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Vagina-Dialoge

Alnton)ia5^072


Das Katheter nach derEntbindung wird nur kurz eingeführt zur Entleerung der Blase und dann gleich wieder entfernt. Eine längere Verweildauer ist nur vorgesehen, wenn man sich nicht bewegen darf oder man den Beckenboden total still halten muss oder wenn die Blase auch nach Stunden nicht wieder von allein arbeitet (kommt sehr selten vor). Im Normalfall dauert die Sache nur wenige Minuten, dann wird das Katheter sofort wieder entfernt, beim nächsten Mal kannst Du schon wieder allein auf die Toilette gehen, eventuell mit Hilfe einer Krankenschwester, falls Du nach der Entbindung total erledigt bist. Wenn die Wirkung der PDA länger hält und Du Probleme beim Laufen hast, gibt es die berühmte Bettpfanne.

Vnabkene1x*


Hallo Ihr Lieben,

also ich bin gerade ein bisschen irritiert, weil ich seit gestern wieder leichte Beschwerden habe und auch so etwas wie eine leichte Zwischenblutung. Vielleicht hängt das mit der neuen Haltung zusammen, aber eigentlich weiß ich es nicht. Jedenfalls will ich nicht in den alten Teufelskreis verfallen und versuche mir keine Sorgen zu machen.

Aber scheinbar war es doch nicht nur meine falsche Haltung sondern auch sonst irgendwas, was ich umgestellt hatte. Trotzdem war die Erfahrung, mehrere Tage am Stück davon befreit zu sein zu beeindruckend, um jetzt wieder in die alte Agonie zu verfallen. Und ich kann einfach nicht glauben, dass es auch dieses mal der Placebo-Effekt war, den ich auch bei manchen Salben hatte. Dafür hat es zu lange gedauert.

Ich bin also wild entschlossen, den "springenden Punkt" zu finden! Aber was könnte es sein?

1. Also seit dem Besuch bei einer Frauenärztin vor etwa 8 Wochen nehme ich täglich Vitamin B Komplex Tabletten (sie sagte Probleme mit Schleimhäuten würden meistens mit einem Mangel davon zusammenhängen, und die meisten Menschen hätten einen Vitamin B-Mangel), eigentlich immer eine Tablette am Tag. Aber ein paar mal habe ich 2 am Tag genommen, damit hatte ich jetzt aufgehört (ich war ja felsenfest davon überzeugt, dass es gar nicht an dem Mittel lag).

2. Außerdem hatte ich angefangen, sehr viel mehr zu trinken, vielleicht habe ich das etwas schleifen lassen, als es mir besser ging. Diese Oxalat-Geschichte wird ja auch als Ursache diskutiert und durch vermehrtes Trinken verringert man die Konzentration davon im Urin.

3. Das einzige, was mir jetzt noch einfällt ist, dass ich vor meiner Genesung angefangen hatte, regelmäßig zwei mal die Woche ins Sonnenstudio zu gehen (ich bin im August auf eine Hochzeit eingeladen), auch auch da bin ich dann so um die 5 Tage nicht gewesen, aber dafür gestern wieder.

@ Antonia:

Hast Du im Zusammenhang mit Vulvodynie eigentlich schonmal etwas von Lichttherapie gehört? Ich meine eigentlich gehört direkt dort ja auch kein Licht hin (also rein anatomisch und evolutionär wäre es ja auch komisch). Aber das Licht produziert ja auch im ganzen Körper gewisse Botenstoffe oder Substanzen, die mir vielleicht fehlen.

Ich bin ansonsten ein bisschen ratlos. Wenn Euch irgendetwas einfällt, wäre ich für jeden Tipp dankbar.

Liebe Grüße

SSprin*gc\hxild


Hallo Vabene,

wenn Du gerade vom Sonnenstudio sprichst fällt mir tatsächlich was ein: Vitamin D. Ein Mangel kann die Infektionsanfälligkeit erhöhen: [[http://www.deam.de/heilp/beitrag/vitamin.htm]] Kommst Du sonst nicht viel oder nicht ausreichend in die Sonne?

