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Kaiserschnitt – wie geht es euch im Nachhinein damit?

k!athaKrina3-die5-grxoße hat die Diskussion gestartet


Huhu,

ich eröffne das mal im Bereich Schwangerschaft, geht ja irgendwie am ehesten darum :-)

Vielleicht können wir uns hier ein wenig über die "Folge-Wehwehchen" austauschen. Ich hab ja keine Ahnung, was "normal" ist und was nicht nach so einem Eingriff, aber wenn noch mehr Leute ähnliche Erfahrungen gemacht haben, hilft das ja vielleicht, sich damit besser zu arrangieren :-)

Ich habe vor 4 Wochen mein Kind bekommen. Nach 20 Stunden Wehen kam es zum "Geburtsstillstand in der Eröffnungsphase", so dass ein Kaiserschnitt gemacht wurde. Die Narbe außen ist super verheilt, sieht gut aus, macht auch keine Probleme, abgesehen davon, dass sie noch taub ist.

Die innenliegenden Narben scheinen noch nicht so gut verheilt zu sein, zumindest ist es unangenehm, wenn ich den Bauch massiere oder einöle. Manchmal drückt es auch. Beim Pullern drückt es ebenfalls manchmal, vielleicht ausgeleierter Beckenboden?

Zudem habe ich das Gefühl, als hätte ich Muskelkater. Der geht vom Bauchnabel bis zu den Oberschenkeln. Und ich bin auch noch lange nicht wieder so fit, wie ich mir das vorgestellt hätte. Irgendwie dachte ich ja, dass man recht schnell wieder auf der Höhe ist, aber meine Kondition ist nicht die beste (und ich bin im 7. Monat noch joggen gegangen, hab bis kurz vor der Geburt Yoga gemacht, einen Pilateskurs bis zur 36. SSW oder so und habe 2 Hunde, mit denen ich regelmäßig draußen war und bin, also Bewegung bin ich durchaus gewöhnt), ich bin schnell erschöpft, fühle mich auch nach längerem Schlaf total gerädert und find das irgendwie doof.

Nun habe ich mit einer Freundin gesprochen und die meinte völlig selbstverständlich, dass das alles ja klar sei, nach so einem Eingriff. Sie hätte ja nach einer viel kleineren Bauch-OP ewig durchgehangen und wochenlang quasi nicht mal das Haus verlassen. Hat sie womöglich recht? Unterschätze ich den Eingriff und überschätze mich?

Ich fühl mich halt irgendwie komisch dabei, dass das ja schon "so lange" her ist und ich hier trotzdem so rumeier. Deswegen würde ich mich gern mit anderen Kaiserschnitt-Damen austauschen, ob es euch auch so geht oder gegangen ist?

Vielleicht finden sich ja auch welche, die die Kombi aus langen Wehen und KS mitgemacht haben?

Ich freue mich auf den Austausch *:)

Antworten
JdohanKna84


Ich hatte vor fast 10 Jahren einen geplanten Kaiserschnitt, weil mein Becken zu schmal ist für eine Spontangeburt.

Mir ging es ungefähr 6 Wochen richtig schlecht, ich hatte Fieber, war schlapp, die Narbe ist schlecht verheilt und ich konnte mein Kind erst nach ungefähr 2 Wochen selbst tragen, weil ich solche Narbenschmerzen hatte.

Von daher scheints doch bei dir eher glatt gegangen zu sein? ;-D

Dass du noch nicht wieder fit bist, ist völlig ok.

Du hast gerade eine körperliche Höchstleistung hinter dir, 9 Monate Schwangerschaft und nun muss sich dein Körper erst wieder an Nichtschwangersein gewöhnen.

Mein Rat, mach dir keinen Stress, das kommt alles von alleine wieder in Ordnung, braucht nur seine Zeit.

Der Bereich um die Narbe ist bei mir allerdings noch heute taub.

Das wird schon wieder. @:)

Ich dachte nach dem Kaiserschnitt, ich könnte mich nie wieder wie ein normaler Mensch bewegen. :=o

P8okerqu&eexn


Ich erzähl dir mal meine Erfahrung:

1.KS Nach 20 Stunden Wehen Geburtsstillstand, Köpfchen wollte einfach nicht ins Becken... Notkaiserschnitt unter Vollnarkose. Die Probleme, die ich danach hatte waren eher psychisch als körperlich, weil ich die Geburt "verpasst" habe. Natürlich hat es ein paar Wochen gedauert, bis ich nach der OP wieder fit war, aber ich denke, das ist normal. So wie du das beschreibst ging es mir auch. Die Narbe war auch nach langer Zeit noch leicht taub.

