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Diagnose Ekzem/Neurodermitis – nun Candida gefunden

X]aXni2


Hallo, Ihr Lieben...

komme erst jetzt zum Antworten.

Posemuckel

Vielen Dank für Deinen Beitrag.

Bei mir besteht die Problematik mit Wundsein und Juckreiz im Intimbereich schon mehrere Jahre.

Bin aber nicht jedes Mal zum Arzt damit. Ich habe dann versucht, mit Döderlein und Milchsäureprodukten zu behandeln – selten mit Pilzmitteln.

Die Abstriche, die mein damaliger Arzt entnommen hat, begutachtete er sofort durchs Mikroskop – die waren immer in Ordnung. Eine Kultur wurde damals nicht angelegt.

Vielleicht ein Fehler? (Von "Kultur anlegen" hatte ich keine Ahnung.) Man vertraut ja seinem Arzt. Im Nachhinein bleibt natürlich die Frage, inwieweit man allein durch den Blick des Mikroskops aussagekräftige Aussagen treffen kann!

Dann hat dieser Gynäkologe krankheitsbedingt seine Praxis schließen müssen.

Als es bei mir vor ca. 1 1/4 Jahr ganz akut mit Juckreiz und Brennen wurde – und ich die Beschwerden trotz Pilzcreme und Milchsäurebakterien in den Griff bekam, suchte ich meinen jetzigen Gynäkologen auf. Der diagnostizierte ein Ekzem und nahm Abstriche. Der eine wurde sofort kontrolliert – war in Ordnung, der 2. Abstrich war für die Kultur. Nach ein paar Tagen war das Ergebnis des anderen Abstrichs da. Es wurde nichts gefunden. Nun war ich aber keine 1 oder 2 Wochen behandlungsrei! Das habe ich erst jetzt von Euch erfahren, daß diese Notwendigeit dür ein klares und eindeutiges Ergebnis wichtig ist.

Danach suchte ich eine Dermatologin auf. Auch sie diagnostizierte Ekzem/Neurodermitis und führte einen Abstrich an den Schamlippen durch. Hier ließ das Ergebnis auf sich warten – nach ca. 3 Wochen – kein Befund. Nun kann ich nicht mehr sagen, was ich in der Zeit zuvor alles gecremt habe... Da man ja am Verzweifeln ist, versucht man immer neue Präparate, die eventuell helfen und Wirkung zeigen. Nun verunsichert mich das total, da ich ja auf keinen Fall über ein paar Tage "behandlungsrei" war. Darüber hat mich Niemand aufgeklärt.

Nach diesen Arztbesuch verwendete ich fast täglich Cremes oder Salben zum Aufbau der Vaginalschleimhaut. Lange Zeit hatte ich die Pille als "Übeltäter" in Verdacht. Deswegen setzte ich sie auf "Eigenverantwortung" im Dezember 2011 ab und verhüte seitdem mit Kondomen.

Im Dezember letzten Jahres verschlimmerte sich die ganze Sache und ging wieder zu meinem Gynäkologen – aber auch hier war ich nicht "behandlungsfrei" und hatte einmalig eine Pilzcreme geschmiert und eingeführt. Hier konnte diesmal kein Abstrich erfolgen. Durch Begutachtung meiner äußeren Vulva, bestätigte er ein Ezem und verschrieb eine Cortisonsalbe für 3 Tage. Was aber nicht wirklich viel brachte. Deswegen suchte ich im Januar meinen neuen Dermatologen auf, der einen Abstrich nahm und auch sagte, daß es ein Ekzem sei. Hierauf bekam ich eine Cortisoncreme mit Clotrimazol, falls doch Pilze oder Bakterien daran beteiligt sind. Diese Creme verwendete ich bis zum Ausschleichen ca. 2 Wochen.

Danach behandelte ich mich erst mit Nachtkerzenöl + Vea Olio und dann mit Kokos-Öl + Vea Olio.

Letzte Woche Donnerstag bekam ich dann das Ergbnis des Abstrichs. Gefunden wurde Candida.

Wie bereits zuvor erwähnt, bekam ich kein Rezept, da die zuvor verordneten Salbe schon helfen sollte. Kontrollabstrich soll in 2 Wochen erfolgen.

