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Gebärmutterentfernung mit Bauchschnitt

SXmaraZgdaugxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

nächste Woche ist es so weit, ich muß am Dienstag ins KH und am Mittwoch komme ich unters Messer. Der Grund dafür war, dass bei einer Ausschabung vor knapp 3 Monaten eine auffällige Schleimhaut mit Atypien entdeckt wurde, so dass man mir zu einer Hysterektomie geraten hat.

Da ich vor 10 Jahren schon mal einen Bauchschnitt hatte (Myomentfernung an der GM) und vor 3 Jahren eine Bauchspiegelung wegen einer 10cm großen Zyste und jetzt eben vor 2,5 Monaten eine erneute Spiegelung wegen einer verdächtig aussehenden Zyste hatte, ist bei mir inzwischen alles verwachsen, u.a. auch mit dem Darm. Deshalb muß die HE jetzt mittels Bauchschnitt gemacht werden, und weil ich etwas üppig bin, ein Längsschnitt.

Mein Operateur, ein total netter und für mein Empfinden auch sehr kompetenter Oberarzt, hatte sich vor 2 Monaten die Schulter gebrochen, so dass ich die OP aufschieben musste, ich wollte auch "auf ihn warten", weil er schon die Ausschabung gemacht hatte, mich also "kennt" ( ;-D ), und auch, weil er als Einziger erkannt hat, dass die Schleimhaut "unruhig und nicht so gut aussieht".

Mein Haus-Gyn, bei dem ich kurz zuvor zur halbjährlichen Kontrolle war, hatte das nicht gesehen, weil er sich den Ultraschall gespart hat, obwohl er von meiner Zystenneigung wusste. Überhaupt werde ich mir, wenn das alles durchgestanden ist, einen neuen Gyn suchen. Unser Verhältnis hat sich deutlich verschlechtert, seit es bei mir zu Unterleibsproblemen kam, wo man eigentlich an einem Strang zieheh sollte. Er hat sich als launisch, zickig und arrogant herausgestellt. Als ich ihm das vorläufige Ergebnis der Histologie vorlegte, wo schon das mit den Atypien angedeutet wurde, hat er das runtergeredet und mir gesagt, ich würde zu viel denken und zu wenig wissen. Eine Woche später, als der Abschlussbefund da war, mit praktisch demselben Wortlaut, nur ein Sätzchen mehr, das besagte, dass man zu einer HE rate, hat er plötzlich seine Meinung geändert und gemeint, meine Sorgen wären ja doch nicht so unbegründet. Ich dachte, na immerhin.... Gestern wollte ich die noch nötige Einweisung fürs KH holen, was steht auf dem Schein? Verdacht auf Ovartumor G. Super. Ich wieder zu den Mädels am Tresen, gesagt, ich habe keinen Ovartumor mehr, das war ne Zyste, die vor 3 Monaten entfernt wurde, jetzt muss ich zur Hysterektomie, weil man damals gleich eine Ausschabung mitgemacht hat und die auffällig war. Sie wieder zum Gyn rein, kommt wieder raus mit demselben Zettel, nur dass da noch sinngemäss draufsteht, Patientin bekannt, OP. Und aus dem G ein Z gemacht - Super. Unterm Strich also: OP für bekannte Patientin mit Ovartumor....

Dann hab ich meinen Mann vorgeschickt, weil ich langsam keine Nerven mehr habe, und ich nicht will, dass die im KH den Zettel nicht akzeptieren und vielleicht noch die OP abblasen. Er hat es dann immerhin geschafft, dass auf demselben Zettel jetzt noch außer dem Ovartumor was von HE steht, wenn ich's richtig lese.

Kurz, ich werde mir nach alledem einen neuen Gyn suchen. Von Vertrauensverhältnis keine Spur mehr.

Jetzt mache ich mir nur noch Gedanken, weil die Aufklärungsärztin bei der üblichen Routineansage in Sachen Risiken (Wundinfektion, Heilungsverzögerung, Nachblutungen etc pp) was von nicht auszuschließender Bluttransfusion gesagt hat, und eben dem Risiko, sich dadurch HIV oder HepC einzufangen. Ich hab das Thema Eigenblutspende angeschnitten, da aber meinte sie, das wäre nicht mehr üblich, außerdem würde man da eine längere Vorlaufzeit brauchen, nicht bei einer OP, die in einer Woche stattfindet.

