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Unregelmäßiger Zyklus/ LH erhöht

F"räujleixn_Ju hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Kurze Frage: Ich würde gerne meinen Zyklus langsam und natürlich wieder "in die Spur" bringen. Was habt ihr für Tipps oder Erfahrungen gemacht?

Langer Hintergrund: Ich (31) nehme seit sechs Jahren die Pille nicht mehr und verhüte seitdem nicht-hormonell mit NFP bzw. Kondom. In den ersten Jahren nach Absetzen der Pille hatte ich zeitwillig Zyklen mit einer Dauer von 65+ Tagen. Mittlerweile liege ich bei durchschnittlich 40. In den letzten zwei Jahren habe ich, und das überrascht mit tatsächlich, trotz stressigem Job einen recht regelmäßigen Zyklus und höchstens einmal im Jahr einen "Aussetzer", d.h. vielleicht einen, max. zwei Monate einen anovulatorischen Zyklus. Das hat mir natürlich in der Vergangenheit das Verhüten erleichtern ;-D , aber da ich nun in einem "gewissen" Alter und einer entsprechenden Beziehung bin, überlegt man sich natürlich schon, was im eigenen Körper "schiefläuft". Soweit ich weiß, war ich nie schwanger. Vor einigen Jahren wurden aufgrund ausbleibender Regel und fehlendem Eisprung Untersuchungen gemacht (die genauen Befunde habe ich nicht): damals waren im Ultraschall vergrößerte Ovarien bzw. Bläschen zu sehen. Das Blutbild zeigte, dass mein Stresshormon-Level zu hoch sei und ein allgemeines Hormon-Ungleichgewicht vorliegt – ohne das Testosteron o.ä. deutlich über dem Normalwert lag. Der Verdacht PCO lag nahe, optisch entspreche ich aber nicht der klassischen Patientin. Bin normalgewichtig, habe keine massiven Akne- oder Haarwuchs-Probleme (mal ein Härchen am Kinn, ein paar am Bauch) u.ä. Jetzt bin ich bei einer neuen Ärztin in Behandlung, die meinte meine Werte seien im Normalbereich, Androgenspiegel bei 1,28 (wenn ich mich Recht entsinne) und sie meinte ab 1,5, wird's erst verdächtig. Nur der LH sei deutlich zu hoch. Eileiter sahen in der Vergangenheit normal aus. Ihr Vorschlag war für drei Monate eine anti-androgene Pille zu nehmen, um die Chancen einer Schwangerschaft zu erhöhen. Ich hatte aber verschiedene Probleme unter der Pille und würde das nur im äußersten Notfall machen wollen... Was meint ihr?

Antworten
D;arka9ngdel45x2


Hi,

ich bin hier keine Expertin, aber ich verstehe einfach diese Ärzte nicht. Wie soll die Pille helfen? Sie simuliert eine Art Zyklus und nach dem Absetzen geht alles wieder von vorne los. Oder konnte sie irgendwie begründen, wie die Pille nun genau helfen soll? Dass möglicherweise Hormone helfen, glaube ich ja sogar, aber vllt sollte man da ja differenzierter dran gehen, möglicherweise nur bestimmte Hormone im bestimmten Teil des Zyklusses nehmen.

Und ich nehme an, es ist eine Frauenärztin? Dann würde ich empfehlen zum Endokrinologen oder sogar in eine Kinderwunschklinik zu gehen - auch wenn es noch kein super aktueller Kinderwunsch ist, aber diese Leute kennen sich sicher besser in dem Gebiet aus, als Frauenärzte.

Vllt meldet sich hier ja noch ein PCO-Experte mit hilfreichen Vorschlägen :-)

Fpräusle!inx_Ju


Also ihre Begründung für die Pille war schon plausibel: Die kurzfristige Einnahme der Hormone würde mein Ungleichgewicht ausbalancieren, sodass ich nachdem Absetzen Normalwerte haben müsste – dass würde eine Schwangerschaft begünstigen.