2.KS geplant, da gleiche Ausgangssituation wie bei erster Geburt unter PDA

Ich habe die Geburt "live" mitbekommen, was natürlich toll war! Danach hab ich mich dazu "gezwungen" schnell wieder auzustehen und mich zu bewegen, weil ich vom ersten KS wusste, dass es einem dann auch körperlich eher wieder besser geht und man sich eher besser bewegen kann. Und das war auch tatsächlich so. Nach 1 Woche musste ich mit dem Kleinen in die Uniklinik (Stoffwechseldefekt) und musste ihn ja dort 24h am Tag selber versorgen und das ging problemlos. War da auch viel spatzieren und habe die Narbe schön gepflegt und war wirklich schneller fit. Kann aber eben auch daran liegen, dass ich da die 20h Wehen nicht hatte...

Jedenfalls ist es durchaus normal, dass du nach so einer großen OP 4 Wochen später noch ein bisschen durchhängst. Gib deinem Körper die Zeit, die er braucht, das wird schon wieder und lässt sich auch nicht beschleunigen! :)*

PWokoerqYuexen


Noch ein kleiner Tipp zur Narbenpflege: Nach dem 2.KS hatte ich ein paar kleine offene Stellen an der Narbe, die ein wenig genässt haben. Da es im Hochsommer war ist die Narbe durchs Schwitzen nicht so schnell geheilt.

Meine Hebamme hat mir damals empfohlen das Nabelpuder (Chlorhexidin) draufzustreuen und eine leichte Kompresse drüber zu legen. Damit ist das innerhalb weniger Tage komplett zugeheilt und hat sich nicht weiter entzündet.

k atfharina[-diCe-`großxe


Danke schon mal für eure Erfahrungen :-)

Mir ging es ungefähr 6 Wochen richtig schlecht, ich hatte Fieber, war schlapp, die Narbe ist schlecht verheilt und ich konnte mein Kind erst nach ungefähr 2 Wochen selbst tragen, weil ich solche Narbenschmerzen hatte.

Oh, dagegen bin ich ja quasi quietschfidel... Mir wurde gleich gesagt ich könne alles machen, wozu ich mich in der Lage fühle. Am 2. Tag bin ich aufgestanden und habe von da ab auch mein Baby selbst versorgt, wenn mein Mann nicht im KH war. Zuhause dann ja sowieso. Sonntag hab ich entbunden, Mittwoch bin ich schon nach Hause :)z

Du hast gerade eine körperliche Höchstleistung hinter dir, 9 Monate Schwangerschaft und nun muss sich dein Körper erst wieder an Nichtschwangersein gewöhnen.

Ja, das kommt noch dazu... Ist wohl alles nicht so einfach für den Körper, nur weil er wieder fast so aussieht wie vorher :-)

Noch ein kleiner Tipp zur Narbenpflege: Nach dem 2.KS hatte ich ein paar kleine offene Stellen an der Narbe, die ein wenig genässt haben. Da es im Hochsommer war ist die Narbe durchs Schwitzen nicht so schnell geheilt.

Meine ist schon lange zu, sowas brauch ich also nicht mehr, glücklicherweise :-)

P@fltu~dde


Unterschätze ich den Eingriff und überschätze mich?

Also erstmal du hattest eine Große Bauchop, dass machte mir meine Schwester damals immer wieder bewusst. Es ist kein Spaziergang wie einem manchmal sugeriert wird (die jetztige Geburt mit der langen Einleitung und dem Flicken danach das auch sehr fies war habe ich viel besser weggesteckt)

Nach meinem Kaiserschnitt ging es mir damals lange schlecht da es verpasst wurde mir Eiseninfusionen zu geben und ich das Antibiotika nicht vertragen habe. Zudem brauchte ich Physiotherapie da mir irgendwas ausgerenkt wurde da sie sie ja wieder aus dem Becken raußholen mussten (6 cm Mumueröffnet). Ich brauchte sehr lange um wieder fit zu werden, nimm dir die Zeit und mach halblang :)_ . Das war das beste das wir machen konnten :)z

Beim Pullern drückt es ebenfalls manchmal, vielleicht ausgeleierter Beckenboden?

Das ist ganz normal, das hab ich jetzt nach der Spontangeburt auch wieder. Es wird aber schon besser, immer schön die Beckenbodengymnastik machen ;-)

uepelxa


Ich war nach einer Spontangeburt über einen Monat fix und foxi – um wieviel eher darf es dir nach einer Operation mies gehen? – Müdigkeit war bei mir u.a. Eisenmangel und Anämie. Lass es testen. Ich war anämisch, ohne dass irgendwer gewusst hätte, wann ich so viel Blut verloren haben soll.

AMKÜW`A


Ich hatte 2011 einen sekundären KS nach 17h Wehen. Lief total unproblematisch von Anfang bis Ende. Wundheilung, Narbe alles tiptop. Habe mich 1 Woche, wie eine 100jährige gefühlt, dann 2 Wochen, wie eine 80-jährige und ab dann gings jeden Tag ein Lebensjahr runter ;-).

