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Gehören Schulnoten ins Anamnese-Gespräch beim Gynäkologen?

E\hemalKiger% N<utzer (#5730218) hat die Diskussion gestartet


Da es mich doch gewundert hatte in einem anderen Thread hier zu lesen, dass Fragen des Arztes nach den Schulnoten seiner Patienten normal oder zumindestens nicht unüblich zu sein scheinen, habe ich diesen Thread aufgemacht.

Ist das wirklich so?

Ich bin selbst nur einmal von einer Ärztin nach meinem Zeugnisdurchschnitt gefragt worden, aber zum einen hat sie erst (für mich sehr verwirrend) drumherum gefragt anstatt mit der Sprache rauszurücken und zum anderen war das nicht im Erstgespräch, sondern viel später irgendwann. Ihre Motivation war zudem persönliche, private Neugier und hatte keinen fachlichen Hintergrund. Ich wäre auch sehr irritiert, wenn ein Arzt – noch dazu ein Gynäkologe – so erpicht auf die Schulnoten ist. Was geht den das an, was man für Noten hat – selbst wenn sie sehr gut sein sollten usw.? ???

Antworten
E<hemalig#er Nutze;r (#4j67193x)


Das hängt nicht zuletzt vom Arzt ab. Mittlerweile haben psychosoziale Faktoren (da gehört der Beruf eben genauso dazu) durchaus einen gerechtfertigten Anteil im Anamnesegespräch. Das dezidiert nach den Noten gefragt wird, wäre mir noch nicht untergekommen, aber ein Gespräch über den Beruf oder die Tätigkeit ist normalerweise schon dabei. 'Wie läufts im Studium/ Job?' etc.

Probleme im Beruf (ja, auch der Schule), können bereits vorhandene Erkrankungen verschlimmern oder sogar auslösen. Als Extremfall fällt mir da eine Patientin mit Adipositas und beginnenden Diabetes ein, wo erst nach einem wirklich detailliertem Anamnesegespräch herausgefunden wurde, dass der eigentliche Auslöser für die jetzige gesundheitliche Problematik der Ernährung geschuldet war – die wiederum durch Stress / negative Faktoren im beruflichen und sozialen Umfeld ausgelöst wurden.

Seine Daseinsberechtigung hat das also meines Erachtens nach durchaus.

cbhi


Wenn der Gyn beim ersten Termin mit einer jungen Patientin erst etwas smalltalk machen will, warum nicht. Vielleicht will er sich auch ein bild über die geistige reife machen, falls die neue Patientin sehr jung scheint. Auf jeden fall bringt es die patientin nicht um, fragen zu beantworten und im zweifel nachzufragen, wofür der arzt diese Information braucht.

BYrombecerküqchlRein


Also ich geh seit knapp 30 Jahren zum Gyn und bin noch nicht einmal nach meinen Schulnoten gefragt worden. ":/ Würde mich auch sehr irritieren und ich würde ihn wohl fragen,ob das relevant für meine Behandlung wäre. ;-D

Mponigka6x5


Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich ein Bild machen will, wie zuverlässig ein junges Mädchen bei der Verhütung ist. Ob man das allein an den Schulnoten erkennen kann, ist die andere Frage, aber womöglich sind Ärzte dieser Meinung. Die "fleißigen", lerneifrigen Mädchen nehmen dann auch gewissenhaft die Pille .. so in etwa.

Anders kann ich mir das nicht erklären. Passiert ist mir das aber selbst nie, auch wurden mir noch bei keinem Gyn Fragen zum Privatleben gestellt. Das allenfalls beim Allgemeinmediziner.

Efhemaligeir Nutzer7 (#53021x8)


@ Chi

Also je besser die Noten, desto reifer der Patient?

Auf jeden fall bringt es die patientin nicht um, fragen zu beantworten und im zweifel nachzufragen, wofür der arzt diese Information braucht.

Naja – wenn man danach gehen würde, könnte man als Arzt seine Patienten so einiges fragen und darauf spekulieren, dass einem die Rolle des Arztes in vielen Fällen zu genügend Antwortbereitschaft seitens des Patienten verhilft, um seine private Neugier zu stillen. :-/

@ Monika65

Die "fleißigen", lerneifrigen Mädchen nehmen dann auch gewissenhaft die Pille .. so in etwa.

Ich dachte das sind diejenigen, die den Arzt nerven, weil sie sich eigenständig informiert haben (da sie des Lesens mächtig und Willens sind im Gegensatz zu manch anderen) und kritische Nachfragen stellen anstatt brav zu tun was der Doktor vorgibt. :-D

@ Grognor:

Stress in der Schule wäre ja ein relevantes Thema für körperliche Beschwerden/die allgemeine Verfassung. Aber die Noten alleine sagen doch nichts darüber aus, wie viel Stress ein Patient als Schüler subjektiv empfindet.

@ all

Nee aber mal ernsthaft:

Einen plausiblen Grund kann ich immer noch nicht erkennen. Außer hinterfragenswerte bis bedenkliche Vorurteile aufgrund der Noten. So gesehen sollte jeder an der Stelle Lügen, damit der Arzt einen als Patienten weiterhin für voll nimmt.

Eyhemalig`er Nutzer @(#5x30218)


*Lügen natürlich nur, wenn man nicht eh schon gute Noten hat.

