich sehr selten gezogen.

Liebe Grüße

S$prLing~chilxd


Hallo Vabene! *:)

Was das erfüllte Sexualleben angeht muss man unsere Situationen wirklich differenzieren, aber davon hab ich eigentlich gar nicht gesprochen, sondern dass viele Betroffene gleich ihren ganzen "Wert als Frau" in Frage stellen. Von einem erfüllten Sexualleben kann bei mir auch bei weitem nicht mehr die Rede sein, seit ich mich mit meinem Vaginismus auseinandersetze, weil auch ich ja jetzt mit dem Schmerz konfrontiert bin, wenn auch auf eine andere Weise als Du. Aber ich zweifele deswegen nicht an mir selbst oder meiner Beziehung. Oder bin ich etwa ein schlechterer Mensch / Partner, weil ich Vaginismus habe? Ich denke nicht.

Dass Ärzte selbst wenn die Patientin es ihnen sagt, das Thema abtun und augenscheinlich gar nichts darüber wissen, ist unglaublich. Aber selbst dann, müsste ein kluger Mensch (und das sind Ärzte doch wohl) doch sagen, kommen Sie in 2 Wochen wieder, dann habe ich mich schlau gemacht und bei meinen Fachkollegen rumgefragt. Wenn es doch keine Studien gibt, dann müssten sie sich doch zumindest auf diese Weise austauschen.

Das setzt aber etwas Grundlegendes voraus, was den meisten Ärzten heutzutage abgeht (aus welchen Gründen auch immer sei mal dahingestellt): Interesse an der Patientin. Und auch daran, ihr wirklich zu helfen. Mein aktueller Frauenarzt hört mir meistens nicht mal richtig zu. Sehr oft bekomme ich auf meine Fragen keine Antworten. Und hier im Forum geht es scheinbar sehr vielen Leuten so. :-/

Damit bin ich Gott sei Dank zu meinem Hausarzt gegangen, und wir haben ziemlich schnell herausgefunden, dass diese Sitzung wohl traumatisch für mich war und ich wohl ein Mensch bin, der viele Spannungen in seine Muskulatur überträgt. Das ist übrigens auch eine meiner neuen Übungen, nicht ständig die Zähne zusammenbeißen!

Das finde ich sehr interessant. Erstens habe ich eine ähnliche Erfahrung gemacht – als ich elf Jahre alt war sollte bei mir Blut abgenommen werden. Ich habe kurz davor Angst bekommen und wollte nicht, daraufhin haben mich drei Leute festgehalten. Daraufhin habe ich mich erstmal knapp zehn Jahre lang überhaupt nicht von irgendwelchen Ärzten anfassen lassen.

Zweitens bin ich scheinbar auch ein Mensch, der Spannungen in seine Muskulatur überträgt (und in meiner Vergangenheit gab es leider sehr viele Gründe dafür, angespannt zu sein), zumindest habe ich auch anderweitig sehr viel mit An- und Verspannungen zu tun. Meine Nackenmuskeln sind grundsätzlich hart wie Stein, meinen Kiefer muss ich auch bewusst entspannen (aber spätestens wenn ich schlafe beiße ich wieder die Zähne aufeinander bzw. sauge mich mit der Zunge am Gaumen fest), und auch meine Bauchmuskulatur befindet sich in ständiger Anspannung.

Morgen habe ich einen Termin bei einer Kinesiologin, das hat mir meine Hebamme empfohlen. Davon hatte ich vorher noch nie gehört. Ich bin schon total gespannt, was sie zu der ganzen Sache zu sagen hat.

Du kommst mir überhaupt nicht hysterisch vor

Dann geh mal mit mir zum Frauenarzt. Immer versuch ich die Zähne zusammenzubeißen und es wenigstens zu versuchen, aber allerspätestens sobald ich auf dem Stuhl sitze fang ich an zu heulen und krieg die Krise, wenn der Arzt oder die Ärztin mir zu nahe kommt. |-o

Ach übrigens, später, als ich aufhörte, Tampons zu benutzen, ist mir während der Regel aufgefallen, dass in der Binde immer nur ganz wenig Blut war und dass auf der Toilette ganz viel auf einmal rauskam. Meinst Du, ich habe es selbst zurückgehalten? Was für ein toller Trick! Und kannst Du auch in der Badewanne ganz viel Wasser in Dich hineinziehen und dann ganz schwallartig wieder rausdrücken?

