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Abtreibung

Sschl7umpxfina


Und wer ist diese Userin von der du hier sprichst? Würd mich mal interessieren hab ich nicht ganz so gepeilt. :-).

R6eg(in.a67


Schlumpfina

Ich weiß nicht, ob das fair wäre, dir den namen jetzt preiszugeben.

Wenn du im psychologie-forum schaust und in den thread "pro familia verweigert schein für abtreibung" gehst, dann kommst du vielleicht von selbst drauf, wen ich gemeint habe. Ist es ok für dich, wenn wir es so machen ???

Srchlumqpfinxa


Ja Danke Regina werde ich machen :-).

K?öl!li


Ich hab's gerade hinter mir...

Hallo an alle zum Thema "Abtreibung"!

Mit Interesse habe ich Eure Beiträge gelesen und war bei einigen sehr irritiert. Da ich selbst erst vor einigen Tagen einen SS-Abbruch habe durchführen lassen, möchte ich Euch über meine persönliche Erfahrung informieren. Vorab möchte ich jedoch insbesondere auf das Thema "psychische Belastung" in meinem Fall hinweisen, der mit Sicherheit nicht zum Standard gehört.

Für mich ist seit jugendlichem Alter krankheitsbedingt darauf hingewiesen worden, dass ich aufgrund erhöhter Risiken während einer Schwangerschaft besser kein Kind zur Welt bringen sollte. Das hat sich bei mir über die Jahre hinweg in meinem Kopf festgesetzt, und ich habe mich damit abgefunden (diese Info an alle, die einfach nur zu jung sind, gerade keine Lust auf ein Kind haben o.ä., denn bei denen dürfte die psychische Belastung weitaus höher ausfallen als in meinem Fall).

Da ich jedoch überhaupt keine hormonellen Verhütungsmittel (Pille, Hormonspirale, Stäbchen usw.) nehmen darf und die normale Spirale ebenfalls ungeeignet für mich ist (wegen Entzündungen), war es sehr schwierig mit einer sicheren Verhütung - über 17 Jahre ging auch alles gut, bis dass Anfang diesen Jahres meine Periode ausblieb und ich 3 Tage später einen SS-Test mit positivem Ergebnis vor mir liegen hatte.

Jetzt zu meinem Vorgehen:

1. Besuch bei meinem Gynäkologen, der mir eine SS in der 6. Woche bestätigte. Die Bestätigung benötigt man für den Besuch bei einer Beratungsstelle (z.B. pro familia) Seit diesem Jahr übernehmen die Krankenkasse nur noch Kosten bei SS aus Vergewaltigungen (kriminelle Indikation) oder wenn eine Lebensgefahr für die Schwangere besteht (medizinische Indikation), deren Gefahren keine weiteren Mittel (Medikamente, Vorbeugungen usw.) das Risiko mindern könnten.

Ich war ein Grenzfall für die medizinische Indikation, jedoch werden diese höchst selten von Ärtzen ausgestellt, da sie damit sozusagen einen Freischein für den Abbruch geben und dies in Deutschland nunmal nicht gern gesehen wird. Somit habe ich also privat bezahlt. Kostenpunkt (wird je nach Arzt varieren, ca. 400 - 450 €). Die Krankenkasse übernimmt auf jeden Fall, wenn ihr unterhalb einer Einkommensgrenze liegt (liegt bei etwa 900 € - also nicht besonders schwierig, darüber zu liegen - wenn man ausgelernt hat und ganztägig arbeitet).

2. Besuch bei pro familia: Hier handelt es sich um ein Beratungsgespräch, dass in den meisten Fällen dazu führen soll, den Abbruch NICHT vornehmen zu lassen (ist aber alles nur obligatorisch, man muss nur ein bisschen quatschen und zuhören... ). In meinem Fall war natürlich das Risiko während der Schwangerschaft im Vordergrund, so dass ich keine Andeutungen bekam, den Abbruch nicht durchführen zu lassen.

Nach dem Gespräch bekommt man eine Bestätigung, dass man an dem Beratungsgespäch teilgenommen hat. Dieses Schreiben benötigt dann der Arzt, der den Abbruch durchführen soll. Pro familia hat eine Liste mit Ärzten, die sich überhaupt der Sache annehmen. Info: Die meisten Krankenhäuser sind konfessionsgebunden und dürfen keine SS-Abrüche vornehmen!

