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Östrogendominanz? + verdickte Gebärmutterschleimhaut!

AlmySxummxers hat die Diskussion gestartet


Hi Leute,

ich hoffe ihr könnt mir bei meinem Anliegen vielleicht helfen.

Ich habe, wie ich für mich festgestellt habe, viele Symptome einer Östrogendominanz, also zB:

- Extremes Brustspannen nach dem Eisprung (wirklich extrem, da darf mich mein Freund nich anfassen so sehr tut das weh!)

- Sehr kurze Gelbkörperphase (<10 Tage)

- Eisprung sehr spät (~20 ZT)

- Depression bei Progesteronabfall während der Menstruation (geht immer so ca 7 Tage die Depression, dann, zum Zyklusende hin verschwindet sie gänzlich und kurz vor der Regel, also wenn der Progesteronspiegel am höchsten sein sollte, gehts mir einfach super!)

- Endometriumhyperplasie! (sehr verdickte Gebärmutterschleimhaut)

- STARKE Menstruationsblutungen (Super Plus Tampon hält eine Stunde)

- Lange Menstruationsblutungen

- Bei Konsum von Sojaprodukten (Phytoöstrogene): Weiße Haare!

- Ovulationstests (wo auf LH/FSH getestet wird) sind prinzipiell negativ. An den Tagen der höchsten Fruchtbarkeit bzw. des Eisprungs kann man unter einer sehr hellen Schreibtischlampe eine leichte sehr blasse zweite Linie erkennen, laut Herstelleranleitung ist das allerdings negativ zu deuten.

So. Zusätzlich tippe ich auf einen erhöhten Prolaktinspiegel, da bei mir vor kurzem eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert wurde (ist gerade in Behandlung, bin noch in der Einstellungsphase).

Ich war nun schon bei 5 verschiedenen Gynakologen, mit der Bitte, einen Hormonstatus machen zu lassen, und mir ggf. eine Behandlung mit Hormonen vorzuschlagen, im Speziellen mit Progesteron. Allerdings hat jeder dieser 5 Ärzte nicht nur eine Hormonuntersuchung abgelehnt, sondern auch noch mir erzählt, dass es so etwas wie Progesteronmangel oder Östrogendominanz nicht gibt. (Alles klar^^) Stattdessen wollte mir jeder die Pille auf Estrogenbasis anbieten (ich nehme keine Pille; habe schon mehrere Produkte ausprobiert, und allesamt führen zu furchtbaren Nebenwirkungen bei mir, daher lehne ich die Pille ab. Das, so finde ich, muss von Frauenärzten akzeptiert werden, denn es ist mein Körper, und meine Entscheidung.). Jedenfalls, würde eine Pille auf Östrogenbasis eine Östrogendominanz doch noch verschlimmern!

HAchja, ich weiß grad einfach echt nicht weiter; ich bin sicher dass ich eine Östrogendominanz und einen Progesteronmangel habe. Ich meine ich kenne die Zusammenhänge und was alles so imKörper abläuft, da ich selber Biologin bin.

Aber ich bin nicht dazu ausgebildet worden, Störungen/Erkrankungen konkret zu diagnostizieren oder zu behandeln, dazu brauche ich jemanden, der Ahnung hat. Leider haben die Ärzte, die ich aufgesucht habe, absolut gar keine Ahnung was o.g. Beschwerdebild angeht. Ich halte diese Ärzte für sehr inkompetent. Allerdings hilft mir die Erkenntnis der Inkompetenz dieser Ärzte nicht weiter, meine Beschwerden zu heilen.

Habt ihr vllt Tipps, wie ich einem Gyn klar machen kann, dass 'so etwas wie Östrogendominanz' in der Tat existiert; oder wie ich weiterhin mit meinen Beschwerden verbleiben soll? Ich muss definitiv hormonell behandelt werden, allerdings mit 'natürlichen Hormonen' , keinen künstlichen.

Gibt es jemanden, der ähnliche Symptomatik hat, wenn ja, wie seid ihr damit umgegangen bzw seid ihr bei eurem Arzt auf Verständnis gestoßen?

Achja noch was: Hatte heute wieder einen Gyn-Termin, dort wurde festgestellt, dass meine Gebärmutterschleimhaut extrem verdickt ist. Also in etwa so dick wie die Gebärmutter im Durchmesser selbst. Ich dachte immer, sowas muss dann ausgeschabt werden im KH? ...?

