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Brust-OP wegen Krebsangst: Angelina Jolie macht es öffentlich

AFleonoxr


Und dennoch lassen sich in Deutschland etwa 120 Frauen die von diesem speziellen Gen betroffen sind präventiv die Brüste amputieren. Und erfreuen sich danach an einer wesentlich besseren Quote als die Vergleichsgruppe die lediglich auf eine engmaschigere Vorsorge zurückgreift!

A2leonxor


etwa 120 Frauen

Pro Jahr

SFupeBrtkröxte


Meine Tante hatte Brustkrebs, wenn ich dieses Risiko hätte würde ich mich auch von meinen Brüsten trennen, das ist sicher. Ich hänge an mein Leben nämlich mehr als an meiner Oberweite. Zumal man heutzutage einiges machen kann damit es nicht auffällt.

Und natürlich gibt es Mut das A.J das gemacht hat, viele haben Angst ihre "weiblichkeit" dadurch zu verlieren und A.J wirkt auf uns doch genauso wie vorher.

Sie hat ihre Mutter durch diese Krankheit verloren, sie hat sie leiden gesehn und war trotz all dem Geld machtlos, hilflos. Die Angst begleitet einem. In meiner Familie tritt oft Lungekrebs auf, deshalb rauche ich nicht, deshalb sitze ich schnell beim Arzt.

M%on<ika65


Die Brustwarze zu erhalten macht aber auch bei einer prophylaktischen Maßnahme nicht so viel Sinn, zumindest erhöht es das Restrisiko, und wenn ich schon so etwas mache um mein Risiko entscheidend zu senken, wird man das vermutlich nicht eingehen wollen.

Ich sehe es echt auch als mutigen Schritt an. Es gibt Menschen, die einfach froh sind, was tun zu können und nicht auf das Schicksal zu warten, so ähnlich habe ich das in einem Radiointerview gehört. Was spricht dagegen? Wieso muss man das kritisieren?

Ich habe es hautnah zweimal im Bekanntenkreis miterlebt. Eine Brustkrebsbehandlung mag erfolgreich sein, aber sie ist sehr belastend. Wenn er erstmal ausgebrochen ist, reicht auch eine Brustabnahme allein nicht, es wird immer nachbestrahlt, da man nie alles Gewebe entfernen kann, das geht gar nicht. Weshalb ja auch bei der Prophylaxe ein Restrisiko bleibt. Abgesehen davon müssen viele Frauen dann auch noch jahrelang Tabletten nehmen, um die Hormonproduktion zu unterdrücken. Zudem können im Einzelfall auch schon winzig kleine Tumore sehr aggressiv sein.

Ich kann die Maßnahme verstehen, hätte selber aber sicher nicht den Mut dazu. Oder vermutlich nicht.

S#milAax30


Also nur mal kurz als Zwischenfrage. Kann das nicht jeder selber entscheiden, der in dieser Situation ist? Ich finds reichlich anmaßend hier zu urteilen und noch hervorzuheben, dass es ja ganz gute Chancen gibt. Inwieweit ich mich als Frau diesem Risiko aussetzen möchte, ist meine Entscheidung und die gilt es zu toliereren und nicht zu beurteilen. >:(

L:aBaellex89


Die Sterblichkeit bei BK ist stark zurückgegangen, gerade aufgrund der diversen Früherkennungsmaßnahmen, die Frauen mit erhöhtem Risiko noch dichter getaktet als andere Frauen in Anspruch nehmen können. Die Diagose BK bedeutet also keinesfalls elendes langes Sterben.

Das es das aber bedeuten kann hat sie aber leidvoll an ihrer Mutter beobachten dürfen.

Jeder Fall ist anders und muss in Abstimmung von Gynäkologen, Humangenetikern und der jeweils betroffenen Frau entschieden werden. Durch eine solche Aktion wie die von Frau J. angestoßene sehe ich die Gefahr, dass eine völlig unnötige BK-Hysterie in der Frauenwelt aufkommt und Frauen eine solche OP durchsetzen (was gerade bei Privatpatientinnen möglich sein wird), die sie im nachhinein bereuen.

Ahja soll sie jetzt also wohlmöglich an Brustkrebs erkranken bzw auf die OP verzichten nur weil irgendwelche hysterischen Frauen ihr grundlos nacheifern wollen? Also das ist ja wirklich zu viel verlangt.

Auch eine tumorbefallene Brust wird kaum noch komplett amputiert, sondern neu aufgebaut, aber das ästhetische Ergebnis wird oft bescheidener ausfallen: weil die Brustwarze nicht erhalten werden kann, das Implantat erst nach zeitlichem Sicherheitsabstand eingesetzt werden kann und die Brust in der Zwischenzeit aufgrund von Bestrahlung etc. schrumpft und so weiter.