Angeblich ist es so, dass der Arzt, der die SS festgestellt hat, den Abbruch NICHT vornehmen darf (in den meisten Fällen wird das Euer Gynäkologe sowieso nicht können, da die meisten Frauenärzte nicht über einen separaten OP Raum usw. verfügen).

3. Vorgespräch beim "Abbruch-Arzt": Terminvereinbarung (zwischen Beratungsgespräch und Abbruch müssen mind. 3 ganze Tage liegen - Bedenkzeit sozusagen). Blutabnahme, Erklärung des Abbruchs, eigene Angaben zu bisherigen Krankheiten, Allergien usw. 1 Infobroschüre zum Abbruch bzgl. der evtl. Risiken, die man lesen und unterschrieben zugeben muss. 1 Infobroschüre zur Narkose bzgl. der evtl. Risiken, die man ebenfalls lesen, ausfüllen und unterschrieben muss. Eben eine Einverständniserklärung wie bei jeder anderen OP im Krankenhaus auch.

4. Der Tag (ambulante Praxis)! Wie von einigen von Euch schon beschrieben, musste auch ich komplett nüchtern (kein Essen, keine Getränke, kein Kaugummi! und keine Zigarette) morgens in der Praxis erscheinen.

Im Aufwachraum musste ich mich entkleiden (T-Shirt sollte man für die OP anziehen) und ich sollte vorher noch mal zur Toilette.

Danach kam sich der Narkosearzt vorstellen, besprach mit mir kurz meinen Gesundheitszustand, welche Tabletten man nimmt usw. und begleitete mich dann in den OP Raum. Der "Stuhl" war dort nicht ein normaler Gynäkologenstuhl, sondern eher eine verkürzte OP-Liege mit angebrachten Beinstützen (wie beim "Stuhl").

Ich bekam 2 Medikamente gespritzt und sollte an was Schönes denken... (da war mir überhaupt nicht nach). Innerhalb von Sekunden sah ich alles verschwommen und war sofort im Tiefschlaf. Exakt 30 min. nachdem ich in den Raum hinkam, wurde ich im Aufwachraum wieder wach und lag im Bett. Ich kam relativ schnell zu mir, schlief nicht nochmal ein und nach ca. weiteren 15 min. habe ich mich vorsichtig angezogen.

Direkt nach dem Erwachen kam der Arzt und erkundigte sich wie man sich fühlt usw. Ich war überrascht, dass es so schnell ging und ich mich RELATIV gut fühlte. Natürlich hatte die Unterlage im Bett schon ein paar Tropfen Blut abbekommen, aber das ist nun mal normal. Daher sollte man auch einige Binden (Tampons sollten mind. 2-3 Wochen nicht benutzt werden) zum Termin mitnehmen.

Ich bekam noch Schmerzzäpfchen für den Fall der Fälle mit und darf jetzt (leider, leider) mind. 2 Wochen nicht in meiner heißgeliebten Badewanne liegen. Für den Notfall habe ich die Tel. Nr. vom Arzt mitbekommen, so dass man die Sicherheit hatte, jemanden erreichen zu können.

Die Praxis durfte ich allerdings nur in Begleitung verlassen. Kreislaufbedingt und durch die Medikamente darf man nicht am Strassenverkehr teilnehmen. Zuhause angekommen habe ich zwar ganz schön Nachblutungen gehabt, die aber gegen späten abend LANGSAM nachgelassen haben. Zudem hatte ich ein Ziehen im Unterleib, allerdings erträglich (ähnlich wie bei den allmonatlichen Tagen - ist wohl unterschiedlich von Frau zu Frau). Jedenfalls habe ich keines der Zäpfchen benötigt.

