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Pille abgesetzt – erst angeblich Pcos, jetzt Progesteron-Mangel?

sNchmuseDsc<hmaftz hat die Diskussion gestartet


Hallo alle zusammen,

ich habe im Januar 2010 die Pille abgesetzt (ich bin 21 J. alt und hatte mit der Pille bereits mit 13 J. begonnen), im April 2010 war ich bei einer Gynäkologin wegen Haarausfall und diese diagnostizierte bei mir PCOS (meine Ovarien zeigten die typischen Cysten), diese Diagnose wurde von anderen Ärzten schnell entkräftet (weil andere Symptome wie Übergewicht und erhöhtes Testosteron NICHT zutrafen) und mittlerweile sehen meine Ovarien normal (ohne Cysten und nicht vergrößert) aus. Ich habe meiner Meinung nach auch regelmäßig einen Eisprung (ziehen im Unterleib ca. 14 Tage vor der Regel) und meine Regel kommt alle 35 Tage. Nun ist seit März 2011 mein Haarausfall wieder stark angestiegen, ich bin vor ein paar Tagen zum Blut abnehmen gegangen und mein Östrogenwert ist etwas gering (85pg/ml Follikelphase) und mein Progesteronwert ist sehr gering (0,20ng/ml Follikelphase). Meine Ärztin meinte nur "Ovarielle Insuffizienz". Meine Schilddrüse ist okay und ich habe weder Eisen-, noch Zinkmangel. Ich bin schlank, sportlich und ernähre mich gesund.

Ich habe das Gefühl, dass diese Geschichte nie aufhört. Ich habe mit der Pille bereits vor 1,5 Jahren aufgehört und alle 3 Monate wird etwas anderes bei mir diagnostiziert, obwohl ich sehr jung bin und sich der Körper eigentlich noch regenerieren müsste!?

Wie kann es sein, dass auf einmal meine Hormonwerte schlecht sind, obwohl meine Ovarien jetzt "toll" aussehen? Sollte ich etwas dagegen machen oder sollte ich noch ein wenig abwarten? Ich möchte keine künstlichen Hormone (z.B. Pille) mehr nehmen. Ich habe allerdings Angst, unfruchtbar zu werden und mein Haarausfall (+unreine Haut) macht mich verrückt.

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt!

Antworten
SUprAingchxild


Hallo schmuseschmatz,

ich kann da nicht aus persönlicher Erfahrung mitreden, aber ich hatte neulich mal gelesen, dass Haarausfall im Zusammenhang mit dem Absetzen der Pille normal ist. Es kann teilweise sehr lange dauern, bis sich der Körper nach der Pille wieder ganz erholt hat, da muss keine Krankheit dahinterstecken. Vielleicht kannst Du im Verhütungsforum mal in den "Ich habe die Pille abgesetzt"-Faden schauen, da kann Dir bestimmt weitergeholfen werden.

Von solchen Blutuntersuchungen ohne ganz genau zu wissen wo man im Zyklus steht halte ich persönlich nicht viel, weil der Körper ja keine Maschine ist. Da wäre mir die Aussagekraft zu gering, und von Schmierblutungen etc. was auf einen Progesteronmangel hindeuten würden schreibst Du ja nichts, also nehm ich mal nicht an, dass Du da Probleme hast?

Was hältst Du davon, den Zyklus per symptothermaler Methode genauer zu beobachten? Dann weißt Du genau, ob und wann Du Eisprünge hast und wie lange Deine zweite Zyklusphase dauert. Daran sieht man ganz gut, ob ein Progesteronmangel oder sonstige Probleme vorliegen.

Was die schlechte Haut angeht wüsste ich jetzt gar nicht wo ich anfangen soll Dir zu raten, es gibt da sehr viele Möglichkeiten. Die alle aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen. Viele Nutzerinnen dieses Forums haben z. B. gute Erfahrungen mit BPO-Gel gemacht (das wirkt präventiv gegen die schlechte Haut).

bluIddlexia


An welchem Zyklusttag ist denn die Blutentnahme erfolgt? Tag 1 wäre der erste Tag der Blutung.

Magst du die Werte der Schilddrüsenuntersuchung und das Ferritin (Eisenstoffwechsel) angeben?

s$chmusxesch]matz


Danke schonmal.

Die Blutabnahme/Hormonbestimmung war am 19. Zyklustag und da mein Zyklus ca. 35 Tage lang ist, VOR dem Eisprung (Follikelphase). Beim Progesteronwert steht, dass die Normwerte bei 0,33 in der Follikelphase anfangen und in der Lutealphase natürlich um einiges höher sind.

TSH basal war 1,73mIU/l und Ferritin 37,5µg/l, Antikörperuntersuchung der Schilddrüse negativ und Ultraschall der Schilddrüse einwandfrei.

Dass der Haarausfall nach Absetzen der Pille normal sein kann, weiß ich. Jedoch finde ich 1,5 Jahre als Normalisierung sehr lange und ich verstehe nicht, warum der Haarausfall seit März 2011 plötzlich noch mehr angestiegen ist (ich verliere momentan eine ganze Hand voll Haare bei 1x waschen und ich habe nur schulterlanges Haar).

Ich weiß echt nicht mehr, was ich tun soll!

s<chmtuseschDmxatz


Noch etwas: Schmierblutungen habe ich teils 1-2 Tage vor und nach der Regel, ich dachte jedoch, dass das nichts Schlimmes sei!?

bouddlxeia


Die Blutentnahme ist somit nicht sicher verwertbar.

Um vergleichbare Werte zu erzielen, ist die Blutentnahme bei der Sexualhormondiagnostik von Zyklustag 2-5 durchzuführen, ggf. wird dann je nach Ergebnis noch an anderen Zykluszeitpunkten untersucht.

