» »

Wie werde ich meine Belastungsinkontinenz los?

C)herr&y_80 hat die Diskussion gestartet


Hallo *:)

Kurze Vorgeschichte: Ich hatte 10 Jahre lang chronische Blasenentzündungen. Ich weiß nicht, ob das eine Rolle spielt, denn damals hatte ich keine Inkontinenzprobleme in den Zeiten in denen ich keine Entzündung hatte. Aber während der Entzündungen ist das natürlich schon ein Problem gewesen.

Jetzt die aktuelle Geschichte: Seit ich mit meinem ersten Kind schwanger war, sind die Blasenentzündungen verschwunden (Juchhhuuuuu!!!! :)^ :-D ). Ich habe spontan entbunden und hatte noch ein ganzes Jahr lang ziemliche Probleme mit Inkontinenz. Ich habe zwar die Rückbildungsgymnastik gemacht, aber viel gebracht hat das wohl nicht. Ich konnte nicht joggen, nicht husten oder niesen. Ich konnte noch nicht einmal etwas schnelleren Schrittes gehen. Sobald ich es eilig hatte... :(v

Deshalb war eines klar: beim zweiten Kind (auch spontan entbunden) muss ich mehr darauf achten. Ich habe mir eine neue Hebamme gesucht, die auch zertifizierte Beckenbodentrainerin ist. Diesmal habe ich nicht 8 Wochen bis zur Rückbildungsgymnastik gewartet. Meine Hebamme zeigte mir Übungen, die ich sofort anfangen konnte, als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Ich habe ganz fleißig jeden Tag ein bis zwei Mal 10min "trainiert". Den Rückbildungskurs habe ich bei ihr natürlich trotzdem auch noch gemacht. Ich habe sofort gemerkt um wievieles besser mein Beckenboden wurde im Vergleich zu dem Zustand nach der ersten Geburt.

Inzwischen ist Kind Nr. zwei schon über ein Jahr alt und ich kann husten, niesen und sogar joggen :)^ :)^ :)^ Ich spanne auch fleißig den Beckenboden an, wenn ich was schweres Heben muss. Alles kein Problem.

ABER ich würde hier nicht schreiben, wenn ich nicht trotzdem ein Problem hätte ;-) Ich hoffe ihr haltet das nicht für Jammern auf hohem Niveau, aber: ich kann nicht hüpfen! :|N Ich weiß, das schränkt den normalen Alltag recht wenig ein. Aber ich bin sehr sportlich und ich kann einfach bestimmte Dinge nicht tun. Ich kann nicht Seilchen springen. Ich kann beim Joggen nicht die Knie hochziehen und ich kann auch nicht Sprinten, keinen Hampelmann hüpfen etc.. Egal wie sehr ich meinen Beckenboden trainiere, es hilft nichts. Und während dieser Übungen schaffe ich es auch nicht den Beckenboden aktiv anzuspannen. Wenn die Beine zu hart arbeiten (beim sprinten oder Knie hochziehen) oder eben die Schwerkraft zu stark drückt (beim hüpfen), dann schaffe ich es nicht den Beckenboden anzuspannen. Ich kann jetzt die Blase entleeren und 10 Sekunden später tröpfelt es trotzdem, wenn ich mein Seilchen in die Hand nehme. Eigentlich sollte die Blase ja leer sein, aber zum Tröpfeln ist wohl immer noch genug da :-/

Jetzt meine Frage: Habe ich eine Chance diese Belastungsinkontinenz wieder loszuwerden? Und wenn ja – wie? Normales Beckenbodentraining reicht nicht aus, so viel ist klar. Oder bin ich zu ungeduldig? Ist etwas mehr als ein Jahr nicht ausreichend für eine vollständige Rückbildung? ":/

Kennt sich jemand mit Bulkamid aus? Ich habe das über Google gefunden. Das wird in die Harnröhre gespritzt und soll helfen dichter zu schließen. Wie gut funktioniert das? Bekommt man dann nicht Probleme beim Harnlassen? Ich stell mir das vor wie eine künstliche Harnröhrenverengung. Klingt nicht gerade reizvoll %:|

Ich weiß, dass dies eigentlich ein Urologie-Thema wäre. Aber im Urologie-Forum sind hauptsächlich Männer unterwegs. Und ich dachte hier im Gynäkologie-Forum finde ich vlt. leichter Frauen mit den gleichen Problemen...schließlich hatte ich die Probleme vor den Geburten nicht.

