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Brust-OP wegen Krebsangst: Angelina Jolie macht es öffentlich

A'leOoSnor


Der nächste logische Schritt angesichts der Vorbelastung.

B-el&lDa933


Bei mir wurde der gleiche Gendefekt festgestellt. Auch wenn dieser radikale bei mir noch 20 Jahre entfernet ist, macht es mir schon Mut. Was ich aber da teilweise für primitive Kommentare lese ("Ich hab Angst vor nem Hirntumor, soll ich mir jetzt das Hirn entfernen lassen?").. Einfach nur bescheuert.

B3e(lla9J33


Schritt*

LVittale-Dmcit-LoHtte


Mir hat die Früherkennung auch mein Leben und meine Gesundheit gerettet. Aber in diesem Fall bezog sich die Aussage doch nicht auf FrühErkennung allgemein, sondern auf den durch BRCA verursachten BrustKrebs, wo die Früherkennung leider schon zu spät sein kann, wenn ein selbst kleiner Tumor entdeckt wird.

Ganz genau. Und deshalb bezahlt die KK in Risikofällen auch den Test und die eventuelle OP.

Bei mir in der Familie gibt es 3 Brustkrebsfälle, davon 1 unter 50, alle sind über kurz oder lang daran verstorben. Und ich muss ehrlich sagen, ich kenne leider auch im Bekanntenkreis niemanden der wirklich geheilt wurde - bei einer Freundin meiner Mutter kam der Krebs jetzt nach 12 Jahren wieder und sie war innerhalb von 3 Monaten tot. Furchtbar.

Ich habe mich daher auch zum Gentest entschieden, sobald ich abgestillt habe.

S9hojxo


Was ich aber da teilweise für primitive Kommentare lese ("Ich hab Angst vor nem Hirntumor, soll ich mir jetzt das Hirn entfernen lassen?").. Einfach nur bescheuert.

Ich weiß auch nicht, woher manche Leute diese Sorte Gift nehmen, aber ich betrachte solche Kommentare als Sortierhilfe - man weiß gleich, auf wen man keine Zeit verschwenden muss. Bei mir in der Familie gibt es glücklicherweise keinerlei Tendenzen zu irgendeiner Sorte Krebs (die beiden einzigen, die in den letzten fünfzig Jahren an Krebs gestorben sind, haben sowohl in der Nähe eines Kernkraftwerks gelebt als auch beruflich unter nicht optimalen Sicherheitsvorkehrungen viel mit Chemikalien gearbeitet), aber ich habe miterlebt, was es mit dem Leben einer Familie macht, wenn ein enger Angehöriger schwer erkrankt und an dieser Erkrankung verstirbt.

Bei einem derart hohen Risiko, wie es bei bestimmten genetischen Prädispositionen besteht, handelt es sich nicht um "Krebsangst", sondern um eine sehr, sehr hohe Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, sehr viel höher als die Wahrscheinlichkeit, gesund zu bleiben, und sobald etwas festgestellt werden kann, ist es bei diesen Krebstypen oft schon zu spät. Ich selbst würde schon ab, 25, 30 Prozent Wahrscheinlichkeit überlegen, vorsorglich operieren zu lassen. Bei 90 Prozent hätte ich ganz sicher nicht gezögert. Wie man an den Kommentaren sieht, gibt es aber durchaus Leute, die das völlig absurd finden, sei es aus Mangel an Informationen oder aus anderen Gründen, die ich wirklich nicht nachvollziehen kann (damit sage ich nicht, es sei absurd, sich als Betroffener anders zu entscheiden - die Entscheidung eines anderen für die OP unter diesen Umständen aber derart anzugreifen ist jedoch wirklich bizarr). Entsprechend, wenn also weder Informationsstand noch Akzeptanz flächendeckend vorausgesetzt werden, finde ich Jolies Öffentlichmachung der ganzen Sache vollkommen nachvollziehbar und auch potenziell nützlich (Finanzierung der jeweiligen OPs ist dann noch was anderes, aber das ist eher dem Gesundheitssystem anzulasten als ihr). Und ich finde es auch sehr nachvollziehbar. Ansonsten hätte sie es unter großer Mühe unter Verschluss halten müssen, und wenn auch nur der kleinste Fetzen Information durchgesickert wäre, hätten die Klatschspalten sich das Maul darüber zerrissen, dass sie sich die Brüste machen lässt (hahaha, die hängen wohl, hahaha, doch nicht so perfekt, hahaha, Vorher-Nachher-Bilder, sind sie gemacht, sind sie nicht gemacht, bewerten Sie jetzt, hier die Ergebnisse einer Umfrage, was lässt sie als Nächstes machen, lässt sich der zweite Teil von Brangelina jetzt die Hoden straffen, hurra, Schlagzeilen, hier noch mehr Gift, da noch mehr Spekulation), und dann hätte sie das Gerücht hinnehmen, dementieren oder die Angelegenheit im Nachhinein ohnehin aufklären müssen. Wer eine "Person öffentlichen Interesses" ist, muss sich nicht zwingend vorwiegend Gedanken darum machen, ob er in den Schlagzeilen auftaucht, sondern auch, wie. Das Interesse ist ja nun mal eh da.