Kann ich denn einfach so ins KH gehen uns sagen dass das ausgeschabt werden muss, weil ich sonst wieder nächsten Monat verblute? (habe eine wirklih schlimme Anämie entwickelt durch die Blutungen – musste intravenöse Lösungen bekommen wegen dem Blutverlust)

Oder braucht man dazu eine Überweisung vom Gyn?

Sorry dass der Beitrag so lang geworden ist. Ich musste mal eben alles los werden^^

Ich danke euch schonmal für eure Antworten!!

Liebe Grüße, Amy

Antworten
S1tell|a8x0


Hallo,

ich habe, wie vor gut einem Jahr per Speicheltest festgestellt wurde, eine Östrogendominanz/Progesteronmangel. Ich behandle das seither mit einer Progesteroncreme und bin sehr zufrieden damit.

Die Hormonuntersuchung und die Verordnung der naturidentischen Hormone hat mein Hausarzt übernommen. Ich hab nämlich bisher keinen Gyn gefunden, der mir bzgl. Hormonen nicht nur Müll erzählt hätte (und mir KEINE Pille andrehen wollte).

Ich kann dir die Homepage der Hormonselbsthilfe von E. Buchner empfehlen. Es gibt dort auch Ärztelisten und man kann Speicheltests auf Hormone machen lassen (mit oder ohne ärztl. Auswertung). Allerdings muss man das dann selbst bezahlen. Zuerst wäre aus meiner Sicht mal Zyklusbeobachtung (Zervixschleim, Temperatur, Muttermund) sinnvoll. Daraus kannst du nach 3 Zyklen schon viel zur hormonellen Situation schließen.

Das Labor Ganzimmun in Mainz bietet auch Speicheltests an. Möglicherweise ist dein Hausarzt ja auch verständnissvoller/offener und verschreibt dir nach so einem Test die naturidentischen Hormone.

Ansonsten gibts auf der Homepage von Dr. Scheuernstuhl auch Ärztelisten. Allerdings behandeln Ärzte, die mit naturidentischen Hormonen behandeln, häufig nur privat. Speicheltests sind auch keine Kassenleistung.

miarEie-jxana


AmySummers

Mein Beileid. Kenn ich ALLES. Mein Gyn, von dem ich menschlich eigentlich sehr viel halte, hatte auch noch nie was von Östrogendominanz gehört. Ich bin mit Sicherheit schon Jahre damit rumgerannt. Auch selbst recherchiert und vor 2-3 Jahren stand das für mich bombensicher fest. Ich bin allerdings am Beginn der Wechseljahre. Da ist die hormonelle Situation auch oft so. Aber garantiert war ich als junge Frau auch schon der Typ "Progesteronmangelfrau". Mein Gyn hat zwar einen Hormonstatus gemacht, auch der Endo (Habe zusätzlich noch Hashimoto Thyreoiditis), mir wurde immer gesagt, alles supi, alles im Rahmen. Auch bin ich noch nicht in den Wechseljahren, der Östrogenwert wäre hoch. Bis ich mal zufällig gesehen habe, WIE hoch, und wie niedrig Progesteron dagegen. Ich habe meinen Gyn dann vor 2 Jahren daraufhin angesprochen. Wie gesagt, kannte er nicht, hatte er noch nie was von gehört ":/ . Und er müsste sich erstmal mit seinen Kollegen in xyz darüber beratschlagen. Keine Medikation. Also bin ich noch weiter 1 1/2 Jahre als Zombie durch die Gegend geschlichen. Und im Juni ging fast nichts mehr. Ich habe ihn regelrecht angefleht, mir zu helfen. Er hat innerhalb eines Tages einen Hormonstatus gemacht und andere Sachen (Eisen, Vitamin D ....) und eröffnete mir dann, dass mein Hormongleichgewicht verschoben sei: Östrogen sehr hoch, Progesteron zu niedrig. Endlich bekam ich Utrogestan (natürliches Progesteron) und war fast sofort wieder ein Mensch. Ehrlich. Jetzt nehme ich das 3 Monate und fühle mich rundum gut: energiegeladen, kann wieder schlafen, kein Schwindel mehr, Muskel- und Gelenkbeschwerden weg, mein Gewicht reguliert sich langsam....

