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Keine Lust auf Sex, Pcos + Schilddrüse + Hormonunverträglichkeit

S^endxra hat die Diskussion gestartet


Hallo

Ich habe da mal ein sehr ausführliches Problem und möchte mal wissen ob es jemandem ähnlich geht oder noch jemand ne Idee hat was man tun könnte.

Ich habe seit ich 17 bin (jetzt bin ich 26) das PCOS sowie eine Hashimoto Thyreoditis (chronische Schilddrüsenunterfunktion bei der sich die Schilddrüse selbst zerstört).

Seitdem habe ich null Bock auf Sex was schon so einige Beziehungen zerstört hat. Ich kann auch nicht einfach trotzdem Sex mit meinem Freund haben weil es einfach nicht geht, da kommt auch keine Lust zustande wenn man einfach anfängt, ich habe einfach keine Lust.

An meinem Partner liegt es auch nicht, wir wohnen zusammen, ich liebe ihn und er liebt mich und ich finde ihn auch attraktiv und anziehend aber ich kann einfach keinen Sex haben. Ich will sogar Sex haben und es belastet mich total das wir so selten Sex haben (das letzte mal vor knapp 2 Monaten) aber ich habe einfach keine Lust und das macht mich voll fertig.

Ich will nicht das schon wieder ne Beziehung daran kaputt geht weil diese Beziehung mir echt wichtig ist. Mein Freund sagt zwar es ist nicht schlimm usw aber es ist doch so, ohne Sex bleibt ne Beziehung einfach nicht lebendig.

Ich hab schon mit verschiedenen Ärzten darüber gesprochen, alle haben mir gesagt nehmen Sie die Pille dann wird es besser. Ich hab dann also die Pille genommen, diese vertrage ich aber nicht, ich glaube ich hab fast alles an Pillen ausprobiert in den letzten 9 Jahren aber ich vertrage keine Hormone. Erst ist es mit der Pille besser, so eine Woche oder zwei, aber dann geht es steil bergab, ich hab Probleme mit den Brüsten, ich habe wieder Lust gleich null, Depressionen, ich nehme zu, usw usw. Also hab ich jetzt die Kupferspirale ohne Hormone.

Durch das PCO hab ich auch einen extrem langen Zyklus. Meine Tage bekomme ich so ca alle drei Monate mal aber auch alles andere im Zyklus verlängert sich, die Wassereinlagerung in den Brüsten was sehr schmerzhaft ist und andere Symptome die "normale" Frauen n paar Tage vor den Tagen haben, ich aber wochenlang.

Und dann ist da ab und an auch ne Phase nach den Tagen wo ich dann mal drei Tage Lust auf Sex hab aber dann war es das auch wieder für die nächsten 2-3 Monate.

Das alles belastet mich total und die Ärzte sagen mir auch nur das sie nicht wissen was sie da noch machen sollen und das es dann halt so ist aber das kann´s ja nun nicht sein.

Ich hoffe hier kann mir jemand weiter helfen :-(

Antworten
MqoniM


Bist du bei einem Endokrinologen in Behandlung? Ist dein Hashimoto gut eingestellt?

Gegen PCOS (hast du das PCO-Syndrom, oder nur PCO=Poly-cystische Ovarien) gibt es Medikamente?

MdonxiM


Gegen PCOS (hast du das PCO-Syndrom, oder nur PCO=Poly-cystische Ovarien) gibt es Medikamente?

Und hier meine ich NICHT die Pille ;-).

DIe Probleme mit der Lust-hast du das schon vor der Pille entwickelt?

S]ePndrAa


Hm... Ich glaube das mit der Lust war erst seitdem ich die Pille genommen hatte, weiß ich aber nicht mehr 100%ig, ist ja nun schon 9 Jahre her.

Mir hat nie ein Arzt gesagt das es gegen das PCO auch Medikamente gibt, mir wurde immer nur gesagt das man dann halt die Pille nehmen muß und das kann ich ja nun mal nicht.

Der Hashimoto ist soweit ganz gut eingestellt, das war ich erst vor kurzem bei nem Endokrinologen.

MLojniM


Der Hashimoto ist soweit ganz gut eingestellt, das war ich erst vor kurzem bei nem Endokrinologen.

Hast du die Werte? Hast du den Endo mal auf dein PCOS angesprochen-oft sind diese da weitaus versierter als Frauenärzte, da sie sich mit hormonellen Erkrankungen einfach besser auskennen.

Mir hat nie ein Arzt gesagt das es gegen das PCO auch Medikamente gibt, mir wurde immer nur gesagt das man dann halt die Pille nehmen muß und das kann ich ja nun mal nicht.

Das ist der einfachste Weg um die Symptomatik zu bekämpfen, behandeln tut man das PCOS dadurch nicht wirklich.