Das Jucken war auch weg, aber das Wundsein und die Rötung nicht.

Kopflos, wie ich darauf war, besorgte ich mir ein Antipilz-Mittel in der Apotheke.

Die am Donnerstag Abend eingeführte Tablette (Einmal-Behandlung) wirkt wohl 72 Stunden.

Die Creme verwendete ich nur bis zum Freitag. Ich möchte ja ein aussagekräftiges Ergebnis bekommen.

Hier noch mal Danke an Euch, für den Hinweis "Behandlungsfreier Zeitraum"!

Besonders auch an Dich,

Stella80

Ich bin Dir sehr dankbar für Deine ausführlichen Berichte und Antworten!

Wie gesagt, die Verunsicherung und Frage bleibt, ob ich eventuell schon seit Jahren mit einer unentdeckten Candida-Infektion herumrenne und verschleppt habe. Das ärgert und frustriert mich enorm! >:(

Ich trage ja nicht nur für mich die Verantwortung ... mein schlechtes Gewissen wächst jedenfalls.

Herzliche Grüße!

bhrowOnie88


Ohje, du hast ja auch schon eine ganz schöne Odyssee hinter dir... da so viele Ärzte unabhängig voneinander die Diagnose Ekzem gestellt haben, ist eine Biopsie in deinem Fall wohl nicht unbedingt nötig. Ich habe damals eine bei mir machen lassen, weil alles sehr unspezifisch war und jeder Arzt etwas anderes gesagt hat und nichts geholfen hat. Wenn du allerdings eine histologisch sichere Diagnose haben möchtestst, dann kannst du im Prinzip eine Biopsie durchführen lassen.

Wie oft fettest du den Bereich am Tag? Fettest du wirklich häufig den Anogenitalbereich? Auch den Bereich am Po? Denn da ist die Keimdichte am größten und wenn man den Bereich immer fettet, dann bleiben auch viel weniger Keime hängen. Vor allem angegriffene Haut ist, wie schon vorher im Faden erwähnt, ein idealer Boden für Keime. Ich würde alle 2-3 Stunden fetten, nach dem Pinkeln und vor und nach dem Stuhlgang. 3 Tage Cortison ist im Falle eines echten Ekzems zu kurz. Wenn es wirklich eins ist, muss man erst mit starken Salben behandeln, dann mit schwächeren und dann langsam aussschleichen. Insgesamt sind das dann 3-4 Wochen, aber nicht länger, da sonst die Haut sehr dünn wird.

Ein Gesamthormonstatus ist nicht aussagekräftig, da im Genitalbereich trotzdem ein Östrogenmangel vorliegen kann. Typische Zeichen sind permanentes Brennen, Brennen beim GV, teilweise Jucken und eine sehr dünne gerötete Haut, bei der die Gefäße durchscheinen, mangelnde Elastizität und auch manchmal ein Mangel an Lactobazillen. Es nüssen nicht immer alle Symptome auftreten. Ich hatte einen lokalen Östrogenmangel, evtl durch die Pille, und ich habe meine Beschwerden mit einer langen Therapie mit Vagifem Vaginaltabletten, Cordes Estriolsalbe und einer neuen Pille mit einem anderen Gestagen in den Griff bekommen. Außerdem habe ich mir Cefagil besorgt, nicht gegen sexuelle Unlust, sondern weil es die Durchblutung im Intimbereich fördert und die ist bei Östrogenmangel auch herabgesetzt. Ein lokaler Mangel kann unter der Pille auftreten, aber auch daher kommen, dass man im Genitalbereich zu wenige Östrogenrezeptoren auf den Hautzellen hat. Das tritt dann unabhängig von der Pille auf und ist leider "naturgegeben". Dann hilft aber trotzdem die Zufuhr von Östrogen im Überschuss. Manchmal bilden sich dann auch wieder neue Rezeptoren... steht zumindest in manchen Veröffentlichungen :)z Wie auch immer, ich bin eine der Frauen, bei der die Östrogentherapie geholfen hat. Ich musste dafür aber auch erst zu Dr. Petersen nach Freiburg eiern, da die anderen Gyns, bei denen ich war, fast nur Cortison oder Pilzmittel verschrieben haben, weil sie auf eine Entzündung "getippt" haben oder aber ein paar Hyphen im Mikroskop gesehen haben und sofort meinten, dass das nun der Grund der Beschwerden ist. Aber: Nicht jede Anzahl von Hyphen ist behandlungswürdig, eigentlich nur dann, wenn es auch eine Entzündungsreaktion mit Leukozyten gibt. Und bei Frauen mit Hautproblemen ist es eigentlich absolut tabu, dann auch noch Clotrimazol etc. zu schmieren, da es starke Reaktionen auslösen kann! Entweder sollte man dann Fluconazol verschreiben oder aber, wenn es gar nicht anders geht, Nystatin, da es wesentlich weniger allergen ist. Es ist aber genauso gut wirksam! Dr. Petersen meinte damals, dass nur bei den allerwenigsten Fällen die Frauen, die anscheinend eine "chronische Candidainfektion" haben, auch wirklich Candida der Grund der Beschwerden ist. Und so lange du keine Immunschwäche hast, glaube ich auch nicht, dass du nun jahrelang mit Candida herumläufst. Oft ist der Pilz nur die Zugabe auf der kranken Haut. Als meine Haut krank und angegriffen war, wurden auch immer wieder ein paar Hyphen gefunden, da sie sich einfach sehr leicht ansiedeln, wenn die Haut nicht intakt ist und dann auch Beschwerden machen können, weil die empfindliche Haut darauf reagiert, aber dann eher wie eine allergische Reaktion. Bei "robusten" Frauen würde so eine Anzahl von Pilzen normalerweise gar keine Beschwerden machen.