Ansonsten denk ich erstmal hauptsächlich ans Eisen, weil ein Mangel die Haut bzw. Schleimhäute beeinflusst, also solltest Du vielleicht die Werte mal überprüfen lassen (hauptsächlich das Ferritin).

Und wenn Du schon dabei bist dann könntest Du auch gleich die Schilddrüsenwerte mitmachen lassen (TSH, ft3 und ft4). Die Schilddrüse beeinflusst unzählige Prozesse im Körper.

Zwischenblutungen sind eine häufige Nebenwirkung der Pille (und ich hatte schon vorher drauf hingewiesen, dass hormonelle Verhütung für eine gereizte Schleimhaut und Infektanfälligkeit usw. verantwortlich sein kann, und dass ein halbes Jahr Absetzen oft nicht reicht um das Problem komplett aus der Welt zu schaffen).

@ Antonia:

Hmm, darüber haben sie beim Geburtsvorbereitungskurs nichts gesagt, möglicherweise wird das bei uns gar nicht gemacht. ??? Naja, ich werd's ja dann sehen.

V:abene;1*


Liebe Springchild,

Du kannst manchmal sehr belehrend sein. Aber ja, ich weiß, dass die Pille vielleicht nicht das beste Mittel der Wahl ist und viele Dinge auslösen oder verschlimmern kann. Und meine 6 Monate Abstinenz waren vielleicht wirklich zu kurz.

Aber da Du mich ja nun auch ein bisschen kennst, weißt Du, dass ich noch immer ein Mensch bin, der die einfachen Lösungen bevorzugt. Dieses denken hat mich vielleicht in diesen Teufelskreis reingeritten, ich gebe es gerne zu.

Eigentlich bin ich recht häufig in der Sonne. Wenn es mir zu heiß ist, gehe ich zwar lieber im Schatten und ein Freund ausgiebiger Sonnenbäder bin ich auch nicht, aber ich würde nicht sagen, dass ich zu wenig Licht bekomme. Trotzdem ist dies ein Aspekt, den ich mal weiter beobachten werde. Und die möglichen Mängel von Vitamin B, Vitamin D oder Eisen muss ich wirklich mal untersuchen lassen (da wird wohl mein Hausarzt die erste Adresse sein, das ist übrigens der, der das mit der Verspannung im Kiefer festgestellt hat und der meinen Freund so hervorragend beraten hat).

Da es aber jetzt noch nicht so schlimm ist, und ich ja erst die anderen drei Punkte durch Ausschlussverfahren testen will. Ich werde berichten.

Wie geht es Dir?

Vcabevne1*


Oh, der letzte Satz war krude, er sollte heißen:

Da es aber jetzt noch nicht so schlimm ist, werde ich erstmal die anderen 3 Punkte durch Ausschlussverfahren testen.

Wünsch mir Glück, dass ich den "Stein des Anstoßes" finde! *:)

SnpriKngUchild


Du kannst manchmal sehr belehrend sein.

T'schuldigung. |-o

Aber da Du mich ja nun auch ein bisschen kennst, weißt Du, dass ich noch immer ein Mensch bin, der die einfachen Lösungen bevorzugt.

Vielleicht verstehen wir uns gerade in dem Punkt falsch, ich find nämlich, dass die Pille abzusetzen die einfache Lösung wäre. Irgendeinen Grund muss es ja haben, dass meine Freundinnen und Bekannten ständig über Blasenentzündungen und Scheideninfektionen jammern, und ich sowas noch nie hatte (trotz nachgewiesener Keime in der Vagina, siehe [[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/589026/ hier]]).

Wie geht es Dir?

Hab gestern den Chakra-Spruch vergessen und frag mich ob es jetzt nicht mehr wirkt (wenn es denn überhaupt gewirkt hätte). Es ist ein Kreuz mit dieser Empirie.

Außerdem hab ich die letzten zwei Tage keine Damm-Massage gemacht und hab jetzt ein schlechtes Gewissen bzw. ich tue es in dem Bewusstsein, dass ich mir eventuell schade, wenn ich mich nicht mal zusammenreiße. Wieso bin ich bloß so blockiert, es passiert doch nichts Schlimmes... ich hab mich im Gegenteil eher gefreut, dass ich so schnelle Fortschritte bei der Lockerung gemacht habe! :-/

Wünsch mir Glück, dass ich den "Stein des Anstoßes" finde!

