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Warum als Frau immer zum Arzt rennen?

j,ust_ltookixng?


Ich wurde von meiner Mutter "hingeschleppt"... fand es aber ganz ok, weil ich weiß nicht ob ich von mir aus meine Mutter angesprochen hätte, so in die Richtung: Mama, ich hätte gern mal einen Termin beim Frauenarzt.

-`MäusWle-


Und warum wolltest du einen Termin?

Ich habe mir damals schon fast selbst Panik gemacht..ich dachte ich habe bestimmt was ganz schlimmes und ich weiß es nur nicht..warum sonst sollten alle Mädels sich untersuchen lassen?

S-i`lbeermondxauge


Nochmal zur Erinnerung...die gynäkologische Krebsvorsorge (korrekt müsste es Krebsfrüherkennung heißen) ist ab dem vollendeten 20.Lebensjahr vorgesehen.

Nicht ab dem vollendeten 14. oder 16. Lebensjahr !

Es gibt hier doch einige Damen, die schreiben, dass ihnen der Gyn die Brust nicht abtastet (Alter: unter 30). Das dauert eine halbe bis eine Minute... aber wenn eine unter 20jährige kommt und untersucht werden will, DAS geht dann ?

bKe$etl&ejuixce21


Also ich war mit 17 das erste mal aber auch nur weil ich meine mens immer noch nicht hatte..also mit Indikation und nicht nur einfach so.. da will man ja schon wissen wsrum und ob was kaputt ist etc..

Meine Mutter war da auch langsam so das sie mich hin schleppen wollte..aber vorher ohne grund nie..

-AMäusxle-


Also ich war mit 17 das erste mal aber auch nur weil ich meine mens immer noch nicht hatte..also mit Indikation und nicht nur einfach so.. da will man ja schon wissen wsrum und ob was kaputt ist etc..

ok dann kann ich das eher verstehen..und was hat der Gyn dann dazu gesagt??

aUug23x3


@ Mäusle,

auf Deine Eingangsfrage: vermutlich hat der überwiegende Teil der Männer einfach keine Lust, sich von einem Arzt alle Lebensrisiken vorbeten zu lassen. Die Risiken kennt jeder selbst: riskantes Autofahren; sonstiger Unfall; Rauchen, Alkohol, Drogen; früher kamen noch Armee und vergleichbares hinzu.

Es gibt immer Beispiele, die für eine Vorsorgeuntersuchung sprechen. Hier im Forum gibt es genügend Beispiele von Menschen, die bei jedem "Stottern von Motor Mensch" in Panik geraten.

Erst am Ende eines Lebens kann man sagen: für mich war es richtig, zu einer Vorsorgeuntersuchung zu gehen oder aber: für mich war es richtig, auf Vorsorge und Ängste zu verzichten, ich habe genug gelebt!

j8uPst_Xloeoki>ngx?


Warum ich hin wollte? Weil ich Regelschmerzen hatte. Regelschmerzen die derart in den Rücken ausgestrahlt haben, dass ich tränenüberströmt in der Nacht aufgewacht bin und weder im Liegen, Sitzen oder Stehen irgendeine Erleichterung hatte.

So etwas meiner Mama zu sagen war nie mein Fall.

aKgnexs


Vieles dessen, was bei Euch passiert, hat mit den finanziellen Interessen der Ärzte zu tun, die den Frauen gut eingeredet haben, was sie alles "müssen". Die Frauen fühlen sich dann unterversorgt, wenn nicht alle möglichen sinnlosen Sachen gemacht werden. Wenn ich hier Frauenärzten erzähle, was bei Euch läuft, finden sie das sehr lustig.

Es hat schon Sinn, diverse Empfehlungen zu hinterfragen.

-GM}äu"s<lxe-


Und was hat der Arzt dann gemacht?

Ich selbst bin auch mal aufgrund meiner schmerzen umgekippt aber mithilfe meiner Mutter habe ich das gemeistert und das hat sich auch rausgewachsen.

Meine Mutter ist da auch richtig locker vielleicht liegt es auchdaran dass sie 4 Mädels hat und selbst immer nfp gemacht hat und damit auch eine andere Einstellung zum Frau sein hat.

k\atUtixlein


GMH-Krebs und Brustkrebs gehören zu den Krebsarten mit den meisten Todesfolgen

Ich habe auf Gyn gearbeitet und dort lagen durchaus Frauen U30, die diese Erkrankungen hatten.

Klar, es kommt relativ selten vor.

Aber weiss ich, ob ich nicht dann grad unter den paar Prozent bin, die es haben?

Ebenfalls gefährlich bei diesen Krebsarten ist das rasant schnelle Wachstum.

Somit kann z.B. Brustkrebs innerhalb eines Jahres tödlich enden.

Daher die jährliche Vorsorge: je eher ein Tumor entdeckt und behandelt wird, desto grösser die Überlebenschance.

Bei Männern handelt es sich ja in den meisten Fällen dann um Prostata- oder Hodenkrebs. Beide wachsen eher langsam . Prostata-Krebs kommt in der Tat eher bei älteren Männern vor(Ü60), während Hoden-Krebs durchaus auch Jüngere ereilen kann (Ü30).