Ich freue mich auf hilfreiche Antworten @:)

Antworten
C\heKrry8>0


Gibt es denn hier keine, die das gleiche Problem hat? Niemand, der sich damit auskennt? :-/

SeunnWy5x5


Hallo Cherry80

doch den gibt es, aber viele reden da nicht gerne drüber. Ich hatte jahrelang das gleiche Problem wie du. Mein Beckenboden war aber laut Messung stark genug. Also half da auch keine Beckenbodengymnastik. Im März wurde mir dann die Gebärmutter entfernt und dann wurde die Problematik noch schlimmer. Es gibt da noch ein Antidepressivum, dessen Nebenwirkung die Inkontinenz beheben kann. Es heißt Yentreve. Mir wurde das auch angeboten, aber aufgrund der vielen Nebenwirkungen und das man das Medikament dann lebenslang einnehmen muss, habe ich das abgelehnt. Was dann noch blieb war eine Blasenband OP. Dem geht vorraus, das du dir zuvor eine Blasendruckmessung machen lassen musst. Das würde ich dir sowieso als nächsten Schritte empfehlen.

Ich habe mich zur OP entschieden und mein Arzt hat bei mir eine Miniarc OP vorgenommen. [[http://www.americanmedicalsystems.de/produkte/frauen/miniarc/allgemeines.html]]

Seit dieser OP , die gar nicht schlimm war, bin ich wieder 100% dicht und zwar in allen Lebenslagen :)z . Ich hätte mich schon viel früher operieren lassen sollen, aber hinterher ist man ja immer schlauer :-D Ich kann nur jeder Frau, die dieses Problem hat, raten mit ihren Arzt zu sprechen.

S<unnRy55


Es soll natürlich heißen, doch die gibt es ;-D

C]h+e,rry80


aber viele reden da nicht gerne drüber

Ja, den Eindruck habe ich auch. Denn ich habe natürlich vorher die Suchfunktion befragt und nicht wirklich viel gefunden. Doch laut einiger Statistiken soll es doch so viele betreffen, gerade nach den Schwangerschaften ":/ Naja, ich rede auch nicht gern drüber. Aber noch unangenehmer ist es ja, dass man das Problem überhaupt hat. Wenn reden einem eventuell hilft rauszufinden, wie man es los wird...

Mein Beckenboden war aber laut Messung stark genug.

Das kann man messen? Interessant. Wer hat das bei Dir gemacht? Gynäkologe oder Urologe?

aber aufgrund der vielen Nebenwirkungen und das man das Medikament dann lebenslang einnehmen muss, habe ich das abgelehnt.

Das hätte ich bzw. würde ich auch ablehnen. Ich bin schließlich nicht depressiv, sondern lediglich "undicht" |-o

eine Miniarc OP

Danke für den Link. Das lese ich mir gleich mal genau durch.

Ich hätte mich schon viel früher operieren lassen sollen, aber hinterher ist man ja immer schlauer

Ja, das glaube ich. Deshalb fragte ich auch, ob ich zu ungeduldig bin. Ich habe mir jetzt vorgenommen mir noch maximal ein halbes Jahr zu geben. Ich habe mir nämlich jetzt nochmal einen zusätzlichen Beckenbodenkurs vorgenommen und teste erstmal, ob es mit noch mehr Training vielleicht doch wegzubekommen ist. Und falls nicht, sollten 1,5 Jahre nach der letzten Geburt ausreichend Zeit zur Rückbildung sein. Was dann nicht da ist, das kommt – glaube ich – auch von allein nicht mehr. Dann werde ich mich auch mal bezüglich so einer OP beraten lassen.