Hat jemand von euch (OP mit Bauchschnitt) schon mal Blut gebraucht? Wie hoch ist das Risiko, überhaupt Blut zu brauchen? Bei meinem Bauchschnitt vor 10 Jahren wurde das Thema (glaube ich) gar nicht angeschnitten, ich erinnere mich auch nicht, dass jemand eine Blutprobe (Kreuzblut) zur Bestimmung abgenommen hätte. Diesmal aber wollen sie es am Tag vor der OP machen....

Antworten
Spmarag[daxuge


Ach so, und es ist jetzt entschieden, dass nicht nur die GM sondern auch der noch verblieben Eierstock (evtl noch der andere, falls vorhanden, da sind sich die Ärzte nicht ganz einig) entfernt wird. Ich hab mir das in Ruhe über Wochen überlegt, aber da nach Hysterektomie hier nie wieder eine Bauchspiegelung möglich sein wird, andererseits aber in den letzten Jahren immer wieder hartnäckige große (10cm) oder verdächtig aussehende Zysten aufgetaucht sind, die entfernt werden mussten, will ich nicht jedes oder jedes zweite Jahr einen Bauchschnitt. Abgesehen davon haben Frauen mit Übergewicht (x), Frauen mit Zyklen ohne Eisprung (x) und - ich glaube - auch Diabetikerinnen (x) ein erhöhtes Eierstockrisiko. - Dem möchte ich mich nicht aussetzen. Da nehme ich lieber etwas verfrühte Wechseljahre in Kauf, und Kinder können mein Mann und ich ohnehin keine haben.

Wird also ne große OP. Momentan verdränge ich das alles noch so gut es geht. Aber am Dienstag muss ich dann rein. Ist das üblich, bei einer solchen OP schon einen Tag einer einbestellt zu werden?

s8ilb5er2brauxt


was von nicht auszuschließender Bluttransfusion

Die Zustimmung zu Bluttransfusionen ist völlig normal, nicht nur bei abdominaler HE. Es kann bei jeder OP zu Blutungen kommen, die eine Transfusion nötig machen. Da hat niemand Zeit, dich zwichendurch aufwachen zu lassen, um zu fragen, ob es dir denn recht wäre.

Eigenblutspende angeschnitten, da aber meinte sie, das wäre nicht mehr üblich, außerdem würde man da eine längere Vorlaufzeit brauchen, nicht bei einer OP, die in einer Woche stattfindet.

Eigenblut spendet man, soweit ich weiß, ca. 4 Wochen vor einer geplanten OP.

Ist das üblich, bei einer solchen OP schon einen Tag einer einbestellt zu werden?

Das händeln die Kliniken unterschiedlich.

Wie hoch ist das Risiko, überhaupt Blut zu brauchen?

Das hängt u.a. von deinen Werten vor der OP ab und ob intraoperativ starke Blutungen auftreten. Die meisten dieser OPs gehen aber ohne Transfusion über die Bühne.

zYwet2scvhgex 1


Also ich habe ein halben Liter Blut gebraucht nach mein ersten KS. Der Chirurg hat ein großen Ader getroffen, der quer über mein GM lag. Deswegen habe ich ziemlich viel Blut verloren. Deswegen wie Du siehst, kann es also passieren bei ein Bauchschnitt das man Blut benötigt, auch wenn es relativ selten ist.

zPwets!chgxe 1


Aber am Dienstag muss ich dann rein. Ist das üblich, bei einer solchen OP schon einen Tag einer einbestellt zu werden?

:)z Das ist ganz normal.

Ich wünsche Dir alles Gute, und das alles glatt über die Bühne läuft @:)

Shchl=itzauge6x7


Ich habe auch einen Bauchschnitt gehabt. Dem Gesetz nach müssen sie eben jedes Risiko erklären, selbst wenn es nur bei jeder 1000. Op mal eintritt.

Man braucht in der Regel keine Blutkonserve. Ist auch keine sooo große OP, in der Regel ist man eine STunde später schon im 'Aufwachraum, kann abends schon allein zum Klo und ab dem nächsten Tag bin ich auf dem Flur mit dem Transfusionsständer hoch und runter gelaufen.

Ich würde heute was für einen guten Stuhlgang einpacken (Schüssler Nr. 10 oder so). Man hat auch gerne Blähungen und so ein Babybauchöl mit Fenchel (Drogeriemarkt/Apotheke) tut da Wunder. Eine Nackenrolle unter den Knien ist auch wundervoll, weil die Bauchdecke dann nicht so angespannt ist.

Und Ohrenstöpsel nicht vergessen, die Nachbarin könnte schnarchen!

Saunflowcer_x73


Das mit der Tranfusion unterschreibt man bei jeder größeren OP. Das ist nun mal ein Risiko, aber JEDER ist bemüht, dass es nicht dazu kommt. Ggf. halt Auffangen Deines Blutes, Aufarbeitung und direkte Gabe.

