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Freiwillige Gebärmutterentfernung möglich?

Aanna-4Er[nestixne hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe mich hier durch einige Fäden gelesen, aber meine "Problematik" habe ich noch nicht entdecken können. Ich bin jetzt 25 Jahre alt und in einer glücklichen Partnerschaft. Wir möchten bald zusammen ziehen und planen innerhalb der nächsten 5 Jahre 2 Kinder. Ich hatte schon immer den Wunsch, mir die Gebärmutter entfernen zu lassen, wenn ich mit der Familienplanung abgeschlossen habe. In meiner Familie gab es mehrere Krebsfälle! Meine Oma, ihre Schwester, mein Onkel und meine Mutter. Mein Onkel und meine Mutter sind dem Tod von der Schippe gesprungen, doch meine Oma und deren Schwster starben mit jeweils 42 und 45 Jahren. Bei den Frauen begann der Krebs jedes mal in der Gebärmutter und nun habe ich Angst, dass das auch mir passiert. Auch hätte eine Entfernung den Vorteil, dass ich nicht mehr verhüten müsste und keine Blutungen mehr hätte. Meine Fragen sind: Was meint ihr, gibt es Ärzte die unter solchen Aspekten einer 30-Jährigen den Uterus entfernen? Und gibt es auch Nachteile durch die Entfernung?

LG A.E :-)

Antworten
C#olchi*cixn


So eine Hysterektomie hat aber auch genug Nachteile, darüber solltest du dich auch mal informieren. Wenn du weoßt, dass dein Risiko erhöht ist, würde ich dementsprechende regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen machen, um zu gewährleisten, dass es erkannt wird, wenn da was ist.

Verhüten geht ja auch anders ;-) Mit ner Spirale hat man zBsp auch mehrere Jahre keine Sorgen was Verhütung angeht.

AKleon-or


Ich bezweifel eher das du da eine Gebärmutterentfernung angeboten bekommst. Auch nach abgeschlossenem Kinderwunsch wird die GM nicht überflüssig und nimmt noch Aufgaben wahr.

Hast du denn mal mit deinem Frauenarzt über deine familiäre Vorbelastung gesprochen? Der kann dir bestimmt entsprechende Früherkennungsuntersuchungen empfehlen.

sZilb*erbrxaut


Bei den Frauen begann der Krebs jedes mal in der Gebärmutter

Wenn damit Gebärmutterkörperkrebs gemeint ist, könntest du [[http://www.krebsgesellschaft.de/db_gebaermutterkoerperkrebs_ursache_und_risikofaktoren,4174.html hier]] die Risikofaktoren nachlesen und ggf. mit deinem FA Früherkennungsmaßnahmen besprechen. Dennoch glaube ich nicht, dass dir ein Arzt ohne jeglichen Verdacht ein gesundes Organ entfernt.

Auch hätte eine Entfernung den Vorteil, dass ich nicht mehr verhüten müsste und keine Blutungen mehr hätte.

Das sind, zugegebenermaßen, angenehme Nebeneffekte. Sie sollten aber niemals tragender Teil der Entscheidung zur Hysterektomie sein.

:)*

sHilbRerabra-ut


Sie sollten aber niemals tragender Teil der Entscheidung zur Hysterektomie sein.

Zumindest so lange es sich um ein normales Blutungsverhalten handelt.

A:njna-EDrnestOine


Leider habe ich unter einer Spirale keine normale Blutung und hormonell kann ich auf lange Dauer auch nicht verhüten, da ich dann (trotz mehrmaligen Pillenwechsels) unter furchtbaren Nebenwirkungen leide. Auch sonst ist meine Blutung übrigens kein Zuckerschlecken. Ich würde die OP auch selbst bezahlen, möchte aber das Krebsrisiko nach der Familienplanung auslöschen. Ich habe schon mit einem Arzt darüber gesprochen, der lehnt es aber zu jedem Zeitpunkt ab. Ich verstehe nicht, warum unter diesen Voraussetzungen die freiwillige Entfernung nicht möglich ist!

SKchmildti70


Hallo!

Mich betrifft es zwar nicht, aber ich kenne Jemanden, die sich aus genau diesem Grund die Brust hat abnehmen lassen (wurde plastisch wieder aufgebaut) und die Gebärmutter hat entfernen lassen.

Soweit ich weiß, wurde bei ihr die genetische Vorbelastung nachgewiesen, Mutter und Oma sind jeweils früh an Krebs erkrankt...

Mehr Details kenne ich aber nicht..Also, wie das entschieden wird.Ich weiß nur, dass es auch psychisch kein Zuckerschlecken war...Trotzdem ist sie jetzt mit dieser Entscheidung absolut zufrieden und würde sich auch wieder so entscheiden. Sie ist in den Dreißigern, Familienplanung ist mit 2 Kindern abgeschlossen...

Bezahlt (inkl. Brustaufbau) wurde alles von der gesetzlichen Kasse.

Man kann sich ja selbst schwer in eine solche Situation hineinversetzen, aber ich kanns trotzdem irgendwie nachvollziehen...

Alles Gute für Dich! @:)

gna~to


Wieso sollte sich ein Arzt jetzt verbindlich auf eine Aus-/zusage festlegen?