Frau Jolie hat mit ihrer Entscheidung also verständlicherweise durchaus auch "marktwirtschaftlich" gehandelt und etwas dafür getan, um das Kapital, auf dem sich ihr Wohlstand gründet, nicht zu gefährden.

Und warum ist es nun verwerflich eine schöne Brust haben zu wollen? Ich würde das auch vorziehen als eine Brust die aufgrund der Krankheit nicht mehr wirklich schön ist. Das hat aber nichts mit der "Marktwirtschaftlichkeit" zu tun.Warum ist es das ideal an Krebs zu erkranken anstatt etwas dagegen zu tun? Nur weil sie berühmt ist darf sie sowas nicht machen?? Ahja

Ich gaube bei vielen Frauen spricht auch der Neid. Ich kenne sehr viele die A J nie mochten und sie für viele eine Art Hassobjekt ist.

DIieKrubemxi


sorry, aber bei deeinigen beiträge denke ich mir "wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ......."

wenn man diese gen-Mutation hat, ist es selten eine Frage, ob man erkrankt, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit die Frage, WANN. Dass engmaschige Mammographie nicht gesuindheitsfördernd ist, wird wohl einleuchten. Dass es psychisch immens belastend ist, auf den Krebs zu warten, -insbesondere, wennmanbereits Angehörige beim Sterben daran beobachten konnte, wohl auch.

Und ich bin der Meinung, dass man bei engmaschigen Kontrollen (nach Wunsch der Patienten kann das ja wirklich sehr eng erfolgen) der Mamma einen Knoten bzw. ein Knötchen sofort gespürt hätte und handeln kann. Und dann kann man immer noch zu der Maßnahme der Entfernung der Brüste greifen

plus Chemo / Strahlentherapie? das Knötchen, dass man findet, ist selten "ein paar Wochen alter Krebs", bis ein Krebsknoten entdeckt werden kann, gibt es ihn schon länger im Körper, eben winzig, aber eben auch "böse". ggf. metastasierend etc...will man es abwarten?? (noch) Gesundes Brustdrüsengewebe kann man umgebungsschonender operieren, als eine tumoröse Brust

Es gibt ein Leben mit BK. Das ist Mut!

es gibt auch ein Sterben mit BK. Auf den Krebs warten, um Mut zu zeigen? Sorry, mit 6 Kindern ist es kein Mut, abzuwarten, ob man erkrankt (was vermutlich passieren wird)

Hey, inzwischen erkrankt jede 10te Frau in diesem Land im Laufe ihres Lebens an BK, wenn ich die BRC1-Mutation hätte, würde ich nicht lange überlegen......

Ich hoffe, die Methode wird nicht so populär, dass man eines Tages sagt, Brustkrebs? Selber schuld, sie hätte sich ja operieren lassen können.

???

Sorry, aber wenn man 3 Verwandte hat, die BK haben und man macht keinen Gen-Test, ist man schon etwas verantwortungslos. ABER natürlich kann man auch ohne die Gen-Mutation Krebs bekommen-nur eben nicht so wahrscheinlich.

Nur ein kleiner Prozentsatz der jährliche BK-Neuerkrankungen geht auf das Konto des mutierten Gens

Und weil man nicht alle Risiken ausschließen lassen kann, sollten die, die es können, diese Möglichkeit ungenutzt lassen? ist das so eine wirre Idee zum Thema Chancengleichheit?

MMonibka6x5


Ob sie ihre Brustwarzen "behalten" hat, wissen wir ja gar nicht.

NNaidexe


Ich hoffe, die Methode wird nicht so populär, dass man eines Tages sagt, Brustkrebs? Selber schuld, sie hätte sich ja operieren lassen können.

Sorry, aber wenn man 3 Verwandte hat, die BK haben und man macht keinen Gen-Test, ist man schon etwas verantwortungslos.

Genau diese Reaktion meinte ich. Das ist meiner Meinung nach nicht verantwortungslos. Und sich die Brust deshalb nicht amputieren zu lassen auch nicht. Sondern eine ganz private Entscheidung, die für die eine richtig sein kann, für andere nicht.

DvieKHruemxi


dass eine völlig unnötige BK-Hysterie in der Frauenwelt aufkommt

das ist naiv..... jede 10te Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an BK. Von den KK wurde flächendeckend das Screening-Programm für Frauen ab 40 etabliert--die Kassen schmeissen wohl kaum Geld raus für etwas, das eher unnötig ist.

Ja, es gehen nur 10% der BK-Erkrankungen zu Lasten der Gebmutation--aber wenn man die verhindern kann, ist diesen 10% doch schon geholfen. Wenn die Jolie-Story dazu führt, dass Frauen mit BK in der Familie zur tumorgenetischen Beratung gehen, ist es ein Segen und kein Fluch.