Ich wünsch Dir alles Glück der Welt! :)* :)* :)*

VRaben?eH1*


Vielen Dank für Deine Kraftsternchen!

Heute ist es auch schon wieder besser, wenn ich genau überlege. Allerdings hatte ich ja nun sowohl wieder eine Ladung Licht, mehr Flüssigkeit und doppelte Ration Vitamin B. Ich fühle mich irgendwie scheiße, dass ich so durch die Lande getingelt bin und überall meine "Entspannungs-Erkenntnis" gepostet habe.

Hab gestern den Chakra-Spruch vergessen und frag mich ob es jetzt nicht mehr wirkt

Ist ja keine Medizin, dann sag ihn doch heute zweimal auf. ;-) Ich glaube, wenn er wirkt, dann ist er so gut, dass er es auch tut, wenn man ihn mal vergisst.

Die Pille abzusetzen ist sicherlich nicht kompliziert, aber ich glaube, ich hätte Probleme damit. Für meine Gefühl ist sie halt doch das Einfachste, und beobachtenden Methoden würde ich glaube ich nicht vertrauen. Dazu kommt, dass ich nicht sehr diszipliniert bin, und dadurch wäre das wohl eher zum Scheitern verurteilt. Vielleicht musst Du mir mal erklären, was genau Du da machst. Eine Spirale möchte ich nicht, ist mir auch zu teuer. Jedenfalls, wenn man wie ich vermutet, dass man sie eh nicht verträgt, oder das Einsetzen schon schief gehen könnte. Und alles andere basiert ja doch irgendwie wieder auf Hormonen, die das Gleiche verursachen, wie die Pille.

Blasenentzündungen hatte ich nach der als Kleinkind nie wieder, und vaginale Infektionen wurden bei mir ja auch nie festgestellt. Ich glaube, dass die Pille sie oft begünstigt, aber bei mir ist es wohl doch irgendwie was anderes. Vielleicht wirklich eine Mangelerscheinung in Kombination mit meinem "Kneifen". Ich habe übrigens auf einer amerikanischen Seite über Vulvodynie gelesen, dass sie wirklich auch zu übermäßigem Verkrampfen des Beckenbodens führen kann, was dann wiederum die Blutversorgung so stark unterbinden kann, dass die Schleimhäute nicht mehr ausreichend durchblutet werden. Für mich ist es jedenfalls eine mögliche Erklärung. Ist scheinbar bei Dir nicht der Fall, aber wir sind ja doch alle anders.

trotz nachgewiesener Keime in der Vagina, siehe hier).

Das hört sich wirklich kurios an. Wahrscheinlich haben sie es echt vertauscht. Ich meine, irgendwelche Symptome müsstest Du damit gehabt haben, bei so einem "Befall"?

Und wie Du schon sagtest, da kommt ja von selbst nichts so schnell was rein bei Dir (entschuldige die lapidare Formulierung). Deine vaginalen Schleimhäute müssten ja eigentlich besonders natürlich und "gepflegt" sein.

Außerdem hab ich die letzten zwei Tage keine Damm-Massage gemacht und hab jetzt ein schlechtes Gewissen bzw. ich tue es in dem Bewusstsein, dass ich mir eventuell schade, wenn ich mich nicht mal zusammenreiße. Wieso bin ich bloß so blockiert, es passiert doch nichts Schlimmes... ich hab mich im Gegenteil eher gefreut, dass ich so schnelle Fortschritte bei der Lockerung gemacht habe!