Bekomme doch erst mal die zwei Kinder und werde erst mal 30. Dann kannst du auf einer ganz anderen Grundlage das Gespräch suchen und argumentieren als jetzt. Bis dahin wirst du wohl eher Hilfe erhalten, wenn du das Thema Vorsorge bei den Ärzten thematisierst.

W_atecrlJi2


Meine Mutter hat das machen lassen müssen und es bringt halt doch einige Nachteile. Sie hat psychisch viel zu knabbern, denn obwohl kein Kinderwunsch mehr besteht, fühlt sie sich manchmal nicht mehr richtig als Frau. Sie meint auch, dass sie manchmal "spürt" wie die GM fehlt, also so als "Leere" im Bauchraum. Außerdem darf sie nichts mehr heben, was mehr als 5 Kilo wiegt, also Einkaufstüten tragen > geht nicht mehr. :|N

Ist doch ne ziemliche Einschränkung...

Außerdem... kann mir auch nicht vorstellen, dass man bei permanenter Scheidentrockenheit (weil kein Zervixschleim mehr...) noch so viel Spaß am Sex hat, auch wenn man dann immerhin nicht mehr verhüten muss. Es gibt zwar Cremes und so, aber sicherlich ist das ja trotzdem nicht wie "normal". ":/

Als deine Oma jung war, war doch die Medizin noch nicht so weit wie heute, also ich denke mal gegen den Krebs kann man sicher auch so Maßnahmen ergreifen. Du kannst dich ja bei der Vorbelastung regelmäßig untersuchen lassen. :)z Und zur Verhütung gäbs ja auch noch die Möglichkeit einer Sterilisation.

A\nnaO-Er%nestinxe


Eine Sterilisation ist auch ein operativer Eingriff und wenn ich mich schon unters Messer lege, möchte ich mehr davon haben, als nur nicht mehr fruchtbar zu sein. Es geht mir ja in erster Linie um das Krebsrisiko und die Monatsblutung. Klar gibt es heute bessere Möglichkeiten Krebs zu behandeln, aber ich möchte ihn erst gar nicht kriegen! Chemo und notfallmäßige operative Eingriffe sind wohl erheblich stressiger und gefährlicher für den Körper als eine vorsorgliche Entfernung des Uterus.

~3y~EWremit~~y~


Sie meint auch, dass sie manchmal "spürt" wie die GM fehlt, also so als "Leere" im Bauchraum. Außerdem darf sie nichts mehr heben, was mehr als 5 Kilo wiegt, also Einkaufstüten tragen > geht nicht mehr.

Also ich hatte eine Bekannte, die ihre Gebärmutter im Alter von 30 Jahren hat enfernen lassen, wegen Myomen. Diese Frau schleppt Waschmaschinen. Die merkt da nichts von, dass da mal eine Gebärmutter war. Also ich meine, das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Wieso kann man bei fehlender Gebärmutter nichts Schweres mehr tragen? Die hat doch damit gar nichts zu tun. Außer vielleicht direkt nach der OP.

Welche Nachteile erwarten eine Frau denn nach Entfernung? ":/

Also ich habe meine Gebärmutter noch und will sie auch behalten.

Aber die Threadstellerin kann ich gut verstehen, und ich würde ihr zustimmen, sich das Organ schon zu Zeiten herausnehmen zu lassen, wenn es noch nicht befallen ist.

Wie ist das denn eigentlich? Wenn vermehrt in einer Familie z.B. Gebärmutterkrebs auftritt und sich jemand das Organ noch gesund herausnehmen lässt, kann derjenige dann woanders Krebs bekommen? Betrifft die Veranlagung immer Krebs allgemein oder gibt es auch Veranlagungen nur für ein Organ?

Ich meine, wenn die TE dann woanders Krebs bekommen könnte, wegen der Veranlagung, dann kann sie ihre Gebärmutter auch auf gut Glück drin lassen. Dann würde sich der Aufwand nicht lohnen. ":/

C*olFchitcixn


Leider habe ich unter einer Spirale keine normale Blutung

Darf ich mal fragen was du damit meinst und was für SPiralen du getestet hast?

ANsigxa


Hi Anna-Ernestine,

ich kann dich verstehen. Aber auch von mir ein "bekomme deine zwei Kinder und schau dann weiter".

Vielleicht würde es dann einen Arzt geben, der eine OP befürwortet. Vielleicht hast du deine Meinung dann auch geändert. Aber jetzt ist doch eh alles noch Theorie.

A|nnau-Erntesxtine


Ich hatte kurzzeitig eine Kupferspirale, die ich aber 2 Monate später wieder entfernen ließ, da ich dachte, dass ich sonst draufgeh! {:(

Die Kupferkette wollte mir mein Arzt dann auch nicht legen. Aber es geht mir ja nicht um Verhütung...da habe ich erstmal eine Lösung! :)z

Übrigens fänd ich es schon beruhigend, hier von einem ähnlichen Fall zu hören, wo die Entfernung durchgeführt wurde. Ich würde mich dann einfach wohler fühlen!

Ich hatte übrigens auch schon Zysten! Zählt das auch als Argument?

B'at{er< W.


Da eine OP ein Eingriff ist, der enorme Risiken birgt, wird er vermutlich nicht an einem gesunden Organ durchgeführt. Es muss eine entsprechende Indikation vorliegen.

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