» »

Brust-OP wegen Krebsangst: Angelina Jolie macht es öffentlich

NIaide^e


nein, natürlich sind sie das nicht. Aber es ist mit ein Argument, neben biologischen Aspekten. Ich finde es halt gut, das es die Möglichkeit überhaupt gibt. Wäre bei anderen Krebsarten auch sinnvoll. Auch wenn man da, je nach Organ halt nur überwachen kann, um möglichst gut zu reagieren. Wenns dann noch nützt. Ach warum darf nicht jeder möglichst gesund alt werden. Sterben müssen wir leider alle mal, kommt aber immer darauf an, wie und wann.

Ich kann es verstehen, dass man eine solche Operation durchführen lässt, um dem Krebs zu entgehen. Aber für viele Frauen ist die Brust ein extrem wichtiges Sexualorgan/erogene Zone. Ach wenn man die Brustwarze erhalten kann, hätte ich doch Angst davor, dass wichtige Nervenbahnen zerstört werden.

D*iJeKrucemi


Ich kann es verstehen, dass man eine solche Operation durchführen lässt, um dem Krebs zu entgehen. Aber für viele Frauen ist die Brust ein extrem wichtiges Sexualorgan/erogene Zone. Ach wenn man die Brustwarze erhalten kann, hätte ich doch Angst davor, dass wichtige Nervenbahnen zerstört werden.

Das Argument hat sicher sehr viel Gewicht, wenn es um die befürchteten Nebenwirkungen bei Brustvergrößerungen geht. Ich bin mir jedoch sehr sicher, dass von der Gen-Mutation Betroffene an diesen Aspekt kaum einen Gedanken verschwenden. Was nützt dir eine erogene Zone, die dich mit hoher Wahrscheinlichkeit umbringen kann? Du fängst an, deine Brust zu hassen und als Bedrohung für dein Leben zu betrachten, viele Frauen können Liebkosungen der "potentiell gefährlichen" Brust ohnehin nicht ertragen etc.

NVaidexe


Du fängst an, deine Brust zu hassen und als Bedrohung für dein Leben zu betrachten, viele Frauen können Liebkosungen der "potentiell gefährlichen" Brust ohnehin nicht ertragen etc.

Das ist ein interessanter Aspekt. Ich habe im Gespräch mit Brustkrebspatientinnen mal festgestellt, dass diese Frauen ihre Brust überhaupt nicht als erogene Zone empfinden und auch vor der Erkrankung nicht als solche empfunden haben.

Es wäre auch mal interessant zu wissen, ob gesunde Männer sich z.B. den Penis, Prostata oder Hodensack entfernen lassen würden, wenn man mit über 80%iger Sicherheit bestimmen könnte, dass sie an Krebs erkranken würden.

Seilbe,rmondaSuxge


Es wäre auch mal interessant zu wissen, ob gesunde Männer sich z.B. den Penis, Prostata oder Hodensack entfernen lassen würden, wenn man mit über 80%iger Sicherheit bestimmen könnte, dass sie an Krebs erkranken würden.

Bestimmt nicht. Manche ja, aber nicht viele.

Übrigens, irgendwo am Rande habe ich gelesen dass bei Angelina Jolie auch die Entfernung der Eierstöcke im Raum stünde. Dazu möchte ich auch mal was schreiben:

Ich kenne ein paar Frauen, bei denen was an der Gebärmutter war - nicht mal unbedingt Krebs, vielleicht ein schlechter PAP-Wert. Wenn die Frauen keine Kinder mehr wollten, klar (klar?) - Gebärmutter raus. Und im allgemeinen wurde dann auch noch vorgeschlagen, Eierstöcke auch mit raus, könnte da ja auch mal Krebs kommen. Bei sowas möchte ICH schreien.

D)iYeKr5uexmi


Gibt es echt Gyns, die ohne medizinische Indikation in den letzten 20 Jahren bei Frauen (noch dazu vor der Menopause) die Eierstöcke entfernt haben? Das bedeutet ja in der Regel nachfolgende Hormonersatztherapie. Bei uns in der Klinik wäre das nie passiert!

Bei einer BRC1-Genmutation ist es etwas völlig anderes, aber das wurde hier ja nun schon zu Genüge erklärt.

gMwendbolynxn


Ich habe im Gespräch mit Brustkrebspatientinnen mal festgestellt, dass diese Frauen ihre Brust überhaupt nicht als erogene Zone empfinden und auch vor der Erkrankung nicht als solche empfunden haben.

Auch wenn es überhaupt nicht logisch ist (nachdem man die Zusammenhänge kennt, die kannte ich ja vor dem Lesen des Fadens hier nicht), ich empfand die Aussage, seine eigenen Brüste als "tickende Zeitbombe" zu sehen, irgendwie als gegen den eigenen Körper verletzend ....

gawen(dolyxnn


Ihr müsst mir das jetzt nicht nochmal erklären, ich habe es inzwischen verstanden ;-)

auch wenn ich keine Ahnung hab, wo mein IQ liegt

DvieKruxemi


Auch wenn es überhaupt nicht logisch ist (nachdem man die Zusammenhänge kennt, die kannte ich ja vor dem Lesen des Fadens hier nicht), ich empfand die Aussage, seine eigenen Brüste als "tickende Zeitbombe" zu sehen, irgendwie als gegen den eigenen Körper verletzend

du, das sehe ich aber auch so. Ich empfinde viel Mitleid mit den Frauen, die aus Angst und Sorge ein völlig zerrissenes Verhältnis zu ihrem Körper haben. Es ist einfach erstmal sehr "unnatürlich", Teile seines Körpers abzulehnen, los werden zu wollen, zu hassen etc,-- mal unbeachtet, ob es dafür gute Gründe gibt. Häufig haben die Frauen mit ihren rekonstruierten Brüsten wieder ein normales Körpergefühl, weil die Bedrohung weg ist, und genießen ihr Dasein wieder.