Weiß ich nicht, von sowas hab ich noch nie gehört. Ich kann das jedenfalls nicht, von außen dringt gar nichts in meine Vagina. Ehrlich gesagt habe ich mich immer darüber gewundert, dass viele Frauen hier berichten, ihnen würde beim Baden oder Schwimmen Wasser in die Vagina laufen, bei mir funktioniert das irgendwie nicht. Vielleicht ist mein Muskeltonus einfach zu stark, das liegt ja nahe.

Zur Verhütung nehme ich die Pille, hatte sie mal für ein halbes Jahr abgesetzt, aber das hat aus den genannten Gründen zu keiner Veränderung geführt. Außerdem hatte ich glaube ich eine Angst vor einer ungeplanten Schwangerschaft, weswegen es für mich eigentlich keine Alternative dazu gab.

Ich hab nie die Pille genommen und bin auch nicht ungeplant schwanger geworden. Es würde mich glaube ich auch nervös machen, ich bin da irgendwie zu sehr "Kontrollfreak", deswegen ist Zyklusbeobachtung genau das Richtige für mich. Wobei ich es wirklich als Beobachtung sehe und nicht als "Verhütungsmethode", man verhütet ja damit nicht direkt... ":/

Allerdings habe ich hier schon oft gelesen, dass hormonelle Verhütung oft für wiederkehrende Infektionen und Schmerzen beim Sex verantwortlich ist, und dass oft eine Verbesserung erst ein halbes Jahr nach dem Absetzen auftritt.

Wie erklärst Du die eigentlich, dass dieses Therapiezentrum in New York (weiß schon gar nicht mehr, wo ich darüber gelesen habe, es war so was wie ein Erfahrungsbericht von einer Cintzia aus der Schweiz) so schnelle Ergebnisse beim Vaginismus erzielt?

Das halte ich für pures Marketing. Völlig unrealistisch, was da beschrieben wird... leider!

Und könntest du vielleicht auch mal bei den Vulvodynie-Foren gucken, ob Du nicht auch den Eindruck hast, dass vielleicht viele von ihnen ein ähnliches Problem haben, wie Du es nun von mir kennst?

Sorry, aber ich bleib lieber innerhalb meiner eigenen Erfahrungs- und Wissensgrenzen. @:)

V!ab6enex1*


Okay, das kann ich verstehen, habe auch schon wieder so viel Zeit mit dem ganzen Thema verbracht. Naja, ich weiß nicht, wie lange es mich noch beschäftigen wird. Aber im Moment bin ich wie wild in Vulvodynie-Foren unterwegs und versuche meine Erkenntnis unter die Leute zu bringen. Nur ich habe halt den Eindruck, dass gerade diese jungen Mädchen, die wie Du schon so richtig sagtest nur nach einer schnellen Lösung suchen (Kleeblatt ist uns ja scheinbar auch abgesprungen) damit sie wieder funktionieren.

Und die werde ich wohl mit meinem ganzen Selbsterkenntnis-Gefasel gar nicht erreichen.

Naja, dann behalte ich es eben für mich ]:D .

Irgendwie finde ich es auch so erstaunlich, dass Du so bald über Vaginismus erfahren hast. Und dass dies bei Dir nicht diese anderen üblen Beschwerden ausgelöst hat. Wahrscheinlich reagiert doch jede anders, ich weiß es einfach nicht.

Ich habe auch nicht gedacht, dass ich ein schlechter Mensch oder eine schlechte Partnerin bin, und Du bist es natürlich auch nicht. Aber irgendwie unglücklich war ich trotzdem.

