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Überträger von Scheidenpilz, Zuckerkonsum der Bösewicht?

sZandrox_dp hat die Diskussion gestartet


Hi Zusammen

Kurzfassung:

Kann ich als Typ Scheidenpilz übertragen? Und bleibt der Scheidenpilz an/in mir drin, weil ich ihm durch meinen Zuckerkonsum einen "guten Nährboden" biete?

Etwas ausführlichere Fassung:

Meine Freundin (19) hat Scheidenpilz seit längerer Zeit. Mindestens 1.5 Jahre, sie hatte es schon, bevor wir uns kannten, aber von wann genau an weiss ich nicht.

Anfangs hatten wir Sex mit Gummi+Pille, ca. 2 Monate in die Beziehung rein haben wir dann auf Kondom verzichtet und nur mit Pille verhütet.

Im Dezember hatte sie dann auf den Verhütungscomputer gewechselt und dann fingen die "Probleme" an.

Als sie die Pille abgesetzt hat, waren ihre Tage sehr unregelmässig, weswegen wir dem Computer (Pearly) noch nicht ganz vertrauten und wieder mit Gummi verhüteten.

Seit dem verhüten wir eigentlich fast immer mit Gummi.

Im April dieses Jahres kam dann irgendwie ihr Scheidenpilz wieder auf. Hab zu dem Zeitpunkt auch erfahren, dass sie ihn schonmal gehabt hat bevor wir zusammen waren. Eine Woche später, nach einem Besuch beim FA hat sie mir dann eine Tube mit so was gegeben was sie von der FA für mich bekommen hat.

Diese meinte, ich schleppe diesen nun an/in mir und solle diese Creme 2x täglich für zwei Wochen auf die Eichel auftragen.

Hab ich auch getan selbstverständlich.

Ich habe aber nie was gemerkt, hat weder gerochen noch ein Sekret (o.ä.) abgegeben und auch keine "Pünktchen" , Bläschen oder sonstige Veränderungen in meinem Intimbereich gegeben.

Auch bei meiner Freundin hab ich nichts bemerkt, also beim Oral. Hat weder anders geschmeckt oder gerochen.

Was mich etwas eigenartig dunkte war, dass ihre FA ihr geraten hatte (anscheinend bereits das erstmal als es ausbracht, also vor >1.5 Jahren), keinen Zucker mehr zu essen. Anscheinend half ihr das auch, den Pilz in den Griff zu bekommen. Antibiotika und so hatte sie schon alles ausprobiert, so wie ich es verstanden habe.

Und da sie meinte, solange ich meinen Zuckerkonsum nicht fast auf Null schalte, würde der Pilz auch bei mir immer wieder kommen.

Also Spulen wir etwas nach vorne. Letzte Woche hatten wir wiedermal Sex und das erstmal seit Monaten ohne Gummi. Und prompt hatte sie am nächsten Tag wieder den Pilz.

Also der Pilz macht sich bemerkbar eigentlich nur darin, dass es ihr teils stark brennt, "wie ne offene Wunde" meint sie als vergleich.

Kann sich ein Pilz, den sie wie es ausschaut von mir wieder "zurückbekommen" hat so schnell ausbreiten? Also am nächsten Morgen (~9h danach) spürte sie es schon.

Hat das mit dem Zuckerkonsum wirklich etwas am Hut?

Könnte es auch irgendwas anderes sein, ne Allergie oder so?

Antworten
Sctellax80


Also der Pilz macht sich bemerkbar eigentlich nur darin, dass es ihr teils stark brennt, "wie ne offene Wunde" meint sie als vergleich.

Ich würde bezweifeln, dass das ein Pilz ist. Ein Pilz zeichnet sich durch Juckreiz, krümeligen Ausfluss, Rötung, Schwellung und erst dann durch Brennen aus. Deine Freundin sollte NIEMALS ohne Pilznachweis (Abstrich, Pilzkultur) mit lokalen Pilzmitteln behandeln. Diese greifen die Scheidenschleimhaut an, machen sie dünner und reizen sie, was dann u.a. zu Brennen nach dem Sex führen kann.

Pilze werden in den allerseltensten Fällen durch den Mann übertragen und man holt sie sich auch nicht auf öffentlichen Toiletten oder sonstwo. Es gibt Studien zur Partnerbehandlung. Das Ergebnis: eine Behandlung des Partners senkt die Rezidivrate der Frau nicht. Deshalb sehen auch viele Ärzte von einer Partnerbehandlung ab, bzw. behandeln nur, wenn der Partner Symptome hat.

