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Angst, dass die FÄ entdeckt, dass ich nicht mehr Jungfrau bin

Spuseeyl8chexn


Das ist doch kompletter Unsinn.

Vor-, außer- und unehelichen Sex hat es immer gegeben (das kann Dir jeder Historiker belegen) , aber es wurde nicht darüber gesprochen und galt in den Familien als Sünde – so wie in der Familie der TE heute noch. (Merkst Du etwas?)

Hallo mariposa,

schön, dich kennen zu lernen :-) .

Merkst du, dass dein Tonfall absolut unangebracht ist?

Auf jeden Fall ist das nicht "Kompletter Unsinn", sondern Fakt.

Und was du beschrieben ist absolut identisch mit meiner Aussage:

Vor 200 Jahren wäre in Deutschland Sex vor der Ehe auch noch ein unsagbares Tabu gewesen.

unsagbar = un-sagbar = man redete nicht darüber =

es wurde nicht darüber gesprochen

Tabu = Verbot = Sünde =

(es) galt in den Familien als Sünde

Merkst du etwas?

Bei weiteren, sachlichen Fragen stehe ich gerne zur Vefügung :-) .

Suuseelfcxhen


Ich frage mich nur, ob man davon ausgehen kann, dass die TE wirklich eine freie Entscheidung treffen kann, nachdem sie in dieser Familie mit diesen Wertevorstellungen aufgewachsen ist.

Das ist eine wirklich gut Frage. Ich würde sagen: Natürlich kann sie es, aber ihre Familie wird sie dafür einen gewissen Preis zahlen lassen.

Und ob sie bereit ist, diesen Preis zu zahlen, was ihr eben mehr wert ist – ihre (absolute) Freiheit oder das Verbleiben im Familienverband – das kann nur sie entscheiden.

Jetzt kann man sich natürlich darüber streiten, ob das, was ihre Familie macht, Erpressung ist.

Aber Liebe ist oft nicht rational und wenn die TE ihre Familie trotzdem liebt oder es nicht als Erpressung wahrnimmt, dann ist das so.

Ich kann für mich nur sagen, ich wäre mit 19 und Arbeit schon längst dort ausgezogen und würde mit meinem Freund machen, was immer ich will. Aber das KANN die TE gar nicht, weil sie in ihrem unsichtbaren Gefängnis sitzt. In dem sie auch bleiben möchte.

Ich auch, ich auch.

Aber ich denke eben... in gewissen Bereichen sitzen wir alle in unseren unsichtbaren Gefängnissen. Und seien es die lästigen Verwandtenbesuche bei Onkel Dieter, der einem immer erzählt, dass man sein Leben nicht auf die Reihe kriegt.

Ich glaube, die wenigsten Menschen schaffen es, sich vollständig aus solchen Zwängen zu lösen, dafür ist unser Bedürfnis nach Geborgenheit, Familie und Sicherheit zu sehr in uns Menschen verankert.

Deswegen gibt es ja auch leider so viele Leute, die sich erst sehr spät oder gar nie von ihrer Familie distanzieren, die sie emotional/seelisch oder körperlich misshandelt.

Selbst wenn sie ihren 18. Geburtstag schon lange hinter sich haben.

An dieser Stelle möchte ich allen Menschen Kraft wünschen, die sich in einer solch misslichen Lage befinden, die für sie richtige Entscheidung zu treffen :)* .

Es ist verdammt hart!

Das weiß ich aus eigener, schmerzlicher Erfahrung.

w,ho_mad|e_whxo


Gunter Ganther

So ein Stuss!

Möchtest du konvertieren?

Habe das Gefühl, Du hast nicht verstanden, dass ich versucht habe, eine andere Denkweise darzulegen, keinesfalls ist dies meine Meinung. Verstehe von daher Deinen abfälligen und arroganten Beitrag nicht. Muss ich aber vielleicht auch nicht.

S`usee.lch1en


Was mir noch einfällt:

Deswegen gibt es ja auch leider so viele Leute, die sich erst sehr spät oder gar nie von ihrer Familie distanzieren, die sie emotional/seelisch oder körperlich misshandelt.

Das war zum Beispiel vor 50 Jahren in Deutschland noch kein gesellschaftlich anerkannter Grund, sich von seiner Familie zu distanzieren.

Und das Gesetz, dass Kindesmisshandlung verboten ist, gibt es glaube ich auch erst seit dem Jahr 2000?

Auf jeden Fall frühestens seit den 90ern.

Ich habe einfach die Hoffnung, dass die Gerechtigkeit, die in ihrer einfachsten Formel laut,

"Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu."

irgendwann dafür sorgen wird, dass alle Menschen, Frauen wie Männer wie Intersexuelle, Heteros wie Homos wie Bis, Schwarze wie Weiße wie Asiaten, Behinderte wie Gesunde, die gleichen Rechte, Pflichten und Möglichkeiten haben werde.