Exhemalpiger 7Nutzer ({#530/218)


@ Brombeerküchlein

Würde mich auch sehr irritieren und ich würde ihn wohl fragen,ob das relevant für meine Behandlung wäre. ;-D

ja genau ;-D. Stell dir vor dein Arzt findet nach Jahren heraus, dass er dir gegenüber eigentlich viel mehr äh hätte abnehmen müssen an geistiger Arbeit, weil er dich versehentlich von deinen Noten her zu gut eingeschätzt hatte. :[]

ERhemalig2er Nutgzer (#530218x)


*-gegenüber

Eihemali|ger NxutzeAr (#467K193x)


Aber die Noten alleine sagen doch nichts darüber aus, wie viel Stress ein Patient als Schüler subjektiv empfindet.

Das nicht, aber sie sind ein Indiz dafür. Besonders wenn es nicht nur in einem Fach, sondern überall kriselt.

Ich versteh ehrlich gesagt warum man sich hier so sehr auf den Faktor 'Noten' fixiert. Es können viele Dinge bei der persönlichen Anamnese abgefragt werden. Der Job oder die Tätigkeit ist eine davon. Schlafverhalten, finanzielle Situation etc. gehören da unter Umständen genauso dazu.

Das mag für den Patienten auf dem ersten Blick nicht immer logisch oder nachvollziehbar sein, aber wie gesagt, es hat einfach seine Daseinsberechtigung. Früher haben sich Patienten oft beschwert wenn man sie objektiv rein nach pathologischen Kritierien oder Faktoren abgefertigt hat, ohne auf psychosoziale Faktoren Rücksicht zu nehmen... jetzt wo man mal nachfragt, stößt das auf Unverständnis, oder wie? ":/

Vor allem, würde ich mir vorstellen, dass sich solche Fragen durchaus auch eignen ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis aufbauen zu können. Es gibt halt durchaus Ärzte die ihren Patienten ganzheitlich betrachten und ihn nicht nur auf ein Krankheitsbild oder ein Symptom beschränken.

c%hxi


Wie Grognor sehe ich es auch. Wenn man sich ein Bild machen will oder muss, dann muss man eben Fragen stellen. Bei jungen Patienten ist die Schule ein guter Ansatzpunkt. Mich haben diverse Ärzte nach meinem Beruf gefragt und wie es so läuft. Nun fragt man nach meinem Hausfrauen und mutterdasein. So what?

Exhemali}ger Nuntzer (#N53021x8)


@ Grognor

Aber wenn man als Patient so massiven Stress im schulischen oder beruflichen Umfeld erlebt, sollte man doch in der Lage sein, dass dann nötigenfalls selbst anzusprechen? Davon ab kann es einem (psychisch/psychosomatisch) auch mit guten Noten schlecht gehen. Das gehört aber nicht in den Fachbereich Gynäkologie. Beim Hausarzt/Allgemeinmediziner wäre das ok, wenn der sowas abfragt, finde ich.

Vor allem, würde ich mir vorstellen, dass sich solche Fragen durchaus auch eignen ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis aufbauen zu können. Es gibt halt durchaus Ärzte die ihren Patienten ganzheitlich betrachten und ihn nicht nur auf ein Krankheitsbild oder ein Symptom beschränken.

Ok, aber ich bin ja nicht beim Kaffeeklatsch mit einem anderen, privat, sondern stehe in einem Behandlungsverhältnis mit dem Arzt. Da kann man doch gleich zur Sache kommen anstatt sich über Schulnoten zu unterhalten? ":/

Wobei meiner Erfahrung nach die Hausärzte mehr zu diesem WiewarsimUrlaub-blabla -small-talk neigen. Für die "ganzheitliche Betrachtung" finde ich es völlig ausreichend, wenn der Arzt das Gespräch effizient und lösungsorientiert gestaltet anstatt Zeit mit irrelevanten Fragen zu verschwenden.

E)hemalige\r NutzNer /(#53^02S1x8)


@ Chi

Bei jungen Patienten ist die Schule ein guter Ansatzpunkt.

Wenn man den Eindruck hat, dass etwas im schulischen bereich nicht rund läuft, z.B. Schikane durch Mitschüler, Leistungsdruck, wäre es doch ergiebiger den Patienten direkt danach zu fragen anstatt stumpf nach den Noten zu fragen?

EXhemalige5r Nutz{er (#530x218)


@ chi

Nun fragt man nach meinem Hausfrauen und mutterdasein. So what?

Wenn cih das fragen darf: Welche besonderen Risiken für deine Gesundheit ergeben sich denn aus deiner Rolle als Hausfrau bzw. Mutter?

D0umxal


Snaiperskaja [VSS]

Ich bezweifle, dass es auf diesem Planeten einen Arzt gibt, der explizit die Schulnoten erfragt.

Aber wenn man als Patient so massiven Stress im schulischen oder beruflichen Umfeld erlebt, sollte man doch in der Lage sein, dass dann nötigenfalls selbst anzusprechen?

Manchen ist aber auch gar nicht klar, dass sie sich gerade in einer stressigen Situation befinden, manche schämen sich auch, dass sie Stress empfinden – Stichwort "Jammern" – und wieder andere finden, dass es ja eh nichts zur Sache tut. Was soll es also schaden, wenn ein Mediziner abklopft, ob es "rund" läuft?

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