Du kannst rein rechnerisch den Tag des Eisprungs nicht festlegen, theoretisch wäre auch ein anovulatorischer (ohne Eisprung) Zyklus denkbar oder eine Abnahme bereits nach Eisprung.

Was hältst Du davon, den Zyklus per symptothermaler Methode genauer zu beobachten? Dann weißt Du genau, ob und wann Du Eisprünge hast und wie lange Deine zweite Zyklusphase dauert. Daran sieht man ganz gut, ob ein Progesteronmangel oder sonstige Probleme vorliegen.

Wäre auch mein Vorschlag.

Ferritin ist schon relativ niedrig, eventuell würdest du von einer Eisengabe profitieren.

Wurden die männlichen Hormone mit bestimmt (Testosteron, DHEA-S)?

bEud)dleixa


PS:

Eventuell auch mal hier stöbern?

Schaden kann es – außer bei Allergien auf die Zutaten – nicht und "schubst" eventuell deine hormonelle Situation sanft an.

[[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/516368/]]

A+dMuiaxl


Ich würde mal zum Endokrinologen gehen und auch Vitamin D und B12, Biotin und sowas prüfen lassen. Ich hatte einen so gut wie nicht mehr messbaren VitD-Wert. Als ich substituierte wurde es prompt besser mit den Haaren.

S|teYllax80


Ein möglicher Progesteronmangel kann am Sichersten mit einem Speicheltest zw. dem 19. und 21. Zyklustag überprüft werden. Die Werte am Blut sind da nicht so aussagekräftig, weil für den Mangel die tatsächlich im Körper frei verfügbaren Hormone wichtig sind. Im Blutserum werden auch die Hormone erfasst, die biologisch nicht aktiv (also proteingebunden) sind.

Für alle die es interessiert: Das Buch "Natürliches Progesteron – Ein bemerkenswertes Hormon!" von John R. Lee erkärt alle diese Zusammenhänge ausführlichst. Bereits in der Mitte des letzten Jahrhunderts gab es interessante Forschungsergebnisse dazu, die dann mit Entwicklung der "Pille" leider irgendwo in der Versenkung verschwanden...

Der Speicheltest auf Hormone ist bereits seit über 10 Jahren möglich, wird aber von den wenigsten Ärzten angeboten und auch nicht von allen Labors durchgeführt und natürlich nicht von der Kasse bezahlt.

Ich habe mit der Pille bereits vor 1,5 Jahren aufgehört und alle 3 Monate wird etwas anderes bei mir diagnostiziert, obwohl ich sehr jung bin und sich der Körper eigentlich noch regenerieren müsste!?

Deine Hormonproduktion war ja praktisch noch gar nie "normal" weil dein Zyklus ja gleich von Anfang an durch künstliche Hormone unterdrückt wurde. Wenn kein Eisprung stattfindet (was unter der Pille ja meist der Fall ist) wird auch kein Progesteron gebildet und das Gestagen der Pille ersetzt das Progesteron nur sehr ungenügend. Ich hab nach über 2 Jahren ohne Pille immer noch einen Progesteronmangel und ich hab erst mit 19 Jahren angefangen, hormonell zu verhüten und ich lebe mittlerweile wirklich total gesund.

Wie dem auch sei, ein Progesteronmangel kann – sofern er denn sicher diagnostiziert ist – mit naturidentischem Progesteron in Cremeform behandelt werden. Dieses Progesteron ist vom "Bauplan" her identisch mit dem Progesteron, das der Körper herstellt und deshalb normalerweise sehr gut verträglich und nicht mit den Gestagenen aus der Pille vergleichbar.

IJnipmijni


Warum wird PCOS eigentlich von jedem FA gleich diagnostiziert nur weil ein paar Zysten zu sehen sind und dann nicht erklärt was das eigentlich ist und die Patientinnen in totaler Panik gehen gelassen ??? >:(

PCOS ist eine Auschschlussdiagnose und hierfür müssen diverse Untersuchungen gemacht werden, angefangen bei Blutentnahme an ZT 3-5, OGTT, ACTH-Test usw.

Und auch dann heißt es noch lange lange lange nicht, dass man damit unfruchtbar ist. Schon gar nicht wenn man solche 35 Tage Traumzyklen hat, die meisten haben doch bei PCOS überhaupt keinen funktionierenden Zyklus.

Also wie schon vorgeschlagen ab zum Endokrinologen und alles durchchecken lassen und nicht die Flinte ins Korn werfen!

Ebmi<lixeA


Warum wird PCOS eigentlich von jedem FA gleich diagnostiziert nur weil ein paar Zysten zu sehen sind und dann nicht erklärt was das eigentlich ist und die Patientinnen in totaler Panik gehen gelassen

Da kann ich dir nur Recht geben. Ich hab letztes Jahr im November die Pille abgesetzt und als ich im Frühsommer bei der Kontrolle war, meinte sie, dass mein einer Eierstock auch Bläschen hätte. Sie wolle nicht gleich PCOS aufschreiben, aber hat sowas ähnliches in meiner Krankenakte vermerkt. Ich hatte mich dann mit einer Freundin unterhalten, die bei der gleichen Ärztin ist. Bei ihr ist PCOS viel wahrscheinlicher (aufgrund von Hormonstörungen und anderen Beschwerden, aber ein Endokrinologe konnte das bei ihr ausschließen) und darum hatte sie sich schon vorher darüber informiert und SIE hat die Ärztin darüber aufklären müssen, dass es das gibt und woran das zu erkennen ist... seitdem ist es offenbar die neue Lieblingsdiagnose... Erschreckend!

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