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Endometriose: Gestagen-Pille im Langzeitzyklus?

SduRnfloCwer_V73 hat die Diskussion gestartet


Habe es bewusst hier gepostet und nicht unter Verhütung...

Hatte vor einigen Tagen eine Laparoskopie wg. Eierstock-Zysten (2), Myom (2) und mehreren Endometrioseherden (u.a. an der Blasenwand). Dass ich das Glück DER Diagnose auch noch habe, ist neu. Und frustriert dann doch.

Der Klinik-Gyn/Operateur empfiehlt nun die Pilleneinnahme im Langzeitzyklus. Gestagen-Pille bw. "gestagenbetonte" Pille.

Ich habe rd. 15 Jahre eine normale Pille genommen (Valette, Belara). Hatte anfangs große Probleme, überhaupt eine Pille zu finden, die keine Übelkeit auslöst. Konnte sie dann wirklich lange Jahre ohne JEGLICHE Probleme nehmen. Nach mehrmals erforderlichem Absetzen wg. Knie-Operationen habe ich auch die dann nicht mehr vertragen (Übelkeit) und es dann bleiben lassen. Kurzer Versuch mit dem Nuvaring, dann Wechsel auf Kupferspirale.

Fazit:

Eigentlich gute Pillenerfahrungen, NACHDEM ich eine gefunden hatte, die keine Übelkeit macht. Wollte jetzt (mit 40 und ohne Verhütungsbedarf) eigentlich das Hormonthema gar nicht mehr angehen.

Andererseits habe ich auch keine Lust, dass die Endometriose jetzt ständig zu Problemen führt, zumal mich die jetzige OP meinen Job gekostet hat und ich nicht noch eine "Baustelle" im Hintergrund haben möchte.

Daher:

Welche Erfahrungen gibt es mit Gestagen-Pillen im Langzeitzyklus bei Endometriose? Gibt es Alternativen?

Antworten
aBugveknxie


Nehme die Maxim wegen Endometriose (vorher nie die Pilke genommen), da die reine Gestagen-Variante Visanne durch Zulassungstricks komplett überteuert ist wobei ich zur Zeit keinen Arzt habe der mir die Maxim demnächst auf Kassenrezept - trotz verklausulierter Kostenzusage

Trotu kaum aufgebauter Gebärmutterschleimhaut (nach mehr als 5 Monaten im LLZ) habe ich fast dauerschmierblutungen. Schmerzen aber defintiv besser als ohne Pille.

zur Zeit kommen wieder Schmerzen auf, weiß aber noch nicht woher

netterweise entzündet sich mein Darm immer unten links, wo hauptsächlich die Endo-Schmerzen sitzen/saßen

SBunflow:er_7x3


Schmerzen kann ich halt nicht als Maßstab nehmen. Nehme relativ dauerhaft Schmerzmittel wg. Knie, so dass dadurch einiges "kaschiert" wird. Und Regelschmerzen fand ich jetzt auch nicht sooo ungewöhnlich.

Das Problem liegt lt. Chirurg wohl an den Herden selber, die schon ausgeprägter waren. Er will einfach neue Herde und Verklebungen als Folge verhindern.

Muss nächste Woche wohl mal mit meiner Gyn reden. Bin jetzt seit 20 Jahren bei ihr und habe einiges durch, fühle mich da gut aufgehoben.

Der Gyn im Krankenhaus wies auf das Problem der Schmierblutungen hin, meinte aber dass sich das nach ca. 3 Monaten meistens geben würde...

S;tellax80


Rede doch mit deiner Gyn mal über Progesteron (Utrogest) als Alternative zur Gestagen-Pille.

S2uMnyfloywer_7x3


Oh, danke für den Tipp! Sie hatte mir das Utrogest vor einigen Jahren schon mal verordnet wg. häufigen Schmierblutungen, nachdem der Mönchspfeffer nicht so wirklich half (das war ihr erster Tipp).

Mir war gar nicht bewusst, dass das auch eine Option sein könnte!

E{mmax28


Der Gyn im Krankenhaus wies auf das Problem der Schmierblutungen hin, meinte aber dass sich das nach ca. 3 Monaten meistens geben würde...

Ich hatte so ein Gespräch mit meinem Frauenarzt.

