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Starkes Pms

Tmweet]y23x2 hat die Diskussion gestartet


Hallo, bin 46 Jahre alt, ich habe seit Jahren Probleme mit PMS, (ich nehme schon seit 15 Jahren keine Pille mehr) d.h . daß ich sofort nach meinem Eisprung (den ich leider recht früh-schon nach ca. 10 Tagen nach Einsetzen der Periode bekomme)

mit PMS zu kämpfen habe: Agressionen, Wutausbrüche Weinerlichkeit wechseln sich ab, ich fange an über alles nachzzugrübeln, habe permanent schlechte Laune und null (!) Interesse an Sex. Mein Freund darf mich dann noch nicht mal mehr streicheln! Mit dem Einsetzen der Periode wandle ich mich in einen anderen Menschen, alles ist wieder gut, Sex am liebsten 3 x am Tag, und das dann leider wieder nur 10 Tage...Je nachdem wann ich meine nächste Periode dann bekomme - Unter Umständen dann erst nach 20 Tagen nach dem Eisprung ist mein Leben 10 Tage im Monat schön, die restlichen Tage würde ich am liebsten aus dem Fenster springen...

Meine FÄ hat mir nun geraten, wieder die Pille zu nehmen, ich habe die "Cerazette" verschrieben bekommen in der nur Gestagene enthalten sind, soll dann den Hormonhaushalt über den Monat hin konstant halten... Ich nehme die nun seit Einsetzen meiner letzten Periode vor 4 Tagen, mit dem "Erfolg", daß sich mit Einsetzen meiner Periode und der Pilleneinnahme GAR nichts geändet hat, eigentlilch müßte ich ja nun gute Laune haben, Lust am Sex, aber nichts ist passiert, weder das eine, noch das andere...Einen ganzen Monta nun in diesem Zustand zu verbringen halte ich nicht aus, Pille sofort wieder absetzen und ein Präparat suchen, welches ich nur in der Zeit nach meinem Eisprung nheme?? Bitte um Hilfe, danke im Voraus

Antworten
NXalaa85


Eine Pille sollte man etwa 3 Blister zeit geben. Innerhalb von 4 Tage – was soll sich denn da ändern? Mal abgesehen davon dass du ja keinen Eisprung hast und garnicht PMS haben kannst.

Die andere Seite der Medaille:

Da du Gestagen zuführst kann es sein dass du permanent PMS hast. Die Pille simuliert die 2. zyklushälfte – nach dem Eisprung. Hormonelle Schwankungen werden so zwar ausgeschlossen (man macht bei der Cerazette ja keine Pause) – aber man ist hormonell gesehen eigentlich immer vor der Periode.

TdweeDty/23x2


Genau das ist es, was ich mir auch gedacht habe, und ich kann diesen Zustand ganz sicher nicht 3 Monate beibehalten...Letztendlich würde die Pille in meinem Fall dann ja auch gar nichts bringen - Ausserdem kann sich sicher ab dem ersten Einnahmetag was tun, denn man ist ja auch sofort nach dem ersten Einnahmetag vor einer Schwangerschaft geschützt, also passiert da ja schon etwas im Körper....

Nhalax85


Wenn man mit der Blutung beginnt ist sowieso erstmal kein Eisprung – dann wird er unterdrückt. Also klar können Nebenwirkungen sofort auftreten – aber ob eine Pille nun eine Lösung für Probleme ist stellt sich eben erst nach einiger Zeit heraus. Der Körper muss sich ja erst drauf einstellen.

Wie ist dein Zyklus derzeit? Wie bestimmst du den Eisprung?

N;alaU8x5


mit "derzeit" mein ich natürlich nicht die letzten 4tage ;-D

T2we*ety`232


Den Eisprung merke ich zu 100%, sofortige sexuelle Unlust, Heißhunger auf Schokolade und schlechte Laune, die sich dann von Tag zu Tag steigert, bis ich dann meine Tage bekomme...

Eisprung leider, wie o.schon beschrieben meist nach 10-12 Tagen, meine Periode bekomme ich dann nach 23 - 30 Tagen...Also eine lange dunkle ZEit jeden Monat für mich (und für meinen Partner)

N9ala8x5


Ich würde dir raten eine Zykluskurve zu führen (Nach NFP) um die Zusammenhänge zu sehen.

