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Frauenarzt fragt nach Sexualität

m,e_Dbec=cxi hat die Diskussion gestartet


Hey,

mir ist aufgefallen, dass mein Frauenarzt immer, wenn ich zu den beiden Vorsorgterminen im Jahr gehe, danach fragt, wie meine Sexualität läuft ":/ Mir ist es oft etwas peinlich, das zu beantworten und ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, was ich sagen soll.

Ist das bei euch auch Usus, bzw. fragt eurer euch das auch?

Antworten
f>elisx92


Vor ein paar Jahren, als junges Mädchen, wurde ich von meiner Frauenärztin bei jeder Untersuchung gefragt, ob ich schon Sex hatte, etc.

Aber in den letzten Jahren gabs die Frage eigentlich nicht mehr. ;-D

C!olchOicixn


Meine FÄ fragt das nicht. Viele FAs sind aber eben auch Ansprechpartner für sexuelle Probleme von Frauen – deswegen fragt deiner wohl gezielt. Wenn du das nicht möchtest, sag ihm das doch einfach ;-)

d7jivnax.


doch, meiner fragt das eigentlich auch fast immer.. aber eher in dem sinn, ob alles ok ist, ich schmerzen bei irgendwas habe, etc.

(und ich bin kein kleines Mädchen sondern Mitte 20)

ich sag darauf eigentlich immer nur "alles gut" und damit hat sich das auch wieder.. du musst das ja auf keinen fall näher ausführen

z\uends;toff


Ich finde diese Frage, gerade wenn sie von einem männlichen Gyn kommt, schon etwas übergriffig und habe das auch noch nie erlebt bei den diversen VertreterInnen der Zunft, denen ich im Lauf meines Patientenlebens schon begegnet bin. Als Arzt sollte man davon ausgehen, dass man es bei den Patienten mit erwachsenen Leuten zu tun hat, die es schon sagen, wenn sie ein Problem haben, bei dem seine Medizinerkompetenz hilfreich sein kann.

Ich würde auf die Frage so etwas antworten wie: "Alles in Ordnung, sonst würde ich das schon thematisieren." Das weist höflich in die Schranken.

NlanYnix77


Also meiner fragt schon auch, aber auch eher in dem Sinn von ob alles ok ist oder ob ich irgendwelche Beschwerden habe.

Fand das noch nie komisch oder gar übergriffig. Ich mein ich gehe ja wegen meinem Unterleib dahin. ;-) ;-D Zur Vorsorge und zur Lagekontrolle der Spirale, da ist doch die Frage ob man Beschwerden hat, evtl eben auch beim Sex, kein Problem.

Sbunflowexr_73


Ich habe eine Ärztin – und die fragt auch nach (Verhütungsbedarf, Schmerzen/Blutungen,...). da diese Ärzte nun mal erster Ansprechpartner bei Problemen sind, halte ich es für angemessen. Im Übrigen wird medizinischem Personal (Ärzten, Therapeuten) auch beigebracht, das Thema explizit anzusprechen, um die Hemmschwelle zu senken. In der Annahme/aufgr. Forschungsergebnissen, dass Patientin sich auch bei Problemen sehr schwer tun, diese von sich aus anzusprechen.

Eine kurze Nachfrage soll daher den Weg zu einem Gespräch ebnen, wenn wirklich Probleme vorliegen. Und wenn nix ist, kann man auf eine entsprechende Frage ja mit einem einzigen Wort antworten.

Wer eine entsprechende Frage von einem männlichen Gyn als übergriffig empfindet, sollte sich wohl besser eine Ärztin suchen.

WNolf g$ang


Ich schreibe hier mal als Mann:

Eben komme ich von meiner Vorsorgeuntersuchung beim Urologen. Selbstverständlich fragt er, ob beim Sex alles in Ordnung sei. Der Spezialist für Geschlechtsorgane beim Mann / Frau muss doch auch nach geschlechtlichen Funktionen fragen. Das erwarte ich vom Facharzt. Wer das nicht mag, kann es ihm ja freundlich sagen. Andrerseits ist es schon bei manchen Patienten so, dass sie es nicht wagen diesebezügliche Probleme von alleine anzusprechen. Ein kleiner "verbaler Schubs" des Arztes ist dann nicht übergriffig, sondern hilfreich.