Wie auch immer, mein Tip wäre evtl wenn du möchtest eine Biopsie zur Bestätigung, Cortison im Falle eines Ekzems und übertriebene Fettpflege :)z Und die Zufuhr von Östrogen, da die Haut dadurch viel mehr Feuchtigkeit und Elastizität bekommt. Allerdings am besten nur die Östrogenprodukte, die ich oben erwähnt habe, da alle anderen heftige Unverträglichkeitsreaktionen provozieren können, da spreche ich leider aus Erfahrung (Ovestin, Oekolp, Oestro-Gynaedron,...). Du könntest auch zu Dr. Petersen gehen, der ist ein Experte auf dem Gebiet und hat schon massenhaft Frauen geheilt, auch mich. Und lass bloß die ganzen Pilzmittel weg, dein Problem ist bestimmt nicht der Pilz @:)

Vielleicht mal eine Zeit lang auf GV verzichten, damit sich die Haut ohne Störungen regenerieren kann und wenn GV, dann mit einem verträglichen Gleitgel, zB lu:b von condomi oder Aquaglide von Joydivision. Ich denke, die Zäpfchen zum Scheidenflora-Aufbau kannst du weglassen, wenn dein pH-Wert gut ist (4,0). Hautprobleme werden davon nicht besser.

LG *:)

SKtelBlxa80


Wie gesagt, die Verunsicherung und Frage bleibt, ob ich eventuell schon seit Jahren mit einer unentdeckten Candida-Infektion herumrenne und verschleppt habe. Das ärgert und frustriert mich enorm!

Das halte ich für extrem unwahrscheinlich. Und obwohl ich nichts von Blickdiagnosen beim Gynäkologen halte, traue ich einem guten Dermatologen da schon etwas mehr zu. Und wenn dir mehrere Dermatologen unabhängig voneinander ein Ekzem bestätigen, würde ich das auch glauben.

Du solltest jetzt halt einfach ein für alle mal die Lokaltherapeutika gegen Pilze aus deinem Leben verbannen ;-) die sind in deinem Fall nämlich absolut kontraproduktiv. Keine Eigenbehandlungen mehr, nur Pflege und das was der Dermatologe verordnet.

XZanix2


Liebe brownie88,

ganz lieben Dank für Deine Ratschläge und Deine Meinung!

Meine Fragen zur Biopsie:

Welcher Arzt macht das und wird das auf Patientenwunsch durchgeführt? Zahlt die Krankenkasse?

Die Gynäkologen aus meiner Praxis werden mir nicht so einfach ein Östrogenpräparat verschreiben. Mit der Auswertung des Hormonstatus des Blutes waren Beide zufrieden (Gemeinschaftspraxis).

