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Blutsturz

lwuisxe4 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem. Seit 20 Jahren habe ich meine Periode sehr stark. Neuerdings habe ich sie alle drei Wochen und am 4. Tag dermaßen stark für ca. 2 Stunden, dass ich die Blutung als einen Blutsturz bezeichnen würde. Hellrotes Blut läuft nur noch regelrecht, wie ein Wasserhahn, den man nicht richtig zugedreht hat. OB-s und Binden nutzen dann gar nichts mehr. Es macht mich fix und fertig, könnte ihr euch ja vorstellen. Eisentabletten nehme ich deshalb auch regelmäßig.

Was vielleicht wichtig ist zu wissen ist, dass ich vor 3 Jahren eine Embolisation von Myomen hatte, die ich sehr gut vertragen habe. Meine GM ist danach geschrumpft aber immer noch groß. Ich bin noch nicht in den Wechseljahren, meine FÄ hat vor 4 Wochen noch bestätigt, dass es daran auch nicht liegt.

Gestern habe ich richtig Angst bekommen und mein Mann wollte mich schon in die Klinik bringen.

Wisst ihr noch Rat, außer der Totaloperation, diesen Rat habe ich nur als letzten Ausweg in Erwägung gezogen?

Danke.

luise

Antworten
bAuddnl-eixa


[[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/499953/13328454/]]

Dies ist ja der Befund vor der Embolisation, oder?

Möglich wäre noch eine Endometriumablation, also eine Entfernung/Verkochung/Verödung der Gebärmutterschleimhaut z.B. mit der Goldnetzmethode.

Da deine Myome aber vor allem intramural, also in der Muskelschicht der Gebärmutter liegen, wäre eine Entfernung der Gebärmutter anzudenken.

Eine Totaloperation, also Gebärmutter + Eierstöcke, ist nicht zwingend notwendig und auch möglichst zu vermeiden, da dies dies durch den Wegfall der Hormone doch deutliche Beschwerden machen kann.

SBtella~8x0


Mein Arzt hat mir neulich erzählt, dass er bei starken Blutungen sehr gute Erfolge mit einer 3%igen Progesteroncreme (naturident. Progesteron) bei seinen Patientinnen hat. Vielleicht gibts einen Arzt in deiner Nähe, der sich mit naturidentischen Hormonen auskennt. Ansonsten kann die Hormonselbsthilfe im Internet weiterhelfen. Da gibts auch Ärztelisten und telefonische Beratung.

lhuiseJ4


Danke schon einmal für eure Antwort. Was haltet ihr von Gelbkörperhormonen?

luise

s'ilberSb`raxut


Hellrotes Blut läuft nur noch regelrecht, wie ein Wasserhahn, den man nicht richtig zugedreht hat. OB-s und Binden nutzen dann gar nichts mehr.

Das könnte ein Hinweis auf ein neu entstandenes Myom sein, das von den Resten der embolisierten Myome auf dem US verdeckt wird oder einfach noch nicht darstellbar ist (weil zu klein). Die Embolisation bietet ja leider keine 100%ige Sicherheit.

Vielleicht solltest du dir eine 2. Meinung einholen.

Progesteron = Gelbkörperhormon

:)*

l]e sang< reaxl


Was wäre mit Mönchspfeffer? ":/

SVtellax80


Was haltet ihr von Gelbkörperhormonen?

Von Progesteron halte ich persönlich viel. Von anderen synthetischen Gestagenen halte ich dagegen nichts. Progesteron hat bei richtiger Anwendung keine Nebenwirkungen, synthetische Gestagene schon.

M~amka% Lisxchen


Das würde ich so aber nicht unterschreiben Stella80.

Guten Abend erst einmal.

Ein zuviel an Progeteron kann ebenso, wie bei synthetischem Gestagen Dauerblutungen auslösen.

Mein Myom war bspw. bis kurz vor meiner Op gar nicht darstellbar und ich habe geblutet wie eine abgestochene ...

Es wurde fast zwei Jahre lang probiert und diagnostiziert und bla, bla, bla, bis ich fast verblutet wäre.

Erst direkt am Op Tag war meine Gb plätzlich so groß, wie 2 Männerfäuste. Noch zwei Wochen vorher hat derselbe Profssor mit demselben Ultraschallgerät nichts auffälliges sehen können.

Zwei Ausschabungen im abgelaufenen Jahr brachten auch kein Ergebnis und vor allem keinen Erfolg. Schlussendlich haben mich die zusätzlichen Hormiongaben auch noch total geschlaucht, weil ich hochdepressiv geworden bin. Ich brauchte fast ein Jahr nach der Op, bis ich die Depris wieder losgeworden bin.

Aus heutiger Sicht hätte man mich schon zwei Jahre früher operieren sollen, da wäre mir einiges erspart geblieben.

@ Luise,

ich und ich spreche hier wirklich nur für mich, würde mich nicht mehr auf Hormongaben einlassen. Was lässt Dich vor einer Op so zurückschrecken? Ist es "nur" die Angst vor der Op oder hättest Du psychische Probleme, wenn die Gb entfernt werden würde?

