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Brust-OP wegen Krebsangst: Angelina Jolie macht es öffentlich

m-nef


Oder mal weitergeführt: Lässt man als überfürsorgliche/-ängstliche Mutter seine Tochter dann auch auf das Gen testen ? Und wenn sie es hat – was dann ? Sagt man dann als Mutter, sobald sie in die Pubertät kommt und sich freut, dass da endlich was anfängt zu wachsen wie bei den anderen Mädels "Gut, hab Spaß mit den Dingern, solange sie da sind aber überleg dir schon mal, wann dir die Amputation am besten in den Terminplan passt" ? Will eine Frau, die das Gen selbst trägt, überhaupt Töchter bekommen ? Man kann das Gen doch sicher auch schon am Embryo feststellen, nicht wahr ? Die Embryonen kann man dann ja aussortieren, oder ? Ich mein, wenn es der absoluten Brustkrebsprävention dient ...

Oh und ja, mir ist bewusst, wie zynisch das klingt. Und es ist auch genauso gemeint.

Das ist nicht sonderlich zynisch oder böse, sondern entbehrt in erster Linie einer fundierten Grundlage. Dir persönlich scheint es an der Fähigkeit differnzieren zu können zu mangeln, sonst würdest du nicht gebetsmühlenartig Handlung nach familieren Krebserkrankungen und eigener Gen-Diagnose mit blindem Herumschnippeln gleichsetzen. Wenn man nicht gerade Millionenschwer ist, dürfte man auf die Kostenübernahme der Krankenkasse angewiesen sein. Und die übernimmt den Gen-Test nicht für jedes kleine Mädchen einfach mal so.

-)CrazyMle;ni-


Gerade bei solchen medizinischen Fragen sollte es um Fakten, Wissenschaft und Vernunft gehen. Ich bin seit 15 Jahren Diabetiker

Und die Fakten sind in diesem Fall eindeutig. Oder riskierst du als Diabetiker gerne einen Zuckerschock und lässt den Traubenzucker zuhause, weil ja die Möglichkeit besteht, dass du keinen bekommst.

b=eetl<ejSuicxe21


gutes Argument Leni.... beim Diabetiker kann man halt nicht vom "Gliedmaßen verlieren" so ausgehen, aber du nimmst ja Insulin... man könnte es ja auch lassen, die Gefäße werden es schon überleben.... das wäre die richtige 1:1 übertragung.

Aber diese 50:50 methode merk ich mir.... also ist ein lotto gewinn, ein vom Blitz getroffen werden oder ein in einer sekunde tot umfallen auch immer 1:1 immerhin gibts immer ja und nein ;-)

S%peze'dyxse


Hallo, ich habe mir nicht den ganzen Faden durchgelesen, aber: ich bin auch eine Betroffene! Bei mir ergab nach zweimaligem Brustkrebs ein Gentest, dass ich zwar nicht an dem BRC1 leide, jedoch an einem weniger bekanntem Check2 Gen, welches immer wieder Krebs auslösen kann. Bevorzugt eben Brust bzw Darmkrebs :-/ ......Die erste Op war mit Amputation verbunden, die Zweite dann Brusterhaltend. Chemo und Bestrahlungen habe ich durchgezogen, eine Anti-Hormon-Therapie aus persönlichen gesundheitlichen Gründen jedoch abgelehnt.......Mir wurde von einer großen Berliner Klinik dringend empfohlen, mich alle 3 Monate einer Mammografie und MRT zu unterziehen für den rest meines Lebens........Aus psychischen Gründen beschloss ich jedoch mit meiner Onkologin, dass ich diese stressbegleiteten Untersuchungen aller 6Monate durchführen lasse........Denn eine Vorsorge gibt es eigentlich nicht, eben "nur" eine Früherkennung.........Ich denke, es muss eben jede Frau für sich selbst entscheiden, welche Maßnahmen für sie die "Richtigen" sind. Im Grunde gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur die Möglichkeit, sein Leben so zu gestalten, wie es für einen selbst lebenswert ist......Ich will damit sagen, dass ich mir vorsorglich nicht auch die andere Brust entfernen lasse, weil es für mich eben so richtig ist, wie ich es derzeit mache.........Und wenn es viele Frauen für richtig befinden, sich beide Brüste amputieren zu lassen, so ist es für sie eben das Richtige....Man kann doch niemanden verurteilen, weil er Dinge tut, die ihm "Sicherheit" geben.........