Ein Versuch wäre es wert gewesen.

Über Herrn Dr.Petersen aus Freiburg habe ich hier im Forum schon öfter gelesen. Sind die Spezialisten auf diesem Gebiet wirklich so rar gesät, daß ich extra nach Freiburg muß?

Gibt es in Raum Aachen oder Halle/Leipzig eventuell auch Experten auf diesem Gebiet?

Nach jedem Toilettegang fette ich mein Genitalbereich mit Kokosöl ein – und nach dem Stuhlgang seit Kurzem auch den Anus. Da ich kein feuchtes Toilettenpapier mehr nutze, aus Angst vor Unverträglichkeit, säubere ich jetzt mit Öl.

Schlimm finde ich, daß bei mir dann immer die Psyche so mitleidet. Solche Probleme anzunehmen oder zu akzeptieren fällt mir unheimlich schwer.

Ich bewundere Menschen, die trotz ihres Schicksals, stark sind.

Mit dem Geschlechtsverkehr ist es auch so eine Sache. Auch wenn die Lust mal da ist, kann ich nicht immer genießen, weil doch die Region schnell überreizt ist und brennt. Also läuft die "Zweisamkeit" auf Sparflamme.

Ich denke, daß ich meinen Mann auf dem sexuellen Gebiet nicht vollends glücklich mache.

Fühle mich oft deswegen wie eine halbe Frau. :°(

Bist Du jetzt völlig beschwerdefrei, bzw. geheilt?

Mußt Du den Intimbereich noch regelmäßig pflegen?

Nimmst Du immer noch die Östrogene?

Liebe Grüße.

XYa>ni2


Liebe Stella80,

ich halte mich an Deinen Ratschlag, nur noch zu fetten und zu pflegen.

Der Kontroll-Abstrich ist ja in 2 Wochen. Wenn die Auswertung wieder 3 Wochen dauert, bin ich in 5 Wochen schlauer – und ich kann davon ausgehen, daß nichts durch vorheriger Eigenbehandlung verfälscht wurde.

Mein Mann hat sich heute für eine 2-wöchiges Sexpause ausgesprochen. (Bis zum Hautarztermin.)

Er bekam einen Ausschlag in den Oberschenkelfalten. Da er sich sicher ist, daß das von mir kommt, habe ich ihm die Clotrimazolcreme zur Behandlung gegeben.

Nun sagte er mir, die bringt nichts und reize nur noch mehr. (Hat aber auch nur 2 Tage behandelt.)

Zum Arzt gehen will er nicht, weil ich das ja ständig mache. (Schließlich sind es meine Krankheitserreger.) >:(

Sobald ich weiß, was ich habe, ist er ja auch schlauer, was bei ihm los ist.

Morgen soll er sich eine Nystatincreme besorgen, darauf bestehe ich. Wenn es ein Pilz ist, geht er damit auch weg.

Manchmal machen es sich die Männer aber auch einfach. Jetzt "behandelt" er die betroffenen Hautregionen mit Knoblauch. :-X

Da er sehr dickköpfig ist, enthalte ich mich mit Äußerungen.

Jedoch, bevor sein Ausschlag nicht gänzlich weg ist, will ich auch nicht mit ihm intim sein. Dessen ist er sich bewußt, weil ich das ausdrücklich gesagt habe.

Liebe Grüße!

SHtella280


Du solltest mit dem Hautarzt über die Symptome deines Mannes sprechen. Wenn er tatsächlich einen Pilz hat, könnte es auch sein, dass er den ständig an dich überträgt...und allein Cremen reicht da manchmal nicht aus. Theoretisch können die Pilze auch im Sperma sein, dann ist auch eine orale Behandlung angesagt mit Fluconazol. Aber dazu wird er sich wohl oder übel zum Hautarzt bequemen müssen. Ich glaube nämlich kaum, dass der dir das auf deine Krankenversicherung verschreibt.

X`anix2


Das ist ein guter Ratschlag.

Ich werde den Dermatologen darauf ansprechen und mal nachfragen, ob auch eine orale Behandlung angebracht ist.

Ich würde meinen Mann ja mitschleppen, der Termin ist eh am Samstag – aber er will ja zuvor behandeln. Ob dann ein Abstrich seinerseits aussagekräfig ist, ist fraglich.