Ich denke, Du solltest Dich von dem Gedanken lösen, dass Du ohne Behandlung immer wieder zurückfallen könntest. Eine Besserung muss nicht zurückgehen, nur weil man nicht sofort weitermacht. Du hast schnelle Fortschritte gemacht, und so wird es auch weitergehen. @:)

AYnton5ia5V072


Hallo Ihr 2,

ich denke, Ihr solltet nicht ständig eine Schuld, ein Fehlverhalten oder einen Mangel als Ursache für Eure Beschwerden und Krankheiten suchen. Wenn z. B. ein Mangel an bestimmten Vitalstoffen eine Ursache wäre, müssten in den Entwicklungsländern 90 % aller Frauen so etwas haben. Lest Euch mal das Buch von Thomas Hanna "Beweglich sein-ein Leben lang" durch. Er hat dort sehr schön beschrieben, inwieweit sich der Körper selbst hilft und was ihn längerfristig schädigen kann. Ich kann das ein ganzes Stück nachvollziehen, nur wusste Hanna offensichtlich nichts von Vulvodynie, sonst hätte er vielleicht mehr konkretes zur Beckenbodenentspannung geschrieben. Ich denke auch, das ein Stück Genetik dahinter steckt. Bis vor kurzem, waren die meisten Schmerzpatienten mit ihren Problemen allein gelassen und konnten nur hoffen, dass ihr Arzt wenigstens mal Migräne hatte, um ein Stück Verständnis und Engagement aufzubringen. Zur Zeit wird sehr an den körperlichen Vorgängen geforscht, die den Schmerz im Gehirn als solchen wahrnimmt. Es gibt ja auch Menschen, die gar keinen Schmerz empfinden und sich deshalb dauernd verletzen. Das beweist schon, dass die Gene irgendwie beteiligt sein müssen. Aber inzwischen kann man auch erblich bedingte Krankheiten ganz gut behandeln. Leider wird über solche Forschungen sehr unfair diskutiert. Manche Leute denken gleich an Retortenbabys, wenn Forscher Genforschung betreiben. Ich denke, vor allem die Medien sollten da nicht noch sensationslüstern Halbwahrheiten verbreiten.

Ich denke, es tut Euch alles gut, was die Beschwerden lindert. Schlechte Tage haben auch die Gesunden, die Helden und die Heiligen. Macht Euch also nicht verrückt, wenn es Euch mal schlechter geht, es kommen wieder bessere Tage.

LG

Antonia

VLabe~nxe1*


Liebe Antonia,

Du hast ja recht, und eigentlich sehe ich es auch so. Wir sind nicht unterversorgt und uns steht alles zu Verfügung was wir brauchen, das ist ein wahrer Segen. Vielleicht ist es deshalb so schwer, sich mit einem unabänderlichen Schicksal abzufinden. Wir sind es ja gewohnt, dass alle Probleme irgendwie lösbar sind.

Und glaube mir, ich lasse mich von einem schlechten Tag sicher nicht unterkriegen. Nur ist in mir auch so ein bisschen der Forschgeist entbrannt, und ich will dieses Gefühl, was ich fünf Tage lang hatte nicht aufgeben, es war zu beeindruckend.

Das mit den Schmerzrezeptoren und mit den genetischen Ursachen hört sich interessant an, ich glaube nur nicht, dass es für alles eine Erklärung sein kann. Wie gesagt habe auch ich immer geglaubt, dass meine Haut sich wenn überhaupt sehr langsam von den "Strapazen" erholen würde, wenn ich erst das Problem gefunden hätte. Aber so war es wirklich nicht. Ich hatte von heute auf morgen ein fast schon nicht mehr gekanntes sehr angenehmes Gefühl im Schritt, alles war weich, geschmeidig, einfach gesund. Ich glaube nicht, dass mir meine Nerven dort einen Streich gespielt haben.

Ich bin also weiter auf der Suche und werde bei gegebenem Anlass berichten.

Auf jeden Fall lieben Dank für die Aufmunterung.

@ Antonia:

Bist Du eigentlich die gleiche Antonia aus dem Vulvodynie-Forum? Und wie geht es Dir jetzt gerade (hast Du momentan Beschwerden)?

SopSrUingchxild


Hallo! *:)

Also ich persönlich weiß auch nicht, wieso man nicht nach Ursachen suchen und sich mit irgendeinem "unabänderlichen Schicksal abfinden" sollte – das ist meiner Ansicht nach nicht gleichzusetzen damit, dass man sich verrückt macht. Sondern eher mit Konstruktivität. Aufzugeben und in Selbstmitleid zu baden hat jedenfalls noch nie dazu geführt, dass sich irgendjemand besser gefühlt hat.