Am nächsten Tag ging es ganz gut, bin aber trotzdem zuhause geblieben (hatte schließlich auch noch die Pampers an und fühlte mich nicht danach, mich unter andere Leute zu mischen. Ich brauchte etwas Ruhe. Die Blutung hatte gegen Mittag gänzlich aufgehört. (etwas "Schmiere", ähnlich einem Ausfluss habe ich allerdings noch heute). Am 2. Tag danach bekam ich gegen Nachmittag leicht erhöhte Temperatur, die mir Angst machte wegen einer Entzündung. Vorsichtshalber habe ich dann am 3.Tag zusätzlich Antibiotika verschreiben lassen, um eine Infektion zu vermeiden.

Ca. 1 Woche bis 10 Tage sollte man dann noch mal zu einer Nachuntersuchung, um sicher zu gehen, dass auch wirklich alles ordentlich durchgeführt worden ist. Meist wir dann noch mal eine Sonografie gemacht, um die Größe und hoffentlich leere Gebärmutter festzustellen. Diesen Termin habe ich noch vor mir. Achso, da ich den OP Bericht vom durchführenden Arzt an meinen Gynäkologen zu Gesicht bekommen habe, konnte ich sehen, dass bei mir eine Absaugung und zusätzlich eine kleine Ausschabung (um sicher zu gehen, dass wirklich keine Reste überbleiben) durchgeführt wurde. Zusätzlich habe ich ein Medikament zur Gebärmutterrückbildung gespritzt bekommen und ein weiteres, damit ich nicht allzu stark blute. Da dieses aber während der Narkose verabreicht wurde, habe ich absolut nicht davon mitbekommen.

Fazit: Ich habe es für mich persönlich gut überstanden, möchte es trotz allem kein weiteres mal durchmachen, da ich eigentlich kein Freund von Abtreibungen bin, mir aber für meinen mein eigenes Leben wichtiger war.

Ich möchte jede Gesunde von Euch bitten, sich alles mindestens 3 Mal zu überlegen, diesen Schritt zu gehen.

P.S.: Die Schwangerschaftswochen rechnet man wie folgt: 1.Tag Deiner letzten Periode, die Du noch bekommen hast. (bei mir war es Anfang Dez., also WÄRE ich jetzt in der 8. SSW) Normal Abbrüche mit Beratungsgespräch dürfen hier in Deutschland bis zur SSW 12 durchgeführt werden, aber: Wenn ihr Euch unbedingt für einen Abbruch entscheidet, lasst es so früh wie möglich machen - der Eingriff ist dann noch nicht so schlimm. Bei mir war es so früh (zum Glück), dass es nur ein Punkt auf dem Monitor war und noch nicht einmal das "Flimmern" zu erkennen war, dass vor dem Entstehen des späteren Herzens entsteht. Nur dadurch und durch meine ganze Risikovorgeschichte habe ich die ganze Sache psychisch gesehen ganz gut überstanden!

Derzeit denke ich ernsthaft über eine Sterilisation nach - da diese auch nicht von der Krankenkassen bezahlt wird, würde ich gerne wissen, welche Kosten da auf einen zukommen? Weiß das jemand von euch? (ambulant)

Hoffentlich habe ich Euch mit meinem megalangen Text nicht total genervt und konnte wirklich ein paar Infos "aus erster Hand" und nicht von Bekannten... an euch weitergeben!

rzot$ezqiskxa


noch mehr fakten...

für alle, die nicht auf hysterie stehen.

also, die schwangerschaftswoche wird nach dem ersten tag der letzten menstruation errechnet, und durch eine ultraschalluntersuchung dann exakt bestimmt. die grösse des zellhaufen oder später embryos gibt dem arzt/der ärztin reichlich aufschluss über die dauer der schangerschaft, das lässt sich also auch bei zwischenblutungen sehr genau bestimmen.

ein instrumenteller abbruch ist in deutschland bis incl. der zwölften woche erlaubt, ein medikamentöser nur bis zum 49. tag einer schwangerschaft, also bis zum ende der 7. woche, weil danach die wirkung der medikamente nicht ausreicht.

