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Ausgeprägte Eierstockschwäche – Lösung: Mönchspfeffer?

skchnucYkel8x8 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe User *:)

ich habe vor einem halben Jahr, Anfang April, nach 8 jähriger Pilleneinnahme die Pille abgesetzt wegen diverser üblichen Nebenwirkungen wie Depression, Haarausfall, Hautverschlechterung, allgemein schlechteres Wohlbefinden. {:(

Bisherige Zyklenlängen:

1. Zyklus: 29 ZT

2. Zyklus: 41 ZT

3. Zyklus: 28 ZT

4. Zyklus: 37 ZT

5. Zyklus: aktuell, heute 30. Zyklustag

Man kann meinen, alles ist doch erstaunlich gut von den Zykluslängen.

Die ersten beiden Zyklen verliefen recht unverändert (jedoch ganze Zyklen lang Schmierblutungen), erst ab dem 3. Zyklus hatte ich sehr unangenenhme Veränderungen wahrgenommen: Extremer Haarausfall (Zopfumfang auf die Hälfte geschrumpft!), tägliche Übelkeit, antriebslos, Müdigkeit ohne Ende, extreme Vergesslichkeit, Gewichtszunahme von 58 kg auf 61 kg, Schmierblutungen ohne Ende... Jedenfalls war es so derart schlimm, dass ich mich nicht in der Lage fühlte, mit meiner Bachelorarbeit an der Uni anzufangen. %:| {:(

Deswegen ging ich Ende Juli zum Hausarzt, dieser machte eine Blutuntersuchung gezielt auf Schilddrüse und – auf meine Bitte – eine Untersuchung des Eisenwerts.

Es hat sich herausgestellt, dass mit der Schilddrüse alles ok ist; der Eisenwert lag damals bei 31,8 – laut dem Arzt kein Handlungsbedarf. Aus dem Grund fing ich an, auf meine eigene Faust Eisenpräperate zu nehmen ( Haemoprotect 50, täglich ein bis zwei Tabletten).

Im 4 Zyklus habe ich im Gegensatz zu den ersten 3 Zyklen eine Änderung bemerkt: Vom 1. bis zum 12. Zyklustag ging es mir körperlich wieder seelisch besser, keine Pickel, keine Schmierblutungen mehr, und mein Haarausfall wurde wieder etwas besser! Doch vom 12. bis zum 26. Zyklustag fing die ganze Schmierblutungssauerei wieder an, ich bekam wieder diese schmerzhaft großen eitrigen Wasserpickel auf der Kinn und Schläfe, und meine Lymphknoten am Hals sind sogar schmerzhaft vergrößert seitdem, und auch war ich wieder mies drauf. >:(

Deswegen suchte ich meinen FA auf, und es wurde im jetzigen 5. Zyklus (der übrigens genau so wieder verläuft wie der 4. Zyklus) am 25. Zyklustag ein Hormonstatus gemacht und auf meinen Wunsch hin wieder der Ferritin-Wert überprüft, da ich wirklich verdammt viel im letzten halben Jahr geblutet habe und vergleichen wollte, ob die Eisenpräperate was bringen. ]:D

Heute habe ich die Ergebnisse per Telefon von der Arzthelferin (mit dem FA konnte ich nicht reden :-( )gesagt bekommen:

Kreatin: 0,77

LH: 12,43

Estradiol: 94,9

FSH: 8,58

Progesteron: 0,58

Prolaktin: 23,0

Testosteron: gesamt 0,43 IS, gesamt 1,49

Ferritin: 11,7 (Vor zwei Monaten war der Wert noch bei 31,8!)

Transferrin: 3,1

Dann hat sie mir noch etwas vorgelesen, was ich aber nicht ganz verstanden habe:

DHE: 344 (was soll das sein?)

Aber kommen wir nun zu meinen Fragen.

Laut dem FA habe ich eine ausgeprägte Eierstockschwäche, somit keinen Eisprung. %:| %:|

Meine 1. Frage: Damit ist doch eine Ovarialinsuffizienz gmeint, und was ich mir angelesen habe, dann auch eine primäre, da FH und FSH erhöht sind, oder? Ist es auch richtig, dass ich somit einen Progesteronmangel habe?

Als Lösungsvorschlag wurde mir gesagt, ich solle Feminon nehmen, den ganze Zyklus lang, und zwar 20 Tropfen morgens und abends. Feminon ist soweit ich gelesen habe, Mönchspfefferprepärat.