Nicht unterversorgt zu sein UND keine Mangelerscheinungen zu haben schließt außerdem mit ein, dass man die Versorgung auch nutzt, sonst hätte niemand in Deutschland einen Eisen- oder sonstigen Mangel.

Heute ist es auch schon wieder besser, wenn ich genau überlege. Allerdings hatte ich ja nun sowohl wieder eine Ladung Licht, mehr Flüssigkeit und doppelte Ration Vitamin B.

Und wenn Du das alles mal einzeln probierst und nicht gleich alles zusammen?

Ich denke, Du solltest Dich von dem Gedanken lösen, dass Du ohne Behandlung immer wieder zurückfallen könntest. Eine Besserung muss nicht zurückgehen, nur weil man nicht sofort weitermacht.

Empirie, liebe Vabene... ich weiß leider, dass ich zurückfalle, wenn ich "schludere", weil ich es in den letzten Jahren oft genug erlebt habe. Was mich, wenn ich absolut keine Lust drauf hatte, natürlich nicht davon abgehalten hat eine Pause zu machen. Man hat ja normalerweise Zeit. Momentan hab ich aber keine, und das ist auch ganz gut so, weil ich nicht wieder stagnieren möchte. Ich möchte endlich keine Panikattacken mehr beim Gynäkologen bekommen und ich möchte endlich Spaß am Sex haben. Und wenn ich weiß, dass ich das erreichen kann, wieso sollte ich nicht alles dafür tun?

@ Thema Verhütung:

Für meine Gefühl ist sie halt doch das Einfachste, und beobachtenden Methoden würde ich glaube ich nicht vertrauen.

Die beobachtende Methode ist auch letztendlich nur eine beobachtende Methode und kann nicht für sich allein stehen. Man braucht ja trotzdem noch eine Barrieremethode. Für die symptothermale Beobachtung an sich braucht es nicht viel Disziplin, aber dafür, die Barrieremethode in der fruchtbaren Zeit auch konsequent anzuwenden. Wobei ich denke, dass man sich das antrainieren kann – und für das Ziel, wieder schmerzfrei zu sein, würde es sich ja lohnen.

Aber ich möcht Dir auch nichts aufschwatzen. Es ist für mich persönlich nur der offensichtlichste Ansatz, also das, was ich selbst zu allererst tun würde. Aber ich werd nichts weiter dazu sagen, wenn Du es nicht möchtest. @:)

V<aben\e1x*


Naja, das mit dem "Schicksal" war ja meine Formulierung, und ich glaube, Antonia hatte es nicht so gemeint. Nur kommt der Gedanke bei genetischen Dispositionen eben schnell auf. Mein Vater zum Beispiel musste sich vorletztes Jahr wegen Prostata-Krebs operieren lassen, und er hatte schon jahrelang Beschwerden und Ängste, die er uns natürlich nicht mitgeteilt hat. Wenn ich mir vorgestellt habe, was er für beschissene Untersuchungen und Behandlungen über sich ergehen lassen musste, wird es mir heute noch eng ums Herz. Er, der sich immer quicklebendig fühlte und einen gewissen Stolz auf seine Unabhängigkeit vor Ärzten hatte, musste sich so plötzlich mit der Situation arrangieren, dass er nun von ihnen abhängig war, dass sein Wohl und Wehe in ihren Händen lag und dass sie ihn im wahrsten Sinne in die Kandarre spannen und in ihm rumschneiden. Wenn ich an seinen Blick im Wartezimmer zurückdenke könnte ich heulen. Das hat auch so viel mit Erniedrigung zu tun! Und Männer sind es ja noch weniger gewohnt, dass sie "dort unten" untersucht werden.

das ist meiner Ansicht nach nicht gleichzusetzen damit, dass man sich verrückt macht

Ja, verrückt sollte man sich nicht machen, und eine Ursachenforschung ist prinzipiell auch nicht damit gleichzusetzen. Meine Erfahrung ist nur, dass das Internet so seine Tücken hat. Ich zum Beispiel habe immer nur überflogen und mir ansonsten einfach die Salben Tipps für Sitzbäder etc. rausgeschrieben und ansonsten alle "Feinheiten" überlesen. Trotzdem blieben im Unterbewusstsein diese ganzen Berichte von seltenen Intoleranzen, in der Haut versteckten Pilzen und anderen Ursachen, die eine Diagnose durch einen Arzt fast unmöglich machen und einen so erschrecken, dass man sich immer mehr einigelt.

