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Gehören Schulnoten ins Anamnese-Gespräch beim Gynäkologen?

Eahemaligegr Nutz+er> (#[53021x8)


@ dkest

Sonst liest man hier oft Beschwerden dass sich Schulmediziner immer nur auf Diagnosen konzentrieren, jetzt versucht mal jemand eine etwas persönlichere Beziehung zum Patienten aufzubauen, dann wird debattiert ob diese Frage angemessen ist.... ":/

Ich fand dass unkompliziert die verschiedenen "Patiententypen" gut erfasst hatte in seinem Beitrag:

Nur gibt es eben sehr unterschiedliche Patienten. Die einen gehen zum Arzt so wie sie ihr Auto in die Werkstatt bringen – gleich zur Sache kommen, effizient und lösungsorientiert. Bei den anderen muss man "die Geigen auspacken" ( Zitat des Arztes), also Vertrauen aufbauen, die Hand halten usw. Gerade bei einem neuen Patienten muss der Doc im ersten Moment entscheiden zu welchem Klientel der Patient gehört.

d%kesxt


@ Silbermondauge:

Es gibt auch einiges an Medikamenten das die Kasse nicht zahlt. Punkt.

Und GYNS drängen einem ja besonders gern IGEL-Leistungen auf. Ich habe mehrere durch...

Und du meinst das begünstigt frühere Tode?

Eine ganz einfachere Sache ist zB Rauchen. Es ist gut belegt (und auch nicht weiter verwunderlich) dass eine niedrigeren Schulbildung die Wahrscheinlichkeit erhöht zu Rauchen. Rauchen ist mit der größte Treiber eines frühen Todes.

Kannst du den Arzt auch nach seinen Hobbys fragen ?

Mein Zahnarzt war uA in Schottland in der Schule und fliegt gerne an die kanadische Westküste zum Skifahren, mein HA programmiert gerne und hätte auch gerne was in die Richtung studiert, photografiert aber auch gerne, mein Kardiologe hat einige Zeit in den VAE praktiziert und wir haben uns ein bisschen darüber unterhalten, meine Endokrinologin war schon häufig für Ärzte ohne Grenzen in Afrika und ist mit einem Professor von mir befreundet usw usw

Ich weiß ja nicht wie dein Auftreten ggü Ärzten ist, aber ich versteh ich mich mit den meisten eigtl super, sicher gibts auch mal ne Ausnahme. Aber grundsätzlich sind das ganz normale Menschen (wer hätte es gedacht!)!

Mein HA hat mich letztens gefragt mit welcher Kamera ich photografiere, weil er zufällig auf Panoramio Bilder gesehen hat von mir, da hab ich auch nich angefangen "Ist das für die Diagnosestellung wichtig??"

Und wer keine Lust hat auf die Frage mit den Noten zu antworten der sagt halt "passt schon" oder "bin zufrieden" oder sowas, so hab ich das auch gehalten als ich Schüler war.

dykexst


Nur gibt es eben sehr unterschiedliche Patienten. Die einen gehen zum Arzt so wie sie ihr Auto in die Werkstatt bringen – gleich zur Sache kommen, effizient und lösungsorientiert. Bei den anderen muss man "die Geigen auspacken" ( Zitat des Arztes), also Vertrauen aufbauen, die Hand halten usw. Gerade bei einem neuen Patienten muss der Doc im ersten Moment entscheiden zu welchem Klientel der Patient gehört.

Das stimmt schon, auch wenns ganz viele Typen dazwischen gibt und ein aufgebautes Vertrauen denk ich nie schlecht ist.

Aber wenn man das nimmt: Eröffnen dann erstere auch einen Faden im KFZ-Forum weil sie der Mechaniker fragt ob sie zu Hause eine Garage haben oder ob sie gerne in den Urlaub fahren was weiß ich und sie sehr empört darüber sind!

EXhemal3iger N0utzerP (#53'0218x)


Vielleicht zur Klarstellung:

Es leuchtet mir völlig ein, dass es im Rahmen der Sozialanamnese sinnvoll sein kann bei einem Schüler das Thema Schule "abzuklopfen" und alles weitere dann spontan je nach Reaktion zu händeln. Ebenso, dass man auf Patienten individuell eingeht, also bspw. jemanden, der es lieber einfach ausgedrückt mag nicht mit Fachtermini und komplizierten Erklärungen bzgl. seines Gesundheitszustandes überfordert; bei einem anderen dagegen berücksichtigt, dass man denjenigen gerade darüber besser erreichen kann usw. usf.. Eben auch die intellektuelle Aufnahmefähigkeit berücksichtigt, wobei das nicht so gemeint ist, dass nach "dumm" vs. "klug" eingeteilt wird.