Zu der Pille: Ja, und ich habe sogar gelesen, dass das Absetzen erst nach einem Jahr oder noch länger eine Wirkung zeigt. Ich hatte nach einem halben Jahr genug, vielleicht war ich auch inkonsequent. Aber ich wollte sie wieder nehmen. Und ich will niemandem die Pille aufschwatzen. Aber mich nervt das langsam, dann soll man mindst ein halbes Jahr diese eine Creme nehmen, und bloß keine andere dazwischen, sonst kann sie ja keine Wirkung zeigen. Und dann kann es an der Pille liegen oder an sonst was. Und alle fragen nach, wie lange hat es bei Dir gedauert? Was kann man sonst noch nehmen, kann es vielleicht an diesem oder jenem liegen. Wenn ich alle Cremes, die ich hatte ein halbes Jahr ohne Unterbrechung genommen hätte, und erst dann die nächste ausprobiert hätte, wäre ich nicht schlauer, als ich jetzt bin. Ich hoffe, Du verstehst mich nicht falsch. Aber ich glaube irgendwie, dass zumindest diese Brennen und Jucken-Patientinnen (ich kann verstehen, dass es Dich eigentlich nicht interessiert) echt auf dem falschen Dampfer sind. Und ich habe das jahrelang genauso gemacht.

Weiß ich nicht, von sowas hab ich noch nie gehört. Ich kann das jedenfalls nicht, von außen dringt gar nichts in meine Vagina. Ehrlich gesagt habe ich mich immer darüber gewundert, dass viele Frauen hier berichten, ihnen würde beim Baden oder Schwimmen Wasser in die Vagina laufen, bei mir funktioniert das irgendwie nicht. Vielleicht ist mein Muskeltonus einfach zu stark, das liegt ja nahe.

Stimmt, aber in der Badewanne ist es bei mir auch so, dass eigentlich kein Wasser eindringt, aber bei einer bestimmten Bewegung eben doch. Ich wollte Dich auch nicht provozieren, aber vielleicht kannst Du diese Bewegung ja auch, und sie hilft Dir weiter. Ich müsste es noch einmal ausprobieren, aber es ist, wenn Du den Rücken ganz rund machst, und dabei den Bauch ganz stark einziehst. Nur so ne Idee.

Mein Frauenarzt hat mir übrigens letztens weißmachen wollen, dass er an 100 Frauen mit Treffsicherheit diejenigen erkennen würde, die Tampons benutzen, und diejenigen, die es nicht tun. Zur Sicherheit habe ich nochmal nachgefragt, ob bei der Untersuchung oder auch so, an der Nasenspitze oder am Geruch. Aber ich glaube, er hatte den Witz schon zu oft bei seinem Gynäkologen-Stammtisch zu besten gegeben, so dass er keiner Erklärung mehr bedurfte. Naja, vielleicht sollte ich ihm vorschlagen, damit zu Wetten Dass zu gehen.

Mein Freund ist übrigens mal einem solchen Arzt begegnet, der ihm sagte, er wüsse jetzt im Moment nicht so richtig Bescheid, aber er würde sich dann mal schlau machen, und das hat er getan. Also, es gibt solche Exemplare. Aber auch das war ein Allgemeinmediziner. Und ich glaube ehrlich gesagt, dass das die einzigen wahren Therapeuten sind, weil sie auf Patienten-Bindung angewiesen sind. Die Frauenärzte haben doch genug zu tun mit den ganzen obligatorischen Pillen-Rezepten (wenn Du sie nimmst, musst Du ja jedes halbe Jahr hin) und den Schwangeren. "Geboren wird immer", sage ich da nur.

Aber ich muss jetzt ins Bett. Viel Glück bei der Kinesiologin!

Sqpring1chilxd


Irgendwie finde ich es auch so erstaunlich, dass Du so bald über Vaginismus erfahren hast. Und dass dies bei Dir nicht diese anderen üblen Beschwerden ausgelöst hat. Wahrscheinlich reagiert doch jede anders, ich weiß es einfach nicht.

Das ist eben der Unterschied zwischen primärem und sekundärem Vaginismus. Vaginismus löst Deine Symptome nicht aus; bei Dir haben Deine Symptome Vaginismus ausgelöst... wenn es denn Vaginismus ist. Du hast ja scheinbar keine Probleme, etwas einzuführen? ???

. Aber ich glaube irgendwie, dass zumindest diese Brennen und Jucken-Patientinnen (ich kann verstehen, dass es Dich eigentlich nicht interessiert) echt auf dem falschen Dampfer sind. Und ich habe das jahrelang genauso gemacht.