Und wenn Du das alles mal einzeln probierst und nicht gleich alles zusammen?

Also mein Plan ist eher, ejtzt erstmal bei allem zu bleiben, zu gucken, ob es mir dauerhaft (z.B. eine Woche lang) gut geht. Und dann bei einem nach dem anderen testen, ob es die Ursache für die Verschlechterung war. Wenn ich dann immernoch herumlaboriere werde ich das mit der Pille nochmal überdenken und dann wäre ich froh, wenn Du mir weitere Einzelheiten zu Deiner Methode geben würdest.

Liebe Grüße und viel Spaß beim Massieren! @:)

bli>mboxo


hey zusammen, ich hoffe, eine mänliche Beteiligung ist ok.

Aber mich würde mal interessieren, wie man als Mann mit dieser Problematik umgehen soll. Hintergrund:

Eine Ex hatte m.E. mit dem Problem zu kämpfen, war sich der Sache aber wohl nicht bewusst. Wir waren beide noch relativ unerfahren. Sie war obwohl sie schon über 20 war und 3-4 Freunde davor hatte, wohl noch nicht bereit für Sex. Also ging es langsam voran. Nach einem Jahr war sie dann so weit und ging (zum ersten Mal) zum Gyn wegen der Pille und kam mit der Diagnose zu dickes Jungfernhäutchen. Das erklärte auch, warum sie Tampons vermied und wenn nur die Minis (?) nahm. Aber auch nach der OP, war die Situation komisch. In den ganzen 4 Jahren durfte ich auch beim Vorspiel niemals mit dem Finger in sie eindringen. Letztlich haben wir dann 2-3mal Sex versucht, was sie aber immer im Ansatz abbrach. Das Sexuelle kühlte natürlich extrem ab. (vllt. auch wegen der Pille?)

Sie hat mir auch erzählt, dass sie eigentlich nicht an sich herumspielt/ausprobiert. Am Rande: Sie ist sehr sehr intelligent und war eigentlich immer sehr rational und konnte sich nicht richtig fallen lassen. Sie hatte in den 4 Jahren m.E. auch nie einen Orgasmus, denn sobald sie richtig in Extase kam und sich gehen lassen hätte müssen, hat sie immer urplötzlich abgebrochen. Sie meinte auch, dass sie meinen Penis als so groß/riesig (denke guter deutscher Standard) empfindet -> Angst? Waren die Freunde vorher alle so schlecht bestückt ;-D oder hatte sie da eine falsche Wahrnehmung?

Also das O-Resümee der 4-Jahre Beziehung war 1mal als ich ohne ihr direktes zutun zu früh kam. |-o Es ist nicht erstrebenswert 4 Jahre gemeinsam rumzumachen und jedes mal mit einem riesen Brett in der Hose einschlafen/heimfahren zu müssen. Das kann nämlich in der Tat weh tun: [[http://de.wikipedia.org/wiki/Kavaliersschmerzen hm]] Ich habe sie dennoch geliebt auch wenn die Zuneigung sich etwas verschob von sexy geile Freundin mit tollem Charakter, zu toller non-sexuelle-Frau. Letztlich hat sie es dann beendet – keine Gefühle mehr.