Vielleicht rufe ich beim Hautarzt wegen eines kurzfristigen Termins für ihn an.

Leider ist er immer noch der Meinung, daß es nicht nötig ist. :-(

S:tenlla8x0


Leider ist er immer noch der Meinung, daß es nicht nötig ist.

Na, wenn du dir überlegst, was du für Probleme hast, dann sollte ER doch alles dafür tun, dass die durch ihn nicht noch schlimmer werden oder immer wieder kommen. Aber ich glaub Männer sind da halt einfach so...die gehen kaum freiwillig wg. sowas zum Arzt...dabei sind Dermatologen ja Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten und sehen sowas ständig.

Ich wundere mich da immer nur, dass die Herren keine Angst um ihr bestes Stück haben :=o ;-) man weiß ja nie wie sich sowas entwickelt, wenn mans nicht rechtzeitig behandelt ]:D ;-) ;-) ;-)

X^anix2


Ja, ich bin auch wirklich deswegen angesäuert! Letztendlich geht es ja um unserer beider Gesundheit.

Vorsorgeuntersuchung – Fehlanzeige...

krank – selbst herumdoktorn...

Ich weiß nicht, ob alle Männer so sind, aber meiner gehört zu der "Sorgenlosen" Kategorie.

Oder er verfügt über einen sehr guten Verdrängungsmaschinismus. ":/

XAanix2


Ich meinte:

VERDRÄNGUNGSMECHANISMUS

bJrowni,e88


Mit der Biopsie war das bei mir damals so, dass mein Gyn mich an eine Frauenklinik überwiesen hat, wo es unter Vollnarkose gemacht wurde. Das hört sich jetzt vielleicht krass an, aber anders ging es irgendwie nicht... mir wäre eine lokale Narkose auch lieber gewesen, aber die meinten, dass es so besser geht und schonender ist (???). Theoretisch kann ein Gyn das auch in der Praxis machen mit so einer kleinen Stanze, aber die Stelle, wo es bei mir war, war extrem schmerzempfindlich und sehr blutungsintensiv (unterhalb der Klitoris im Vestibulum, hatte da auch einen Riss) und deswegen wollte mein Gyn das auch nicht machen. Vielleicht macht dein Gyn oder aber dein Hautarzt das aber auch ambulant, je nach betroffener Stelle. Das musst du die Ärzte fragen und die amchen das eg auch auf Patientenwunsch. Das zahlt auch die Krankenkasse. Ich bin damals mit meiner Überweisung vom Gyn in die Frauenklinik gegangen und hab mir einen Termin geholt und habe es letzten April machen lassen. Ich war etwa 30 min in Narkose und danach wars auch schon vorbei, aber es hat wirklich sehr geblutet und hat auch 6-8 Wochen bis zur Heilung gedauert. Heraus kam: Unspezifische lichenoide Entzündung. Panisch bin ich dann zum ersten Mal zu Dr. Petersen gerannt und er meinte, dass das nichts wildes ist und einfach aufgrund einer mangelnden spezifischen Diagnose gestellt wurde und mit Östrogenzufuhr weggeht. Und ja – es hat gestimmt. Ich bin jetzt beschwerdefrei mit meiner Behandlung. Ich schmiere immer noch Cordes Estriol und Vagifem nehme ich 2 mal die Woche und Deumavan schmiere ich immer noch sehr oft. Es war bei mir ein langer Weg, aber es hat sich gelohnt. In Berlin ist Dr. Mendling der Spezialist, er soll auch gut sein. Aber Dr. Petersen hat sich glaube ich mehr auf Hautkrankheiten spezialisiert... da kenne ich mich nicht so gut aus. Es gibt leider wirklich nur sehr wenige Spezialisten... Ich kann nur von Dr. Petersen sagen, dass ich noch nie so einen kompetenten Gyn getroffen habe und auch noch nie einen, der sich so viel Zeit nimmt und so klare Diagnosen stellen kann. Und egal wo du danach hingehst, seine Diagnosen stellt niemand in Frage ;-D Wenn er sagt Östrogenmangel, dann ist es auch einer, so nach dem Motto :)z Er wettet anscheinend auch mit Frauen um eine Flasche Sekt, dass er sie heilen kann ;-)