ein instrumenteller eingriff kann stationär oder ambulant, unter vollnarkose oder lokaler betäubung der gebärmutter erfolgen. die vollnarkose ist nicht unbedingt besser: manchen frauen fällt es leichter, das ereignis zu verarbeiten, wenn sie das geschehen wach miterleben, und nicht "abgeschaltet" werden. allerdings ist ein abbruch unter teilnarkose tatsächlich schmerzhafter, weil die dehnung des gebärmuttermundes unangenehm ist, und durch eine saugkürettage (absaugung) ein unterdruck entsteht, der kurze, aber heftige schmerzen verursacht - etwa so wie starke menstuationskrämpfe. die teilnarkose ist aber schonender für den körper und auch weniger teuer, auch, weil keine liegkosten fürs krankenhaus entstehen.

während einer vollnarkose wird manchmal noch ohne absaugung ausgeschabt, was stärkere nachblutungen und schmerzen nach dem abbruch zur foge haben kann, und eher zu narbenbildung im uterus führt. wird aber nur selten gemacht. zum medikamentösen abbruch haben hier ja schon manche den ablauf beschrieben. in jedem fall braucht man für beide methoden die beratung und die dreitägige bedenkfrist. welche schwanger ist, und sich unsicher ist, ob sie die schwangerschaft auch austragen möchte / kann, sollte also lieber sofort zu einm arzt/ einer ärztin gehen, um nicht zuviel zeit zu verlieren - den beratungschein zu haben, verpflichtet schliesslich keineswegs zum abbruch.

und die beratung versteht sich genau als das- eine konfliktberatung, die auch helfen kann, die aufkommenden ängste und fragen mit kompetenten beraterinnen zu besprechen. machmal hilft das, die ungeplante schwangerschaft positiver sehen zu können.

ich kenne auch keine frau, die "mal eben so " eine abtreibung machen lässt- die auseinandersetzung mir dem thema ist immer eine veränderung! es verändert eine vielleicht bestehnde partnerschaft, den blick auf sich selbst und die eigene zukunft, und im falle einer entscheidung für einen abbruch kommt es bei fast allen frauen über einen längeren zeitraum zu konflikten. schuldgefühle, gefühle von versagt haben und zweifel am eigenen lebenskonzept, manchmal auch die frage, ob der partner noch der richtige ist, sind eher die regel als die ausnahme.

und "alle paar monate" geht auch niemand zur abtreibung, weil der gesetzgeber einen weiteren abbruch innerhalb von 6 monaten nicht erlaubt. da bin ich mir allerdings unsicher, inwieweit diese regelung greift. vermutlich nicht bei medizinischen und kriminologischen indikationen. da die meisten sozial indizierten abbrüche sehr früh erfolgen, sind bilder wie in den empfohlenen links tatsächlich unsachliche stimmungsmache. denn in den ersten woxchen der schwangerschaft entsteht erstmal ein sogenannter "zellhaufen" der sich erst langsam stabilisiert und ausdifferenziert. nicht von ungefähr gelten die ersten drei monate -die frühschwangerschaft-als unsichere phase einer schwangerschaft, in denen es noch einigermassen häufig zu einer abstossung des sogenannten schwangerschaftsgewebes kommt.

Ungeplant schwanger gewordene frauen mit bildern von föten zu bombardieren, gehört für mich daher in die kategorie moralisierende und bevormundende Verteufelung, die die psychischen belastungen nur noch schlimmer macht.

gruss

j(anar_maxria


Wie ich lese, diskutiert ihr unter anderem über Bilder von zerstückelten Embryonen. Ihr regt euch auf, weil sie von manchen Leuten hier verbreitet werden, welche dann die Hoffnung haben, dass frau sich FÜR ihr Kind entscheidet. Leider muss ich euch sagen, dass diese Bilder in einigen Fällen die Frauen nicht abschreckt abtreiben zu lassen. Ich spreche aus Erfahrung, da ich selbst abgetrieben habe (allerdings war es ein MIA) und ich seit einiger Zeit im Kontakt mit betroffenen Frauen stehe, die ebenfalls eine Abtreibung hinter sich haben. Viele wurden mit den Bildern konfrontiert, einige (ich auch) haben vorher den Film "Der stumme Schrei" gesehen.