Jetzt zur Frage:

Wie soll man als Mann damit umgehen? Ich habe sie nicht bedrängen wollen, aber letztlich ist alles abgekühlt. Ich habe sie zwar immernoch geliebt, aber der Umgang im allgemeinen war einfach nicht mehr so vertraut und zärtlich. :-(

Bisherige Ratschläge waren immer:

Ich hätte sie beim Vorspiel einfach bis zum Orgasmus "zwingen" sollen oder ihn einfach mal "reinstecken" wenn sie abgebrochen hat. Sodass es zumindest mal dazu kommt. Nach dem Motto, wer einmal Honig bekommt, möchte wieder Honig. Klingt ja ansich plausibel, aber ich bin eigentlich so gestrickt, dass wenn jemand etwas nicht möchte, ich das auch respektiere. Thema ansprechen klar, aber auf jede kleine Andeutung, dass sie sich vllt. nicht richtig fallen lassen kann, wurde komisch reagiert.

Wäre super wenn ihr mir etwas helfen könntet, ich denke/hoffe zwar, dass ich nicht mehr in eine solche Situation kommen werden, aber besser man ist für das nächste Mal gewappnet, außerdem hat das Ganze auch bei mir irgendwie eine gewisse Verkrampfung ausgelöst. Ich will nicht nochmal in die Situation kommen, aber man weiss ja nie wo die Liebe hinfällt. Ich will nicht mal sagen müsen, ich habe die besten Jahre meines Lebens in Beziehungen aber abstinent verbracht. :(v

Vnab]e|ne1*


Na klar, nur zu. Es ist sehr interessant, eine männlich Meinung dazu zu hören. Komm' herein!

****

Du hast sehr viele Informationen auf einmal gegeben, aber ich will zunächst mal darauf eingehen, wie man sich als Mann verhalten sollte.

Du beschreibst, dass wenn Du sie darauf angesprochen hast, sie komisch reagiert hat. Ich weiß aus eigener Erfahrung aus der Zeit, als ich noch nicht wusste, was mit mir los war, dass es mir auch höchst unangenehm war, auf die Fragen meines Freundes einzugehen. Zumeist kam es zur Sprache, wenn wir mal wieder geschweitert waren. Das war nicht angenehm, denn ich hatte ja selbst mit mir und meinen Selbst-Vorwürfen und Versagensängsten zu kämpfen. Die Fragen meines Freundes haben mich noch mehr in diesen Kreislauf gedrängt und ich musste mich damit konfrontieren, dass ich ihm das Gefühl gab, ich würde ihn vielleicht nicht genug lieben, ihn vielleicht nicht genung begehren oder mich aus irgendeinem anderen Grund vor ihm verschließen. Deswegen denke ich, dass Gespräche darüber am besten auf sog. "neutralem Terrain" stattfinden sollten und nicht Währenddessen oder Danach.

Die Tipps Deiner Kumpels sind natürlich überhaupt nicht angebracht gewesen, und Du hast sie ja auch für Dich nicht akzeptiert bzw. umgesetzt. Dass die Situation auch für Dich belastend war kann ich mir sehr gut vorstellen. Vor allem deswegen, weil sie ja scheinbar nicht bereit war, mit Dir darüber zu reden. Wahrscheinlich hatte dies viel mit Scham zu tun, vielleicht wollte sie sich auch nicht damit auseinandersetzen. Vor allem, dass am Ende sie sich von Dir getrennt hat, deutet ja darauf hin, dass sie sich der Situation einfach nicht mehr aussetzen wollte und Dich freigeben wollte, ich habe auch manchmal so gedacht.

Es gibt noch sehr viel dazu zu sagen, aber ich warte erstmal ab, was Springchild dazu sagt und verweise ansonsten auf die Seite http://www.vaginismus-awareness-network.org/.

Dort gibt es auch eine Rubrik für Partner. Übrigens finde ich es toll, dass Du Dich immernoch

damit auseinandersetzt, auch wenn Du diese Partnerin nicht mehr hast. Hut ab!

bsimbeoxo


danke für die nette Antwort.

Ja, ich habe absichtlich viele Informationen gegeben, um auch nachzufragen, ob es sich dabei um Vaginismus gehandelt haben könnte. War/ist ja bisher nur eine Vermutung meinerseits und würde mir zumindest einige Antworten liefern. Ich hätte das gerne noch nach der Trennung geklärt, weil es für mich viele Fragen aufwarf, die mich sehr lange beschäftigt haben. Ich konnte von der Trennung vieles relativ schnell "verdauen", aber das Kapitel hat mich sehr lange nagen lassen, gewisse kleine Aspekte bis heute noch (3 Jahre später).