Mir leuchtet dagegen nicht ein direkt nach den Noten an sich zu fragen, obwohl hier ja einige Erklärungsansätze dazu genannt worden sind. Aber praktisch war meines Wissens der Stand, dass so direkt eh nicht nach den Noten gefragt wird seitens der Ärzte – jedenfalls nicht ohne weiteres/ohne konkrete Anhaltspunkte im Einzelfall dafür.

ExhemalUiger JNutzer ({#5W30218x)


@ mnef:

Kann es sein, dass du mich missverstehst? Es geht mir übrigens nicht um Ärztebashing; ich ging ursprünglich davon aus, dass so eine gezielte Nachfrage durchaus vorkäme in der Praxis und mich hatte verwundert (wertneutral!), dass in dem anderen Thread diese Nachfrage als normal/nicht ungewöhnlich betrachtet worden ist. Zumindest war das mein Eindruck von den Reaktionen auf diesen Teilapsekt aus dem anderen Thread.

Doch, das tust du. Der Arzt will damit nicht wissen, ob sie in Mathe eine 5 oder 1 hat, weil ihn Mathenoten so brennend interessieren und er nur gute Rechner behandelt :-p . Er schließt daraus auf anderes. Nur streitest du ab, dass das möglich ist, obwohl es das bedingt durchaus ist, weshalb du die Intention auch so nicht verstehen wirst.

mnef

Na vielleicht hilft ja meine Klarstellung von oben. Außerdem geht es mir doch gerade um den Fall, dass nach konkreten Noten gefragt wird; nicht darum wie's denn (generell) so laufen würde in der Schule. Was hat der Arzt bspw. davon zu wissen, dass jemand eine eins in Latein hat? Kann er dann bedenkenlos mehr Fachtermini ohne Bedeutungs-Erklärung dazu verwenden oder wie?

Wie gesagt, ich habe den Fall der TE aus dem anderen Thread vermutlich zu wörtlich genommen, und es ging dort nie um konkrete Noten. In der Diskussion hier dreht sich gleichwohl alles auf dem Fundament, dass nach einzelnen Noten gefragt wird – als allgemeine Frage, nicht weil besondere Hinweise dafür vorliegen würden bei einem einzelnen Patienten.

dMkesxt


Aber praktisch war meines Wissens der Stand, dass so direkt eh nicht nach den Noten gefragt wird seitens der Ärzte – jedenfalls nicht ohne weiteres/ohne konkrete Anhaltspunkte im Einzelfall dafür.

Ich finde du verkomplizierst und überbewertest. Vllt wars auch nur stinknormaler Smalltalk ohne irgendwelche Das-gehört-zur-Anamnese Gedanken.

So in dem Sinne "Na bist du mit deinen Noten zufrieden?" oder sonstwas.

Ich denke auch wenn er wirklich irgendeine Anamnese anhand der Schulnoten stellen wollte (wo mir wirklich nichts einfällt) dann wäre auch die Befragung ein schlechtes Messinstrument mit allerhand falschen Antworten. :-)

d%kexst


(Ich habe aber keine Ahnung was in dem anderen Faden der TE steht oder was in dem konkreten Fall los war)

Euhe"maliUger Nut5zer( e(#53x0218)


@ dkest

Das stimmt schon, auch wenns ganz viele Typen dazwischen gibt und ein aufgebautes Vertrauen denk ich nie schlecht ist.

Das ist eine gute Ergänzung zu den beiden gegensätzlichen (stark in eine Richtung neigenden) "Patiententypen". Thx

Und ja – Vertrauen ist sicher auch wichtig. Nur bezweifle ich stark, dass man Vertrauen aufbauen kann, indem man nach einzelnen Noten fragt. Würdest du es vertrauensfördernd finden, wenn du im Erstgespräch nach der Höhe deines Lohns gefragt werden würdest – ohne konkreten Anlass dafür, einfach so?

Schul-Noten sind ja auch ein abstrahierter Leistungsmesser ähnlich wie der Lohn (ich hoffe man versteht wie das gemeint ist; es soll nicht bedeuten, dass jemand der wenig verdient, wenig leistet).

E{hemaliger KNutzer (#5x30218)


oh überschnitten ;-)

E8hemaliFger Nutzier 2(#53x0218)


Ich finde du verkomplizierst und überbewertest.

dkest

Gut möglich. :-D ... mich interessiert eben der Hintergrund bzw. die Motivation des Arztes -> primär aus Neugier/Verstehenwollen, weniger aus Misstrauen gegenüber dessen Motiven. Misstrauen käme grundsätzlich erst dann ins Spiel, wenn ich in der Situation selbst den Eindruck hätte, dass es keine a)harmlose/lockere small-talk-Frage wäre und/oder b) die Motivation nicht lediglich neutral-fachlicher Natur wäre. Eben, dass man "falsch" antworten kann/ sich seine Antwort sehr gut überlegen sollte.