Bei Nonnen oder Mönchen fände ich die Frage tatsächlich unangemessen.

Hki3natxa


Ist die Frage nur übergriffig, weil sie von einem Mann kommt? Ist sie es auch, wenn die Frage von einer homosexuellen Ärztin kommen würde?

(Kurzer Denkanstoß)

Meine FÄ hat mich das auch immer gefragt, vor allem weil ich mal in Beziehungen war, dann wieder nicht. Und ja, ich finde auch dass es die Hemmschwelle senkt, mir fällt es leichter auf eine Frage zu antworten, als es von selbst anzusprechen. Schlimm oder gar übergriffig finde ich es nicht. Außer wenn es in Details gehen sollte, das geht die andere Person ja nun nichts an.

Kjamikauzi0x815


Kommt aber auch drauf an, wie die Frage formuliert ist "Alles in Ordnung oder haben Sie Beschwerden" ist etwas anderes, als "Wie läufts denn mit dem Sex?".

Und letztere Frage möchte ich eigentlich von keinem FA gestellt bekommen, egal, ob männlich oder weiblich.

W^olfgxang


... und wenn ich gerade keine Problem mit dem Sex habe, dann kann ich ja einfach "nein" sagen, aber es gibt mir die Sicherheit, dass ich bei diesem Arzt sprechen könnte, wenn es denn ein Problem irgendwann mal gäbe.

POIxA


Mein FA fragt immer recht allgemein ob ich noch irgendwelche Probleme/Sorgen/Fragen hätte.

UND er hat mich bei einem "sexualanatomischen" Problem beraten und das ganz sachlich er- bzw. geklärt.

Da gehören natürlich 2 dazu, erstmal muss der Patient (also ich) dazu bereit sein und der Arzt/die Ärztin muss soviel Kompetenz, Sympatie und Seriösität ausstrahlen dass ich auch Lust habe ihm das zu erzählen.

Ich finde diese Frage, gerade wenn sie von einem männlichen Gyn kommt, schon etwas übergriffig

Dass kann ich jetzt garnicht nachvollziehen, allerdings scheint hier die Grenze zwischen der Empfindung "mein (männlicher) Arzt betreut mich gut und macht seine Arbeit" und "der will sich an mir aufgeilen" bei manchen zu verschwimmen {:( %:|

SJun+flo,wer_7x3


WIE der Arzt die Frage stellt, ist doch auch Typsache. Wenn die Formulierung dann zum üblichen Verhalten des Arztes passt, ist auch gegen eine weniger steife Fragenformulierung nix einzuwenden. Der ine Arzt ist halt steifer und formeller als der andere. Meine Meinung.

dljixna.


Kommt aber auch drauf an, wie die Frage formuliert ist "Alles in Ordnung oder haben Sie Beschwerden" ist etwas anderes, als "Wie läufts denn mit dem Sex?".

vielleicht ist dem Arzt das gar nicht klar, dass er die frage etwas unangenehm stellt und wenn ihm das niemand sagt, wird er das auch nicht ändern.

manche menschen sind einfühlsamer als andere, deswegen sollte man sich auch einen Arzt suchen, bei dem man sich wohl fühlt :-)

KAamipka5zi08B15


WIE der Arzt die Frage stellt, ist doch auch Typsache. Wenn die Formulierung dann zum üblichen Verhalten des Arztes passt, ist auch gegen eine weniger steife Fragenformulierung nix einzuwenden. Der ine Arzt ist halt steifer und formeller als der andere. Meine Meinung.

Ja, das kann schon Typsache sein, für meine Wahrnehmung aber ein für mich unangenehmer Typ. Wenn ich zum Frauenarzt muss, muss da auch keine Kaffeekränzchen-Atmosphäre herrschen. Ich fand einen FA auch ziemlich unangenehm, der mich während der Untersuchung über mein Studium vollgequatscht hat, dafür aber seine Untersuchung nur zu 1/3 erfolgreich durchgeführt hat. Das war bestimmt auch nur nett gemeint, möchte ich bei einer ärztlichen Untersuchung aber auch nicht haben.

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