Jedes mal wenn man sich im Freundeskreis etwas verspätet hatte und wir angehetzt kamen, kam von meinen Kumpels ein dummes Grinsen und ein Rempler in die Seite mit Augenzwinkern. Die haben sich die tollsten Sachen ausgemalt und konnten nicht weiter von der Realität entfernt sein. Als Fazit einer so langen Beziehung kam dann natürlich auch das Gefühl auf, etwas verpasst zu haben und eine gewisse Wut. War für mich ja die erste ernsthafte und auch längere Beziehung, und dann gleich sexuell so verkorkst, das hat meinen Umgang ihn zu Frauen wohl leider auch etwas geprägt.

Aufgrund der teils machohaften Tipps kamen dann auch Selbstzweifel auf, ob ich korrekt gehandelt habe oder vielleicht sogar alles an mir lag. Deswegen ist mir wichtig das zu verstehen, um die eigene Wahrnehmung der weiblichen Sexualität wieder etwas mehr ins rechte Licht rücken und das Thema endgültig abschließen zu können. War lange nicht bereit für eine neue Beziehung, musste mir aber seitdem schon von 2 Frauen die es eigentlich gut mit mir meinten anhören, dass mich das verkrampft hat und ich das wohl nicht so ganz verwunden habe. Das schräge ist aber, dass ich meiner Ex nicht nachtrauere.

Swprin3gchixld


aber ich warte erstmal ab, was Springchild dazu sagt

Ich befürchte, ich hab dazu nicht viel zu sagen. |-o

Ja, ich habe absichtlich viele Informationen gegeben, um auch nachzufragen, ob es sich dabei um Vaginismus gehandelt haben könnte.

Das ist jetzt natürlich extrem schwierig zu beantworten – gab es denn abgesehen davon, dass sie abblockte, auch tatsächliche Probleme damit, in sie einzudringen? Also bist Du auf eine "Barriere" gestoßen?

Für mich hört es sich nämlich so an, als ob sie allgemein einfach nicht viel Interesse an Sex gehabt hätte, also das Ganze eher eine psychische Blockade war. Sie konnte ja immerhin scheinbar Tampons benutzen (ich brauch auch selten größere als Minis) und gynäkologisch untersucht werden.

Aber spekulieren können wir jetzt viel. Ohne ihren eigenen Standpunkt zu hören bzw. nur den ihres (wenn auch langjährigen) Ex-Freundes und Antworten auf bestimmte Fragen, die wir Dir nicht stellen können, wird die Sache undurchsichtig bleiben. Ich müsste konkret nach Schmerzen fragen, wie er sich anfühlt, wo er sitzt etc.

Wäre super wenn ihr mir etwas helfen könntet, ich denke/hoffe zwar, dass ich nicht mehr in eine solche Situation kommen werden, aber besser man ist für das nächste Mal gewappnet, außerdem hat das Ganze auch bei mir irgendwie eine gewisse Verkrampfung ausgelöst. Ich will nicht nochmal in die Situation kommen, aber man weiss ja nie wo die Liebe hinfällt. Ich will nicht mal sagen müsen, ich habe die besten Jahre meines Lebens in Beziehungen aber abstinent verbracht.

Das hat mit Vaginismus oder ähnlichem meiner Meinung nach nicht viel zu tun; entweder ist ein Paar sexuell kompatibel, oder es ist es nicht. Ich bin und war trotz meines in der Vergangenheit sehr schwer ausgeprägten Vaginismus nie "asexuell" oder sexuell desinteressiert, während es Frauen gibt, die einfach nicht viel oder kein Interesse an Sex haben, die aber körperlich dazu in der Lage wären.

Ein schwieriges Feld. Vabene hat Dich ja schon auf das Vaginismus Awareness Network verwiesen; ich denke da wirst Du noch mehr Denkanstöße bekommen, die Dir weiterhelfen.

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