-RCrazaylexni-


Es ist kein abfragen ausschließlich direkt für die Behandlung relevanter harter Fakten. Nix für ungut, aber null Plan haben aber über die Arbeit des Arztes urteilen – sehr schön.

Ahja. Soviel Plan hatte ich aber, dass mir auffiel, dass er nicht viel von Schweigepflicht hält. Und das waren in diesem Fall die harten Fakten, nichts weiter. Er konnte froh sein, dass ich das nicht gemeldet habe. Das hat somit rein gar nichts mit Bashing zu tun,sondern mit nüchternen Fakten, von denen du soviel hältst. Hätte er sich mal lieber auf die konzentriert, anstatt mich anzulügen und mir jede Menge Schwierigkeiten zu bereiten. Oder der Arzt, dessen erste Frage war, ob ich privatversichert sei. Einmal machte ich den Fehler und sagte ja. Resultat war, dass er mir alles mögliche aufschwatzen wollte, nach gründlicher Anamnese. Der sah schon jede Menge Euroscheine reinflattern. Denkste, mit mir nicht. Ich holte mir die Meinung eines zweiten Arztes ein und der war ganz verwundert, weil er rein gar nichts von den Problem erkennen konnte,die mir sein Kollege weisgemacht hatte. Und fragte mich dann, sind Sie vielleicht privatversichert, weil das ist oft der Grund für Eingriffe, die in der Regel gar nicht nötig wären. Alles klar, also selbst in der Ärtzteschaft ein offenes Geheimnis. Und somit kein Bashing. Melkkühe könne sie sich woanders suchen, nicht mit mir.

m&nef


Kann es sein, dass du mich missverstehst?

Nein, du hast nur zu viel meines Beitrags auf dich bezogen.

Soviel Plan hatte ich aber, dass mir auffiel, dass er nicht viel von Schweigepflicht hält

... und dass das mit dem Fadenthema überhaupt gar nichts zu tun hat.

-hCrazyl>enxi-


Mein Zahnarzt war uA in Schottland in der Schule und fliegt gerne an die kanadische Westküste zum Skifahren, mein HA programmiert gerne und hätte auch gerne was in die Richtung studiert, photografiert aber auch gerne, mein Kardiologe hat einige Zeit in den VAE praktiziert und wir haben uns ein bisschen darüber unterhalten, meine Endokrinologin war schon häufig für Ärzte ohne Grenzen in Afrika und ist mit einem Professor von mir befreundet usw usw

Das interessiert mich aber beispielsweise nicht die Bohne.Ob ich in Oxford war oder er auf der Sorbonne, das hat rein gar nichts mit meiner Befindlichkeit zu tun. Er soll seine Arbeit machen und gut ist. Ich möchte nicht seine beste Freundin werden oder Smalltalk betreiben.

-;CrazyQleni-


... und dass das mit dem Fadenthema überhaupt gar nichts zu tun hat.

Dann brauchst du nicht drauf eingehen. Ganz einfach-harte Fakten, my dear.

d>k(es*t


Gut möglich. :-D ... mich interessiert eben der Hintergrund bzw. die Motivation des Arztes -> primär aus Neugier/Verstehenwollen, weniger aus Misstrauen gegenüber dessen Motiven. Misstrauen käme grundsätzlich erst dann ins Spiel, wenn ich in der Situation selbst den Eindruck hätte, dass es keine a)harmlose/lockere small-talk-Frage wäre und/oder b) die Motivation nicht lediglich neutral-fachlicher Natur wäre. Eben, dass man "falsch" antworten kann/ sich seine Antwort sehr gut überlegen sollte.

Ja verstehe ich schon und ich verstehe auch wie du das meinst. Das ist eben die Frage, so "Und wie sind die Noten so?" o.ä. ist für mich Smalltalk, wenn er natürlich die einzelnen Noten "Mathe? Englisch?" abfrägt wäre das schon bedenkenswert.

Aber dagegen spricht, wie ich finde, es hat erstens keine direkte Aussagekraft auf die medizinische Fragestellung oder sonstwas und zweitens ist die Zahl der FalschAntworten sicher hoch, va im vermeintlich intressanten "schlechten" Bereich.

Wenn ich dazu hier noch gelesen habe dass die TE des Fadens (welcher auch immer) sich auch beschwert dass er nach den genauen Rauchgewohnheiten fragt (was ich für einen FA sehr vorbildlich finde), dann passt das für mich eher ins Bild des Aufbauschens.

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