Es interessiert mich sogar sehr; nur kann ich leider nicht viel beitragen. Aber ich lese gerne, was Du dazu zu sagen hast. Es ist ja doch ein ähnliches Problem und Schmerzen haben wir doch alle. :)_

Unglücklich bin ich mit der Situation momentan auch, ich spür einfach nichts beim "richtigen" Sex, es tut oft weh oder fühlt sich unangenehm an und ich muss ständig auf die Toilette. |-o An Orgasmen ist nicht zu denken. Natürlich mag ich das Gefühl, mit meinem Freund intim und ihm nahe zu sein, aber ich weiß ja aus der Vergangenheit, dass es viel mehr Spaß machen kann, und ich wünsche mir sehr, dass es sich irgendwann so richtig gut anfühlen wird.

Ich müsste es noch einmal ausprobieren, aber es ist, wenn Du den Rücken ganz rund machst, und dabei den Bauch ganz stark einziehst.

Da müssen wir wohl noch eine Weile warten, mit Babybauch gestaltet sich das etwas schwierig. ;-D Außerdem hab ich keine Badewanne und weiß nicht ob ich im Schwimmbad solche Experimente starten will, meine Vagina kann sicher nicht auch noch Chlorwasser gebrauchen.

Also, es gibt solche Exemplare. Aber auch das war ein Allgemeinmediziner.

:)z Mein Hausarzt ist auch so jemand, und ich bin ihm immer noch sehr dankbar für seine Hilfe, als ich letztes Jahr eine Gebärmutterhalsentzündung hatte. Weil ich keine Schmerzen hatte, sondern nur Kontaktblutungen, stand sogar das Thema Krebs im Raum, und ich war vier Mal (!) bei einer Gynäkologin und habe versucht mich untersuchen zu lassen. Die letzten beiden Male habe ich mich sogar mit Baldrian und Melissentee vollgepumpt, das letzte Mal hab ich vorher sogar einen Schnaps getrunken, und sie hat mir extra Termine gegeben, zu denen sie viel Zeit hat. Trotzdem gab's Tränen, sie hat irgendwann rumgebrüllt, ich soll nicht so bockig sein, es ginge doch um mein Leben, und beim letzten Termin hat sie nur resigniert gesagt, dass Gebärmutterhalskrebs in meinem Alter sowieso total selten wäre, und dass Kontaktblutungen oft eine ganz harmlose Ursache haben, und dass ich mich damit arrangieren müsse.

Nur dass die Kontaktblutungen immer stärker wurden und bald auch mit regelrechten Kreislaufzusammenbrüchen gepaart waren. In meiner Verzweiflung hab ich mich an meinen Hausarzt gewandt und ihn um Rat gefragt, und er hat sich dann an die Strippe gehängt. Letztendlich wurde ich im Krankenhaus unter Vollnarkose untersucht und das kranke (wie sich herausstellte entzündete) Gewebe gleich entfernt. Danach ging es mir wunderbar, die Kontaktblutungen waren verschwunden und es war auch erstmal geklärt, dass ich KEINE bösartigen Zellveränderungen habe.

Dass Vollnarkosen aber natürlich keine Dauerlösung sein können ist klar.

"Geboren wird immer", sage ich da nur.

Und dann komm ich als schwangere Vaginismus-Patientin, und dann weiß keiner Bescheid. Ich kann ja wohl nicht die erste mit solchen Problemen sein, die entbinden möchte.

Zum Glück hab ich eine gute und einfühlsame Hebamme gefunden und ein super Krankenhaus um die Ecke (das Gleiche, wo ich auch operiert wurde), die haben z. B. den Kontakt zu der Physiotherapeutin hergestellt. :)^

Uh, und gleich muss ich los zu der Kinesiologin!

V6abexne1*


Oh, ja, dann berichte mal wie es Dir ergangen ist bei der Kinesiologin!

SXpri[ngcRhixld


Bin mir noch nicht sicher wie es mir ergangen ist, irgendwie war es sehr esoterisch... ":/

V|a;be+ne1*


Glaube ich, und ich bin jemand, der dann sehr schnell zynisch wird. Ich kann zum Beispiel auch sehr extrovertierte bzw. expressive oder wenn Du so willst emotionale Menschen überhaupt nicht leiden. Deswegen habe ich auch mit Künstlern so meine Probleme.

Was hat sie gemacht mit Dir?

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