Gerade bin ich am überlegen, ob ich die Laparoskopie machen lassen soll. Es sind ein paar Symptome da, aber eben nur ein paar und auf dem Ultraschall war nichts zu sehen. Ich persönlich glaube, dass die OP ergebnislos verlaufen würde, mein FA hält es auch für nicht allzu wahrscheinlich, deshalb soll ich entscheiden, ob ich es machen lassen will

Darf ich daher mal fragen, wie die OP verlaufen ist und wie es dir danach ging/geht?

Er meinte dann auch, wenn sich bei der OP etwas ergibt, wäre eine Gestagen-Pille im Langzeitzyklus eine Option, wenn ich jetzt unmittelbar keinen Kinderwunsch habe. Nebenwirkungen könnten in den ersten 3 Monaten dauerhafte Schmierblutungen ohne wirkliche starke Blutung sein. Es gäbe aber auch Frauen, die stattdessen sehr sehr stark Bluten in den ersten Monaten...

Mehr kann ich dir dazu leider nicht sagen, hoffe aber trotzdem, dass du/ihr mir vielleicht kurz was zur Laparoskopie sagen könnt @:)

Smel}ena


dass du/ihr mir vielleicht kurz was zur Laparoskopie sagen könnt @:)

Also mit Endometriose habe ich zum Glück bisher nichts zu tun gehabt. Allerdings habe ich eine Laparoskopie wegen einer eingebluteten Ovarialzyste hinter mir.

Die OP an sich war nicht schlimm, obwohl ich riesige Angst davor hatte. Hab auch nur drei kleine Narben,also wirklich nichts tragisches. Wundschmerzen hatte ich gar keine- unangenehmer war die Luft im Bauch,die mir in die Schultern gestiegen ist und so total Rückenschmerzen verursacht hat. Ach ja, die Drainage und der Blasenkatheter waren unagenehm, aber aushaltbar. Kopf hoch- das wird schon alles gut gehen :-)

S|unf5lowYer_73


@ Emma:

Ich habe noch einen Faden und da gestern auch von der OP geschrieben. Schau mal hier:

[[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/663625/20291509/]]

Ansonsten: Ich habe VIER Narben. Hatte schon 2 Bauch-OP's und man hat einen "sicheren" Zugang gewählt, damit man nicht versehentlich in Verwachsungen landet.

Die Endometriose war jetzt eher ein Zufallsbefund (wg. der "Schokoladenzyste" bestand der Verdacht, der sich bewahrheitet hat. Aber die Zysten und Myome waren Anlass für die Spiegelung!).

Wenn "nur" der Endo-Verdacht besteht, würde ich mich ggf. vor einer OP mal an Spezialisten wenden. Es gibt ja auch nicht-operative Behandlungsoptionen. Man sollte halt nicht einfach im Bauchraum drauflos operieren, weil jede OP das Risiko von Verwachsungen mit sich bringt.

Wie gesagt, bei mir waren Zysten & Myome Ursache für die OP.

Die Luft im Bauch: Ich hatte diesmal (im Gegensatz zu meiner Blinddarm-OP) keine großen Probleme von dem Gas. Also ein bisschen unter dem rechten Rippenbogen und halt extreme Blähungen. Aber keine Schulter- & Rückenschmerzen.

Die Drainage hat schon etwas Schmerzen verursacht, aber: Wenn das ganze Blut und die Spülflüssigkeit IM Bauch geblieben wären, hätte ich da auch Spaß mit gehabt.

Über den Blasenkatheter war ich FROH: Infusion, trinken – und keine Gedanken, wie ich auf's Klo komme. Liegen und der Katheter beseitigt das Problem. Gut, fühlt sich konstant an, als ob man pinkeln müsste, aber ich fand's schon angenehm.

Bin jetzt am 4. Tag Post-OP, habe heute Nacht schon auf dem Bauch geschlafen (so halb). Schmerzen keine, die eine Narbe juckt aber total seit heute.

EYmm3a2x8


Danke für eure Antworten.

Mmhh, also von Drainage und Katheter hat mein Arzt irgendwie nichts gesagt und er meinte auch, das geht ambulant ":/ Zuhause mit Katheter? Na ich weiß nicht...