DUieK/rpuTemxi


Das ist meiner Meinung nach nicht verantwortungslos. Und sich die Brust deshalb nicht amputieren zu lassen auch nicht. Sondern eine ganz private Entscheidung, die für die eine richtig sein kann, für andere nicht.

das kann ich absolut nicht nachvollziehen.

mal andere Situation: du, deine Mutter und deine Oma haben BK, würdest du deiner Tochter raten, die tumorgenetische Beratung in Anspruch zu nehmen?

Ist es in deinen Augen verantwortungslos, wenn Frauen generell nicht zur Vorsorge gehen? oder eben "ihre eigene Entscheidung, die für sie richtig sein kann".

Sobald die Konsequenzen privater eigener Entscheidungen von der Allgemeinheit getragen werden müssen, sind sie in meinen Augen nicht mehr so ganz privat

A leonxor


Ist es in deinen Augen verantwortungslos, wenn Frauen generell nicht zur Vorsorge gehen? oder eben "ihre eigene Entscheidung, die für sie richtig sein kann".

Ich kann das nicht nachvollziehen. Aber wenn eine Frau keine Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen möchte und sich der damit einhergehenden Risiken bewusst ist, dann ist es alleine ihre Entscheidung.

Sobald die Konsequenzen privater eigener Entscheidungen von der Allgemeinheit getragen werden müssen, sind sie in meinen Augen nicht mehr so ganz privat

Der Körper gehrt aber nicht der Allgemeinheit. Darüber entscheidet man ganz und gar autonom.

Wenn eine Frau ungewollt schwanger wird sagen wir ja auch nicht: wir brauchen das Kind für die Demografie .. du kriegst das jetzt ob du willst oder nicht. Notfalls kannste es ja zur Adoption freigeben, in der Allgemeinheit gibt es soooo viele Paare die sich ein Kind wünschen, du egoistisches Stück.

_2Helikxe_


mal andere Situation: du, deine Mutter und deine Oma haben BK, würdest du deiner Tochter raten, die tumorgenetische Beratung in Anspruch zu nehmen?

Meine Situation: meine Oma, meine Mutter, meine Tante sind/ waren an Brustkrebs erkrankt. Ich bin jetzt in der Risikogruppe, okay. Aber ich möchte wirklich gar nicht wissen, ob diese Krebsart an einer Genmutation liegen kann. Ist das verantwortungslos? Müsste ich losrennen, mich testen und dann ggf. amputieren lassen?

DpieK@ruexmi


Meine Situation: meine Oma, meine Mutter, meine Tante sind/ waren an Brustkrebs erkrankt. Ich bin jetzt in der Risikogruppe, okay. Aber ich möchte wirklich gar nicht wissen, ob diese Krebsart an einer Genmutation liegen kann. Ist das verantwortungslos? Müsste ich losrennen, mich testen und dann ggf. amputieren lassen?

Vielleicht würde es eine Belastung von dir nehmen, wenn du wüstest, du hast nicht die Mutation? Ich gebe zu, ich sehe das aus einem besodneren Blickwinkel, habe jahrelang in einer Uni-Frauenklinik mit Brustzentrum und Tumorgenetischer Beratung gearbeitet. Und viel Elend, viel Erleichterung, viel Trauer und viel Freude gesehen......

z,uen|drstroff


Ahja soll sie jetzt also wohlmöglich an Brustkrebs erkranken bzw auf die OP verzichten nur weil irgendwelche hysterischen Frauen ihr grundlos nacheifern wollen? Also das ist ja wirklich zu viel verlangt.

Die Diskussion artet immer mehr in Richtung gaga aus.

Noch mal: Es ist das gute Recht von Frau J. und jeder anderen Frau in derselben Situation, diese radikalste Form der Vorbeugung zu wählen. Aber es besteht null Notwendigkeit, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, denn das Thema erblich bedingter BK ist nicht neu und jede(r) verantwortlich arbeitende Gyn sollte das Risiko im Rahmen der Krebsvorsorge auf dem Schirm haben.

Hier Heldentum zu erkennen fällt mir also nach wie vor schwer. Brüste hat sie nach wie vor, und ganz sicher nicht die hässlichsten.

Und auf jeden Fall ist die Gefahr gebannt, dass es, wenn sie demnächst mit wunderschönen vollen runden Brüsten im Dekolletee auf einem roten Teppich steht, es am nächsten Tag auf den Gossip-Seiten heißt: "Wetten dass die Jolie sich neue Möpse hat bauen lassen?" Das ist ja auch schon was.

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