Mach dich nicht so verrückt, ihr packt das schon mit eurem Sexleben. Wir hatten auch ganz viele Flauten wegen meinen Hautproblemen und auch mal zwei Monate gar nichts :°( Es war schlimm, am Ende hat alles gebrannt, sogar das verträglichste Gleitgel und sogar sitzen, von Sex ganz zu schweigen... Ich habe in der Zeit andere Möglichkeiten gefunden, um meinen Freund zu "befriedigen" ]:D und wir haben einfach andere Dinge unternommen, um Ablenkung in die Beziehung zu bringen. Naja... meine eigene Befriedigung war mir eigentlich auch egal, muss ich sagen, da ich ja sowieso keine Lust auf etwas sexuelles "an mir" hatte und auch jetzt kommt die eigene Lust nur langsam zurück... Ihr packt das schon, ich habe 3-4 Jahre damit herumgedoktort, aber du kriegst jetzt schon so viele Ratschläge, da findest du bestimmt schnell etwas, was dir hilft @:) Mein Freund hatte komischerweise auch immer mehr Hoffnung als ich, dass das alles jemals wieder besser wird und dafür bin ich ihm auch dankbar. Hat dein mann vielleicht eine Latexallergie, wenn ihr mit Kondom verhütet und er danach immer einen Ausschlag hat? Denn manifeste Pilzinfektionen sind bei Männern extrem selten.

Ich würde trotzdem versuchen, irgendwie an die Östrogenmittel zu kommen. Wenn nicht bei dem Gyn, dann bei einem anderen. Denn wie gesagt, eine Hormonblutuntersuchung ist unbrauchbar, wenn es um einen lokalen Mangel an Östrogen oder Östrogenrezeptoren an Zellen geht. Und die steigern die Feuchtigkeit der Haut und die Proliferation der Scheidenzellen auf jeden Fall. Und wieso sollte Cortison besser sein als Östrogen?? Cortison ist nur dann für eine Weile gut, wenn es wirklich ein Ekzem ist. Aber den Hautzustand selbst verändert es auch nicht, es lindert nur die Entzündungsreaktion.

Du packst das :)^

LG

Xbanxi2


Liebe brownie88,

da hast Du aber auch ganz schön lange Zeit zu kämpen gehabt!

Es freut mich sehr, daß jetzt bei Dir gesundheitlich alles soweit im Lot ist!

Und wenn man einen verständnisvollen Partner hat, läßt sich der ganze Mist besser ertragen.

Eine stabile Beziehung ist da wirklich von Vorteil.

Habe jetzt mal latexfreie Kondome bestellt, auch wenn ich nicht unbedingt an eine Latex-Unverträglichkeit glaube. Aber einen Versuch ist es wert.

Ich werde meinen Dermatologen beim nächsten Termin auf eine Biopsie ansprechen.

Kann man anhand der Schleimhautprobe einen Hormonmangel nachweisen?

Dann hätte ich auch dahingehend eine Auswertung in der Hand. Das würde es mir beim Gynäkologen erleichtern.

Jedenfalls bin ich sehr dankbar, für all die guten Ratschläge, den Austausch und die Tipps!

Ich sehe es nicht als Selbstverständlichkeit an, daß Ihr Euch die Zeit nehmt, die Texte zu lesen und ausührlich zu beantworten! :)_ :)_ :)_

Danke, Danke, Danke x:)

b,rown"ie88


Im Prinzip kann ein erfahrener Gyn einen Östrogenmangel im Intimbereich mit dem Kolposkop sehen und auch im Mikroskop. Jedenfalls hat Dr. Petersen das damals gesagt. Von ihm gibt es übrigens ganz viele Veröffentlichungen über Hautkrankheiten:

[[http://www.ag-cpc.de/media/2012-03-Petersen.pdf]]

[[http://www.kup.at/kup/pdf/7342.pdf]]

[[http://www.rosenfluh.ch/rosenfluh/articles/download/2409/12_Juckreiz_13.11.pdf]]

[[http://www.frauenarzt.de/1/2007PDF/07-03/2007-03-petersen.pdf]]

[[https://www.aerztekammer-bw.de/10aerzte/20fortbildung/20praxis/75gynaekologie/1105.pdf]]

Ob man bei einer Biopsie etwas diagnostizieren kann, weiß ich leider nicht. Bei mir war die Diagnose damals "Chronische lichenoide Entzündung", was sich ja nicht gerade nach einem Östrogenmangel anhört, aber die Entzündung ist ja durch Östrogene weggegangen. In den Wechseljahren, wenn ja allgemein Östrogen rar ist, nennt man die Rückbildung der Scheidenschleimhaut auch atrophische Kolpitis, was ja auch eine Entzündung ist.