Viele liebe Grüße

b#udd/leEiza


Hormonelle Therapieversuche gab es bei Luise4 ja mehrere, schrieb sie in dem alten Faden.

Sicher wissen kann ich es natürlich nicht, aber bei der Beschreibung denke ich nicht, dass man da überhaupt noch mit Hormonen sinnvoll weiter kommt, es sei denn, man versucht "künstliche Wechseljahre".

Uterus 15cm lang, 10 cm breit, Insgesamt multiple bis 7 cm große intramurale und suberöse Myome. Uterus reicht bis zum Nabel. Ja, so sieht es aus bei mir.

Für mich persönlich wäre hier aber nach dem ganzen Verlauf auch der Punkt erreicht, an dem ich genau wie Mama Lischen eher über eine OP nachdenken würde.

Ihrer Frage schließe ich mich an:

Ist es "nur" die Angst vor der Op oder hättest Du psychische Probleme, wenn die Gb entfernt werden würde?

:)*

smilbe[rbrauxt


Für mich persönlich wäre hier aber nach dem ganzen Verlauf auch der Punkt erreicht, an dem ich genau wie Mama Lischen eher über eine OP nachdenken würde.

In genau diese Richtung wollte ich mit meinem vorsichtigen Hinweis zur Zweitmeinung auch weisen.

Hab die alten Stränge ebenfalls gelesen und sogar noch ein größeres Maß der GM vor der Embo gefunden. Ich seh da besonders auch die Dauerbelastung der umliegenden Organe.

:)*

M2ama (L+is;chxen


@ Silberbraut,

ich hatte ja auch riesiges Glück, denn mein Myom war gerade dabei zu entarten. Ein solch explosionstartiges Wachstum hatte bei mir niemand erwartet.

Inzwischen habe ich auch die alten Posts gelesen. Natürlich ist es einer jeden Patientin selbst überlassen zu entscheiden. Ich habe mich GsD gerade noch rechtzeitig richtig entschieden. Ok, bei mir kamen noch die wiederholten schleten PAP-Werte hinzu, aber diese hätte man wahrlich weiter beobachten können. Das Drama ist doch: "10 Ärzte, 10 Meinungen."

Sdtgellax80


Ein zuviel an Progesteron kann ebenso, wie bei synthetischem Gestagen Dauerblutungen auslösen.

Hast du für diese Behauptung irgendwelche zuverlässigen Quellen??

@ luise4

Falls dich die natürliche Hormontherapie dennoch interessiert schau mal hier

[[http://www.dr-scheuernstuhl.de/index.htm]]

[[http://www.hormonselbsthilfe.de/]]

*:)

Sjtel:la8x0


Ein zuviel an Progesteron

Deshalb schrieb ich ja

Progesteron hat bei richtiger Anwendung

D.h. für mich Behandlung und Begleitung durch einen Arzt, der sich mit natürlicher Hormontherapie auskennt und nicht irgendwelche Selbstversuche.

MUama yLisc^he%n


@ Stella80,

Hast du für diese Behauptung irgendwelche zuverlässigen Quellen??

Diese "Behauptung" habe ich von mindestens 5 verschiedenen Fachärzten zu meiner Zeit, als ich unter Dauerblutungen litt erhalten.

D.h. für mich Behandlung und Begleitung durch einen Arzt, der sich mit natürlicher Hormontherapie auskennt und nicht irgendwelche Selbstversuche.

Sorry, aber falls Du mich mit den Selbstversuchen meinst, dann wüsste ich schon gern, wie Du darauf kommst. Meine Therapieversuche waren alle von Fachärtzen begleitet und gestützt !

Fakt ist, dass jeder Mensch ein Individuum ist, folglich reagiert jede Frau bei derselben Menge anders. Es gibt einen Arzt, der Dir Deine persönliche Dosis konkret beziffern kann. Das ist dasselbe wie bei den Angaben bspw. zur DMS. Die eine bekommt ihre Regel weiterhin, die andere nur gelegentlich und die nächste reagiert mit heftigen Dauerblutungen. Da ändert es nicht, ob natürliche Hormone oder künstliche Hormone.

Die von Dir propagierte richtige Anwendung kann man folglich nur durch probieren herausfinden, wobei hier fraglich ist, ob das Myom so lange wartet oder ob vorher schon eine Not-

Op wegen eines akuten Blutsturzes gemacht werden muss. Auch sollte man bedenken, wie Silberbraut schon schrieb, dass die umliegenden Organe durch den Druck beeinträchtigt werden. Je länger dies der Fall ist, umso größer das Risiko weiterer Schäden. Hinzu kommt das erhöhte Op-Risiko, wenn die Gb zu groß geworden ist (Bauchschnitt dann oft unumgänglich) und die allgemeine Schwächung durch den permanenten Blutverlust.

Hast Du selbst denn dieselben Probleme mal gehabt oder sprichst Du das nach, was Du gelesen/gehört hast?