Es ist unmöglich an Tag 10 den ES zu haben und erst an Tag 30 die Tage zu bekommen. Die maximale Hochlagenlänge ist 16 Tage (ab 18 kann man schon von einer SS ausgehen)

Was dir erstmal kurzfristig helfen könnte ist deine Vitamine testen zu lassen (Vit B6 und 12) – denn ein solcher Mangel kann zu deinen Beschwerden führen und kommt meist auch vor der Periode.

Wenn du 6 Monate ohne Pille bist, würde ich auch zu einem kompletten Hormonstatus raten. @:)

ELmgiliexA


Ich nehme die nun seit Einsetzen meiner letzten Periode vor 4 Tagen, mit dem "Erfolg", daß sich mit Einsetzen meiner Periode und der Pilleneinnahme GAR nichts geändet hat, eigentlilch müßte ich ja nun gute Laune haben, Lust am Sex, aber nichts ist passiert, weder das eine, noch das andere...

Verstehe ich nicht. Du sagst, dass du die ersten 10 Tage ab Periodenbeginn deine "guten" Tage sind. Wenn sich also gar nichts geändert hat bisher durch die Pilleneinnahme, müsstest du doch heute (ZT 4 oder 5) noch gut drauf sein und noch gar nicht wissen, wie die Zeit nach ZT 10 ist... Davon abgesehen sind 4 Tage viel zu kurz um über die (Nicht-)Wirksamkeit eine Aussage zu treffen. Ich fände auch die ersten 3 Monate noch nicht besonders aussagekräftig.

Ausserdem kann sich sicher ab dem ersten Einnahmetag was tun, denn man ist ja auch sofort nach dem ersten Einnahmetag vor einer Schwangerschaft geschützt

Nach der Argumentation dürften ja auch Nebenwirkungen, die nach dem ersten Monat nicht aufgetaucht sind, nicht möglich sein. Der Körper stellt sich nach und nach auf die Hormonumstellung um und nicht mit einem Schlag.

SIte[llxa80


Mal abgesehen davon, dass ich es schwachsinn finde, PMS-Probleme mit der Pille zu behandeln...und man die Pille ja schließlich auch nicht ewig nehmen kann...

Vielleicht würde dir natürliches Progesteron eher helfen als ein künstliches Gestagen (das Progesteron heißt natürlich, weil es vom Bauplan her identisch mit dem Progesteron ist, das der Körper selbst produziert. Gestagene unterscheiden sich vom köpereigenen Progesteron). Leider beschäftigen sich hierzulande bisher nur wenig Ärzte damit...obwohl in England und den USA damit sehr gute Erfolge erzielt werden.

Die Hormonselbsthilfe von E. Bucher im Internet kann ganz hilfreich sein. Vielleicht findest du dort einen Arzt in deiner Nähe, der sich damit auskennt und auch die nötigen Tests veranlasssen kann. Ansonsten fand ich das Buch von Dr. Lee "Natürliches Progesteron-ein bemerkenswertes Hormon" sehr lesenswert!

bQeax43


hallo tweety,

hast du schon mal über eine natürheilkundliche behandlung nachgedacht?jetzt mit hormonen zu beginnen in betracht auf die bevorstehenden wechseljahre und das erhöhte brustkrebsrisiko halte ich für diskussionswürdig!

lg

TCweetyb23x2


Zu EmilieA: Doch, durch die Pilleneinahme hat sich was geändert, nämlich daß sich mit Einsetzen meiner Tage an meinem seelischen Zustand NICHTS geändert hat, wie es ja unter Nichteinnahme der Pille war. Normalerweise hatte ich ja immer mit Einsetzen mener Regel meine "Guten Tage", diesmal mit der Pilleneinnahme eben ncht.

Ich vermute deshalb das was Nala oben geschrieben hat, daß ich durch die Zuführung der gestagenhaltigen Pille schon im permanten PMS Zustand bin...

Zu Nala: Vielelicht bin ich auch schon im Anfangsstadium der Wechseljahre, habe hierzu folgendes gefunden:

Bei einem längeren Zyklus gelangt ein Einbläschen zwar zur Reife, setzt dann aber einfach aus. Es findet kein wirklicher Eisprung statt, sondern nur eine so genannte pseudo-ovulatorische Veränderung des Eis. Aber der Körper reagiert ähnlich, als hätte ein Eisprung stattgefunden. Der Gelbkörper produziert Progesteron, und das über einen längeren Zeitraum hin und stimuliert somit den Aufbau von sehr viel Gebärmutterschleimhaut. Der Körper wartet auf die Meldung, ob das Ei sich in der Gebärmutter eingenistet hat oder nicht. Aber da das Ei sozusagen pausiert, passiert erst mal gar nichts. Dadurch kann es dann zu einem sehr lange anhaltenden prämenstruellen Syndrom kommen (PMS: Spannungen und Schmerzen in den Brüsten, Reizbarkeit, Müdigkeit, Kopf- und Rückenschmerzen). Irgendwann wird die Eihülle dann doch abgestossen, der Progesteronspiegel sinkt plötzlich und die Menstruationsblutung tritt endlich ein. Da sich in dieser Zeit aber sehr viel Gebärmutterschleimhaut aufgebaut hat. fällt die Blutung sehr stark aus und kann auch deutlich länger dauern