Ich denke, dass frau im Konflikt HILFE braucht, nicht irgendwelche Bilder von zerstückelten Embryonen. Leider gibt es Beraterinnen, die nicht in der Lage sind konkrete Hilfe zu vermitteln, sondern die lieber gleich die Bescheinigung und die Adressenliste mit den "ausführenden" Ärzten rüberreichen. Dies ist wirklich kein Einzelfall! Somit kann ich nur Frauen im Konflikt raten, sich nicht plump überrumpeln zu lassen, sondern zur Not auch mehrere Beratungsstellen aufzusuchen, wenn sie ihr Kind mit Unterstützung austragen würde.

FOraQnzai,66


das ist wiederlich

Ich habe eine Fehlgeburt hinter mir und ich habe mir diese Bilder angeguckt. Die Fehlgeburt war vor einem Monat und ich fand es einfach nur wiederlich sowas zu sehn. Nicht einmal den Fakt, dass es schmerzhaft für mich war. Das ist mein persönliches Ding und ich muss damit klar kommen, aber an alle die die Bilder toll fanden bzw. hilfreich: Wißt ihr eigentlich was da liegt? Wißt ihr, dass das Babys sind und das es einfach nur unwürdig und wiederlich ist sie tot zu fotographieren und ins Internet zu stecken? Heiligt der Zweck alle Mittel? Wie kann man nur so verabscheungswürdig sein. Sowas gehört verboten, es sind wehrlose, tote Körper...

Ich finde jeden der daran Gefallen findet und jeden der an der ganzen Sache auch nur ein bischen beteiligt ist einfach nur abartig und pervers. Denkt doch nicht immer darüber nach ob die Bilder bei Frauen mit Fehlgeburten und nach Abtreibungen schlimm sind, denkt doch auch einmal daran, dass diese wehrlosen Seelen da liegen nur für den nächsten Knüller bereitgelegt.

Mir kommts echt hoch!

mbiss Nsunlny isxland


man sollte trotzdem nicht vergessen dass eine abtreibung IMMER auch ein mord ist!

aVsjxa


medikamentöse abtreibung

ich möchte hier meine erfahrungen mit mifegyne euch mal schreiben.

als ich erfahren habe dass ich schwanger bin, brach für mich schier eine welt zusammen. ich hatte mit allem, nur nicht damit gerechnet. da ich mich schon ein paar mon. vorher mit einer freundin über ablauf u. den methoden von abtreibungen unterhalten habe, stand für mich von vornherein fest, dass wenn, nur eine med. abtreibung für mich in frage kommt, da ich diese methode weniger grausam finde. das problem dabei war nur, dass ich nur noch 5 tage zeit hatte, da ich schon in der 6+2 ssw war, mich zu entscheiden. (der med. abbruch ist nur bis zur 7. ssw möglich)

das beratungsgespräch war für mich wie ein pflichttermin, damit ich "den schein" in der tasche habe. ich war total überrascht, dass mir die beraterin von pro familia doch wege aufzeigen konnte, sich für ein kind zu entscheiden. doch leider konnte ich meinen freund nicht davon überzeugen, obwohl ich nach dem gespräch ziemlich optimistisch u. erleichtert war. der druck wurde immer größer u. der termin rückte immer näher.

schließlich stand es fest, aber nicht weil ich mich dafür entschieden hatte, sondern weil der termin fest war u. alles gegen ein kind sprach, mal abgesehen von meinem freund.

ich schluckte die 3 tbl. mifegyne ohne zu überlegen u. war an diesem tag auch sehr stabil, obwohl ich tage zuvor am boden war u. auch sehr viel weinte. ich konnte die entscheidung nicht tragen, in meinen augen, mein kind töten zu lassen.

am abend der 1. einnahme aber dann kam es hoch, aber ich wusste dass es jetzt zu spät ist u. ich "die sache" durchziehen muss u. es kein zurück gab.

nun lag 1 tag dazwischen, bevor ich erneut in die "abtreibungspraxis" zur prostaglandineinnahme musste. an diesem tag ging es mir nicht besonders gut, aber meine heulkrämpfe hielten sich in grenzen. für viele soll dieser tag ziemlich grausam sein, die tatsache, die schwangerschaft, obwohl sie schon beendet ist, noch in sich zu tragen. mir ging es eigentlich nicht so, da mein arzt mir nicht sagen konnte, wann sie durch den wirkstoff der mifegyne die schwangerschaft ablöst u. er meinte dass 36-48 std. später, nachdem ich ja erneut in die praxis musste, die schwangerschaft immer noch intakt sein könnte. deswegen dachte ich mir, vielleicht lebt es ja noch...

