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Östrogen zu hoch? Ignorieren?

OBchotonxia hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mir ging es längere Zeit nicht gut, ich litt unter Schwindel, Schwäche...habe mich einfach krank gefühlt. Es wurden viele Untersuchungen gemacht. Ein Eisenmangel kam heraus (wurde mit Injektionen behandelt) und eien Angststörung, die wohl Ursache für die Beschwerden war. Seit dem das bekannt ist, geht es mir wesentlich besser, ich nehme Opipramol und komme damit gut zurecht. Fast ist mein Leben wieder wie das Alte, aber ein paar Kleinigkeiten wollen nicht verschwinden. Natürlich weiß ich oft nicht, was an der Angststörung liegt und was vielleicht doch andere Ursachen haben könnte.

Bei diesen Untersuchungen wurde auch ein Hormonstatus bei meiner FÄ gemacht, weil mein Zyklus sich etwas verändert hatte, er ist kürzer geworden, die Blutungen weniger stark aber dafür länger. Vor der Periode habe ich meisten 2, manchmal auch 3 Tage SB, nach der Periode auch nochmal einige Tage. Insgesamt meistens 10 Tage. Dazu habe ich heftige Mesntruationsschmerzen, schon immer. Nach den Geburten kam noch ein starker Mittelschmerz dazu. Meine Brüste tun ungefähr ab dem ES weh, am Ende richtig hefig. Aber das hat mich nie sooo sehr gestört.

Bei dem Hormonstatus stand ich wohl wenige tage vor dem ES und bis auf leicht erhöhte Androstendion war alles ok. Über die Brustschmerzen und mein starkes Schwitzen nachts bin ich Östrogendominanz gestoßen und habe festgestellt, dass das Östrogen zu hoch war. Meine FÄ hatte nichts dazu gesagt. Hier mal meine Werte:

Östradiol: 441 ng/l (frühe Follikelreifephase: 30-60, mittlere: 50-140, späte 130-250) ich nehme an ich war in der späten Follikelreifephase, 2 Tage später hatte ich dann Mittelschmerzen.

FSH: 3,6 IU/l (Follikelphase: 2-9, Ovolutationsphase: 5-18)

LH: 16,2 IU/l (Follikelphase:1,9-9.0, Ovulationsphase: 10-90)

Progesteron: 0,9 µg/l (Follikelphase <1,5)

Auch wenn ich annehme, dass ich einen leichten Progesteronmangel habe wegen dem PMS, sieht man das hier natürlich nicht, da hätte man in die 2.ZH schauen müssen. Schwanger geworden bin ich immer problemlos.

Aber was ist mit dem Östrogen, kann das evtl Beschwerden machen, wenn das zu hoch ist? Oder kann das vor dem Eispung auch mal zu hoch sein? Immerhin ist es ja doch um einiges zu hoch? Kann das einen relativen Progesteronmangel erzeugen?

Meine Probleme gingen mit dem Abstillen los, daher hab ich lange gedacht dass etwas hormonelles eine Rolle spielen kann.

Wer hat Erfahrung und kann mir sagen ob dieser Wert eine Rolle spielt?

Antworten
S:tell.a80


Ich an deiner Stelle würde dem mal nachgehen. Eine Östrogendominanz bzw. ein Progesteronmangel kann durchaus Probleme machen und auch Einfluss auf die Psyche haben (von deinem PMS mal abgesehen).

Beobachtest du deinen Zyklus vielleicht mit NFP? Das wäre hilfreich. Dann wüsstest du, wie lange die 2. Zyklushälfte ist, ob du regelmäßige Eisprünge hast und könntest ggf. mal probieren mit Zyklustees nachzuhelfen...oder (nach einem Test von Progesteron in der 2. Zyklushälfte) auch Progesteron ergänzen.

Vorher solltest du allerdings noch die Schilddrüse überprüfen lassen, oder wurde das schon gemacht? Die hat nämlich auch Einfluss auf die Sexualhormone und die sollte OK sein bzw. gut eingestellt, bevor man sonst an den Sexualhormonen rumdoktert.

brudOdleixa


Bei dem Hormonstatus stand ich wohl wenige tage vor dem ES

Möglicherweise hängt es da...wichtig bei einem Hormonstatus ist immer der Zeitpunkt der Abnahme, für die erste Orientierung also Zyklustag 3-5.