Meine Erfahrungen sind nämlich die, dass es sehr wohl auch Ärzte gibt, die alles daran setzen erst einmal so viel Geld wie möglich mit einer Patientin zu verdienen, bevor dann endlich geholfen wird. Das habe ich leider auch selbst erfahren. Im vorigen Jahr musste ich nach Jahren vertretungsweise wieder zu einem meiner alten Gyns. Dieser war empört, dass ich sooooo radikal operiert wurde. Er wollte allen Ernstes, dass ich wieder zu ihm komme. Er würde mir einen Psychotherapeuten an die Seite stellen und alle 3 Monate wollte er mich sehen wegen der Vorsorge, weil ich ja seit jahrzehnten so schlechte Pap-Werte hatte. Hallo? Welche Vorsorge denn? Wegen der Pap-Werte benötige ich wahrlich keine Vorsorge mehr!

Viele liebe Grüße

SJtellba8x0


@ Mama Lischen

Diese "Behauptung" habe ich von mindestens 5 verschiedenen Fachärzten zu meiner Zeit, als ich unter Dauerblutungen litt erhalten.

Also keine zuverlässige Quelle.

Das Problem an der Sache ist, dass sich die meisten "Fachärzte" überhaupt nicht mit einer Anwendung von Progesteron auskennen, weil es nicht der Weg ist, den die Schulmedizin verfolgt. Nur ein engagierter Arzt, der sich selbst damit auseinandersetzt und sich dahingehend weiterbildet, kennt sich damit aus. Das liegt unter anderem daran, dass sich mit der Verordnung von Progesteron eben leider kein Geld machen lässt. Deshalb ist auch keine Pharmafirma daran interessiert, dass mehr Ärzte Progsteron anwenden.

Ärzte, die mit Progesteron behandeln, können nämlich sehr wohl Erfolge bei Dauerblutungen vorweisen. Myome können sich zurückbilden oder ihr Wachstum wird gebremst. Es kann natürlich für eine Behandlung mit naturidentischen Hormonen auch schon zu spät sein. Das kann aber nur der Arzt herausfinden.

Ich habe oder hatte überhaupt nicht die Absicht, dich irgendwie zu kränken, noch war die Bezeichnung "Selbstversuch" auf irgend jemanden hier gemünzt.

Das ist dasselbe wie bei den Angaben bspw. zur DMS. Die eine bekommt ihre Regel weiterhin, die andere nur gelegentlich und die nächste reagiert mit heftigen Dauerblutungen. Da ändert es nicht, ob natürliche Hormone oder künstliche Hormone.

Und da genau ist dein Denkfehler. Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob du ein Hormon erhältst, das vom Bauplan her genau mit dem übereinstimmt, das dein Körper selbst produziert oder ein synthetisches, dessen Bauplan abweicht. Du kannst die Wirkungsweise von Progesteron und einem synthetischen Gestagen überhaupt nicht miteinander vergleichen. Das sieht man daran, dass eine Abtreibungspille ein Gestagen enthält, bei Kinderwunsch oder zum Erhalt der Schwangerschaft aber Utrogest (Progesteron) gegeben wird.

Hast Du selbst denn dieselben Probleme mal gehabt oder sprichst Du das nach, was Du gelesen/gehört hast?

Darf ich hier nur Tipps geben, wenn ich das alles schon mal selbst erlebt habe?? Du beurteilst doch das Progesteon auch, ohne es jemals genommen zu haben, oder ohne dich selbst über natürliche Hormontherapie informiert zu haben. Ich nehme Progesteron (Erstdosis nach Anweisung des Arztes, danach Anpassung durch "probieren", allerdings lag er mit der Erstdosis ziemlich gut) und habe mich davor gründlich darüber in medizinischer Fachlitieratur informiert. Und ich finde es nur richtig, dass eine Frau VOR einem irgendwie gearteten Eingriff informiert wird, dass es die Möglichkeit einer Therapie mit einem naturidentischen Hormon gibt (Normalerweise dauert es keine Wochen sondern Tage, bis die Dauerblutungen mit Progesteron nachlassen. Einen Telefonberatungs-Termin bei der Hormonselbsthilfe bekommt man sicherlich ziemlich schnell. Möglicherweise gibts sogar einen Arzt in der Nähe, der natürliche Hormontherapie anbietet. Man kann aus meiner Sicht deshalb sehr wohl in kurzer Zeit herausfinden ob das Progesteron hilft. Einen OP-Termin ohne dringende Indikation wird man auch nicht gleich morgen bekommen, die paar Tage Zeit hat man also).

Was luise4 oder andere betroffene Frauen mit solchen Informationen anfangen, bleibt natürlich ihnen selbst überlassen. Und sicherlich gibt es Frauen, bei denen eine Gebärmutterentfernung angeraten ist. Kein Zweifel. Ich finde es aber nervig, wenn hier beim Stichwort "natürliche Hormone" immer Antworten nach Schema "Hormone sind grundsätzlich scheiße egal ob synthetisch oder naturidentisch und eine Gebärmutterentferung ist das einzig Wahre" kommen.

Ich weise lediglich darauf hin, dass es solche Möglichkeiten gibt von denen leider viel zu wenig Frauen wissen. Und genau um eine solche Diskussion zu vermeiden, habe ich nur kurz darauf hingewiesen.

*:) *:) @:)

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