Ich hoffe, dass Ländergrenzen irgendwann keine Bedeutung haben werden, dass Geschlechter keine Rolle mehr spielen werden, dass jeder alles sein darf, was er will und wovon er nie zu träumen gewagt hätte.

"I have a dream..." oder so :-D

Aber das braucht eben Zeit und das darf man nicht vergessen.

Aber ich glaube auch und es ist mein tiefstes Empfinden, dass wir auf dem richtigen Weg sind o:) .

G7eda(nkePnge~flecxhte


Ich würde sagen: Natürlich kann sie es, aber ihre Familie wird sie dafür einen gewissen Preis zahlen lassen

Ihre Entscheidung wird ja auch durch ihre Familienverbundenheit beeinflusst, die ja hauptsächlich durch die Familie geprägt worden ist. Demnach ist ihre Entscheidung, mit den zu erwartenden Restriktionen, nicht ganz so frei. Allerdings trifft das wohl auf einen Großteil, vielleicht sogar allen, Entscheidungen zu.

S;us8e[elc_hen


Ihre Entscheidung wird ja auch durch ihre Familienverbundenheit beeinflusst, die ja hauptsächlich durch die Familie geprägt worden ist. Demnach ist ihre Entscheidung, mit den zu erwartenden Restriktionen, nicht ganz so frei. Allerdings trifft das wohl auf einen Großteil, vielleicht sogar allen, Entscheidungen zu.

Ich denke, das trifft auf jede Familie zu und ist im Menschen so angelegt und es ist tatsächlich sehr schwer, sich gegen diese – genetischen oder anerzogenen – Instinkte zu wehren.

Ironischerweise ähnlich wie beim Sexualtrieb.

m1ar~iposxa


Suseelchen

Darüber, was die Begriffe 'Tabu' und 'unsagbar' bedeuten, hast Du sicher recht. Trotzdem gibt es Unterschiede zwischen der Situation der TE heute und den Strukturen hier vor 200 Jahren.

Es wurde nicht über außerehelichen Sex geredet, aber er wurde toleriert und auch die Folgen (=uneheliche Kinder) wurden – zumindest in ländlichen Regionen – irgendwie angenommen und irgendwie integriert. Wer alte Familiendokumente oder einen dieser Ahnenpässe besitzt, wird erstaunt sein, wie viele seiner Großeltern unehelich geboren sind und wie viele seiner Tanten ein Kind vom Dienstherren vorweisen konnten.

Aber in einer aufgeklärten Gesellschaft sind zumindest so genannte Ehrenmorde wg. Sex vor der Ehe nie üblich gewesen.

B[lac]k Gxun


Ich glaube, die wenigsten Menschen schaffen es, sich vollständig aus solchen Zwängen zu lösen, dafür ist unser Bedürfnis nach Geborgenheit, Familie und Sicherheit zu sehr in uns Menschen verankert.

inwiefern bietet die familie der TE ihr geborgenheit und sicherheit? wurde nicht vor ein oder zwei seiten noch angedeutet, dass die reaktionen stockkonservativer muslimischer familien auf eine "entehrte" tochter bis hin zu verschleppung, zwangsheirat oder ehrenmord reichen können? wurde nicht von vielen schreiberlingen gemutmaßt, die krebsvorsorgetermine der mutter wären nur vorwand, um die tochter regelmässig zu einer ebenfalls muslimischen, strenggläubigen gynäkologin schleifen zu können und somit "ihr jungfernhäutchen zu kontrollieren"?

tolle geborgenheit, tolle sicherheit. so eine familie könnte mir sowas von gestohlen bleiben. aber falls die TE das anders sieht, ist das ihre sache. sie selbst muss wissen, ob sie diese scheisse auch in zukunft mitmachen möchte oder ob sie sich nicht doch irgendwann von ihrer familie abnabeln muss.

ich kann allerdings verstehen, wenn bei jemandem, der in diesem kulturkreis aufgewachsen ist, solch eine folgenschwere entscheidung zeit braucht zu reifen. und vielleicht auch rein organisatorisch mehr vorlauf benötigt als jetzt auf die schnelle möglich wäre. von dem her würde ich hier erst mal raten, mit einem möglichst unverdächtigen grund den wunsch zu äussern, sich eine andere gynäkologin auszusuchen. das setzt die mutter der TE dann nämlich in erklärungsnot, wenn sie ihr das ausreden möchte.

eventuell irren ja manche vermutungen hier aus dem thread und die mutter lässt sich ohne zu murren darauf ein. dann wäre alles gut. falls nicht wird es der mutter schwer fallen, irgendwelche strohargumente zu finden, so dass sie nicht offen zugeben muss, die jungfräulichkeit ihrer tochter überwachen zu wollen. in diesem fall wüsste die TE wenigstens woran sie ist und dass die situation wirklich "brenzlig" ist. man sollte nämlich nicht vergessen, dass diese einschätzung bisher nur spekulation ist; weder wir noch die TE kennen mit sicherheit die absichten der mutter. unter umständen macht sich die TE ja auch umsonst sorgen. (auch wenn ich das für eher unwahrscheinlich halte, es klingt schon eher so, als ob die mutter sie ganz gezielt kontrollieren möchte. aber stand jetzt halte ich übertriebene paranoia für (noch) nicht angebracht...)