O$c1hotonxia


@Stella:Die Schilddrüse wurde x-mal überprüft, die Werte sind sehr gut. Ich war beim Nuklearmediziner und der fand die Werte gut, die Antikörper waren unter dem Grenzwert. Ich habe natürlich im Internet damals nachgelesen und den Arztbrief mal genauer gelesen. ( inhomoge, leicht echoarme Stuktur+Knoten und leichte Struma). Während der Untersuchung redete er auch die ganze zeit von Hasimoto, aber wie gesagt die Werte waren top und damit war das erstmal vom Tisch. TSH war meisten um die 1 ( zwischen 0,9 und 1,7, einmal bei 2,2) und die freien Werte bei etwa 80%. Im Oktober werde ich das wohl kontrollieren lassen.

Ich bin mir ziemlich sicher dass ich Eisprünge habe, wegen der Schmerzen. ich weiß die müssen nichts heißen, aber LH-Tests sind da positiv, der Zervixschleim ist bilderbuchmäßig. Die Periode beginnt meistens genau nach 13 Tagen nach dem zweiten Mittelschmerztag. Aber da hatte ich meist schon 2-3 Tage Schmierblutungen. Vielleicht sollte ich doch nochmal messen den nächsten Zyklus, ein Thermometer hab ich da.

@ buddleia:

Ja mit den Zyklustagen daran hab ich auch gedacht, dass das evtl gar nicht aussagekräftig ist. Mich hat eben nur gewundert, dass das Östrogen so viel höher ist, obwohl das ja extra die Normwerte für die Zeit während der Ovulation sind. Daher dachte ich, dass hier vielleicht jemand was weiß, weil meine FÄ nix dazu gesagt hat und man ganz schlecht einen Termin bekommt.

bWudYdlexia


[[http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/o/Oestradiol.htm]]

Wenn du hier mal schaust, entspricht dein Östrogenwert dem präovulatorischen Peak und wäre damit nicht zu hoch.

SwtellaZ8x0


Ja, ich würde mal ein oder zwei Zyklen die Temperatur messen. Dann weißt du definitiv, obs einen Eisprung gab und wie lange die 2. Zyklushälfte ist. Bei mir ist der Mittelschmerz immer schon ein paar Tage vor dem Eisprung.

In der Alternativmedizin werden Östogen und Progesteron in der 2. Zyklushälfte überprüft und das Verhältnis der beiden Hormone zueinander betrachtet und aus den Werten wird dann auf eine Östrogendominanz bzw. einen Progesteronmangel geschlossen.

b?uddSleia


In der Alternativmedizin werden Östogen und Progesteron in der 2. Zyklushälfte überprüft und das Verhältnis der beiden Hormone zueinander betrachtet und aus den Werten wird dann auf eine Östrogendominanz bzw. einen Progesteronmangel geschlossen.

Nicht nur da, war oben von mir etwas knapp formuliert.

Wenn sinnvoll Zyklusmonitoring/Hormonstatus gemacht wird, braucht man zumindest zwei Abnahmen: Tag 3-5 und nach dem sicher bestimmten Eisprung, also zweite Zyklushälfte.

O~cho4tonxia


@ buddleia:

Danke für den Link. Ja demnach wäre der Wert ja ok. Aber eigentlich kann muss man schon nach den Normwerten des Labors gehen, das ist doch sehr unterschiedlich. Wie bei den freien Werten, da kann man die Normwerte auch nicht vergleichen. Aber wie dem auch sei, ich vermute mal, dass es da auch Schwankungen gibt, sonst hätte vielleicht meine FÄ auch etwas gesagt.

@ Stella:

ich werde mal meien Temperatur messen die nächsten Zyklen. Ich hatte das schonmal gemacht, und da viel mir auf, dass die Temperatur erst weit nach dem vermeintlichen Eisprung stieg. ich dachte, dass mich der Schmerz dann wohl doch täuschen würde, aber zweifeln lässt mich daran, dass der LH Test eher zum MS passt und und die Temperatur erst 4-5 Tage danach steigt. Und ich bin nie schwanger geworden, wenn wir kurz nach dem MS Sex hatten. Mehrere Zyklen war das so, da Fernbeziehung und regelmäßiger Zyklus. Einmal war es zwei tage vor dem Mittelschmerz, und ich war schwanger, das kann doch kein Zufall sein. Im Schreiben des FA stand dass ich wohl innerhalb von 48 Stunden einen ES haben werden, 2 Tage danach hatte ich dann den MS. Das würde also alles passen, nur die Temperatur braucht so lange, das fand ich schon immer merkwürdig. Aber ok, ich kann natürlich nicht in den Körper reinschauen, also wer weiß. Ich werde das mit der Temperatur machen und dann weiter sehen.

b^udd7lxeia


Aber eigentlich kann muss man schon nach den Normwerten des Labors gehen, das ist doch sehr unterschiedlich.