KExhe


Ich finde ihre Entscheidung für die Amputation und den Gang in die Öffentlichkeit mutig. Dass eine präventive Ausräumung mit anschließendem Wiederaufbau anscheinend viel negativer aufgenommen wird, als die unzähligen Silikonwunder, finde ich schon sehr befremdlich. ":/

S\ilbKermo;ndauZgxe


@ dieKruemi

Gut, die Frau war "schon" 52 Jahre alt aber ich finde, das ist egal.</p>
<p>Die "Indikation" war entweder GEbärmutter- oder Gebärmutterhalskrebs, das weiß ich nicht mehr ganz genau, aber an den Eierstöcken war nichts aber man hat ihr empfohlen, die gleich mit wegoperieren zu lassen. Grund "falls dann was mit den Eierstöcken wäre dann müsste man nochmal operieren so ist alles in einem Aufwasch"</p>
<p>Sowohl die Frauenärztin als auch der Arzt in der Klinik waren dieser Meinung. Oder sie hat mir doch nicht alles erzählt.</p>
<p>Ist ca 5-6 Jahre her.</p>
<p>Von meiner Mutter kenne ich auch so Stories, aber die können über 20 Jahre her sein. Meine Mutter sagte mal zu mir, die Ärzte würden immer GM und Eierstöcke entfernen, da könnte eine Frau gar nichts dagegen machen.

_iBli zza_


Zum Thema – ich finde das Vorgehen von A.J. auch richtig und absolut nachvollziehbar, sowohl Entfernung und WiederaufBau als auch ihren Artikel :)^

@ Silbermondauge

Als selbst Betroffene und mit der Materie Vertraute empfinde ich deine Aussagen zur Gebärmutter- und Eierstockentfernung als nicht zutreffend und plakativ.

Ich musste nach drei Konisationen und über Jahre rezidivierenden schlechten Pap-Werten meine Gebärmutter entfernen lassen, wobei die Histologie hinterher zeigte, dass bereits ein mikroinvasives Karzinom vorhanden gewesen war. Zum großen Glück für mich wurde die OP grad noch rechtzeitig durchgeführt, so dass ich keine weitere Behandlung brauchte. Ich muss aber regelmäßig zur onkologischen Nachsorge.

Von einer vorsorglichen Eierstockentfernung war dagegen nie auch nur ansatzweise die Rede bei mir, auch wenn der beginnende Tumor, der bei mir gefunden wurde, als aggressiv gilt und betroffene Frauen in einem späteren Stadium als meinem idR einer umfassenden Wertheim-OP unterzogen werden.

Auch kenne ich keinen Fall, in dem einer Frau nur wegen eines schlechten Pap-wertes die GM oder gar die Eierstöcke entfernt wurden.

Ich weiß dagegen von vielen (insbesondere auch jungen) Frauen, die am Zervix-Karzinom verstorben sind. Man sollte daher wie auch beim Thema Brustkrebs vorsichtig sein mit pauschalen Aussagen.

Es gibt auch Frauen, die aus großer Angst vor GM-HalsKrebs ihre GM entfernen lassen möchten, weil es in der Familie schon Todesfälle wegen Zervix-Karzinomen gab. Auch wenn es hier kein Gen gibt bzw eigentlich feststeht, dass das Zevix-Ca nicht "vererbbar" ist, sollte man die Ängste solcher Frauen ernst nehmen, vor allem wenn wirklich High-Risk-HPV und stagnierende Dysplasien vorhanden sind.

Ich bin absolut kein Fan von vorschnellen operativen Eingriffen, aber wenn diese indiziert sind wie bei A.J. sollte frau nicht zögern. Mir wurde die GebärmutterEntfernung auch schon früher von mehreren Gyns vorgeschlagen, bzw ich habe mich dann zunächst jeweils für eine Konisation entschieden, aber letztendlich hatten die Hysterektomie-Befürworter bei mir absolut recht gehabt, zumal mein Karzinom weit oben im GM-HALS saß und mittels des Pap-Testes gar nicht feststellbar gewesen war.

A leon{oxr


[[https://9gag.com/gag/aNryZGG Brilliant Ad]]

G4ourmxeta


Die, vornehmlich männlichen, Kommentare darunter sind aber mehr als :(v

E[hemlaligerz NutzWer (!#3536x55)


Es wäre auch mal interessant zu wissen, ob gesunde Männer sich z.B. den Penis, Prostata oder Hodensack entfernen lassen würden, wenn man mit über 80%iger Sicherheit bestimmen könnte, dass sie an Krebs erkranken würden.

Der Penis ist mit den Brüsten der Frauen nicht gleichzusetzen.

GMourqmxeta


Trotzdem ist die Frage interessant. So habe ich das noch gar nicht gesehen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gynäkologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Kinderwunsch · Schwangerschaft · Sternenkinder · Verhütung · Wechseljahre · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH