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Pcos als mögliche Ursache für bakterielle Scheideninfekte?

A*madril-iBa hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen *:) ,

nach dem ich mich nun über ein Jahr mit stetigen bakteriellen Scheideninfekten rumplage wurde mir der Tipp gegeben, dass dies eventuell mit meinem PCOS zu tun haben könnte. Besser gesagt, dass ich eventuell eine Unterversorgung der Schleimhäute mit weiblichen Hormonen habe und diese deshalb anfällig sind. Quasi wie bei Frauen in den Wechseljahren.

Durch den Mangel an weiblichen Hormonen wird die Haut von Scheide und Blase dünner und man wird anfällig für Infekte. Deshalb würden Antibiotika und ähnliches nichts bringen, sondern eher eine Hormontherapie. (So wurde es mir erklärt).

Meine Frage wäre deshalb, ob es hier ebenfalls Frauen gibt, die PCOS haben und dadurch eine trockene und anfällige Scheide haben/ oder hatten für Bakterien und ähnliches?

Konnte es behandelt werden , wenn ja ! Wie?

Zu meiner Vorgeschichte

Vor etwa 7 Jahren wurde bei mir PCOS festgestellt.

Im Blut waren nachweislich zu viele männliche Hormone, diese typische Bläschenbildung auf dem Ultraschall und eben vermehrte Härchen im Gesicht.Eine Periode hatte ich allenfalls 1x im Jahr oder gar nicht. (Dies glich eher einer Schmierblutung) Zusätzlich wurde eine Insulinresistenz diagnostiziert und vor meiner Pubertät bereits eine Schilddrüsenunterfunktion.

Die Insulinresistenz wird mit Metformin (Siofor) behandelt. Das PCOS mit der Pille (Bis letztes Jahr Dezember nahm ich die einzige für mich gut verträgliche die Pille Aida). Für die Schilddrüsenunterfunktion nehme ich L-Theroxin.

Als das PCOS festgestellt wurde, hatte ich etwa 90 kg auf 1,60.

Ich bekam die Aussage, dass es schwierig werden würde auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Aber eine Gewichtsabnahme, Sport und eine gesündere Ernährung würden das Risiko steigern, ebenfalls die Einnahme von Metformin.

Ich nahm die Pille, das Metformin, L-Theroxin und alles war wunderbar….eigentlich.

Letztes Jahr im Sommer nahm das Elend leider seinen Lauf.

Ich hatte eine bakterielle Scheideninfektion mit verschiedenen Darmkeimen.

Bislang kannte ich hin und wieder auftretende Blasenentzündungen oder ein leichtes wund sein nach Geschlechtsverkehr. All das verheilte aber problemlos nach kurzer Zeit von selbst.

Gegen die Darmkeime bekam ich innerhalb kurzer Zeit erfolglos mehrere Antibiotika.

Darauf wurde mit diversen anderen Medikamenten behandelt.Jedes Mal stellte sich nur eine kurzfristige Besserung ein und es ging von vorne los. Ich nahm nach jeder Behandlung Aufbaupräparate wie Gynoflor wochenlang, schmierte phasenweise Multigyn Actigel, nahm das Balance Active Gel, versuchte Rephresh-Sanol usw.

Ich war bei verschiedenen Gynäkologen, Hautärzten und sogar in der Uni–Klinik.

Es wurde 6-7 Mal eine Kultur angelegt und eigentlich waren es jedes Mal Darmkeime, niemals Pilze oder was anderen.(Der Darm wurde auch auf Pilz untersucht, negativ). Einzig Kadefungin bringt merkwürdigerweise eine Art Linderung, obwohl es kein Pilz ist. ":/

Die letzten zwei Kulturen ergaben einmal eine leichte Verunreinigung mit e coli die laut Arzt nicht behandlungsbedürftig sei und ein weiterer Abstrich ergab eine ganz normale Mischflora.

Die Beschwerden sind recht unterschiedlich.

Die Scheide juckt (es ist eher ein pieksen) immer wieder für mehrere Stunden, es brennt manchmal ganz leicht, manchmal ganz stark, zurzeit ist es enorm gerötet und tut zwischendurch weh.

Alles in allem fühlt es sich wund an, ab und zu schwillt auch die komplette Scheide an und wird dick.

Ich hab aber auch Momente in denen es gar nichts ist…warum auch immer…

Auffällig an der Rötung ist das es eine Art Muster hat, es zieht sich vom Scheideneingang immer langsam hoch bis zu den inneren Schamlippen und runter bis über den Damm. Manchmal entstehen auch kleine feine Risse am Scheideneingang und am Damm. Der Kitzler ist meistens gar nicht betroffen.

Die Scheide fühlt sich alles in allem sehr trocken an.

Durch die Antibiotika wirkte die Pille nicht mehr richtig und ich bekam langanhaltende Zwischenblutungen, sodass ich letztes Jahr Dezember die Pille abgesetzt habe.Seit dem hatte ich keine Blutung mehr.

Daraufhin wurde diesen Mai der Hormonstatus überprüft. Der Wert der männlichen Hormone war deutlich zu hoch, dies erklärt die ausbleibende Periode.

Mittlerweile wiege ich bei 1,60 um die 60kg. :-)

Hab meine Ernährung komplett umgestellt und esse keinen Zucker, kein weißes Mehl sowie gar keine Milchprodukte und wenig Fleisch. Ich treibe bis zu 3x die Woche Sport.

Die Insulinresistenz ist unter ständiger Kontrolle gut im Griff mit Metformin.

Eigentlich habe ich alles erdenklich mögliche getan um dem PCOS entgegen zu wirken und mein Risiko zu steigern irgendwann schwanger zu werden. Aber nada... :|N

Einzig die Werte der Schilddrüse sind etwas auffällig, weil sie schwanken..

Antworten
teiJgre)sse


Also die Pille nimmst du jetzt schon seit 1/2 Jahr nicht mehr, stimmt das? Wurde bei dir auch das Estriol bestimmt? Dieses Hormon ist besonders wichtig für die Schleimhäute!

[[http://www.dr-neidert.de/index.php?option=com_content&view=article&id=187&Itemid=149]]

Die SD ist grad bei Hormonschwankungen etwas schwierig zum einstellen. Sie spielt aber eine große Rolle!

Hast du eine Werte zur Hand? was wurde denn schon alles angeschaut?

A>maril<ixa


Hallo Tigresse,

richtig, die Pille nehme ich seit letztem Jahr Dezember nicht mehr.

Ich kann dir nicht wirklich sagen, was genau bestimmt wurde da mir die Unterlagen nicht vorliegen.

Jedenfalls werde ich diese Woche beim Endokrinologen anrufen und mal ein komplettes Check-Up der Werte machen lassen bzw. die bereits vorhandenen Werte beim Gyn anfordern.

Zurzeit hab ich nämlich nichts zur Hand.

Ich will nichts falsches sagen, aber er sagte das mein TSH? (ich schätz jetzt einfach mal..) bei 0,2 lag?

Jedenfalls sei das etwas zu niedrig und ich sollte eventuell die Höhe des L-Theroxin senken .

Nehme zur zeit die 100er.

Wir hatten ein kurzes Telefonat und er sagte, der Wert sei etwas niedrig aber wenn ich mich so wohl fühle im Moment sollte man daran nicht zwingend was ändern. ???

Das mit dem Estriol erscheint mir nach dem Bericht einleuchtend.

mbnb


Das mit den Infektionen hört sich für mich ganz stark nach einer typischen Nebenwirkung der Pille an. Sie schwächt das Immunsystem und die Scheidenflora, und das Risiko von Infektionen und Pilzen sind durch sie deutlich häufiger. Gerade die von dir genommene Pillensorte hat besonders starke Nebenwikungen (und ist auch allgemein besonders gesundheitsgefährlich). Mit deinem damaligen Gewicht hättest du übrigens auch noch zur Risikogruppe gezählt... eigentlich war es fahrlässig, dir die Pille zu verschreiben.

Mit PCOS ist das so eine Sache. Ich geh mal davon aus, dass die Diagnose von deinem Frauenarzt stammt. Die haben im Bereich von Hormonen leider keine Fachkompetenz und treffen leider sehr oft ziemlich willkürliche Diagnosen. PCOS ist leider zu einer Modediagnose geworden, mit der man jemand die Pille aufreden kann (an Pillenpatientinnen verdienen Frauenärzte besser).

Tatsache ist, dass die Pille bei PCOS überhaupt nichts therapiert, sie unterdrückt lediglich Symptome und verschiebt eventuelle gesundheitliche Probleme auf die Zukunft. Dazu wirkt sie noch auf die hormonellen Regelkreisläufe ein und verändert den Hormonhaushalt der Frauen dauerhaft. Anders gesagt: Sie verstärkt in der Regel die Probleme von PCOS nur noch (oder ist in vielen Fällen überhaupt erst der Auslöser). Der Mangel an "weiblichen Hormonen" wird auch durch die Pille hervorgerufen bzw. begünstigt, da der Körper unter der Pille die eigene Produktion von Ostrogenen einstellt. Und nach dem Absetzen oft nicht mehr richtig damit nachkommt. Dazu kommt noch, dass die (wenigen) produzierten Östrogene durch einen sehr hohen SHBG-Wert gebunden/deaktiviert werden. Der erhöhte SHBG-Wert ist eine direkte Folge der Pilleneinnahme.

Kurz gesagt: Die Probleme mit den Infektionen sind meiner Ansicht nach hausgemacht. Bevor du mit weiteren Medikamenten (oder wieder der Pille) eingreifst würd ich deinem Körper nun erstmal sehr viel Zeit geben, um sich von den Folgen der Pille zu erholen...

Übrigens: Bei einer Freundin von mir wurden auch "zu viele männliche Hormone" festgestellt und sie sollte unbedingt die Pille nehmen (laut ihrem Frauenarzt). Sie hat sie aber nie genommen, weil sie wusste, wie gesundheitsschädlich sie ist. Sie hatte auch gelegentlich Probleme mit dem Ausbleiben ihres Zyklus. Aber sie ist heute immer noch gesund und sie ist fruchtbar...

Viele Grüße und alles Gute!

B1aterx W.


Tatsache ist, dass die Pille bei PCOS überhaupt nicht therapiert, sie unterdrückt lediglich Symptome...

und schützt den Körper somit vor den Auswirkungen des hormonellen Ungleichgewichts, gegebenenfalls vor den Auswirkungen einer Hyperandrogenämie.

Viele Medikamente (Blutdruckmedikamente, Herzmedikamente, Schilddrüsenhormone, Schmerzmittel, meine Asthmamittel, etc.) therapieren nicht, sondern unterdrücken nur Symptome bzw. schützen den Körper vor den Folgen einer Erkrankung.

Ich verstehe diese Forderung deshalb einfach nicht. Es dürfen nur Medikamente verschrieben werden, die ursächlich therapieren? Ja, dann fliegt ja fast der gesamte Inhalt eines Apothekerregals auf den Müll?

dass die Diagnose von Deinem Frauenarzt stammt. Die haben im Bereich von Hormonen leider keine Fachkompetenz.

Kennst Du Dich denn mit der Facharztausbildung aus? Ich vermute mal, dass die Kenntnisse im Bereich von Hormonen auch damit zusammenhängen, in welchem Bereich der Gyn arbeitet. Arbeitet er chirurgisch in einer Klinik? Arbeitet er in einem KiWu-Center?

S8tellak80


Jedenfalls werde ich diese Woche beim Endokrinologen anrufen und mal ein komplettes Check-Up der Werte machen lassen bzw. die bereits vorhandenen Werte beim Gyn anfordern.

Da du mittlerweile schon 6 Monate ohne Pille bist, halte ich das für eine sehr gute Idee!! Dann hast du die Hormone mal wieder gründlich abgeklärt.

Was dein "Hautproblem" im Intimbereich betrifft....es gibt leider viele Frauen, denen es nach diversen Scheideninfektionen, Blasenentzündungen, Lokalbehandlungen und Antibiotikagaben ähnlich geht. Die Haut wird dadurch extrem gereizt.

Zunächst wäre eine verträgliche Hautpflege gut, die konsequent täglich mehrmals über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden sollte. Ich persönlich tendiere zu natürlichen Ölen (Nachtkerzenöl, Olivenöl, Kokosöl etc.), wenn du kein Problem mit Paraffin und Co. im Intimbereich hast, geht auch Deumavan.

Dann solltest du alles, was deinen Intimbereich reizen könnte, weglassen (parfümierte/luftundurchlässige Slipeinlagen, buntes oder recyceltes Toilettenpapier, Intimwaschlotionen, Weichspüler für die Unterwäsche etc.) und evtl. auf ein Allergikerwaschmittel für deine Unterwäsche umsteigen. Den Intimbereich solltest du maximal einmal täglich und nur mit klarem Wasser waschen. Wenn das nicht hilft, wäre ein Allergietest sinnvoll. Manchmal machen auch Nahrungsmittel und/oder Getränke solche Probleme.

Deine Haut ist durch die ganzen Behandlungen sehr gereizt. Der Intimbereich ist dadurch zu einer Art "Schwachstelle" geworden. Anfällig für Dinge, die früher nichts ausgemacht hätten.

Eine lokale Östriolergänzung könnte sinnvoll sein. Allerdings wird das – wenn die Haut so anfällig und empfindlich ist – manchmal schlecht vertragen. Ich würds erstmal mit regelmäßiger Pflege probieren und dann vielleicht mit dem Endokrinologen nochmal darüber reden, wenn die Ergebnisse des Hormonstatus da sind.

B3ate-r Wc.


@ mnb

Daraufhin wurde diesen Mai der Hormonstatus überprüft. Der Wert der männlichen Hormone war deutlich zu hoch, dies erklärt die ausbleibende Periode.

Die Grenzwerte für die Hormone werden nicht vom Gyn festgelegt, sondern von den Laboren.

Soviel zum Thema "der FA denkt sich die Hyperandrogenämie nur aus."

@ Amarilia

Und ganz wichtig: die Intimrasur sein lassen. Diese reizt die Haut, vollkommen unnötig.

Außerdem schützen die Schamhaare unsere Körperöffnungen vor Infektionen / eindringenden Erregern.

A_maqrilixa


Hallo ihr Lieben! Danke für die Antworten.

Seit dem Start meines Threads hat sich ein wenig getan.

Zu den Werten:

TSH= 0,06 (laut Gyn zu niedrig, wird in den nächsten Wochen nochmal überprüft da ich zum Zeitpunkt der Einnahme bereits die tägliche L-Theroxyn 100 mg Tablette genommen hatte)

Testesteron: 87,5 ng/dl

Östradiol: 96 pg/ml

Luteinisierendes Hormon: 19,9 mIU/ml

Progesteron: 0,2

Prolatcin: 8,5 ng/ml

DHEAS: 324 aeg/dl

Sexualhormon-bindendes Globuli: 91,9 nmol/l

Freier Androgenindex: 3,30

Nunja ich bin vor 2 Wochen am Samstag in die Notfallambulanz des örtlichen Krankenhauses spaziert, weil ich es nicht mehr länger ausgehalten habe und meine Scheide gefühlt aufs doppelte angeschwollen ist. Die Ärztin dort hat sich meine ganze Story angehört und Schluss folgerte, dass dies offensichtich ein Hormonproblem ist. Untersuchung hat ergeben, dass der PH -Wert okay ist , die Scheide von innen ebenfalls gut aussieht jedoch die äußeren Organe der Scheide entzündet sind. Die Haut sei atrophisch,sprich würde sich zurück bilden (war stellenweise am Damm soger aufgerissen).

Sie meinte das sei eben schlicht weg eine Unterversorgung der Haut mit Hormonen sowie es auch bei Frauen nach den Wechseljahren vorkommen kann. :-o

Ich hab eine Oekolp Salbe (Estriol Salbe) bekommen die aber leider erstmal tierisch gebrannt hat.

Montags bin ich direkt zu meinem Gyn spaziert und habe ihm alles geschildert.

Er meinte ich könnte eigentlich nicht zu wenig Hormone haben, der Östrogenwert wäre mit 96 pg/ml Östradiol vollkommen im normalen Bereich. Also meine Eierstöcke produzieren noch genug weibliche Hormone. Er hat mir trotzdem eine Salbe mit Estriol und Cortison mitgegeben. Diese soll ich erstmal 4 Wochen lang benutzen und danach mit einer Salbe ohne Cortison weiter machen. Und siehe da!

Es wirkt, meine Scheide ist wieder rosa! Sie juckt nicht, sie brennt nicht und tut auch nicht weh. Also scheint die zufuhr von Hormonen ja doch was zu bringen.

Also irgendeinen Auslöser wird mein Scheidenproblemchen ja haben! Das hat letztes Jahr schleichend begonne, erst hatte ich jedes Mal nach der Periode leichten Juckreiz bis es eben zum bakteriellen Infekt gekommen ist.

Ich geh mal davon aus, dass die Diagnose von deinem Frauenarzt stammt.

Nein nicht nur...

Diese Diagnose habe ich mit knapp 17 bekommen, damals hat der Gynäkologe einen Bluttest gemacht, mich zum Diabetologen geschickt und zum Endokrinologen. Und alle 3 hatten das Ergebnis PCOS. Ich hatte diese typische Bläschenbildung an den Eierstöcken und vergrößerte Eierstöcke an sich. Zusätzlich hab ich diese typische PCOS-Figur (schmales Becken und breite Schultern) leichte Beharrung am Kinn und Oberlippe sowie einen nicht vorhandnen Zyklus.

Ich hab heute einen Termin bekommen in einer Uni Klinik zur Hormonsprechstunde in der gynäkologischen Endokrinologie. Möglicherweise haben diese Ärzte einen anderen Rat als die Pille. Ich befürchte langsam auch, dass die Pille eine mögliche Ursache des Problems ist...allerdings bewahrt mich die Pille auch vor den Auswirkungen der männlichen Hormone :-|

Nach dem ich die Pille letztes Jahr im Dezember abgesetzt habe geht es mir wirklich sehr schlecht :-X Seit dem ich die Pille abgesetzt hab..habe ich rund die Hälfte meiner Haare verloren! %:| Der Haarausfall war nicht mehr feierlich hat aber mittlerweile um einiges nachgelassen. Dicke Haare hatte ich mal.. dazu fetten sie jetzt noch besonders schnell... :-( Meine Brüste sind ein Cup kleiner, ich hab wieder einen leichten Damenbart bekommen und Haare am Kinn. Ich hoffe es wird nicht mehr ! :(v Meine Haut ist unreiner geworden und Pickelchen sind dazu gekommen. Ich hab wirklich Angst, dass es schlimmer wird und mir noch die letzten Haare auf dem Kopf ausgehen.

Ich weiß nicht wirklich was ich tun soll, egal wie viel ich abnehme oder wie wenig ich esse... ich bin von einem Eisprung Meilenweit entfernt. Es tut sich rein gar nichts. Das Metformin hilft auch nicht und ich befürchte fast, dass ich mein ganzes Leben lang die Pille nehmen muss. Nirgendwo hört man von Alternativen sondern nur als Therapieform das Metformin und die Pille.

Sdt2ella8x0


Er meinte ich könnte eigentlich nicht zu wenig Hormone haben, der Östrogenwert wäre mit 96 pg/ml Östradiol vollkommen im normalen Bereich.

Hm, ja, nur geht es da bei deiner Scheide ja um das Östriol und nicht um das Östradiol. Dass du davon genug hast, heißt noch lange nicht, dass genug Östriol vorhanden ist. Deshalb auch die Östriolcreme.....

Ich hab hier schon von Frauen gelesen, die es bei ähnlichen Problemen mit der natürlichen Hormontherapie probiert und körperidentes Progesteron ergänzt haben. Vielleicht redest du da mit deinem Endokrinologen mal noch drüber. Und bevor jetzt gleich wieder die Aufschreie der Anti-Progesteron-Fraktion kommen ;-) jaja, das ist kein Allheilmittel und die Wirkung bei PCOS ist nicht belegt. ABER wenn Frau keine Eisprünge hat, gibts auch kaum Progesteron. Das Wohlfühlhormon fehlt. Das Hormon, das für kräftige Haare und schöne Haut sorgt und noch viele andere wichtige Aufgaben im Körper hat. Und selbst wenn es das PCOS nicht irgendwie wegzaubert, besteht zumindest die Möglichkeit, dass Frau sich mit Progesteronergänzung besser fühlt, die Haut besser wird und die Haare nicht mehr ausfallen.

ADm7ari+lia


Und selbst wenn es das PCOS nicht irgendwie wegzaubert, besteht zumindest die Möglichkeit, dass Frau sich mit Progesteronergänzung besser fühlt, die Haut besser wird und die Haare nicht mehr ausfallen.

Oha sowas löst Progesteron aus? Bzw dieses Hormon wirkt dem Haarausfall usw. entgegen? :-)

Wenn das helfen sollte will ich es nicht unversucht lassen, weil das jetzt ist wirklich kein Zustand mehr. :|N Ich bin ziemlich unglücklich, weil ich mich in meiner eigenen Haut nicht mehr wohl fühle.

Gewichtstechnisch gehts zwar immer weiter Stück für Stück bergab aber ob das die Lösung ist bezweifel ich langsam (aktuell ewta. 1,60 und 60 kg...klar Luft nach unten ist immer noch...)

Andersrum gefragt, was spricht denn gegen die Zugabe von Progesteron?

Ich hab plötzlich seit 2 Tagen Zwischenblutungen... ich dachte erst ich hätte allen ernstes meine Periode bekommen :-o Aber es blutet morgens immer ein bisschen und hört im Laufe des Vormittags wieder auf :-/ (eher eine Schmierblutung) . Einerseits bin ich froh, dass sich nach über einem halben Jahr endlich mal was tut aber andererseits weiß ich nicht ob eine Schmierblutung mit Bauchziehen und Brüstespannen so gut ist ???

SqteOlBlax80


Andersrum gefragt, was spricht denn gegen die Zugabe von Progesteron?

Na aus meiner Sicht nichts. Schaden tuts nicht. Du brauchst nur einen Arzt, der es dir verschreibt. Bei deinem Problem müsstest du schon Utrogestan (vaginal) nehmen, weil das höher dosiert ist als eine Progesteroncreme. Normalerweise nimmt man das in der 2. Zyklushälfte. Wenn du keinen Zyklus hast, müsstest du pro Monat immer etwa 7-10 Tage damit pausieren.

Bzgl. der Schmierblutung würde ich mal noch ein paar Tage abwarten. Vielleicht entwickelt sie sich auch noch zur "richtigen" Blutung.

S0telBlax80


Achso, das Progesteron müsstest du längerfristig nehmen. Ich habs fast zwei Jahre genommen. Jetzt läuft mein Zyklus allerdings auch ohne und ich brauche es nicht mehr. Ich hatte aber auch "nur" eine Gelbkörperschwäche.

Admanrilxia


PCOS hast du selbst aber nicht?

Wer übernimmt den die Behandlung mit Progesteron? Zahlt das die Krankenkasse oder muss man es selbst zahlen? Wird so eine Behandlung von "normalen Gynäkologen" überhaupt gemacht? Hormone gibt es für gewöhnlich ja nur auf Rezept soweit mir bekannt ist.

Sorry wenn ich so viel Frage aber seit dem ich mich begonnen habe mit dem Thema Hormone auseinander zu setzen tun sich so viele neue Themen auf :-)

Nächste Woche geht's zur Uni Klinik in die gynäkologische Endokrinologie zur Hormonsprechstunde. Ich bin äußerst gespannt ob mich da etwas neues erwartet

Bsater& W.


Nächste Woche geht's zur Uni Klinik in die gynäkologische Endokrinologie zur Hormonsprechstunde.

Ja, das ist eine gute Idee. Die Mitarbeiter dort sind (hoffentlich) auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Ich würde sämtliche Befunde mitnehmen und dort durchsprechen.

Dort kannst Du auch nach der Progesteron-Creme fragen, die meiner Meinung nach eher in den Alternativmedizin-Bereich (mit unsicherer Wirkung) gehört, aber ich bin keine Fachfrau, und nur die können in der Frage eine korrekte Antwort geben.

Hast Du Dir die Packungsbeilagen Deiner Medikamente einmal durchgelesen? Du nimmst doch L-Thyroxin. Habe jetzt keine PB hier, meine aber mal gelesen zu haben, dass L-Thyroxin Regelstörungen als Nebenwirkung haben kann.

SJtellxa80


Wer übernimmt den die Behandlung mit Progesteron? Zahlt das die Krankenkasse oder muss man es selbst zahlen?

Utrogestan ist ein ganz normales anerkanntes schulmedizinisches Medikament, das der Arzt auf Kassenrezept verschreiben kann. Solange das alles über einen normalen Endokrinologen läuft, müsste es die Krankenkasse übernehmen. Nur wenn du zu einem Arzt gehst, der die natürliche Hormontherapie mit Speicheltests und Hormoncremes macht, dann musst du das selbst zahlen.

Obs der "normale" Gynäkologe macht, hängt nach meiner Erfahrung davon ab, wie offen er neuen Behandlungsmethoden gegenüber ist. Meiner war mit meiner Progesteronergänzung ganz einig und fands eher spannend, meine Erfahrungsberichte zu hören.

Und nein, ich hab kein PCOS. Ich hab mich aber im Zuge meiner Gelbkörperschwäche (Zyklen mit 18-21 Tagen) intensiv mit dem Thema Hormone/Progesteron beschäftigt. Und ich hab auch Kontakt zu einigen Frauen mit PCOS, denen Progesteron sehr gut getan hat.

Dort kannst Du auch nach der Progesteron-Creme fragen, die meiner Meinung nach eher in den Alternativmedizin-Bereich (mit unsicherer Wirkung) gehört

Ich habe die TE explizit auf Utrogestan hingewiesen und nicht auf eine ProgesteronCreme! Und Utrogestan ist höchst anerkannt, auch in der Schulmedizin. Nur wird es i.d.R. hauptsächlich dann verordnet, wenn Frau schwanger ist, es werden möchte und es da Probleme gibt. Bei Progesteron-Mangel halt. Und den hat die TE ganz sicher....so ohne Eisprung.

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