SVus:eelwchen


Darüber, was die Begriffe 'Tabu' und 'unsagbar' bedeuten, hast Du sicher recht. Trotzdem gibt es Unterschiede zwischen der Situation der TE heute und den Strukturen hier vor 200 Jahren.

Es wurde nicht über außerehelichen Sex geredet, aber er wurde toleriert und auch die Folgen (=uneheliche Kinder) wurden – zumindest in ländlichen Regionen – irgendwie angenommen und irgendwie integriert. Wer alte Familiendokumente oder einen dieser Ahnenpässe besitzt, wird erstaunt sein, wie viele seiner Großeltern unehelich geboren sind und wie viele seiner Tanten ein Kind vom Dienstherren vorweisen konnten.

Aber in einer aufgeklärten Gesellschaft sind zumindest so genannte Ehrenmorde wg. Sex vor der Ehe nie üblich gewesen.

Gut, das mag tatsächlich sein. Man kann verschiedene Kulturen nie zu 100 % vergleichen.

Mein Beitrag sollte auch einfach nur verdeutlichen, dass Gesellschaften sich verändern (können).

SFand&ra200x6


Hat jemand [[http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Magdalena_%28Hebbel%29 Maria Magdalena]]

gelesen?

SUusKeelxchen


Black Gun :)^

inwiefern bietet die familie der TE ihr geborgenheit und sicherheit?

Hm... das ist eine wirklich gute Frage.

Um ehrlich zu sein, stütze ich mich da auf Vermutungen, weil bloße Angst mich nicht davon abhalten würde, mein Leben zu leben.

Deswegen vermute ich, dass neben diesem (auch wenn schwer wiegendem) religiösen Konflikt auch positive Dinge vorhanden sein müssen.

Ihre Eltern haben sie (vermutlich) behütet aufwachsen lassen, ihr ein Dach über dem Kopf gegeben, ihr Essen gegeben, hatte sie Hunger, sind mit ihr zum Arzt gegangen, ging es ihr schlecht.

Sowas eben.

Und aus muslimisch-orthodoxer Sicht sind ihre Eltern fast schon liberal. Sie erlauben ihr einen Freund und wollen auch, dass sie mit der Ehe wartet, weil sie noch so jung ist.

Hierzulande ist das mittlerweile selbstverständlich, war es aber auch nicht immer.

MUo2ndkixnd


Leute,

mal im ernst: Meint ihr nicht, dass man vielleicht mal wieder zum Thema zurückkehren sollte?

[Bezieht sich (zumindest auch) auf einen zwischenzeitlich gelöschten Beitrag]

Ihr verrennt euch hier in euren religiösen und politischen Einstellungen... :|N Das hilft der TE jetzt nicht zwingend weiter... %:|

S1useelNchexn


Schreibt die TE hier überhaupt noch?

Ich hatte den Eindruck, dass ihr hier niemand die für sie optimale Lösung bieten konnte alá "Wenn du das und das machst, merkt die FA Nichts davon, dass du keine Jungfrau mehr bist."

Interessant zu erfahren wäre es aber schon, wie sie sich jetzt entschieden hat.

BRlack\ Guxn


naja, man muss den teufel nicht an die wand malen. in allen muslimischen gesellschaften wächst eine wesentlich liberalere, säkularere jugend heran, das hat man bei den protesten im gezi-park und während des arabischen frühlings klar gesehen. in den kommenden 100-200 jahren steht innerhalb des islams ein kampf zwischen liberalen und radikalen tendenzen an. ich vermag nicht abzusehen, welche strömung die oberhand erlangen wird bzw ob es nicht massive (regionale) spaltungen in sehr liberale und steinzeitliche auslegungen des islam geben wird. aber man sollte bei all dem nicht vergessen, dass bei weitem nicht alle moslems so stockkonservativ sind und in steinzeitlichen, abgeschotteten, durch und durch intoleranten parallelgesellschaften leben. durch eine pauschalverurteilung wird man eher die liberalen kräfte innerhalb des islam schwächen und somit das gegenteil dessen erreichen, was im interesse von uns deutschen ist.

G+unthe!r_GLanthxer


@ who_made_who

Irgendwie habe ich heraus gelesen das du diese Ansichten verteidigst.

@ mariposa

Trotzdem gibt es Unterschiede zwischen der Situation der TE heute und den Strukturen hier vor 200 Jahren.

Ich glaube in den Anfängen der Bundesrepublik war außerehelicher Sex noch eine Strafbare Handlung.

@ TE

Es gibt Ärtzte die das Jungfernhäutchen reparieren.

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