Und wie gesagt, PCO wurde nicht zu 100 Prozent diagnostiziert, meine Werte weisen nur auf eine gewisse Funktionsstörung der Ovarien hin. Ich würde auch ungern mit Kanonen auf Spatzen schießen und mich jetzt sofort in den belastenden Kreislauf von medizinischen Untersuchungen begeben.

Falls das den Experten hier hilft: Meine zweite Zyklushälfte ist in der Regel immer verkürzt bzw. kurz.

Fmräule)i.n_Ju


NACHTRAG: Hat jemand Tipps für günstige, aber dennoch gute Ovu-Sticks? Bei Amazon waren die Bewertungen immer Recht unterschiedlich... ":/

Bisher habe ich immer nur dann getestet, wenn Schleim, Temperatur und Muttermund schon rechteindeutig waren, wollte es jetzt aber engmaschiger überwachen...

I^t's_kJusVt_Me


Ich würde die Pille nicht nehmen. Sie legt die körpereigene Hormonproduktion weitgehend lahm. Nach dem Absetzen muss dein Körper seine eigene Hormonproduktion wieder komplett in Gang bringen. Ob das auf Anhieb funktioniert kann dir niemand garantieren, genausogut kannst es passieren, dass du für ein halbes Jahr gar keinen Eisprung mehr oder noch unregelmäßigere Zyklen hast.

Einer verkürzten zweiten Zyklushälfte können andere Baustellen im Körper zugrunde liegen, beispielsweise die Schilddrüse. Wurde das mal gecheckt?

Und wurde dein LH-Wert überhaupt am passenden Tag DEINES Zyklus genommen oder orientiert sich deine FÄ evtl. an völlig falschen Referenzwerten, weil sie vom entsprechenden Tag eines Lehrbuchzyklus ausging, du dich aber mit deinem Zyklus in einer komplett anderen Phase befandest?

Zur Verlängerung der zweiten Zyklushälfte gibt es außerdem Progesteronpräparate, diesen Ansatz halte ich nach Ausschluss anderer körperlicher Ursachen für sinnvoller, als den Zyklus mit der Pille komplett plattzumachen.

Ich würde auch ungern mit Kanonen auf Spatzen schießen und mich jetzt sofort in den belastenden Kreislauf von medizinischen Untersuchungen begeben.

Die Pille ist die Kanone schlecht hin, denn sie unterdrückt die körpereigene Hormonproduktion. Einen aussagekräftigen Hormonstatus kannst du beispielsweise erst 6 Monate nach dem Absetzen wieder machen.

N"avla8x5


Dass man bei PCO mit der Pille versucht einen spontanen Eisprung zu erzeugen - ok. Aber du hast ja Eisprünge - was soll die Pille da bringen außer ihne für 3 Monate gänzlich zu unterdrücken?

Die Pille gleicht die Hormone nicht aus. Und sie hat auch keiner Zauberwirkung die besagt dass du danach ganz tolle Hormonwerte hast auch wenn du sie nichtmehr nimmst. Wo soll die Wirkung denn herkommen?

eine zweite Zyklushälfte ist in der Regel immer verkürzt bzw. kurz.

Dann liegt eine Gelbkörperschwäche viel näher.

Ich würde es mal mit Zyklustees versuchen. In der 1. Hälfte den Eisprung fördern, in der 2. Hälfte den Gelbkörper stärken.

OvuSticks bringen nicht wirklich was - genauer als NFP sind sie nicht.

F4räuKleihn_Jxu


Ja, danke für die Tipps. Pille kommt für mich wie gesagt nicht infrage, ich wollte nur eure Meinung bzw. Erfahrung dazu hören.

Also, die Blutabnahme war am 9. Zyklustag. Das mit der Progesteronschwäche habe ich auch vermutet. Ab wann spricht man denn genau von einer verkürzten zweiten Zyklusphase. Und wo bekomme ich die Tees her, haben die u.U. irgendwelche Nebenwirkungen?