-bCrazsylReni-


aber du nimmst ja Insulin... man könnte es ja auch lassen, die Gefäße werden es schon überleben.... das wäre die richtige 1:1 übertragung.

:)z

D4ierKrxuemi


Unbehagen weckt weiterhin der Umstand, dass in gewisser Weise damit auch die Werbetrommel gerührt wird für einen bestimmten Berufsstand und es wieder mal um eine Menge Geld geht, die damit umgesetzt wird.

Das Unbehagen ist unbegründet. WENN die Frau sich nach Amputation wg Genmutation die Brust von einem plastischen Chirurgen aufbauen läßt, wird dies von der Krankenkasse nach DRG-System bezahlt. und das DRG-System ist auf Kostendeckung ausgelegt, d.h. der Erlös, den ein plastischer Chirurg dafür bekommt, ist deutlich geringer, als die Summe, die er von einer Selbstzahlerin bei OP aus rein ästhetischen Gründen nehmen kann und es auch tut.

e<nibgRmaJtic?16Q06


gutes Argument Leni.... beim Diabetiker kann man halt nicht vom "Gliedmaßen verlieren" so ausgehen, aber du nimmst ja Insulin... man könnte es ja auch lassen, die Gefäße werden es schon überleben.... das wäre die richtige 1:1 übertragung.

Gutes Argument ? Der Verzicht auf Insulin wäre ja ein Verzicht auf Behandlung. Ich habe jedoch nie davon gesprochen, den BK komplett unbehandelt und außer Acht zu lassen.

bieetle%ju7icex21


aber der verzicht auf insulin würde nur die gleiche schwere der probleme hervorrufen.... nämlich wirklich irgendwann den tod.

eDnigmKaticx1606


Letztendlich geht es mir persönlich nur darum, dass ich so eine Operation für einen letzten Ausweg halte, aber nicht für ne allererste Präventivmaßnahme.

b"eetl\ejujice2x1


wie gesagt bei ner vorsorge (die ja auch nur ne früherkennung ist) ist es oft schon zu spät... wenn man sich das auf der Zunge zergehen lässt, dann handelt man auch mal radikaler.

cmla6iret


Letztendlich geht es mir persönlich nur darum, dass ich so eine Operation für einen letzten Ausweg halte, aber nicht für ne allererste Präventivmaßnahme.

Im Moment ist diese OP für betroffene Frauen aber die einzig sichere Lösung. Engmaschige Untersuchungen bringen wegen der Aggressivität dieses Krebses keine Sicherheit.

Eines Tages mag das vielleicht anders sein und es wird bessere, weniger radikale Optionen geben. Solange können Frauen wie Angelina Jolie aber nicht warten, die jetzt ins gefährliche Alter kommen.

DhieKRrhuxemi


Gutes Argument ? Der Verzicht auf Insulin wäre ja ein Verzicht auf Behandlung. Ich habe jedoch nie davon gesprochen, den BK komplett unbehandelt und außer Acht zu lassen.

hast du hier im Faden den Bericht einer Betroffenen gelesen? die Form des Brustkrebses, der durch diese Genmutation verursacht wird, ist sehr invasiv und bösartig. wenn der Tumor die Größe erreicht hat, in der man ihn überhaupt erst entdecken kann, ist es für die Betroffenen häufig zu spät und sie werden sterben-selbst, wenn sie sich dann amputieren lassen. Denn der winzig kleine Tumor hat bereits in die inneren Organe gestreut. Er ist viel aggressiver, als z.B. hormoninduzierter BK es üblicherweise ist.

.Letztendlich geht es mir persönlich nur darum, dass ich so eine Operation für einen letzten Ausweg halte, aber nicht für ne allererste Präventivmaßnahme.

und genau das stimmt bei dieser Tumorform eben nicht. Hier rettet Früherkennung nicht das Leben, es gibt keine alternativen Präventivmaßnahmen.

mNnef


Hier rettet Früherkennung nicht das Leben, es gibt keine alternativen Präventivmaßnahmen.

Naja. Erkennung überhaupt – und natürlich frühstmöglich – kann natürlich das Leben retten, auch diese Tumorform ist kein endgültiges Todesurteil.

bueetle!j\uicex21


Nicht endgültig aber durchaus wahrscheinlich bzw wahrscheinlicher als bei jeder anderen krebs art

m-nTesf


Naja. Wahrscheinlichkeit daran zu sterben gibt es bei jeder Krebsform. Dass der erbliche Brustkrebs unter allen bekannten Krebsarten der schlimmste ist, ist ein bisschen gewagt.

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