Eine sooo große OP ist die Hysterektomie jetzt auch nicht. Damit will ich Deine Angst nicht schönreden oder so, aber selbst die Krebs-OP meiner Ma mit über einem halben Meter entnommenen Darm ging ohne Transfusion ab.

Einen Tag vorher aufgenommen zu werden ist fast Luxus. Wr früher üblich, in Zeiten der DRG's (Fallpauschalen) sind das eher unnötige Ausgaben. Was verunsichert Dich daran so? :)*

Bei mir stehen nächste Woche auch Ausschabung und Bauchspiegelung an wg. 2 Myomen, Eierstockcyste und Verdacht auf Endometriose. Mit Pech kann die Gebärmutter nicht erhalten werden, weil das eine Myom sehr groß ist und mitten in der GM-Wand sitzt. Aufgrund vorausgegangener Bauch-OP's gehen die erstmal unter dem Rippenbogen mit der Kamera rein um zu schauen, ob es erhebliche Verwachsungen gibt, die dann schlimmstenfalls gegen eine Bauchspiegelung sprechen oder zumindest nur mit extremer Vorsicht.

S}unfflVower_x73


Man hat auch gerne Blähungen und so ein Babybauchöl mit Fenchel (Drogeriemarkt/Apotheke) tut da Wunder.

Mit Öl auf einem frisch operierten Bauch wäre ich eher vorsichtigt. Das kriecht gerne über die Haut, hat im Narbenbereich aber nix zu suchen.

Sbmaraygdauge


Also meine Blutwerte sind - soweit ich das weiss - gut. Ich nehme auch keine Medikamente, die die Gerinnung beeinflussen. Das Metformin werde ich 2 Tage vorher absetzen, und die Blutdrucksenker und das L-Thyroxin auch. Dann esse ich die beiden Tage vorher eben nur noch Möhrensuppen aus der Dose, hat kaum Kohlenhydrate.

Mich verunsichert halt, dass unter "Komplikationen" das Risko einer stärkeren Blutung bzw Nachblutung inklusive Bluttransfer und dessen Risiken an erster Stelle steht. Noch vor Organschäden, Nervenverletzungen, Verwachsungen etc. Keine Ahnung, ob das was mit der Häufigkeit des Vorkommens was zu tun hat? Daher auch meine Frage, wie häufig man bei einem solchen Eingriff einen Bluttransfer machen muss.

Vor 10 Jahren hatte ich schon mal einen Bauchschnitt, allerdings Bikinischnitt und es wurden "nur" Myome entfernt, und es gab damals noch keine Verwachsungen, weil ich noch nie eine OP in dem Bereich hatte. Damals habe ich (glaube ich) 100ml oder 200ml Blut verloren, was ja eigentlich richtig wenig ist, angesichts eines solchen Eingriffs. Bei einer Blutspende gibt man mehr ab.

Jetzt aber ist alles verwachsen und es wird ja ein komplettes Organ plus Eierstöcke entfernt. Keine Ahnung, wobei man das meiste Blut verliert, beim Aufschneiden oder beim Herausnehmen der Gebärmutter oder dem Lösen der Verwachsungen? ":/

Dem Operateur vertraue ich, ich glaube wirklich, dass er richtig gut ist, er ist auch der leitende Oberarzt dort und seine Assistenzärztin findet es wohl auch gut, dass ich ("special case") das wieder von ihm machen lasse.

Ich kann ja sicherlich noch am Tag der Aufnahme (also ein Tag vor der OP) Bescheid geben, dass ich nur im echten Notfall Blut möchte? Wenn möglich, noch eigenes, und nur, wenn's nicht anders geht, fremdes. Am Aufnahmetag wird ja auch das Kreuzblut genommen - ich kann mich nicht erinnern, dass sie das damals vor 10 Jahren auch getan hätten (war ein anderes KH).

Sunflower, ich wünsche Dir alles gute für die Spiegelung und dass sie nicht aufmachen müssen @:) Bei mir wollten sie damals auch spiegeln, aber dann waren die Myome zu groß. Alles Gute Dir :)*

SVmaraNgdauLge


Ich glaube auch, dass die Wunden erst mal eine ganze Zeit abgeklebt bleiben. Ich habe erfreulicherweise eine gute Wundheilung.