Mein 2. Frage: Nachdem ich mich im Internet angelesen habe, bin ich etwas verunsichert,ob es der richtiger Weg ist, mich den ganzen Zyklus lang mit Mönchspfeffer zu bedienen. Im 4. und im jetzigen 5. Zyklus war es so, dass die erste Hälfte des Zykluses mir schon richtig gut ging und ich auch keinerlei Beschwerden mehr hatte! Erst ab der Mitte fingen die starken Schmierblutungen an als auch das ganze Unwohlsein samt schmerzhafter Pickel. Wäre es nicht also besser, Mönchspfeffer erst dann zu nehmen, wenn die Schmierblutungen wieder angefangen haben?

Ich bin leider sehr verunsichert, denn mein FA ist am Mittwoch auf Urlaub, und einen Termin habe ich nicht mehr bekommen. :-(

Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn ihr mir einen Rat geben könntet! :)* Denn es geht mir gerade mal wieder verdammt schlecht – seelisch als auch körperlich – und meinen FA kann ich auch nicht fragen. :(v

Vielen lieben Dank!!! :)-

PS: Ich bin 24 Jahre als, bin seit einem halben Jahr Gynefix trägerin und somit besteht (noch) kein Kinderwunsch. :)D Entschuldigt bitte meinen so lang gewordenen Text – ich hoffe, die Informationen bringen etwas. ???

Antworten
lue sayng xreal


Möpf wurde ich nicht einfach draufkloppen. Eisenbändern solltest du dringend nehmen, ich bin mit ferro sanol duodenal 100mg sehr gut gefahren. 200 Stück Packung, die ersten 10 Tage 2 Kapseln, dann 1 täglich. Am besten morgens nüchtern mit O-Saft 30min vor dem Frühstück nehmen.

Wie sind deine Schilddüsenwerte?

lOe "sCang xreal


Blödes Handy... Eisentabletten natürlich.

Deine Symptome können allesamt vom Absetzen kommen.

l#e saUng re~al


Was du aber tun kannst: Zyklustee trinken.

swchnuOckxel88


Danke für's flotte Antworten! :)^

Meine Schilddrüse ist soweit ok:

TSH basal: 1,44

Ft3 und Ft4 wurden nicht vom Hausarzt untersucht.

Wie funktioniert das genau mit dem Zyklustee? Trinkt man in Abhängigkeit vom Zyklustag verschiedene Sorten?

SHtelxla80


Ich würd auch erstmal Zyklustee trinken, ein paar Zyklen lang und dann mal schauen, ob sich was tut. Schau mal in den Leitfaden, da stehen die Tees ganz am Anfang drin. Ich hab dreimal täglich eine Tasse davon getrunken, je nach Zyklushälfte eben den für die erste oder den für die zweite Zyklushälfte.

k1ath8ykneks


Als allererstes: Einen Endokrinologen aufsuchen und Sexualhormone, sowie Schilddrüse kontrollieren lassen! Frauenärzte sind keine Hormonspezialisten, Hausärzte sind keine Hormon- und Schilddrüsenspezialisten und beide kennen sich damit meist nicht sehr gut aus. Sieht man auch an deinem Beispiel, denn für eine Schilddrüsendiagnostik braucht man mindestens TSH, freie Werte (= fT3 und fT4) und eine Sonographie der Schilddrüse, dazu sollten am besten auch noch die schilddrüsenspezifischen Autoantikörper (TPO-AK, Tg-AK, TRAK) bestimmt werden.

Außerdem: Mit deinen Hormonwerten kann man ohne Referenzwerte wenig anfangen. Lass dir doch eine Kopie des Befundes aushändigen.

Angesichts des Ferritinwerts ist Eisensupplementation sehr sinnvoll. Auch ich habe mit Ferro Sanol duodenal gute Erfahrungen gemacht. Da dein Ferritinwert mittlerweile doch sehr niedrig ist, könnte man auch über Eisenspritzen bzw. -infusionen (z. B. mit Ferrlecit) nachdenken.

Mönchspfeffer würde ich erst mal nicht nehmen, da dieser gestagenartig wirkt und somit in den Hormonhaushalt eingreift. Zuerst wäre m. E. ein Besuch beim Endokrinologen sinnvoll.