36 std. später nahm ich dann in der praxis ein magenschutzmittel ein ( 2 tbl.), das den wirkstoff prostaglandin enthält u. kontraktionen an der gebärmutter hervorruft u. die schwangerschaft ausgestoßen wird ( wirkungseintritt ca.2-4 std.).

solange musste ich in der praxis bleiben. nach ca. 3std. setzte bei mir die blutung ein u. eine halbe std. später ging auch die fruchtblase ab ( ca. 4x4cm groß). nach einem kontrollultraschall durfte ich dann nach hause gehen. an diesem tag sollte eine begleitperson mitgehen, was auch mein freund gemacht hat.

1 wo. später erfolgt ein kontrollultraschall, ob die komplette schwangerschaft abgegangen ist. in 2 tagen steht sie mir bevor.

von der praxis, dem personal u. dem arzt war ich sehr enttäuscht. ich nenne ihn massenbabyschlachter. von einfühlungsvermögen hatten die noch nie was gehört, man kam sie vor wie eine nr. auf dem fließband u. er das "schnell geld" machen will. auch wurde ich schlecht aufgeklärt über das ganze. deswegen hier eine wirklich informative web-adresse:

[[http://www.mifegyne.at]]

zum glück habe ich vorher viel gelesen darüber, sonst wär ich glaub ich ziemlich aufgeschmissen gewesen.

für mich war diese art von abbruch körperlich sehr schonend gewesen, was wohl aber auch von frau zu frau unterschiedlich ist. ich hatte kaum schmerzen, lediglich ab u. zu ein ziehen wie bei der normalen regel. ansonsten habe ich jetzt schon seit 1 wo. meine blutung u. die ist die ganze zeit sehr stark gewesen. kann wohl bis zu 12 tage andauern.

was ich aber sagen muss ist, dass auf der obig genannten adresse die psychische situation der frau meiner meinung nach etwas runter gespielt wird. basiert aber wohl alles auf umfragen. ich muss nämlich für mich sagen, dass es alles andere als "leicht" war. vor allem nachdem ich am abend nach dem "abgang" feststellen musste, nachdem mich meine freundin gefragt hat, ob ich es auch gemacht hätte, wenn mein freund es gewollt hätte, ich klar mit nein geantwortet habe, dass es ein fehler war. es ist mir auf einmal wie schuppen von den augen gefallen. ich kam mit dieser situation gar nicht zurecht. machte mir rießen vorwürfe u. hatte große schuldgefühle. leider konnte mir mein freund in dieser zeit auch nicht besonders helfen, auch wenn er sich alle mühe gab. ich wusste einfach nichts mit ihm anzufangen. ich fuhr dann übers we weg, um mal raus zu kommen, seit dem geht es mir auch wieder besser.

das kind hab ich auf der toilette aufgefangen. es ist jetzt in einer dose. ich habe es einen heiligen namen mit bedeutung gegeben u. werde es dieses we in meiner heimat begraben. ich hoffe, so über den verlust einigermaßen hinweg zu kommen, wenn ich ihm einen würdigen abschied gebe. auch hab ich in dieser zeit tagebuch für "mein baby" geführt, was auch eine große hilfe war damit umzugehen u. es anzufangen zu verarbeiten, nachdem ich es erst danach richtig realisiert habe. diese büchlein werd ich glaub ich nicht mehr durchlesen, weil zu zum teil richtig heftige sachen drin stehen, vor denen ich mich wahrscheinlich selbst sehr erschrecken würde.

mein neues lebensmotte lautet nun:

TREFF NIE EINE ENTSCHEIDUNG, OHNE DIR

VORHER WIRKLICH SICHER ZU SEIN!

momentan ist es ziemlich schwankend wie auch schon vor dem abbruch. heute denk ich mal so drüber, morgen wieder anders. nur weiß ich dass nun eh nichts mehr daran ändern kann u. irgendwie damit leben muss. ich weiß, dass ich entscheidung viel zu schnell getroffen, denn in 5 tagen kann man nicht über leben o. tod entscheiden, aber ich hatte ja keine zeit....

ich hoffe es war jetzt nicht allzu lang, hab versucht mich kurz zu fassen, aber darüber gibt es nun mal so wahnsinnig viel zu schreiben. hoffe ich konnte euch vielleicht bisschen mit den informationen weiterhelfen. übrigens, bei mir hat der abbruch 255 euro + 8 euro rhsusfaktorbestimmung gekostet.