Ach ja, und sie wollen mir, wenn die Blutwerte gut sind, einen Schmerzkatheder legen. Da hab ich natürlich auch ein mulmiges Gefühl, so ein Ding im Rücken, und dann liegt man auch noch drauf. Hoffentlich wirkt das Ding auch, nicht dass ich während der OP was merke, man soll schlimme Schmerzen auch unter Narkose merken. :-(

Naja, und an die Wachintubation denke ich jetzt erst mal gar nicht..... Ich habe gebeten, wieder das nette Team von vor 3 Monaten zu bekommen. Vielleicht klappt es ja, die waren echt lieb und keine Rambos, die einem den Tubus auf Teufel komm raus in die Luftröhre jagen.

S8chlit{zaugxe67


Mit Öl auf einem frisch operierten Bauch wäre ich eher vorsichtigt. Das kriecht gerne über die Haut, hat im Narbenbereich aber nix zu suchen.

Das haben die Schwestern aber auf Station so gemacht, die Blähungen hingen auch eher oben im Bauch. Die Narbe ist auch ja auch abgeklebt, da wurde ja auch gar nicht eingerieben. Die wußten schon, was sie taten, sonst hätten sie es wohl kaum so gehandhabt. Es war jedenfalls eine empfundene Wohltat.

S9chlitzcauge067


Ich kann ja sicherlich noch am Tag der Aufnahme (also ein Tag vor der OP) Bescheid geben, dass ich nur im echten Notfall Blut möchte? Wenn möglich, noch eigenes, und nur, wenn's nicht anders geht, fremdes. Am Aufnahmetag wird ja auch das Kreuzblut genommen – ich kann mich nicht erinnern, dass sie das damals vor 10 Jahren auch getan hätten (war ein anderes KH).

Du verstehst offensichtlich nicht, dass eine Eigenblutspende lange vorher geplant werden muß, das Blut muß aufgearbeitet werden (Blutspendedienst), eine Egenblutspende bei Gebärmutterentfernungen nicht üblich ist, weil da schon ein extremer Notfall eintreten müßte.

Und Spenderblut für eben solchen Notfall ist so was von durchgetestet, käme es wirklich zum eigentlich nicht anzunehmendem Notfall, dann wäre dagegen nichts einzuwenden. Wer nur eine Konserve braucht, braucht eigentlich gar keine, wenn es eine Katastrophe werden würde, bräuchte man u. U. mehrere Konserven, die selbst bei einer Eigenspende eben gar nicht leistbar sind. Oder willst Du jetzt Dein Blut auf 3 Liter reduzieren, um die 2 abgenommenen Liter dann während der OP wieder zuzuführen? Schwachsinn....

s_ilbeirbrxaut


Das Metformin werde ich 2 Tage vorher absetzen, und die Blutdrucksenker und das L-Thyroxin auch.

Welche Medikamente du vor der OP absetzen sollst, sagt dir der Anästhesist. Blutdrucksenker durfte ich noch nie vor einer OP absetzen. Das kann zu Druckschwankungen während der OP führen.

Mich verunsichert halt, dass unter "Komplikationen" das Risko einer stärkeren Blutung bzw Nachblutung inklusive Bluttransfer und dessen Risiken an erster Stelle steht. Noch vor Organschäden, Nervenverletzungen, Verwachsungen etc. Keine Ahnung, ob das was mit der Häufigkeit des Vorkommens was zu tun hat?

Mit irgendeinem Risiko muss man ja auf dem Aufklärungsbogen anfangen ;-)

Snchlirtzaugeg6x7


Naja, und an die Wachintubation denke ich jetzt erst mal gar nicht..... Ich habe gebeten, wieder das nette Team von vor 3 Monaten zu bekommen. Vielleicht klappt es ja, die waren echt lieb und keine Rambos, die einem den Tubus auf Teufel komm raus in die Luftröhre jagen.

Was ist denn eine Wachintubation? Ich hatte schon über 30 Operationen, aber noch nie eine Wachintubation. Würde ich mir auch verbitten.

S*marawgdXauge


Mir hat man schon bei letzten Mal gesagt, dass ich zumindest den einen Blutdrucksenker absetzen soll. Mein Blutdruck schwankt nicht sehr, ich habe leicht erhöhten von ca. 140 zu 95 ohne Medikamente.

Zur Wachintubation: Bei sog. schwierigen Atemwegen besteht das Risiko, dass nicht schnell genug intubiert werden kann und der Patient erstickt. Daher machen sie es, solange man noch wach ist und spontan atmet, erst wenn der Tubus sicher sitzt, wird die Narkose eingeleitet. Ich hab einen entsprechenden Ausweis, nachdem eine normale Intubation fast einmal schiefgegangen ist, seitdem machen sie es im Wachzustand.

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