Schade eigentlich, dass so wenige darüber sprechen. Hier ist man doch anonym, da geht das doch :)z Ich könnte mir vorstellen, dass einigen geholfen werden könnte bzw. einige vielleicht doch noch den ein oder anderen Tipp haben, den man noch nicht gehört hat.

Ich danke Dir für Deine Antwort @:)

Und falls sich jetzt doch noch eine traut, immer raus damit ;-D

Schönes Wochenende :)*

SJunn"y5x5


Cherry80

Das kann man messen? Interessant. Wer hat das bei Dir gemacht? Gynäkologe oder Urologe?

Ja das kann man messen. ich war dafür bei einer extra dafür ausgebildeten Physiotherapeutin. Das wird mit einem Biofeedback Gerät gemessen. Ich schicke dir den Link mal per PN. Du kannst dir das Gerät auch von deinem Gyn zum ausleihen verschreiben lassen und damit den Beckenboden kontrolliert trainieren.

Ich habe mir nämlich jetzt nochmal einen zusätzlichen Beckenbodenkurs vorgenommen und teste erstmal, ob es mit noch mehr Training vielleicht doch wegzubekommen ist.

Ich würde mir eine speziell dafür ausgebildete Therapeutin suchen. Das bringt meist mehr als irgendwelche Kurse.

lme sanwg rxeal


Biofeedback-Therapie hilft gegen Inkontinenz, such mal ein bisschen im Netz.

k ep6x2


Hallo, da ich eine GM Entfernung u,.a wegen einer Senkung vor mir habe, war ich am Donnerstag zu einer Blasendruckmessung. Es wurde eine Stressinkontinenz festgestellt. Durch eine gute Muskelatur habe ich es wohl ganz gut im Griff, aber die Technik konnte ich nicht "überlisten". Der Arzt dachte erst sein Gerät wäre kaputt :|N . Die Schleißautomatik meiner Harnröhre ist wohl nicht so prickelnd. Mal sehen, wie es sich alles entwickelt!

CqherYry80


Ich habe den Link bekommen. Danke, Sunny @:)

Ich frage meine Gyn mal. Mit meinem Urologen von damals war ich unzufrieden. Müßte mir einen neuen suchen, falls sich die Gyn nicht damit auskennt. Aber vielleicht kann die ja jemanden empfehlen :-) Warum gibt es eigentlich so wenige weibliche Urologen? Das hab ich mich damals schon gefragt, als ich die Blasenentzündungen hatte. Irgendwie mag man über sein Inkontinenz doch lieber mit einer Frau als mit einem Mann reden, oder? Naja, ich hoffe erstmal meine Gyn weiß weiter.

Wurde Deine OP mit Vollnarkose oder nur örtlich betäubt durchgeführt? (Ich hab völlig Panik vor Vollnarkose |-o )

Biofeedback? Ok, ich werde das mal googeln. Danke, le sang real @:)

kep 62, wenn Du magst kannst Du hier berichten. Würde mich interessieren, wie es weiter geht.

Wie wird diese Blasendruckmessung gemacht? Ich hatte schon mal eine Blasenspiegelung, das fand ich relativ schlimm. Angeblich ist die Harnröhre ja so kurz und dann kam der mit Instrumenten an, dass ich dachte der wollte meine Mandeln operieren... von unten versteht sich {:( :[] Irgendwie ist das keine schöne Baustelle da unten %:|

SAtel^la8x0


Ich würde dir in jedem Fall raten, VOR einer OP noch deine Hormonwerte überprüfen zu lassen. Dass deine BEs nach der Schwangerschaft (Hormonumstellung) besser wurden deutet aus meiner Sicht auf einen Zusammenhang Hormone-BEs hin. Sowohl Östrogen als auch Progesteron haben Auswirkungen auf Scheide, Blase und Harnröhre und ein Hormonmangel könnte eine solche Inkontinenz durchauch auch auslösen.