Ich überlege mir das gründlich und würde selbstverständlich vorher auch noch eine 2. Meinung einholen :)z

SKunfloxwer_7x3


Hier gibt's einen Faden von einer Schreiberin, bei der wurde die Laparoskopie ambulant gemacht: [[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/664119/]]

Letztlich sagt die Art der OP (Laparoskopie) ja noch nicht sooo viel drüber aus, was INNEN gemacht wird. Aber davon hängt halt mit ab, wie die Risiken sind etc.

Ich habe etliche ambulante Gelenk-OP's hinter mir, kein Problem, bin auch mit Drainagen nach Hause etc. Aber die jetzige OP hätte ich NICHT ambulant machen wollen. Gut, bei mir haben sie auch komplett die Gebärmutter aufgeschnitten, das ist innen drin halt mehr als nur nach Endoherden suchen und die veröden. Die Klinik sagte mir aber ganz klar: Laparoskopie nur mit mind. 1 Nacht im Krankenhaus.

Details wie Drainage, Katheter etc. bekommt man eigentlich auch erst bei der offiziellen OP-Aufklärung gesagt und nicht bei der ersten Diskussion, warum die OP Sinn machen könnte. Gehört dann halt irgendwie genauso dazu wie die Tatsache, dass man die Wunden nähen muss.

DBs4chu2ngelki?nd2>34


Ich kann bei mir nur vermuten, dass es in Richtung Endometriose geht. Seitdem ich denken kann, hab ich Menstruationsbeschwerden und sehr starke noch dazu.

Irgendwann verschrieb mir meine Ärztin die Pille, die ich 4 Monate durchnehmen sollte. Hab damit bisher gute Erfahrungen gemacht.

aDugeknxie


Bei mir konnten die Endo-Herde nicht entfernt werden: sitzen in der Gebärmutterwand.

Pille im LZZ soll verhindern, daß sich die Gebärmutterschleimhaut aufbaut, vor allem die außerhalb der GM.

Meine Schleimhaut ist nicht hoch aufgebaut (trotzdem immer leichte Blutungen bei beiden Pillen).

Schmerzen sind jetzt wieder deutlich schlimmer soll jetzt die 6-monatige Wechseljahrstherapie machen. Kann mich aber noch nicht damit anfreunden.

suilber6bIrauxt


Sunflower

Mir war gar nicht bewusst, dass das auch eine Option sein könnte!

Ist es auch nicht :|N

Wie augeknie schon schrieb. Es geht darum, den Schleimhautaufbau und anschließendes Abbluten (was zur Ausbreitung der Endoherde führen kann) weitgehend zu verhindern. Natürliches Progesteron ist nicht stark genug für diesen Effekt und kann m.W. nach auch nicht im LZZ angewendet werden. Deshalb kommen die synthetischen Gestagene infrage oder GnRH-Analoga.

Vielleicht magst du dir [[http://frauenklinik.charite.de/behandlung/endometriose/ diesen Link]] mal anschauen.

Sxunf!lowSerx_73


@ silberbraut:

Ich hatte nach der anfänglichen Euphorie auch weiter recherchiert und festgestellt, dass Utrogest nicht ausreichen wird. U.a. auch dank der von Dir verlinkten Seite (auf die man ja mit den richtigen Suchbegriffen direkt stößt ;-) ).

Bin von der gesamten Situation gar nicht begeistert, weder Pille noch die GnRH-Analoga sind etwas, was ich (zusätzlich zu anderen Medikamenten) nehmen möchte. Bzw. ich habe da wieder Befürchtungen bzgl. der ätzenen Übelkeit, die ich so schnell bei Hormonsachen habe.

Aber die verlinkte Seite ist super... Habe mir einiges angelesen, meinen Zettel mit Fragen für den Arzttermin geschrieben. Warte jetzt mal ab, was meine Gyn am Mittwoch sagt. Ich MUSS ja nichts sofort entscheiden, es wird halt EMPFOHLEN im Entlassbrief.

Dass mir die Diagnose grundsätzlich nicht passt, ist halt ein anderes Problem. ]:D

s?ilbeXrbrxaut


Deine Befürchtungen kann ich gut nachvollziehen. Ich stecke selber in einem Körper, der künstliche Hormone nicht mal eben wegsteckt.

Sprich in Ruhe mit deiner Gyn!

Der Befund ist allemal M***, weil die Behandlungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind.

Erhol dich jetzt erst mal von deiner OP! Und auch, wenn es dir schwer fällt -> schonen!

:)*

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