Jdonn,y Mi0lnexs


nochmal zur seite abtreibung.de

vielleicht sollte man bei diesem bild darauf hinweisen dass dieser fötus, sofern er tatsächlich in der 9.ten woche abgetrieben worden ist, zu diesem zeitpunkt gerade mal 3cm gross war...

schon alleine die musik lässt darauf schliessen dass die seite total unseriös ist. und dann dieses horrende bild mit dem gewebe dass so aussieht als wären es engelsflügel...und das beste ist natürlich der hintergrund, der wohl sterne darstellen soll ???

also, ich kann mir kaum vorstellen dass ein halbwegs intelligenter mensch dieser seite glauben schenkt

J(onnyX Milexs


Ein von mir geschriebener Beitrag im Gästebuch der Seite [[http://www.pro-leben.de]] :

"Sofern die Verfasser dieser Seite nicht behaupten würden, sie wollen den Frauen die abgetrieben haben helfen, könnte ich es auch noch nachvollziehen dass sie der Meinung sind, jede Frau die eine Abtreibung vollführt hat, sollte sich diesen Film ansehen.

Desweiteren würde mich mal interessieren, warum nur ein einziger Film über Abtreibung existiert?! DENN ich denke, dass Frauenärzte gebildete Menschen sind (sonst wären sie ja nicht Ärzte, oder?! :-) ), sodass bei einer Abtreibung, wenn sie doch tatsächlich so schrecklich ist wie es hier dargestellt wird, sich der gesunde Menschenverstand einschalten würde und die meisten Frauenärzte generell Abtreibungen unterlassen würden. Da dies aber nicht so ist, lässt es mich darauf schliessen, dass es evtl. doch nicht so schlimm ist, ein 1 cm grossen fötüs abzusaugen

Mfg Mario"

fLloeTur


"Hallo"

Ich kann nur sagen, ich bin 20 und meine Tochter ist 3.

Eine Abteibung (für mich auch Mord) kam generell nicht in Frage und für nicht gewollte Kinder, die immerhin seit Zeugung an, ein Recht auf Leben und Unversehrtheit haben, gibt es immer noch genug Möglichkeiten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Fleur

Scump_fie1C98x4


adoption

hallo,

ich zum beispiel wurde von meinen eltern adoptiert - da sie selber kein babe bekommen konnten!!!

ich muss fleur zustimmen, dass ist mord - und vor allem kannst du einem menschen, der kein kind bekommen kann eine freunde machen und es zur adoption freigeben!!!

wäre doch eine möglichkeit oder??

fUlexur


"genau"

es gibt so viele Möglichkeiten was die Kinder angehen.....

meine Tante konnte auch keine Kinder bekommen und sie hatte daran echt zu nagen, zumal wir zuhause 5 Kinder sind und jetzt habe ich auch eins.

Also bevor man abtreibt, sollte man´s sich wirklich überlegen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Es gibt wirklich viele Paare, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Kind..... da könnte man sie doch glücklich machen.

eZisbUlvumbe


Ich glaube, dass bereits genug Threads vorhanden sind, die von der medizinischen Seite berichten, darum möchte ich auch nichts wiederholen. Körperlich steckt man es eh nach zwei, drei Tagen weg. Psychisch ist es eine weitaus stärkere Belastung, vor allem, wenn man schon ein Kind zur Welt gebracht hat. Moralisieren liegt mir fern. "Wer im Glashaus sitzt...." Wichtig ist, dass frau jemanden zur Seite hat, der einen unterstützt und bei dem man sich ausheulen kann. Allein verarbeitet man es schlecht, selbst wenn es 100 gute Gründe dafür gab.

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