Auf die allzu leichte Schulter sollten Männer die Vorsorge also auch nicht nehmen....

b:eetle>juAice21


Hab pcos. das kam dann raus und die odyssee begann

jEust(_lodokingx?


Was er gemacht hat? Nichts, da es kein organisches Leiden als solches war. Aber das wusste ich eben nur, weil ich dort war. Du drehst es etwa in die Richtung: war ja eh nix, hättest nicht hingemusst, wäre von selbst weg gegangen.

Das weiß man ohne Abklärung aber eben nicht. Und wie wird abgeklärt? Bei einer Untersuchung. Beim Arzt. Daher ja, ich war froh zum Gyn "geschleppt" geworden zu sein.

ErrdbeBer-rEngexl


Nochmal zur Erinnerung...die gynäkologische Krebsvorsorge (korrekt müsste es Krebsfrüherkennung heißen) ist ab dem vollendeten 20.Lebensjahr vorgesehen.

Nicht ab dem vollendeten 14. oder 16. Lebensjahr !

Meiner Meinung nach ist es auch bei jüngeren Frauen sinnvoll. Sex schließt nunmal die HPV-Übertragung als mögliche Konsequenz ein. HPV kann zu Dysplasien führen. Die Viren fragen da nicht nach dem Alter.

Ich finde die jährliche Vorsorge sinnvoll. Ein Cervixcarzinom ist etwas das sich in Frühstadien (also Dysplasie und noch nicht Carzinom) nicht durch Symptome äußert. Also ist es zu spät wenn ich mit Symptomen zum Arzt komme. Cervixdysplasien entwickeln sich sehr langsam zu Carzinomen. Ich habe aber schon Frauen gesehen, denen Die Blase, der Uterus, Darmanteile etc. entfernt werden mussten, was man bei rechtzeitiger Erkennung hätte vermeiden können. Wenn man die Dysplasie in einem frühen Stadium erwischt lassen sich die entartenden Zellen per Laserevaporation oder bei anderer Lage, per Konisation entfernen, ohne dass man eine weitere Ausbreitung auf Nachbarorgane oder gar Metastasen befürchten muss.

Genau deshalb nehme ich die Untersuchung gerne in Kauf.

Ich verstehe nicht, warum es für so viele Menschen völlig in Ordnung ist sich zweimal jährlich die Zähne nachsehen zu lassen, aber bloß nicht zum Gynäkologen zu gehen. Vielleicht ist es Eitelkeit die das ganze plötzlich ok macht, denn die Zähne sieht man ja oder es ist falsche Scham, ich weiß es nicht.

Und zu dem Punkt, dass Männer ja auch nicht regelmßig zur Vorsorgen gehen. Sie sollten. Sie tun es nur nicht.

E!hema1ligers MNuptzer t(#53202x18)


Und was die Beratung zur Verhütung angeht, da würde es vermutlich mehr Sinn machen, die Jugendlichen (beiderlei Geschlechts) zu Pro Familia oder zur AIDS-Hilfe zu schicken und nicht zum Gyn

Silbermondauge

Ja das sehe ich auch so.

Vorsorgeuntersuchungen muss jeder für sich nach dem (voraussichtlichen) individuellen Kosten-Nutzen-Verhältnis abwägen. Ich finde das Ausmaß, in dem bereits weibliche Teenager dazu angehalten werden ohne med. Indikation regelmäßig zum Gynäkologen zu gehen (und dort i.d.R. ohne kritische echte Beratung die Pille aufgeschwatzt zu bekommen) erschreckend. Da könnte man mitunter schon den Eindruck gewinnen, dass es eine Krankheit an sich ist, weiblich zu sein. Schön auch, dass ein gewisser sozialer Gruppendruck unter Frauen/Teenagern da ganze Arbeit leistet.

Mir fallen auf Anhieb weniger aufwendige Wege ein, wie man für sich gesundheitlich Vorsorge betreiben könnte. Zum Beispiel Kondome benutzen oder vorher einen Test auf STD machen; Hormone nach Möglichkeit weglassen; sich nicht der Desinformation der Pillenandreher aussetzen und sich stattdessen lieber auf eigene Faust bei neutralen Stellen wie profamilia usw. informieren. Und das Übliche: Sport treiben, BMI im Auge behalten; bei der Ernährung schauen, womit man persönlich am besten fährt. Ausreichend schlafen etc.. Und im Kontext dieses Threads ganz wichtig: Auf sein eigenes Körpergefühl hören und sich nicht kirre lassen machen, weil man nicht wie ferngesteuert zu jeder Vorsorgeuntersuchung rennt. Ich halte es für fatal, dass Mädchen so wie das System derzeit ist subtil vermittelt wird, dass man mit Einsetzen der Menarche unter generellem Krankheitsverdacht steht.

Und eine böse Weisheit am Ende: Nur weil bei der Vorsorge alles ok ist, bedeutet das nicht, dass man gesund ist bzw. vor der Krankheit verschont bleibt. Oder andersherum: Wer nicht zur Vorsorge geht, ist deshalb nicht automatisch kränker. Von den vielen falsch-positiven Befunden gerade beim der Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen ganz zu schweigen.

EGhemaSliger: Nu*tzer, (#530p2]18x)


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