Also Tipp: Nicht aufgeben, kümmere Dich selbst. Unterhalte Dich mit den Ärzten über dieses Problem. Verweise sie vielleicht auf Quellen. Wechsle zur Not die Ärzte so lange, bis Du einen kompetenten gefunden hast. Ein Tipp wäre vielleicht auch ein großes endokrinologisches Zentrum. Dort arbeiten mehrere Ärzte fachübergreifend zusammen. Gib mal "Endokrinologikum" ein. Ich war (allerdings wegen meiner Schilddrüsengeschichte - ist ja auch so'n Thema, mit dem sich viele Ärzte nicht gut auskennen) im August im Endokrinologikum in Berlin und bin sehr zufrieden.

A-mySu|mmerxs


Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für Euren Rat!!

@ Stella80:

Das mit Zyklusbeobachtung und Tempi messen morgens mache ich schon, das mach ich seit 6 Jahren, da das meine Verhütungsmethode ist (NFP). Da ist auch schon seit ein paar Monaten kein Eisprung mehr zu verzeichnen :-/ Aber danke für den Tipp! :-))

Ich bin erst 24, also noch lange nicht in den Wechseljahren, daher ist ja das Ausbleiben eines ES nicht die normale Tagesordnung denk ich ^^ xD

Danke für Deinen Tipp mit dem Hormon-Speicheltest! Ich hab mir jetzt einfach auch so einen online bestellt, nachdem ich deinen BEitrag gelesen hatte. Der kam gestern schon an (echt Blitzversand oder so^^ xD) und da heute mein 21. Zyklustag ist, passt das perfekt und ich hab den Test gleich mal gemacht. Den schicke ich dann Montag ab ...bin ja gespannt was da raus kommt. Ich schreib das Ergbenis dann hier rein xD

@ marie-jana:

hihi ich hab auch Hashimoto! xD bin aber gerade am Einstellen mit Thyroxin.

Ohjee tut mir leid für dich, dass es bei dir so ähnlich lief wie bei mir gerade...eine Leidensgenossin :)_ Aber ich bin froh dass es dir jetzt besser geht. ..Utrogestan sagst Du? Das merk ich mir mal und werde mal dann nach Testergebnis von heute, den entsprechend nächsten Frauenarzt darauf ansprechen. HAb ja schonwieder mir einen neuen Termin bei einem neuen Gyn besorgt, der ist Freitag nächste Woche. Vielleicht hat die ja Ahnung %-|

Uii Endokrinologikum Berlin? Ich wohne in Berlin, das wäre ja echt mal was. Ich hab zwar davon schon gehört, aber mir noch keinen Termin dort besorgt, weiß ehrlich gesagt auch nicht warum. Aber ich werd das dann mal machen. Ruf ich gleich Montag an, mal sehen wann ich einen Termin bekomme^^

Also auf jeden Fall vielen Dank Euch Zweien erstmal. Mir gehts gleich n bissl besser, wenn man einfach mal mit jemandem darüber reden kann, der entweder aufgrund eigener Erfahrung, oder aufgrund Fachwissen, darüber Bescheid weiß und das ernst nimmt und das nicht abweist als "non-existent". ..püh^^

Ich werde berichten was der Hormontest ergeben hat. Danke nochmal für den Tipp! Und auch für den Tipp mit dem Endokrinologikum. ...dat wird gleich next week in Angriff genommen xD

Ich wünsche ein angenehmes und erholsames Wochenende :-)

Liebe GRüße, Amy

mMarie<-ja nxa


Endokrinologikum in der Friedrichstraße. Hab auf meinen ersten Termin 2 Monate gewartet. Aber nach all den Jahren Ärzteodyssee war das dann auch nicht mehr wesentlich. Warum ? Hashimoto. Und Geschlechtshormone bestimmen sie mit Sicherheit auch, wenn Du Deine Beschwerden schilderst. Dort habe ich mich ernst genommen gefühlt. Und wenn Du erstmal drin bist, bekommst Du Empfehlungen für die Kontrollzyklen.Es braucht ja auch ne Weile, bis man bei Hashimoto so einigermaßen engestellt ist mit L-Thyroxin. Zu Utrogestan findet man im I-net ne Menge.

Ja, berichte mal. *:)

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