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Polyp, Myom und Eierstockzyste, was tun?

Sjun%flEocwer_7x3 hat die Diskussion gestartet


Ich habe seit knapp einem Jahr eine Eierstockcyste, die anfangs Probleme machte, sich jetzt aber relativ friedlich verhält. Eine ursprünlich geplante OP habe ich daher abgesagt. Auch ein kleines Myom ist seither bekannt; wurde damals sowohl von meiner Gyn als auch dem Oberarzt der Klinik als "kann man erstmal lassen" eingestuft.

Nun war ich wg. heftiger Blutungen bei meiner Gyn. Ergebnis: Großer Polyp, der die Gebärmutter komplett ausfüllt. Sie hat 2x Ultraschall gemacht im Abstand von 10 Tagen, aber das hat sich nix dran geändert. Hat mich nun in die Klinik weitergeschickt, Fragestellung ist letztlich, ob nur Ausschabung wg. Polyp oder halt Ausschabung plus Bauchspiegelung und Entfernung des Myoms und der Zyste. Hatte vor Jahren schon eine große Zyste, die damals nur per großem Bauchschnitt entfernt werden konnte.

Morgen habe ich nun den Termin in der Klinik – und bin selber ratlos, was denn nun Sinn macht. Meine Gyn ist OP-technisch zurückhaltend, sagte gleichzeitig aber auch, dass 3 Dinge auf einmal schon Pech und nicht so alltäglich sei. Der Polyp muss raus, die Bluterei kann so nicht weitergehen. Aber ich weiß echt nicht, ob ich Minimalprogramm fahren soll oder halt in einem Aufwasch alles erledigen soll.

Ich bin zudem noch in der Probezeit (netterweise in der Klinik, wo ich morgen den Termin habe... und der Chef der Gyn ist für einen Teil meiner Stelle auch noch mein zuständiger Chefarzt). Will also nicht lange ausfallen, aber eben auch nicht in ein paar Wochen wieder was haben. Zumal sowohl Zyste als auch Myom seit Ende 2012 beide gewachsen sind. Und ich aufgr. nahezu konstanter Schmerzmitteleinnahme wg. eines anderen Problems auch nicht sooo deutlich beurteilen kann, ob die nicht doch latent weh tun.

Welche Erfahrungen habt ihr?

Antworten
s`ileberFbraut


Hallo Sunflower,

ich kann dir nur mit der Erfahrung Polyp (incl. sehr hoch aufgebautes Endometrium) + Myom dienen. Vielleicht ist das aber besser als gar nichts.

Zum Zeitpunkt meiner Abrasio war das subseröse Myom 3 cm groß. 8 Wochen später hatte es eine Größe von 4,5 cm. Vor dem Eingriff stagnierte das Wachstum. Nach der Ausschabung brauchte mein Körper einige Zeit, um erneut Schleimhaut aufbauen zu können. Ich vermute, dass das "überschüssige" Östrogen deshalb mit dem Myom vorlieb nahm und es zum Wachstum angeregt hat.

Aus dieser Erfahrung heraus würde ich dir die gleichzeitige Myomentfernung nahe legen.

Ich hoffe, deine Chefs haben Verständnis trotz deiner Probezeit. Du hast dir ja den Ist-Zustand nicht freiwillig ausgesucht.

:)*

C}hristxina85


Ich nehme an, du brauchst für die Ausschabung eine Vollnarkose?

Wenn ja, würde ich dazu tendieren, gleich alles auf einmal zu machen. So sparst du dir eine Vollnarkose und einen weiteren Ausfall, wenn die Zyste doch wieder Probleme machen sollte.

Sind deine Hormone alle in Ordnung? Vielleicht könnte man da ansetzen, um weitere Zysten etc zu vermeiden?

S4unfl"ower_x73


Ja, das hilft! Hoch aufgebautes Endometrium habe ich auch (daher die 2. Kontrolle um zu schauen, ob sich im Zyklusverlauf was ändert. Nein). Es steht sogar (aufgr. der Zystendarstellung) eine Endometriose im Raum.

