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Starke Regelblutungen - Totaloperation oder Myomembolisation

SIges9ch}e hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich litt seit vielen Jahren (>10) an sehr starken Regelblutungen, zuletzt hatte ich auch noch häufig Zwischenblutungen. Ich bin 46, habe 3 Kinder, bin sterilisiert. 2006 hatte ich eine Ausschabung. Dabei wurde festgestellt, dass ein Myom in der Gebärmutterwand sitzt und dabei nicht entfernt werden kann. Mein Gynäkologe riet mir letzten Herbst zur Totaloperation. Diese OP hätte ich wegen einer Bindegewebsschwäche (Krampfadern) und der möglichen Probleme nach der OP (u.a. Ausfallzeit, bis ich wieder fit bin) sicher noch mehrere Jahre hinausgeschoben.

Ein Zeitungsartikel machte mich auf die Myomembolisation im Myomzentrum Stuttgart aufmerksam. Mein Gyn wusste nichts davon, daher habe ich einfach dort angerufen. Nach einem ersten Telefonat erhielt ich einen Termin zum MRT und direkt anschließend ein Gespräch beim Professor (ich bin Kassenpatient). Er stellte 7 Myome fest und dass ich für die Embolisation geeignet bin. Dann habe ich mir einen Termin aussuchen dürfen. Vor 4 Wochen wurde ich operiert, war dann noch 4 Tage im KH wegen der Schmerzbehandlung. 8 Tage nach der OP fuhr ich zur MRT-Kontrolle und Nachbesprechung beim Professor. Seither bin ich wieder fit: ich konnte 10 Tage nach der OP wieder arbeiten, Sport machen, Radfahren, Skifahren - alles ohne Probleme.

Am 18.4.2012 kommt um 22 Uhr (?) eine Sendung im SWR-Fernsehen über die Myomembolisation.

Ich kann diese Alternative zur Total-OP wirklich empfehlen!

Antworten
brinPnxi


hallo,kannst du mir sagen bitte was das von Op.war?Habe gleiche Problem wie du,47 Jahre alt,sterielisiert und habe sehr,sehr starke blutungen.

DnoqmJe79


Hallo Sgesche,

Das kann ich nur bestätigen! Ich hatte Ende Dezember meine Embolisation (auch in Stuttgart) und war drei Tage im KH und eigentlich mit der Entlassung schon wieder fit! Kein Vergleich zur "normalen Myom- OP", die ich im Sommer 2011 hatte, da war ich über drei Monate außer Gefecht gesetzt. Ich hatte auch nur die Wahl zwischen Totaloperation (an die 20 Myome und das mit damals 31) oder Embolisation. Und ich habe mich sowas von richtig entschieden! :)z

Woher weißt du das mit der Sendung? Muss ich mir gleich aufschreiben, die will ich natürlich sehen.

@ binni:

hier ein paar gute Links:

[[http://www.myomembolisation.org/]]

[[http://www.klinikum-stuttgart.de/kliniken-institute-zentren/zentren/myomzentrum/leistungsspektrum/myomembolisation.html]]

SGgesxche


Hallo Binni, hallo Dome79,

das ist eine ca. 60minütige Katheder-OP, d.h. die Ärzte setzen in eine Mini-Öffnung der Beinvene in der Leiste einen Katheder und führen den unter Röntgenkontrolle an die Verästelung auf einer Seite der Gebärmutter. Dann spritzen sie superkleine Kunststoffkügelchen in die Blutbahnen vor den Myomen, kontrollieren die Verstopfung und machen dasselbe nochmal auf der anderen Seite der Gebärmutter.

Danach erhalten die Myome kein Blut mehr und fallen in sich zusammen. Da die Gebärmutter auch vorübergehend zuwenig Blut und damit zuwenig Sauerstoff erhält, soll das in den ersten 24 Stunden sehr schmerzhaft sein. Um die Schmerzen ausblenden zu können, bekommt man über eine PDA (Rückenmarkszugang) regelmäßig Schmerzmittel zugeführt. Erst wenn die Umstellung nach ca. 40 Stunden auf Schmerzmittel über Tablette und Tropf stattfindet, wird es für die meisten etwas unangenehm. Manchmal führt das auch zu Übelkeit. Aber die Schwestern auf der Station sind/waren einfach toll und auch in dieser Zeit immer zur Stelle mit Tipps oder notfalls Medikamenten.

Und die Aussicht, dass nach 3 bis 4 Nächten alle Schmerzen und die Blutungen weg sind, machen das Ganze erträglich!

Am Tag vor meiner MRT-Kontrolle war das Filmteam im Haus. Überall lagen noch die Kabel. Die Patientin, deren OP im November gefilmt wurde, hatte am Vortag eine MRT-Kontrolle um die Reportage zu vervollständigen. Das Team des Myomzentrums hat mir den Sendetermin genannt.

Ich kann nur empfehlen vor dem 18.4. den Kontakt und den Untersuchungstermin zu vereinbaren ;-) damit noch eine Chance auf einen baldigen OP-Termin besteht.

lIuisxe4


Hallo zusammen,

ich hatte eine Myomembolisation im Dezember 2008 erfolgreich im Aachener Klinikum gehabt.

Der Gynäkologe hatte in seiner langjährigen Erfahrung noch nie eine so große GM embolisiert, 18cm Durchmesser. Die Myome saßen in der Wand, also weder außen noch innen. Meine GM ist nun nach mehr als 3 Jahren um 30% geschrumpft.

Ich habe keinerlei Nachsehen und kann die Embolisation unbedingt empfehlen. Weg kann die GM notfalls immer noch und könnte bei mir durch leicht Methode entfernt werden. Ging vorher nur noch per Bauchschnitt.

Ich bin heute 47 Jahre alt, und laut der Hormontests nicht in die Wechseljahre gekommen.

Ich kann also nur Gutes berichten.

Was ich neuerdings aber habe, sind wahnsinnig starke Blutungen. Dazu schreibe ich gleich selbst einen eigenen Text.

LG

luise

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