Pilze bekommt man z.B. nach Antibiotikabehandlung (weil da die gute Scheidenflora zerstört wird und die schlechten "Scheidenbewohner" überhand nehmen können) oder wenn ein hormonelles Ungleichgewicht besteht, bei psychischem Stress, bei Diabetes oder bei einem allgmein geschwächten Immunsystem. Sperma ist basis, der Ph-Wert in der Scheide wird verschoben und Pilze (die im Grunde immer in geringer Anzahl in der Scheide vorhanden sind) können sich ausbreibten. Multigyn Actigel kann den Ph-Wert schnell wieder korrigieren und so auch Pilzinfektionen vorbeugen.

Und da sie meinte, solange ich meinen Zuckerkonsum nicht fast auf Null schalte, würde der Pilz auch bei mir immer wieder kommen.

Das ist Schwachsinn.. Diese Theorie ist wissenschaftlich überhaupt nicht bewiesen. Es kann hilfreich sein, wenn eine Frau, die ständig Scheidenpilze hat, auf eine gesunde ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse/Obst und Ballaststoffen umstellt und auf Süßigkeiten etc. weitestgehend verzichtet. Parallel dazu sollte sie die Darmflora aufbauen, weil damit das Immunsystem gestärkt wird. Aber ein Mann, der überhaupt keine Symptome hat... ???

Wenn deine Freundin die Pille schon seit mind. 6 Monaten abgesetzt hat, sollte sie einen Hormonstatus machen lassen. Dazu wird an drei Terminen im Zyklus Blut abgenommen. Wichtig ist auch das Verhältnis Östrogen zu Progesteron, weil sowohl ein Östrogenmangel als auch eine Östrogendominanz Brennen in der Scheide auslösen kann.

Beim Sex solltet ihr immer ein Gleitgel auf Wasserbasis (z.B. Aquaglide) verwenden, das beugt diesem Brennen vor.

Sstell ax80


Sperma ist basis

Basisch sollte das heißen.

s<chok.omuf-finY89


Also bei dem ganzen Zeug, das sie schon ausprobiert hat...Antibiotika, immerwieder Pilzmittelchen etc. kann es natürlich sein, dass ihre Scheidenflora extrem aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Durch Antibiotika werden nicht nur die "bösen" Bakterien bzw. Pilze abgetötet, sondern auch die "guten" milchsäureproduzierenden Bakterien, die für das saure Milieu in der Scheide verantwortlich sind. :)z

Vielleicht reizt der Sex ihre Schleimhäute so sehr, dass es sich mit einem Brennen äußert. ":/

Um das Scheidenmilieu wieder aufzubauen, kann deine Freundin, wie oben erwähnt, Multigyn Actigel verwenden. Ich persönlich hole mir zum Aufbau Döderlein-Scheidenkapseln. Die enthalten die Milchsäurebakterien, die sich dann wieder in der Scheide ansiedeln und so für den sauren pH-Wert sorgen. Das sind 10 Kapseln, die 10 Tage am Stück abends, vorm Schlafengehen, in die Scheide eingeführt werden. Am besten ist es, sie beginnt damit nach ihren nächsten Tagen, damit ihr keine Regel dazwischen funkt.

Vielleicht sollte sie aber vorsichtshalber nochmal beim Arzt einen Abstrich machen lassen um eine Infektion oder einen Pilz auszuschließen. Den kann sie dann auch noch mal auf die Aufbaumittelchen ansprechen. Die gibt es übrigens Rezeptfrei in der Apotheke. :-)

*:)

C0olchwicixn


Durch Antibiotika werden nicht nur die "bösen" Bakterien bzw. Pilze abgetötet

Antibiotika töten keine Pilze, sondern nur Bakterien...

Nur so am Rande zur Info.

snchqo{komufCfin89


Stimmt... :=o

Dann versteh ich aber auch nicht, warum das bei ihr mit AB behandelt wurde, vielleicht wars ja doch ne Infektion und kein Pilz. ":/

TWhruxd


Pilze werden in den allerseltensten Fällen durch den Mann übertragen und man holt sie sich auch nicht auf öffentlichen Toiletten oder sonstwo.