Ich kann den Gyn in der Klinik ja morgen vor die schwierige Aufgabe stellen, sinnvolle OP und direkten Ausfall in seiner Abteilung geschickt miteinander zum Vorteil aller zu kombinieren. ]:D

Ist halt leider nicht der erste Ausfall in der Probezeit, nehme gerade alle Seuchen mit, die die Kollegen so anbieten und die die halbe Abteilung hinraffen... :-|

SYun:flowerx_73


Vollnarkosen stören mich weniger. Hatte dieses Jahr schon eine und auch in den 10 Jahren davor 1-2 pro Jahr. Ist das geringste Übel.

Hormonell: Es gab eine Blutkontrolle, da waren Testosteron und Östrogen okay. Schilddrüse (auch da Knoten & Zyste) ist auch okay (strenge Grenzwerte zu Grunde gelegt). Die erste Zyste ist 20 Jahre her... Gut, dazwischen 10 Jahre Pilleneinnahme.

s=ilber5b_r-aut


Ich kann den Gyn in der Klinik ja morgen vor die schwierige Aufgabe stellen, sinnvolle OP und direkten Ausfall in seiner Abteilung geschickt miteinander zum Vorteil aller zu kombinieren. ]:D

Rein theoretisch müsste der Gyn mitspielen. Soweit ich weiß, besteht bei zunehmender Größe einer Zyste die Gefahr einer Stildrehung. Die ist nicht nur sehr schmerzhaft (wurde mir gesagt), sondern bringt dich dann auch noch als Notfall auf den Tisch, der dich u.U. eine längere Ausfallzeit kostet.

Also viel Glück morgen!

CqhrZistri-nax85


Vollnarkosen stören mich weniger. Hatte dieses Jahr schon eine und auch in den 10 Jahren davor 1-2 pro Jahr. Ist das geringste Übel.

Oh! Dann scheidet Vollnarkose wohl als Entscheidungskriterium aus.

Ich würde dennoch zu "allem in einem Aufwasch tendieren", vor allem wenn du weitere Ausfälle vermeiden möchtest. Es könnte natürlich auch sein, dass die Zyste Ruhe gegeben hätte, aber nachdem sie ja wächst und deine erste Zyste auch entfernt werden musste, würde ich sie lieber loshaben wollen, so zur Sicherheit.

Alles Gute für morgen!

SiunzflowerT_7x3


So, aktueller Stand. Der Oberarzt hat lange Ultraschall gemacht und noch mit mir den Raum zu einem hochauflösenderen Gerät gewechselt. Und wirklich arg mit dem Ultraschallstab gebohrt.

Fazit: 1 Polyp, das bekannte Myom, die bekannte Zyste – und in der Gebärmutterhinterwand noch ein über 5cm großes Myom. Was so in der Wand drinhängt, dass er die Gefahr sieht, dass bei einer Ausschabung oder einfachen Regelblutung es dadurch zu einer massiven Blutung kommen kann.

Und die Zyste sieht nach Endometriose-Zyste aus.

Der Plan ist nun:

1. Vaginal Polyp entfernen und Ausschabung.

2. Unter dem Rippenbogen mit der Kamera in den Bauchraum gehen und Zustand bzgl. Verwachsungen beurteilen (hatte schon 2 Bauch-OP's und er hat Angst, dass der Darm irgendwo verwachsen ist, wo man normalerweise entspannt mit dem Endoskop reingeht).

3. Dann endoskopischen Zugang suchen und Zyste entfernen (wohl mit einem Teil des Eierstocks). Kleines Myom entfernen. Zur Entfernung des großen Myoms von außen in die Gebärmutter gehen und es halt freilegen, dann so nähen, dass die eigentliche Naht in der Gebärmutter liegt (sog. inverse Naht). Was im Klartext bedeutet: Im Falle einer Schwangerschaft geht nur frühzeitiger Kaiserschnitt, da diese Naht Wehen und normaler Geburt nicht standhalten würde. Abschließend dann Suche nach ggf. weiteren Endometriose-Herden im Bauchraum und Entfernung.