N#al%a8x5


Ist natürlich möglich.

Ich würde die Pille lassen (außer es gibt andere Gründe dafür) und nach 6 Monaten per Hormonstatus feststellen lassen ob das schon der Wechsel ist.

Bis dahin kannst du Zykluskurven nach NFP Führen – die zeigen dir ob du einen Eisprung hast.

Falls du keine Eisprünge hast, das schon die WJ sind, könnte es ein Östrogenmangel sein

S"tellax80


Falls du keine Eisprünge hast, das schon die WJ sind, könnte es ein Östrogenmangel sein

Das dominante Hormon in der ersten Zyklushälfte ist das Östrogen. Progesteron wird erst und auch nur dann vom Gelbkörper produziert, wenn ein Eisprung stattgefunden hat. Wenn man also keinen Eisprung hat (was in der Zeit VOR der eigentlichen Menopause häufiger vorkommen kann) überwiegt in der zweiten Zyklushälfte das Östrogen, mit allen seinen Nebenwirkungen (Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Abnahme der Libido, starke/unregelmäßige Menstruation, Gewichtszunahme etc.). Das Progesteron, das diese Nebenwirkungen normalerweise ausgleicht fehlt. Die Symptome des PMS gleichen in auffälliger Weise den Symptomen einer Östrogendominanz!

Synthetisch veränderte Hormone (wie z.B. das Gestagen in deiner Pille) können die PMS-Symptome in dieser sog. Prämenopause noch massiv verstärken. Gestagene und Progesteron sind übrigens nicht das Selbe und sollten deshalb auch nicht in einen Topf geworfen werden. D.h. nur weil Gestagene PMS-Symptome auslösen können, tut das Progesteron noch lange nicht.

Wie schon gesagt, ist das Buch von Dr. Lee sehr erhellend und beschreibt auch sämtliche hormonellen Zusammenhänge im Körper ausfürlich. Außerdem beschreibt es seine langjährigen Erfahrungen bei der Behandlung von Patientinnen mit diversen (hormonell verursachten) Problemen.

Eine Zykluskurve und eine Hormonuntersuchung halte ich auch für sinnvoll. Dabei ist aber sehr wichtig, auch das Verhältnis Östrogen zu Progesteron zu berücksichtigen. Denn selbst wenn man einen relativen Östrogenmangel hätte, könnte das Progesteron im Verhältnis dazu trotzdem viel zu niedrig sein.

Nxala`85


ok ich dachte immer dass die brustschmerzen in der 2 hälfte von dem progesteron kommen. Ist also eher ein Ungleichgewicht (habs auch nicht jeden Zyklus gleich, wenn die SD zickt, ist es aber stärker)

Unter der Pille kommts aber meist eher zu einer Östrogenschwäche oder? Da hatte ich fast die selben Symptome – nur halt permanent ;-D

Sctellxa80


Ja, unter der Pille ist der Östrogenspiegel niedriger als im Normalzustand, aber das Progesteron wird ja auch blockiert, weil der Eisprung nicht stattfindet. D.h. du kannst trotz relativem Östrogenmangel gleichzeitig einen Progesteronmangel (Östrogendominanz) haben.

Gestagene können Progesteron nicht ersetzen, weil Progesteron auch noch Vorläuferhormon für andere Hormone ist und das bei Gestagenen nicht funktioniert.

Die ganze Hormongeschichte ist hochkomplex ":/ und ich hab manchmal den Eindruck, dass unsere Gyns da auch nicht besonders den Durchblick haben zumindest, was die neuere Forschung angeht.

Ich hab in diesem Zyklus z.B. ab Zyklustag11 zu viel Progesteroncreme genommen und dadurch hatte ich keinen Eisprung (lt. NFP), dafür aber massig PMS-Probleme. In den letzten Zyklen gings mir dank kleiner Progesterondosis und erfolgtem Eisprung bedeutend besser!

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