Das würde ich so nicht unterschreiben. Ich habe mich nämlich schon mal auf einer Toilette angesteckt. Ich nahm noch nie die Pille, hatte auch so keinen Stress und war nicht krank. Und auf einmal hatte ich den Pilz. Eigenartigerweise hatte meine Mitbewohnerin ein Pilzmedikamt kurz vorher in ihrem Zimmer rumliegen und hat mir dann auf Nachfrage bestätigt, dass sie gerade eine Pilzinfektion hat ":/

[[http://www.scheidenpilz.com/scheidenpilz/mein_leben/mein_alltag/toiletten/content-158851.html]]

klald|olixn


Als Tipp will ich noch den Artikel ( [[http://www.onmeda.de/krankheiten/scheidenpilz.html]] ) mit einwerfen, der mir half, als ich damit zu tun hatte ^^ So kann es durchaus passieren,. dass man sich durch toiletten ansteckt wie Thrud schon bestätigte, denn auch durch mangelhafte Hygiene können Pilze übertragen werden. Dazu gehören Toilettengänge, benutzung gleicher Handtücher und sowas...

SctSell>a8x0


@ Thrud

Ähm, das dürfte dann aber eher an euren Hygienemaßnahmen gelegen haben....wenn man sich nicht auf versiffte Klobrillen setzt (bzw. diese regelmäßig reinigt, wenn man eine Infektion hat), die Hände gewissenhaft wäscht, getrennte Handtücher benutzt und die bei mind. 60 Grad wäscht, wird man auf der Toilette sicherlich nicht von Pilzen angefallen.

Und selbst wenn, ist die körpereigene Abwehr normalerweise in der Lage, die Erreger abzuwehren. Wenn du trotzdem eine Infektion bekommst, stimmt sonst noch was nicht.

Diese Panikmache vor einer "Ansteckung" mit Scheidenpilzen ist schwachsinn und führt bei vielen Betroffenen nur zu einem regelrechten Hygiene- und Waschwahn, der das ganze Problem dann meistens noch verschlimmert.

T,hruxd


Ähm, das dürfte dann aber eher an euren Hygienemaßnahmen gelegen haben....wenn man sich nicht auf versiffte Klobrillen setzt (bzw. diese regelmäßig reinigt, wenn man eine Infektion hat), die Hände gewissenhaft wäscht, getrennte Handtücher benutzt und die bei mind. 60 Grad wäscht, wird man auf der Toilette sicherlich nicht von Pilzen angefallen.

:-o Entschuldige mal bitte, ich rede hier nicht von einem Bahnhofsklo. :|N Bei mir wird regelmäßig geputzt, nur wer schrubbt bitte schön nach jedem Toilettengang die Toilette zu Hause mit Desinfektionsmittel? Zu den Leuten gehöre ich ganz sicher nicht. Das meine Mitbewohnerin die Infektion hatte, konnte ich nicht wissen. Und sich die Hände zu waschen, ist ja wohl selbstverständlich. Die Jahre davor und danach hatte ich schließlich nie wieder einen Pilz.

S^tell7a80


So böse war das gar nicht gemeint. Tut mir leid!

nur wer schrubbt bitte schön nach jedem Toilettengang die Toilette zu Hause mit Desinfektionsmittel?

Niemand und das ist auch gar nicht nötig. Wenn ich irgend eine Infektion habe, achte ICH selbstverständlich darauf, dass alles sauber ist, wenn ich die Toilette bzw. das Bad verlasse, um andere nicht damit anzustecken.

Ich mag nur diese Panikmache mit der Ansteckung nicht. Und ich bleibe dabei: die wenigsten Pilzinfektionen kommen durch Ansteckung zustande. Wenn du deinen Bericht genau liest, siehst du dass Frau Dr. Oppelt davon spricht, dass man sich "theoretisch" durch eine Schmierinfektion anstecken kann. Praktisch leben vermutlich auf sämtlichen Türklinken mehr Bakterien, Pilze etc. als auf einer Klobrille und man steckt sich trotzdem nicht gleich mit allem möglichen an.

T/hrrud


Schon ok Stella80. Das kam halt nur nicht gerade nett rüber. Der Tonfall bekommt man ja bei Geschriebenen leider nicht mit. @:)

Ich wollte ja auch gar nicht Panik schieben, nur erwähnen, dass es passieren kann und mir halt so ergangen ist. Wie groß die Wahrscheinlichkeit ist – keine Ahnung. Vielleicht ist es so, dass der eigenen Körper es nicht mehr kompensieren kann, wenn man auf eine große Anzahl des gleichen Pilzes trifft bzw. über einen Zeitraum täglich. Und irgendwann schafft es der Pilz dann sich erfolgreich anzusiedeln. >:(

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