Nach ca. 7 Wochen, konnte ich meine alten Hosen tragen, gewichtsmäßig schon früher, die Narbe hat aber nicht früher mitgemacht. Es gibt jetzt noch Hosen, sogar eine Unterhose, die haben so einen giftigen Bund, gar nicht mal eng, das geht einfach nicht mehr, die Haut ist irgendwie empfindlicher geblieben. Schmerzen bzw. unangenehmes Ziepen hatte ich letztes Jahr mal ganz selten zu Wetterumschwüngen. Dieses Jahr gar nicht. Bin mittlerweile wieder im 7.Monat schwanger und ich merke Null, auch auf dem US, sieht die Narbe sehr gut aus.

So Gott will, liegt Nr.2 nicht in BEL und ich darf es nochmal spontan versuchen.

Dass die miese Kondition nur was mit dem KS zu tun bezweifle ich, du hast gerade eine anstrengende Schwangerschaft und Geburt hinter dir und bist nun frischgebackene Mami, die sicher ein erhebliches Schlafdefizit hat evtl. nicht unbedingt ausgewogen isst und und. Das wird, lass dir Zeit und setz dich nicht unter Druck! @:)

Clao5i~mhe


Nach zwei extrem problemlosen Spontangeburten kann ich nur sagen, dass selbst die einem noch lange in den Knochen stecken - bei einem Kaiserschnitt vermutlich noch deutlich länger. Das ist schon alles recht so, du bist noch mitten im Wochenbett!

kMatharinag-di.e-grxoße


Danke für eure Erfahrungen und aufmunternden Worte :-)

Ja, dass man 8 Wochen lang nicht arbeiten darf, kommt wohl nicht von ungefähr... Und dass auch das ganze Drumherum nicht unbedingt zur Verbesserung der Gesamtsituation beiträgt, hab ich mir auch schon gedacht :-)

Mir hilft es auch zu wissen, wie es Leuten nach Spontangeburten gegangen ist, dass die auch noch durchgehangen haben – irgendwie redet über so Langzeitwehwehchen ja immer keiner...

Nun muss ich erstmal ins Bett. Gute Nacht *:)

k|atha(rina-^diHe-groxße


So, ich hol das mal wieder hoch... :-)

Inzwischen sind 5 Monate vergangen seit meinem KS und ich habe weiterhin manchmal komische Wehwehchen. Es gibt Bewegungen, da durchzuckt mich ein Schmerz im Schambein. Ob das die Symphyse ist? Ich hatte da nie Probleme mit, deswegen kenn ich Symphysenschmerzen nicht und kann das jetzt auch nicht einordnen. Eine Bewegung, bei der es auftritt, ist beim Schuheausziehen. Wenn ich enge Stiefeletten anhabe, zieh ich die Schuhe oft so aus, dass ich mit dem einen Fuß in den anderen Hacken "trete" und so den Schuh vom Fuß ziehe. Dabei kam es schon öfter vor.

Kennt das jemand? Kommt das vom KS oder einfach so als Nachwirkung der Schwangerschaft? beim Sex drückt es auch manchmal am Schambein da das so unspezifisch ist, will ich damit eigentlich nicht extra zum Arzt rennen...

Evhe7mali^gerX NutzNer (#?32573x1)


Möglich das sich Vernarbungen bzw. Verklebungen gebildet haben, das ist nicht ungewöhnlich nach Operationen am Bauch.

Lass es nochmal anschauen, viele haben nach Operationen mit Bauchschnitt mehr oder weniger starke Probleme, oft auf Verdauungsabhängig ....

k@athari naa-die-grxoße


Lass es nochmal anschauen, viele haben nach Operationen mit Bauchschnitt mehr oder weniger starke Probleme, oft auf Verdauungsabhängig ....

Hm, aber so tief? Und was passiert, wenn was verklebt ist? Also was tut man dagegen?

E,hemaligerj Nutzevr (#32x5731)


Eigentlich nicht viel. Man kann physiotherapeutisch versuchen die Narbe zu mobilisieren. Ist sie vershcieblich? Oder klebt sie an den unteren Strukturen? Eigentlich soll sie frei sein.

Na ja egal ob so tief oder nicht, der Schnitt geht ja durch alle Schichten bis an die Organe und die können im Laufe der Wundheilung mir der Bauchdecke in Form von Narbenstränken verwachsen/verkleben .... das hat man leider sehr oft. Auch bei Bauchspiegelungen passiert es das die Darmschlingen verkleben können mit dem Bauch

VEijo


Klingt für mich nach der Symphyse. Damit hatte ich nach der ersten Geburt (spontan) immense Schwierigkeiten. Nach der zweiten Geburt (Not-Kaiserschnitt) war zum Glück nichts.

Man kann da wohl auch nicht viel machen. Ich hatte damals Krankengymnastik bekommen, ob das viel geholfen hat, weiss ich nicht. Es hat sich nach und nach normalisiert. Hat aber über ein Jahr gedauert.

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