5 Tage Krankenhaus, 2-3 Wochen Krankschreibung. Mit Glück und Zähne zusammenbeißen halt nur 2 Wochen.

Bin ehrlich gesagt bedient. Habe auch extrem kritisch nachgefragt und noch mit meiner Gyn telefoniert, aber die hält die Vorgehensweise für angemessen und hat mich ja auch wg. der Beurteilung in die Klinik geschickt, nicht nur wg. direktem OP-Termin.

Tja... Termin habe ich noch nicht gemacht, da mein Haupt-Chef nicht mehr greifbar war und ich es mit ihm absprechen muss, da mein wichtigster Kollege bald Urlaub hat und und und. Ein wenig planbar ist die Sache ja noch... Werde es am Montag hoffentlich klären können. Ist superdoof, aber der Gyn sagte deutlich, dass das große Myom problematisch wird, wenn man nicht bald handelt.

S=unful#owerQ_x73


Vorteil: Notfalls soll Chef halt direkt im EDV-System in meine Akte gucken. Geheimhaltung klappt in der Klinik für Mitarbeiter eh nur sehr begrenzt. Also soll es notfalls selber nachlesen, ob das wirklich wichtig ist. ]:D :-p

C?hrgivstinxa85


Oh Mann, Sunflower, das tut mir leid für dich! Aber leider hast du anscheinend keine Wahl!

Ich wünsche dir, dass alles glatt geht und vor allem, dass du in Zukunft Ruhe hast vor jeglichen Myomen, Polypen und Zysten!

SmunfloOwer_7x3


@ Christina:

Danke! Wird sich auch finden – irgendwie.

Das mit dem Verschont-Bleiben: Ich hab' gefühlt ständig irgendwas. Kaputte Gelenke, Netzhautablösungen, PAP-Befund auffällig,... Nicht umsonst komme ich auf rd. 20 OP's in den letzten 12-14 Jahren. Die Gyn-Baustelle war jetzt 10 Jahre friedlich, wird also quasi wieder mal Zeit. Im Bekanntenkreis wurde auch schon mal die Notschlachtung empfohlen. ]:D

Kurzum: Irgendwas ist immer. Und irgendwie geht's auch weiter. Aber es nervt. :(v

s&ilbKerbyraxut


@ Sunflower,

das klingt ja leider doch nach einer umfangreicheren Geschichte bei dir.

Die geplante Vorgehensweise des Gyn finde ich (obwohl ich Laie bin) schlüssig. Lieber jetzt eine komplette Sanierung des Bauchraumes (auf die Endo bezogen) und die damit verbundene "längere" Krankschreibung als häppchenweise immer wieder operieren. Ich war allein nach der Abrasio schon knappe 3 Wochen krank geschrieben. Brauchte die Zeit auch auf Grund des Blutverlustes, der von der Durchbruchsblutung meines überdimensionierten Endometriums verursacht war.

Deshalb auch mein Rat: Schieb den Eingriff in deinem Interesse nicht vor dir her! Aber ich denke, das weißt du selbst sehr gut.

CFh,risGtina8x5


Aber es nervt.

Das kann ich mir vorstellen, da kommt ja ganz schön viel zusammen bei dir!

??Ich weiss ja nicht, wie du dazu stehst, aber hast du schon mal eine homöopathische Behandlung versucht ???

SVunf2lCower_-73


@ Christina:

Nicht so wirklich... Hast Du was Konkretes im Kopf bzgl. Homöopathie?

J.ulxey


Sunflower ich wünsche dir alles Gute und dass du die für dich richtige und stimmige Entscheidung triffst @:)

Mit Erfahrungen kann ich leider nicht dienen, nur mit rupturierten Ovarialzysten ]:D

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