Es wäre erst einmal wichtig zu wissen, was die Ursache für dein PCOS ist-danach kann man dann die passende Medikation wählen.

Nachdem du die Pille nicht verträgst, werden deine Ärzte diesen Weg auch gehen MÜSSEN, auch wenn das den meisten Gyns wohl anscheinend zu aufwändig ist-jedenfalls knallen die meisten von ihnen erst mal die Pille auf ein PCOS, ohne sich überhaupt um die Ursache zu kümmern.

Auf dieser Seite findest du auch viele Infos [[http://www.pco-syndrom.de/]]

P{owerbPuffxi


Vllt magst du mal in diesen Faden reinschauen? @:)

[[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/579503/]]

Hier tauschen sich viele PCOS-Betroffene über Diagnose und Therapie aus.

Medikamentöse Alternativen zur Pille sind beispielsweise:

Antiandrogene (Gestagene in Form von CMA(Belara/Generika), Neo-Eunomin und CPA(Diane/Generika), in Antibabypillen enthalten oder seperat, oder Finasterid, Flutamid oder Spironolacton)

Glukokortikoide zur Androgensuppression (Dexamethason oder Hydrocortison, beides Cortisone, Erfolge sind eigentlich nur bei andrenaler Hyperandrogenämie [Late on-set AGS] zu erwarten)

Ovulationshemmer (Pille)

Orale Antidiabetika, z.B. Metformin

Kombination: Antidiabetikum + Antiandrogen (Pille oder Finasterid, Flutamid oder Spironolacton kombiniert mit Metformin)

Allerdings gibts leider gar kein Medikament, was für PCOS zugelassen ist. Man kann deshalb leider immer nur die Symtome bekämpfen, da dieser Defekt nicht heilbar ist.

Finasterid, Flutamid und Spironolacton sind nur als off-lable Therapie zulässig, d.h., sie werden nicht von der Krankenkasse getragen. Auch diese Präperate haben einschneidende Nebenwirkungen, die der Pille sehr ähnlich sind.

Zumal sie in Deutschland für die Anwendung bei Frauen gar nicht zugelassen sind, es ist also sehr schwer, überhaupt einen Arzt zu finden, der diese Pärperate verschreibt. Sie erfordern zudem eine gute Kontrazeption, die meisten Ärzte verlangen deshalb eine Einnahme der Pille.

Metformin ist ebenfalls eine off-lable Therapie und eigentlich ein Antidiabetikum. Außerhalb des Kinderwunsches wird es von vielen Ärzten als Therapieform leider nicht anerkannt. Metformin wirkt vorallem bei einer Insulinresistenz, ist jedoch auch ohne empfehlenswert, wenn die Pille als Therapieoption wegfällt.

Die neusten Studien zeigen mittlerweile aber, dass 150 Minuten Sport in der Woche und eine Ernährungsumstellung von Form von Logi oder Schlank im Schlaf sogar bessere Effekte erzielen können :)^

Ein "echtes" PCOS muss zudem keine Ursache haben, da es sich um eine Ausschlussdiagnose handelt. Schilddrüsendysfunktion und Insulinresistenz sind in dem Sinne eher Begleiterscheinungen.

Deshalb ist es wichtig, dass oGTT und ein Synacthen-Test gemacht werden.

Hattest du solche Untersuchungen bereits?

Ich habe beispielsweise PCOS, eine Insulinresistenz und Hashimoto. Metformin und eine perfekt eingestellte Schilddrüse haben weder meine Syptomatik (seb. Ekzeme, Hirsutismus und Haarausfall) noch meine Zyklusstörungen (Amenorrhoe) beheben können. Deshalb immer nüchtern rangehen. Es kann also helfen, muss aber nicht.

Ich habe zwei Jahre damit verbracht, Therapiealternativen zu finden und bin letztendes wieder bei der Pille gelandet. Ich habe ähnliche Probleme wie du, Wassereinlagerungen und Libidostörungen. Helfen kann mir leider niemand, auch nicht die erfahrensten Endokrinologen und Gynäkologen. Ich habe jetzt mehrere abgeklappert und fühle mich einfach damit alleingelassen.

In dem Bereich wird einfach zu wenig geforscht. Ich würde beispielsweise unheimlich gerne mal Finasterid probieren, allerdings könnte ich mir das nie leisten %:|

P&oweprPuffxi


Ich hab deinen Text gerade nochmal durchgelesen: du nimmst derzeit nicht die Pille, hast aber trotzdem Libidoprobleme, richtig?

So gehts mir mit und ohne Pille leider auch, bisher konnte ich keine Erklärung oder Lösung dafür finden.

Wenn du Hashimoto hast, treten häufig auch noch Nährstoffmängel auf, die Libidoprobleme verursachen können. Dazu gehören Eisen- und Vitamind D-, B12- Mängel.

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