Sutel)la8x0


Ich finds jetzt nicht so außergewöhnlich, dass der Körper nach dem Pille-Absetzen länger als 5 Zyklen braucht, bis alles wieder rund läuft. Außerdem meinst du ja auch, Veränderungen/Verbesserungen zu bemerken. Ich würd deshalb erstmal noch ein bisschen abwarten und Tee trinken ;-)

Falls das Problem in 4-5 Monaten aber immer noch unverändert besteht, würde ich auch mal einen Termin beim Endo ausmachen, wie kathykeks sagte.

k*atbhykexks


Ich finde, dass die Symptome doch ein wenig zu hart klingen, um noch als normale Hormonveränderungsbegleiterscheinung nach dem Absetzen durchzugehen. :-/ Ich meine auch gelesen zu haben, dass es bei hormontypischen Beschwerden, die 6 Monate nach dem Absetzen immer noch bestehen, sehr wahrscheinlich ist, dass eine Hormonstörung vorliegt; fragt mich jetzt aber nicht woher ich das habe... ":/ Für mich persönlich würden die Symptome jedenfalls mehr als ausreichen, um schnellstmöglich handeln zu wollen und nicht mehr nur abzuwarten.

l&e 6sanXg rexal


Man sagt, in 6-12 Monaten sollte sich es wieder eingependelt haben. Da ist noch Luft nach oben bei der TE.

kSathy`keks


Man sagt, in 6-12 Monaten sollte sich es wieder eingependelt haben.

Hier im Forum sagt man das, ja. Aber wie geschrieben, habe ich schon gelesen, dass Beschwerden noch 6 Monate nach dem Absetzen eher auf eine Hormonstörung hindeutet, als noch absetzbedingt zu sein.

SNtell;ax80


Das ist/kann eben von Frau zu Frau verschieden sein. Bei manchen kann der Körper tatsächlich einfach länger brauchen und aus meiner Sicht muss man in den ersten 12 Monaten nach dem Absetzen wg. solcher Symptome noch nicht in irgendwelche Panik verfallen. Da sollte man einfach versuchen, den Körper auf sanfte Weise so gut wie möglich zu unterstützen (also mit Zyklustees, gesunder Ernährung, Vitaminen, Mineralstoffen, Entspannung, Sauna....)

Und auch wenn nur der TSH überprüft wurde...der ist ja erstmal nicht irgendwie auffällig, von daher kann man da aus meiner Sicht auch noch ein paar Monate abwarten.

Was ich machen würde...auf jeden Fall was gegen den niedrigen Ferritinwert. Dann würde ich es tatsächlich mal mit den Zyklustees probieren und parallel damit anfangen, eine Zykluskurve zu führen und das mal 3-4 Zyklen durchziehen und schauen, ob sich was verändert. Dann weiß man nämlich auch, ob es tatsächlich in keinem Zyklus einen Eisprung gibt oder ob die Blutentnahme am 25. Zyklustag einfach zu früh war...weil bei einem längeren Zyklus kann durchaus danach auch noch ein Eisprung kommen.

Falls sich in diesen 3-4 Monaten gar nichts tut, dann hat die TE in jedem Fall verlässliche Zyklusauswertungen, über die jeder gute Endokrinologe froh sein wird.

Ich finde, dass die Symptome doch ein wenig zu hart klingen, um noch als normale Hormonveränderungsbegleiterscheinung nach dem Absetzen durchzugehen.

Ja, das dachte ich bei mir erst auch. Mein Arzt meinte dann aber sowas wie "ja ja, jahrelang die Pille nehmen und sich dann wundern, wenn danach hormonell alles durcheinander ist ..." %:| Bei mir waren es tatsächlich "normale" Hormonveränderungsbegleiterscheinungen nach dem Absetzen (und zwar deutlich länger als 6 Monate) und haben sich mit sanften Mitteln (Zyklustees und später Progesteroncreme) wieder gegeben. Irgendwelche Hormonstörungen/Schilddrüsenprobleme konnte nicht gefunden werden und mittlerweile hat sich mein Körper auch wieder regeneriert...nach immerhin über 4 Jahren ohne Pille.

BIateGr Wx.


Die Schmierblutungen können auch von der Gynefix kommen, ist eine mögliche Nebenwirkung.

B[ater xW.


Ansonsten würde ich mit dem FA die Diagnose durchsprechen, Du hast ja bisher wohl nur mit der Sprechstundenhilfe gesprochen.

Feminon ist, soweit ich das gelesen habe, Mönchspfefferpräparat.

Nicht zwangsläufig, es gibt mehrere Feminon-Medikamente. Siehe google.

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