KRlein^eHe@xex21


Richtig, Shojo.

Dazu kommt ja noch, dass die Entscheidung, sich die Eierstöcke heraus nehmen zu lassen, sicher sehr gut überlegt war. Immerhin katapultiert einen das ja von einen Tag auf den anderen in die Wechseljahre. Und Angelina Jolie ist ja wirklich noch jung...

Das macht sie ganz sicher nicht, um Publicity zu bekommen. Deshalb sollte man mal erst nachdenken und dann schreiben...

Ehhem$aliger) Nutlzer> (#39x571)


Nach einem entsprechendem Vorgang in meiner Familie erlaube ich mir, auf folgende Fakten aufmerksam zu machen:

1. Nach einer Brustabnahme beidseits einschließlich der Mamille entfällt künftig jegliches Brustkrebs-Risiko.

2. Damit ist auch keine Mammographie mehr erforderlich.

3. Es sei davor gewarnt, mittels des Einbringens körperfremder Materialien wie Silikon einen Brustaufbau durchführen zu wollen, dies wegen der möglichen Folgen.

4. Es liegt allein am Geschick des Operateurs, ob nach der Operation die Narben im Brustbereich als befriedigend eingestuft werden können. Wer wissen will, wie dies anschließend aussieht, gebe in einer Suchmaschine als Suchbegriffe "ablatio mammae" ein.

5. Sofern beidseits nur die Brust abgenommen wird, gibt es später keine gesundheitlich negativen Auswirkungen. Allein dann, wenn zufolge der Diagnose Mammakarzinom nicht nur beidseits die Brust, sondern zusätzlich die axillaren Lymphknoten entfernt werden, gibt es teils massive Probleme.

6. Ganz entscheidend wichtig ist es, jeweils den Partner einzubeziehen, ob dieser bereit ist, einem künftig auch brustlos zu akzeptieren und zu wertschätzen.

SZhojxo


3. Es sei davor gewarnt, mittels des Einbringens körperfremder Materialien wie Silikon einen Brustaufbau durchführen zu wollen, dies wegen der möglichen Folgen.

Meinst Du nicht, dass diese möglichen Folgen jeder für sich abwägen sollte und es dafür keine allgemeingültige Antwort geben kann, unter anderem auch wegen der sehr unterschiedlichen Wichtigkeit von sichtbaren Brüsten für verschiedene Frauen?

S4p8eepdyse


Urs

Sicher ist es richtig, den Partner in seine Entscheidung mit einzubeziehen, aber schlussendlich ist es der Körper der betroffenen Frau. Und ein Partner, der dabei seine Frau nicht unterstützt, ist einfach der falsche Partner......Es ist schon schwer genug , wenn man diesen Weg einschlagen muss...... :-/

Wer nimmt denn schon freiwillig in kauf, an einer eventuellen Krebserkrankung durch dieses Gen zu sterben, nur weil der Partner die Frau nicht mehr als Frau sieht ":/

Leider musste ich aber selbst in der Klinik erleben, als sich der Mann meiner Bettnachbarin von ihr trennte, als sie ihm erzählte, die Brust musste amputiert werden :(v

B)ella9x33


Leider musste ich aber selbst in der Klinik erleben, als sich der Mann meiner Bettnachbarin von ihr trennte, als sie ihm erzählte, die Brust musste amputiert werden :(v

Meine Güte :°( Sowas kann ich nicht verstehen. In solch einem Fall sollte man einfach realisieren, dass es nicht anders geht. So einen Mann brauch man dann auch nicht noch an der Seite. Unfassbar :-|

Suhofjo


Leider musste ich aber selbst in der Klinik erleben, als sich der Mann meiner Bettnachbarin von ihr trennte, als sie ihm erzählte, die Brust musste amputiert werden :(v

Da sagt sich so leicht, dass sie bis auf Illusionen nichts verloren hat, aber die Zeit, die man mit so einem Trottel verschwendet hat, gibt einem ja auch keiner wieder. %:|

SGpeedxyse


Ganz wichtig ist in meinen Augen, gerade bei solch einer Erkrankung, dass der Partner zu einem steht, hinter einem, egal was da auch kommen mag. Gerade dies macht Mut, gibt Kraft und man wird bestätigt darin, dass alles richtig ist, wie man entschieden hat........

Ich finds toll von AJ, das sie diesen Weg ging, für sich und ihre Familie. Eine tapfere, mutige Frau :)^ :)z

Ehhemal*iDger Nyutzebr (0#39571x)


Es kommt nicht so selten vor, daß im Falle von Ablatio mammae bei einer Ehefrau sich der Ehemann von dieser trennt. Diese wissen alle nicht, was ihnen bevorsteht, falls bei einem von ihnen ein Prostatakarzinom diagnostiziert wird - da werden sie alle zahm.

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