:)z

Mir war eigentlich auch in erster Linie wichtig, darauf hinzuweisen, dass eine Blutentnahme zu einem beliebigen Zykluszeitpunkt nicht immer die gewünschte Erkenntnis bringt. ;-)

Oecho]toxnia


Ja da hast du natürlich vollkommen recht. Wahrscheinlich sagt das gar nix durch den ungünstigen Zeitpunkt.

S#tell?ax80


Und ich bin nie schwanger geworden, wenn wir kurz nach dem MS Sex hatten.

Das sagt aber nichts Definitves aus. Genausogut könnte in den Zyklen deine 2. Zyklushälfte eben zu kurz zum Schwanger werden gewesen sein. Ich würde der Temperatur da in jedem Fall mehr vertrauen als dem Mittelschmerz, eben weil ich bei meinen Messungen auch festgestellt habe, dass der Mittelschmerz bis zu 4 Tage VOR dem Temperaturanstieg kommt. Aber nach ein paar durchgemessenen Zyklen bist du ja klüger.

O6chotoXnia


ich habe schon oft gehört, dass das nichts aussagt. Aber woher weiß man ob man nicht zu denen gehört, deren Temperatur erst 3 Tage nach dem ES ansteigt? Die gibt es ja soweit ich weiß. Laut "NFP heute" kann der Eisprung doch bis 4 Tage vor der ehM sein oder täusche ich mich? Denn rein objektiv passt alles zusammen, MS, perfekter ZS, ganz weicher Muttermund, positiver LH Test und hohe Libido (zumindest am ersten S-Tag, am zweiten meist nicht mehr). Ich habe in meinem Leben 3 mal in dieser Zeit Sex gehabt und bin 3 drei mal schwanger geworden. Da glaube ich nicht an Zufälle irgendwie.

Danach habe ich keine Lust mehr, die Scheide ist trocken, Muttermund wieder fest und ich hab Brustschmerzen. Ich habe in der Zeit viel häufiger Sex gehabt und bin nie schwanger geworden. Ich war mir auch immer sicher da nicht schwanger zu werden, das war vor allem am Anfang als man sich so vorsichtig an den Kinderwunsch herangetastet hat. Aber es hat sich einfach nicht nach fruchtbar angefühlt ;-D

Letzten Endes ist es ja Wurst, aber ich habe schonmal darüber nachgedacht wie man unterscheiden kann ob der ES tatsächlich später ist oder man nur zu denen gehört, wo die Temperatur später steigt. Aber ich habe manchmal das Gefühl dass es in Stein gemeißelt ist, dass der ES am Tag vor der ehM ist.

Sltell8a80


Das Progesteron, das nach dem Eisprung gebildet wird, sorgt für den Temperaturanstieg. Deshalb ist es in deinem Fall ja v.a. wichtig, zu wissen, wie lange die Zeit ist, in der dein Gelbkörper Progesteron produziert und weniger, wann genau jetzt dein Eisprung war.

Bei mir ist der ES halt meistens am Tag vor der ehM. Mein Gyn hat das schon per Ultraschall festgestellt (er hat das Eibläschen gemessen und seine Prognose für den Eisprung hat mit meiner Temperaturkurve übereingestimmt). Außerdem merke ich den Eisprung...weil bei mir vorher der Eierstock auf die Blase drückt und dieses unangenehme Gefühl dann mit dem Eisprung sofort verschwindet. Aber das ist halt bei jeder Frau anders ;-)

w~etterle6uch6tenx68


Hallo,

das ist ja schon etwas älter.... ich hoffe, Du antwortest noch.

Da ich ähnliche Probleme habe, vor allem Angststörung und Östrogendominanz, würde mich freuen, zu hören, was auch Dir geworden ist??

Vielen Dank und liebe Grüße

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