Habe gestern übrigens gelesen, dass eine Pille, die androgen, antiestrogen und progesteron wirkt eher eine Atrophie der Scheidenschleimhaut begünstigt. Tja... und meine frühere Pille war genau das... Hier ist die Veröffentlichung, leider gibts die aber nur auf Englisch...

[[http://aje.oxfordjournals.org/content/156/3/254.full.pdf]]

Mit der neuen Pille ist es viel besser.

Wenn du wirklich ein Ekzem hast, dann musst du wahrscheinlich sowieso erst mal mit Cortison behandeln. Aber wenn sich das Ekzem auf Grundlage einer mangelhaft mit Östrogenen versorgten Schleimhaut entwickelt, dann ist ein Versuch mit Östrogen wirklich angeraten.

Vielleicht bringt es was, wenn du mit einer Veröffentlichung von Dr. Petersen zum Gyn gehst und ihm das zeigst und sagst, dass bisher nichts geholfen hat und du nun andere Dinge ausprobieren möchtest. Wenn der Gyn nichts besseres weiß, als Kadefungin, Vagisan Milchsäurezäpfchen, Deumavan und Cortison und das alles nichts bringt, dann sollte er doch bitte auf die Patientenwünsche eingehen, das würde ich auch sagen. Immerhin ist es unsere Gesundheit und da darf man ja wohl noch ein Wort mitreden und das sind ja keine abstrusen Ideen oder Vorschläge! Und wie gesagt... Cortison ist auch nicht "unschädlicher" als Östrogen :)z

LG @:)

S telxla80


Kann man anhand der Schleimhautprobe einen Hormonmangel nachweisen?

brownie88 hat dir ja schon ausführlich geantwortet...deshalb nur noch kurz: ich weiß, dass es einen speziellen Test gibt, mit dem man einen Östriogenmangel der Scheide nachweisen kann. Allerdings fällt mir grad nicht mehr ein, wie der hieß. Er ging aber glaub über eine Biopsie....es ist schon länger her, dass ich mich damit beschäftigt habe. Aber ein fähiger Gyn müsste das ja eigentlich wissen.

Mein Gyn sagt allerdings auch, einen Östriolmangel erkennt man als guter Gyn anhand der körperlichen Untersuchung! Und meist wird bei Beschwerden, die auf Östriolmangel schließen lassen, halt einfach mal ein Östriolpräparat verordnet...ganz ohne Test.

Ich vertrage übrigens – obwohl ich keine nachgewiesene Latex-Allergie habe – latexfreie Kondome deutlich besser als unsere alten von Durex.. Ein Versuch ist das also allemal wert.

XRan i2


Okay, vielen Dank!

brownie88 und Stella80

Dann werde ich mich nochmal zu meinem Gynäkologen begeben und diese Thematik ansprechen.

Ja, ich denke das viele Pillen sich auf die Schleimhäute negativ auswirken. Gerade, wenn man sie jahrelang einnimmt.

Ich selbst hatte es satt, mich durch noch mehr Pillensorten zu "arbeiten", obwohl es eine sehr bequeme und sicherer Verhütung ist.

Bei mir war es letzendlich eine "Kopfsache" – ich fing an, die Pille und jegliche hormonelle Verhütung entschieden abzulehnen.

Außerdem kamen zu den vaginalen Problemen noch starker Libidoverlust. Wozu dann die Pillen schlucken?

Mittlerweile lerne ich meinen Körper und die normalen monatlichen Abläufe wieder kennen.

Das ist ein gutes Gefühl, trotz des starken Mittelschmerzes und den druckempindlichen Brüsten kurz vor der Periode. ;-)

Herzliche Grüße :)_

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