Man kann den einfachen Bluttest auf Hormone machen (an drei Terminen im Zyklus wird Blut abgenommen), den die Kasse zahlt oder den (aussagekräftigeren) Speicheltest, den man leider selbst zahlen muss (ca. 80 Euro) und den viele Ärzte noch nicht mal kennen.

S-unnxy55


Chery80

Wurde Deine OP mit Vollnarkose oder nur örtlich betäubt durchgeführt? (Ich hab völlig Panik vor Vollnarkose )

Die OP wurde mit Lokalanästhesie durchgeführt. Die Blasendruckmessung ist nicht schlimm. Du kannst ja mal googeln.

k$ep6x2


@ Cherry 80

ja, ich werde nach der OP berichten. Es wird aber "nur" die GM entfernt u. ein Netz zur Unterstützung des Beckenbodens eingesetzt. Die Inkontinenz möcht der Gyn. noch nicht behandeln, da sich durch das Netz Vernarbungen bilden und die Harnröhre positiv beeinflussen können. Wenn die Harnröhre bei der GM Entfernung zusätzlich gerichtet werden würde, könnte dies zu einer "Übertherapie" führen, die dann bewirkt , dass ich kein Wasser lassen könnte. Auch nicht schön :-( Meine OP ist am 13.10. Wenn ich diesen Faden dann nicht "befülle", erinnere mich ruhig per PN.

Achso, die Blasendruckmessung ist echt nicht schlimm. Die Messung hat der Gyn in der Klinik vorgenommen. Erst geht man ganz normal auf Toilette. Dann auf den Gyn.stuhl. Die Schwester führt dann einen Katheter ein, um den Restharn abzufüllen (war bei mir minimal). Der Katheter wird wieder gezogen. Der Arzt führt dann eine Messsonde in die Harnröhre ein, ganz dünn u. flexibel, echt nicht wild. Dann noch eine Messesonde in den After, halt wie ein Zäpfchen. Über die Sonde (Harnröhre) wird eine Kochsalzlösung in die Blase eingebracht. Wenn Du das Gefühl hast, dringend auf Toilette zu müssen, wird es abgestellt. Dann muss man ein paar Mal Husten und die Sonde wird leicht herausgezogen und wieder eingeführt (automatisch). Leider habe ich beim Husten Urin verloren. Des Weiteren wird der Harnverschluss gemessen.

Das einzig richtig Unangenehme ist, dass das Desinfektionsmittel mit der Sonde in die Harnröhre gelangt und ein wirklich nur leichtes Brennen verursacht!

Komischerweise kann ich über die Kontinenz reden.

C/he.rry8:0


Hallo kep62 *:)

Wie ist Deine OP verlaufen? Ich hoffe Dir geht es gut :)*

Ich hatte heute Vorsorge bei meiner Gynäkologin und habe ihr mein Problem geschildert. Sie hat mir zwar versprochen, dass sie mir ein Rezept für eine Beckenboden Physiotherapie aufschreibt, konnte mir allerdings keine Adresse nennen. Sie sagte, sie würde da nicht irgendjemand nehmen, sondern nur jemanden der sich wirklich auskennt und gut ist, sonst bringt das alles ja nichts und so jemanden kennt sie leider nicht. Ich soll mir jetzt also selber jemanden suchen und dann stellt sie mir ein Rezept dafür aus (weil das nur 14 Tage gültig ist). Tja, jetzt ist die Frage, wie finde ich einen tauglichen Beckenboden Physiotherapeuten/in? Ich denke ich werde meine Hebamme mal anrufen, vielleicht kennt die jemanden... oder weiß jemand, ob es da irgendwelche Listen gibt?

Viele Grüße @:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gynäkologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Kinderwunsch · Schwangerschaft · Sternenkinder · Verhütung · Wechseljahre · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH