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Gebärmutterentfernung mit Bauchschnitt

KPrähxe


Danke, das werde ich bei der Physio mal ansprechen. @:)

SPmaragddaugxe


Wie lange habt ihr eigentlich gewartet, bis ihr wieder ein Bad genommen habt? Also so richtig in der Badewanne sitzen/liegen. Mir fehlt das irgendwie, gerade auch bei der jetzigen Jahreszeit. Der Schorf von der Narbe ist weitestgehend abgefallen, das Gel hab wohl noch sein Übriges getan und Reste abgeweicht. Eine Freundin meinte, es ginge vor allem darum, Infektionen unten (also über die Scheide) zu vermeiden. Ist das richtig?

U2rsxina


Da hat deine Freundin recht; beim Kaiserschnitt z.B. sagte der Arzt damals 6 Wochen warten mit Vollbad, eben wegen den Keimen die rein kommen könnten.

Gute Besserung weiterhin.

S1ter:nfl_ockxe


Hallo Frau Ella und Smaragdauge und andere,

zum einen würde mich interessieren, wie es Dir Frau Ella weiter ergangen ist zu Hause? Vielen Dank noch für den tollen Bericht FrauElla, da konnte ich doch wirklich mal "miterleben", wie so eine OP vonstatten geht, also danke für die genaue Beschreibung. Und dann würde mich auch interessieren, wie überhaupt der weitere Genesungsverlauf nach Total-OP per Bauchschnitt ist, auch von Dir Smaragdauge. Wie geht es Euch inzwischen? Habe interessiert mitgelesen, da mir diese OP bevorsteht und ich hätte gerne ehrliche Erfahrungsberichte, auch was die Zukunft nach dieser OP angeht bzw. welche Risiken usw. Würdet Ihr sie nochmals machen lassen? Auf was sollte man achten? Die Aufklärungsgespräche durch die Ärzte sind ja mehr als dürftig (meine Erfahrung). Habe ein großes Myom bzw. mehrere, auch in der GM, keine Blutungen, da Wechseljahre. Myom drückt etwas auf die Blase und würde mir aber bei der OP gleich alles entfernen lassen.

LG

Sternflocke

S8mara}gdjauge


Hallo Sternflocke,

also, inzwischen ist der Schorf von der Naht abgegangen, und mein Mann meinte, im Dunklen würde man den Schnitt nicht mal sehen (er meinte damit eher das Dämmerlicht im Schlafzimmer).

Wechseljahrsbeschwerden habe ich so gut wie keine. Ab und zu, vor allem bei etwas körperlicher Anstrengung, komme ich ins Schwitzen, so ein bißchen Hitze im Gesicht und eine kalte, feuchte Stirn, aber das geht nach ein, zwei Minuten wieder weg. Knochendichte werde ich in 2 Jahren bestimmen lassen. Hormonersatztherapie werde ich nicht machen lassen wegen dem erhöhten Brustkrebsrisiko, ich will nicht vom Regen in die Traufe kommen.

Sex hatte ich seit der OP noch nicht, inzwischen sind 4 Wochen um und ich denke, so langsam können wir es wieder angehen. Und ein Vollbad möchte ich endlich auch mal wieder nehmen können. Beides hat der Gyn letztens erlaubt, beim Sex sollten wir sachte wieder anfangen.

Ich würde Dir raten, diese OP, wenn Du es denn möchtest, in einer guten Klinik machen zu lassen und Dir auch den Operateur genau anzuschauen, so daß Du ein gutes Gefühl hast. Risiken sind z.B., wenn was mit dem Darm verwachsen ist, dass sie da etwas wegschneiden müssen. Bei mir war das anfangs wohl gedacht worden, aber dann ging es ohne, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dies meinem hervorragenden Operateur verdanke. Es war es wert, dass ich 8 Wochen auf ihn gewartet haben, bis seine gebrochene Schulter wieder heile war.

Der Heilungsprozess läuft gut. Ich hatte wenig Wundflüssigkeit und Blut in der Drainage, täglich 20 - 25ml die ersten drei Tage. Die Fäden habe ich kaum zu Gesicht bekommen, waren wohl selbstauflösende, die wellige Haut neben der Naht ist inzwischen um einiges glatter geworden, ich pflege die Naht auch mit Narbengel, ich glaub, das macht einiges aus.

Inzwischen sind 4 Wochen vergangen und ich war vor kurzem noch mal bei einem Gynäkologen. Der meinte, mit 43 wäre das eine schon recht .... radikale Entscheidung gewesen. Ich habe ihn gefragt, ob wer, wenn er ständig Ovar-Zysten hätte, die entweder ständig wachsen oder ungewöhnlich aussehen, jedes Jahr zum Bauchschnitt gehen würde, weil nach der Entfernung der GM durch massive Verwachsungen keine Spiegelung mehr möglich ist? Er meinte dann nur, er hätte sagen wollen, dass das heutzutage gar nicht mehr so üblich wäre, wie ich es habe machen lassen. Er wollte, scheint mir, abklopfen, ob ich auch nach der OP zu meiner Entscheidung stehe.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass es richtig war. Die Familienplanung ist abgeschlossen und ich möchte keine Unterleibsgeschichten mehr.

Womit ich momentan etwas zu kämpfen habe ist mein Magen. Zwei Tage nach der Entlassung aus dem KH fing es an, und noch 3 weitere Tage später war es richtig in Fahrt. Gestern war ich zur Magenspiegelung, und es ist eine Entzündung im Magen, jetzt testen sie auf Helicobacter, ich hoffe, ich hab mir den nicht im KH eingefangen sondern einfach nur eine Stressgastritis.

Suternfl"ocxke


Hallo Smaragdauge,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe den OP-Termin nächste Woche. Leider wurde mir nicht gesagt, wer operiert. Die Chefärztin sagte nur sie hätten ein gutes Team. Ich wollte dann wenigstens wissen ob sie dabei wäre. Sie meinte dann, ja sie sei auch dabei. Außerdem sagte sie noch, daß die OP schon eine Herausforderung sei, da die GM doch recht groß sei. Mein Gyn meinte allerdings, daß er mir doch die Klinik am ehesten empfehlen könne. Ich weiß aber sonst auch keine andere Klinik. Letztendlich, weiß man ja in Narkose doch nie, wer dann letztendlich wirklich operiert. Im Vorfeld können die Ärzte ja viel versprechen, denke ich mir.

Da ich auch oft Magenprobleme habe, auch eine Spiegelung machen ließ, kann ich Dir nur schreiben, was mir so hilft. Zum einen hat mir das Omeprazol geholfen, nehme ich immer wieder mal nach Bedarf, dann hilft auch ein basischer Kräutertee und Aroniasaft immer wieder mal eine Schluck, hilft mir persönlich auch recht gut.

Ich habe schon richtig Bammel vor der OP und wäre froh, ich hätte ab und zu eine Valium ;-) wenigstens zum Schlafen....Hoffe, es geht alles gut.....

LG Sternflocke

S4maragMdaxuge


Hallo Sternflocke,

ja, dass man Bammel vor so einen Eingriff hat, kann ich gut verstehen, ging mir auch so. Dazu kam noch, dass ich das 8 Wochen verschieben musste, aber als ich dann das Vorgespräch gab und es hieß, joa, eine Woche später hätten wir einen OP-Termin frei, da war es dann soweit.

Meine GM war recht klein, soweit ich mich erinnere. Aber sie war wohl sehr mit dem Darm verwachsen. Ich denke, Verwachsungen machen die meiste Arbeit. Wenn bei Dir die Chefärztin dabei ist, ist das doch schon mal gut. Und wenn sie sagen, Deine große GM wäre schon eine Herausforderung, dann kannst Du Dir sicher sein, dass sie da nur sehr erfahrene Leute ranlassen und nicht irgendwen.

Bekommst Du auch eine PDA? Ich fand meine Klasse, und die zu legen war auch kein großer Akt, die haben mich so mit Dormicum zugedröhnt, dass mir völlig schnuppe war, was die da hinten an meinem Rücken rumgefummelt haben. Aber für nach der OP ist das Ding genial, man kann sich damit wirklich schmerzfrei halten (wenn man nicht hustet oder niest oder einen Schluckauf hat :-D )

S?ternf$lotcxke


Hallo Smaragdauge,

danke für die beruhigenden Worte. Ich hoffe natürlich sehr, daß sie nur erfahrende Ärzte ran lassen! Wobei mich der Ausdruck Herausforderung nicht gerade beruhigte ":/ . Ich kann Dir auch nicht einmal sagen, ob ich eine PDA bekomme, darüber wurde gar nicht gesprochen. Auch sonst verlief die Beratung bzw. das Gespräch über das Vorgehen und Verlauf, sehr reduziert. Es wird eine OP gemacht so wie es aussieht mittels Bauchschnitt, stat. werde ich ca. 5-6 Tage sein, die entfernenden Eierstöcke können durch Hormongabe ersetzt werden und mehr weiß ich dazu eigentlich nicht :-/. Bin aber auch immer total blockiert und vergesse die meisten Fragen. Dazu kommt noch, daß die Ärzte immer unter Zeitdruck sind und da fällt mir gleich gar nichts ein, konnte dann auch nicht meinen Fragekatalog abarbeiten....Na ja, ich hoffe das Beste. Mein Gyn riet mir am ehesten zu dieser Klinik, die aber keine reine Frauenklinik ist. Sonstige Erfahrungen zu weiter weg gelegenen Kliniken hatte er nicht. Werde dies aber noch mit dem Narkosearzt besprechen, wenn der dann überhaupt Aussagen dazu treffen kann, da er ja nur Narkosearzt ist.

Werde dann aber auch Dormicum verlangen, wenn es nötig wird. Hast Du denn jetzt noch Schmerzen? Und wie lange waren die Schmerzen stark, weiß jetzt nicht mehr, ob Du dies geschrieben hast. Und ab wann konntest Du wieder selber Aufo fahren?

Übrigens gegen Hitzewallungen mit Schweissausbrüchen hilft mir Salbeitee. Könntest Du ja mal probieren....

LG

Sternflocke

Scma/rabgda_uge


Hallo Sternflocke,

danke für die beruhigenden Worte. Ich hoffe natürlich sehr, daß sie nur erfahrende Ärzte ran lassen! Wobei mich der Ausdruck Herausforderung nicht gerade beruhigte

Kann ich verstehen, aber wenn sie schon mal erkannt haben, dass es eine Herausforderung ist, dann ist das schon mal ein Riesen-Plus. Ich sage mir immer, wenn man rangeht und denkt, dass ist alles easy, und dann plötzlich ist es das nicht, dass dann halt Fehler passieren. Aber wenn sie es richtig erkannt haben, werden sie sich auch entsprechend gut darauf vorbereiten.

aber auch immer total blockiert und vergesse die meisten Fragen.

Geht mir genauso. Deshalb schleppe ich meinen Mann mit, der fragt zwar nicht, aber er hört zu, wenn ich blockiert bin, vergesse ich sogar die Antworten auf meine Fragen ;-)

Mein Gyn riet mir am ehesten zu dieser Klinik, die aber keine reine Frauenklinik ist.

Ich war auch nicht in einer reinen Frauenklinik.

Werde dies aber noch mit dem Narkosearzt besprechen, wenn der dann überhaupt Aussagen dazu treffen kann, da er ja nur Narkosearzt ist.

Ja, mach das. Für mich ist der Anästhesist auch super wichtig. Ich habe schwierige Atemwege und muß wachtintubiert werden, was noch mal gehöriger Streß ist, bevor die eigentliche OP anfängt. Diesmal war's etwas rabiater, aber dafür auch sehr schnell, ich beneide jedenfalls jeden, der keine Anästhesieprobleme und gute Venen hat ;-D

Dass man so wenig mit Dir gesprochen hat, finde ich nicht wirklich so toll, aber das heisst nichts. Bei mir hat die Anästhesistin sich Zeit genommen (schon allein durch meinen Ausweis) und hat mir dann die PDA angepriesen wie man jemandem einen Porsche anpreist (hatte ich vorher schon mal geschrieben). Und sie hatte Recht, die PDA hat vieles einfacher gemacht, die hat mir sogar die Rückenschmerzen weggedopt, die ich vom Rumliegen im KH-Bett bekommen habe. Als die PDA dann ein paar Tage später abgenommen wurde, bin ich vor Rückenschmerzen fast am Stock gegangen, ich bin echt krumm über die Gänge gehinkt, aber gerade Bewegung ist ja wichtig, und nach ein paar Tagen war es dann soweit okay.

Werde dann aber auch Dormicum verlangen, wenn es nötig wird.

Das werden sie Dir automatisch geben, aber Du kannst es auch verlangen. Es ist angstlösend, d.h. es wird einem alles wurscht.

Hast Du denn jetzt noch Schmerzen?

Beim Einmassieren vom Narbengel fühlt es sich noch etwas an wie wenn man auf einen blauen Fleck drückt. Aber von sonst habe ich keine Schmerzen. Ich kann Dir sagen, dass ich seit meiner Entlassung keine einzige Schmerztablette gebraucht habe.

Und wie lange waren die Schmerzen stark, weiß jetzt nicht mehr, ob Du dies geschrieben hast.

Solange die PDA lief, war ich praktisch schmerzfrei. Wenn man aufstehen will in den ersten Tagen, tut es natürlich noch weh, ist ja klar, aber dann macht man automatisch langsam, und schon geht das. Was etwas schwieriger war bei mir war das erste große Geschäft, man darf ja nicht pressen, und ich habe eh eine träge Verdauung, und nach 4 Tagen wurden die Schwestern schon zappelig, ich hab dann was bekommen, damit das besser geht, ich glaube am 5. Tag ging es dann, erst ein bisschen durchfallartig, später dann wie Paste, und noch später, dann schon zu Hause, dann auch fest. Es dauert halt seine Zeit.

Und ab wann konntest Du wieder selber Aufo fahren?

Können und können ist zweierlei. Wenn's nicht anders gegangen wäre, wäre ich nach der Klinik selbst nach Hause gefahren, wobei das aber nicht ratsam gewesen wäre, weil man auch nach einer Woche noch enorm geschwächt ist. Ich hab mich abholen lassen von meinem Mann, habe den Beifahrersitz runtergeklappt und mich hingelegt, Gurt drüber und gut. Ob das zulässig ist, weiss ich nicht, aber das Liegen war gut, im Sitzen hätten mir Schlaglöcher oder Bodenwellen sicherlich noch wehgetan.

Die ersten Tage zu Hause habe ich nur rumgehangen und viel geschlafen. Im KH hatte ich schon angefangen auf der Seite zu liegen, und die 4. oder 5. Nacht zu Hause habe ich es dann gewagt, mich auf den Bauch zu legen, weil ich so immer schlafe.

Übrigens gegen Hitzewallungen mit Schweissausbrüchen hilft mir Salbeitee. Könntest Du ja mal probieren....

Du, so schlimm ist das gar nicht bei mir. Heute hatte ich noch gar keine. Ich denke, wenn ich mich körperlich anstrenge, könnte mal so ein kleiner Schwitz-Schub kommen, aber ansonsten ist alles gut. Vermutlich hat das was mit meinem Übergewicht zu tun, Fettzellen produzieren auch irgendwie Hormone, und der Operateur hatte mir gesagt, es könnte sein, dass ich gar nicht viel davon merke - Recht hat er. Ich mag sowieso keine Hormonersatztherapie, und es schaut aus, als dass ich das auch nicht brauche.

shilbeGrbrOauxt


Sternflocke

Wobei mich der Ausdruck Herausforderung nicht gerade beruhigte

Mach dich nicht wuschig deshalb! Im Faden "Gebärmutterentfernung vaginal" findest du auch viele Berichte von abdominal Operierten. Also zumindest das Thema Gebärmutter wird dort "drüben" ausführlich behandelt. Ich erinnere mich an einen Beitrag, wo die GM wirklich riesig war. Wenn du magst und ich den Beitrag finde, schick ich dir den Link per PN.

Ich selber bin vaginal operiert und hab meine ES noch.

F#rauGEllxa


Hallo Sternflocke,

bei mir lief nicht alles optimal: zu Hause war ich so ca. 24 Stunden schmerzfrei, dann zog es an und ich musste feststellen, dass auch 2 Novalgin (sonst meine Maximaldosis) nicht halfen. Eine 800er Ibuprofen hielt mich für 2 - 3 Stunden schmerzfrei. Des Weiteren war mein Schlafrhytmus gestört, das war schon im Krankenhaus so und hat sich bis heute auch nicht geändert, wobei die Schlafphasen von 2 auf 3,5 Stunden gestiegen sind - immerhin. Dann musste ich feststellen, dass ich auf einmal gaanz nah am Wasser gebaut hatte. Dann bekam ich immer mal wieder neue blaue Flecken über der Narbe. Eines Tages stellte ich nach dem Duschen beim Abtrocknen fest, dass sich auf der linken Bauchhälfte eine Beule bildete, wenn ich rechts draufdrückte. Nun war nach 14 Tagen eh Termin beim Gyn. Da saß ich dann und als er fragte, wie es mir geht, fing ich an zu Heulen (wie PEINLICH!!). Ich blärrte also los, dass ich nicht verstanden hatte, warum der Katheder gegen meinen Willen gezogen wurde und und die Drainage wohl zu früh...

Er schallte also und stellte fest, dass sich ein sog. Serom gebildet hatte. Die Wundflüssigkeit hatte sich handtellergroß auf der rechten Seite gesammelt, einen schmalen Gang unter dem Bauchnabel gesucht und links eine kleinere Kammer gebildet. Daher auch die Hämatome und die Schmerzen.. Ich sollte abwarten und bekam ein Opioid als Schmerzmittel, das half wenigstens. Nebenwirkung: kein Hunger - mal was Gutes ;-) Habe in dieser Zeit 10 Kilo abgenommen. Auf dem Bauch liegen oder auf der Seite war nicht so klasse... Ach so: ich sollte abwarten..

Und die Fäden wurden gezogen.. Nach zwei weiteren Wochen hielt ich es nicht mehr aus, weil ich merkte, dass es nicht von selber kleiner wurde. Ein Chirurg, den ich aufsuchte, wollte nicht dabeigehen, der Hausarzt auch nicht, also musste ich zur Gyn-Ambulanz des Krankenhauses. Dort wurde dann 200 ml dunkelrote Flüssigkeit punktiert. Danach gings mir schon besser. Die Schmerzen waren erstmal größer, weil die Wundflächen innen zueinander finden mussten. Der ganze Heilungsprozess hat sich dadurch etwas verzögert.

Im nachhinein betrachtet: Am meisten vermisst habe ich die ärztliche Aufklärung im Krankenhaus. Dass das Myom "doppelmannsfaustgroß" war und dass noch zweidrei andere Sachen repariert wurden, habe ich erst aus dem OP-Bericht erfahren, den ich mir zuschicken ließ.. Ich rätsel noch, ob der Operateur Angst vor mir hatte, mich nicht leiden konnte oder einfach zu beschäftigt war um mir zu erklären, was gemacht wurde. Für die Mediziner ist das wohl evtl. Fließbandarbeit, für mich ist das definitiv die einzige Hysterektomie...

S)terdnaflocxke


Hallo,

vielen herzlichen Dank für Eure Antworten. Ich finde so ein Forum so klasse, da sich Betroffene austauschen können und ihre ungeschönte Erfahrung mitteilen können. Ihr habt alle so toll geschrieben. Es hilft so jemand wie mir auch sehr, ich kann auf das eine oder andere achten. Zum Beispiel werde ich mir Ibuprofen 800 oder ein andres starkes Schmerzmittel für Zuhause holen. Wie dumm, daß ich da nicht selber dran denke %-| Dann muß ich mal recherchieren, wann eine Drainage und Ketheter gezogen werden sollten, weisst Du das denn evtl. Miss Ellie? Hast Du immer noch Beschwerden? Und was wurde bei der OP denn sonst noch gemacht bei Dir, aber Du mußt dies natürlich nicht schreiben, wenn Du nicht willst. Ich habe z. B. etwas Angst davor, daß Darm oder Blase dabei verletzt werden, was ja auch zu den Risiken gehört. Was ich noch gelesen habe, daß sich die Blase danach senken kann. So was muß eigentlich alles im Vorgespräch gesagt werden Und Silberbraut, Du kannst mir gerne ne PN schicken, bin froh um jeden Hinweis oder Erfahrungsbericht, da werde ich besser aufgeklärt als durch den Arzt. Was natürlich sehr schlimm ist, daß man nicht mal über die Risiken aufgeklärt wird. Mir geht es dann auch immer so wie Dir Miss Ellie, daß ich den Grund dafür bei mir suche. Aber ich denke, das ist falsch, jeder Patient muß vorher und hinterher aufgeklärt werden, das ist doch die Pflicht eines Arztes, da darf es weder nach Sympathie oder anderes gehen. Ich finde die Entwicklung was das angeht sehr schlecht und unmeschlich. Man ist ein Fließband-Fall sozusagen und oft "Übungsobjekt" für Assistenzärzte :-|. Ich wurde auch belächelt beim Vorgespräch, was mich im Nachhinein noch ärgert. Oft wird man nicht ernst genommen. Insgesamt sehr bedauerlich, es sind nicht alle Ärzte gleich, aber einen wirklich menschlich und fachlich guten Arzt zu finden, ist ohne Empfehlungen schier unmöglich.

LG

Sternflocke

Sxmar>agdBauxge


Frau Ella,

das ist ja echt nicht so toll gelaufen. Dass Dir da die Tränen gekommen sind, kann ich gut verstehen. Meine größte Angst nach solchen OPs war auch immer, dass noch mal nachoperiert werden müsste und ich das Programm noch mal über mich ergehen lassen müsste. Aber alles lief wirklich top. Normalerweise messen sie ordentlich die Menge der Wundflüssigkeit im Beutel, bevor sie die Drainage ziehen, bei mir wurde das immer ordentlich notiert, am 1. Tag nach der OP 25ml, am 2. 20ml, am 3. Tag 25, und dann wurde gezogen.

Ich hatte (und habe immer noch ein bißchen) eine Stelle neben dem Bauchnabel (wo man also zumindest oberflächlich nichts sieht), die von Anfang an empfindlich war, das war wohl ein Nerv, der etwas verletzt war. Die ersten Tage hat das ziemlich gebrannt, wenn ich die PDA mal reduziert habe. Aber nach ein paar Tagen hat sich das auf ein absolut erträgliches Maß runtergeschraubt. Ich habe das auch der Visite gesagt, woraufhin auch die Ärztin danach noch mal vorbeikam und mit Ultraschall die Stelle untersucht hat, wohl, um irgendeinen Abszess oder ähnliches auszuschließen. Das fand ich auch beruhigend.

Dann muß ich mal recherchieren, wann eine Drainage und Ketheter gezogen werden sollten,

Also, ich bin jemand, der sehr genau darauf achtet, was mit mir gemacht wird - gerade so viel, dass ich nicht anfange, nervig zu werden, immerhin ist man ja gewissermaßen auf die Sympathien des Personals angewiesen. Ich habe also immer sehr viel gefragt. Wenn ich wegen etwas unruhig war, habe ich das auch gesagt, und wenn ich nicht sicher war, habe ich sogar zweimal gefragt (natürlich auch darauf hingewiesen, schon mal jemanden gefragt zu haben, aber immer noch nervös zu sein). Im Endeffekt ist es mein Körper und meine Gesundheit. Es ist sicherlich anstrengend, wenn man selbst mitdenkt und immer ein Auge darauf hat, andere Leute können sich da mehr entspannen und sich sozusagen hingeben, ich bin halt jemand, der sich sagt, jeder macht Fehler, und ich will mit ein Auge drauf haben, damit nichts passiert. Außerdem bekommt man wertvolle Informationen - also: FRAGEN.

Ich habe z. B. etwas Angst davor, daß Darm oder Blase dabei verletzt werden, was ja auch zu den Risiken gehört.

Die Angst hatte ich auch, zumal die GM stärker mit dem Darm verwachsen war und man mir schon vorausgesagt hatte, dass man wohl ein Stück Darm entfernen müsse. Das musste dann aber doch nicht gemacht werden. Und was die Harnleiter angeht, die sind so zart und fein, dass die Operateure sie an Haken aus dem OP-Gebiet wegziehen. Damit nicht versehentlich was verletzt wird.

Und ansonsten: Ich kann Deine Gedanken verstehen, auch, dass Du Dir Sorgen machst. Ein gewisses Grundvertrauen muß man schon haben, um sich operieren zu lassen, und ich tue mich auch schwer damit, da sorglos zu sein, da ist halt jeder anders. Aber bei der Nachsorge, da sei hinterher und frage.

Belächelt worden bin ich nicht, aber ich kenne das auch. Daher habe ich mir angewöhnt offen zu sagen, dass ich mich schwertue mit solchen Dingen und ich generell Angst vor so was habe. Und eine gewisse Portion Humor kommt dazu, dann sage, am liebsten würd ich das ja selbst machen *g*. Irgendwie ist es wichtig, einen Zugang zum Personal zu bekommen. Darum habe ich mich sehr bemüht. Ich habe auch über die Klinik-Seite die E-Mail meines Operateurs gefunden und ihm noch ein oder zwei Mails geschickt, die er auch beantwortet hat, zwar knapp, aber zugewandt. Ich konnte diesem Oberarzt jedenfalls gut vertrauen, und das ist bei mir nicht so häufig der Fall.

SJmaragLdaugge


Meine Narbe sieht übrigens wirklich gut aus. Sie kriegt halbwegs regelmässig ihr Narbengel. Zwar ist das Tastgefühl darauf noch komisch, es ist so wie blauer Fleck gemischt mit Juckreiz, wenn ich sie massiere. Aber das wird auch wieder.

Ich hatte bereue es nicht, dass ich mich zu diesem Schritt entschlossen habe.

FDraKuERlla


Hallo Sternflocke und Smaragdauge,

eine Drainage wird gezogen, wenn weniger als 35 ml laufen. Bei mir liefen noch 75 ml am Tag. Den Ärzten war vollkommen klar, dass sich da ein Serom bildet, nur mir nicht.. Wieder eine blöde Patientin reingelegt, wieder die Fallzahl fürs Krankenhaus erhöht, weil die nächste Patientin ins Zimmer konnte...

Ich habe nicht viel gefragt, wollte nur meine Ruhe. Heute weiß ich, dass das schon der Beginn einer Depression war. Zusammen mit der Schlaflosigkeit und Hitzewallungen, keine Lust zum Lesen, Fernsehen oder auf Besuch und dazu die ganze Heulerei. Damit gehöre ich zu den Frauen, bei denen die verbliebenen Eierstöcke empfindlich auf die Kappung der Blutversorgung durch den Uterus reagieren (also akuter Östrogenmangel). Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Eierstöcke ein Drittel ihrer Blutversorgung aus der Gebärmutter erhalten. Mir hat dann ein Hormonpflaster geholfen.

Sehr zu schaffen machte mir zu Hause auch die totale körperliche Erschöpfung. Das hätte ich nie nie nie gedacht!! Einen Tag vor der OP kann man noch Marathon laufen und 14 Tage später nicht mal 80 Meter zum Briefkasten gehen. Die OP ist 3,5 Monate her und meinen Alltag mit Beruf, Haushalt, Kinder und Tiere versorgen bekomme ich immer noch nicht 100% hin.

Bei mir ist übrigen auch eine Stelle neben dem Bauchnabel, die immer noch schmerzt. Ich tippe da auch mal auf Nervenirritation.

Trotz allem bin ich froh, dass es abgehakt ist. Ich hatte wohl das Krankenhaus nicht gut ausgesucht...

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