F*r'äuOlein@_Ju


@ It's_Just_Me:

Schilddrüse war immer okay, wurde in den letzten Jahren regelmäßig geprüft. Letztes Mal vor nem halben Jahr. Keine Auffälligkeiten, keine Werte im Grenzbereich zu behandlungswürdig.

Bmate]r Wx.


Falls das den Experten hier hilft

Naja, hier ist ein Laienforum. Das muss man bei Bewertung der Antworten immer im Hinterkopf haben.

Meine zweite Zyklushälfte ist in der Regel immer verkürzt bzw. kurz

Das hängt vielleicht mit dem hohen LH zusammen.

Dann würde ich empfehlen, zum Endokrinologen....zu gehen.

Ja, das ist natürlich eine Möglichkeit. Jedoch weiß ich aus diversen PCOS- und Hyperandrogenämie-Fäden, dass bei vielen am Ende auch nur die Pille rauskommt.

Aber, der Endokrinologe ist eine Möglichkeit.

nuigee8x4


Ovulationstests zeigen dir den LH-Anstieg an.

Wenn du erhöhte Werte hast, sind die dann nicht immer positiv?

Frräukleixn_Ju


Ja, dass vermute ich auch. Bzw. soll es ja Tests geben die etwas differenzierter anschlagen. Nun gut, ich versuche dann erstmal die Progesteronschwäche auszugleichen. Ich habe vorhin mal wg. Tees usw. geschaut – habt ihr die selbst mischen lassen oder fertig gekauft? Oder gibst es vielleicht Globuli die man stattdessen nehmen kann. Ich hätte gerne etwas, dass unkompliziert für unterwegs und die Arbeit ist.

B\ateFr W.


Auch nur eine Laienmeinung, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich durch Tees oder Kügelchen eine laborchemisch nachgewiesene Hormonstörung behandeln lässt.

Ist in meinen Augen rausgeworfenes Geld.

Für deine Störung ist schon der Arzt der richtige Ansprechpartner. Vielleicht noch mal einen Termin machen und alle neu hinzugekommenen Fragen (z. B. Behandlung einer eventuell vorhandenen Progesteronschwäche) dort stellen.

Allgemeine Infos über Hormonstörungen findet man bei:

frauenaerzte-im-netz.de

Krankheiten A - Z

Hormonstörungen

FYräuliei#n_xJu


@ Bater

Danke, generell weiß ich aber wohin ich mich wenden muss. Das ist nicht mein Problem. Mir geht es wie gesagt darum, dass ich zunächst in Hinblick auf eine "entspannte Versuchsphase" möglichst sanfte Methoden versuchen will, die meine Zyklusstörungen beheben. Und pflanzliche Präparate sind wegen der Phytohormone nachweislich durchaus wirkungsvoll. Ich will aber nicht irgendwas kaufen oder mir zusammenrühren lassen...

Ich versuche dennoch zeitnah einen Termin beim Endokrinologen zu bekommen – und haue mal die Mädels im NFP-Faden an.

*:)

mSnb


Also ihre Begründung für die Pille war schon plausibel: Die kurzfristige Einnahme der Hormone würde mein Ungleichgewicht ausbalancieren, sodass ich nachdem Absetzen Normalwerte haben müsste – dass würde eine Schwangerschaft begünstigen.

Haha, das ist alles andere als plausibel, sondern halbwissenschaftlicher Aberglaube. Durch das Absetzen der Pille fällt der Hormonspiegel im Körper stark ab, das kann einen spontanen Eisprung auslösen, weil ein Eisprung im natürlichen Zyklus auch durch einen Knick in der Kurve eines bestimmten Hormons ausgelöst wird (weiß nicht mehr genau ob es das Progesteron war). Das ist allerdings eine einmalige Sache und setzt voraus, dass zum einen die Eierstöcke dazu in der Lage sind, die Eizelle heranreifen zu lassen, und zum anderen, dass die Gebärmutter eine fruchtbare Schleimhaut aufbauen kann - was sie unter der Pille nämlich normalerweise gerade nicht macht.

Kurz gesagt: Man hofft auf eine Schwangerschaft durch einen spontanen Eisprung. Insgesamt bringt die Pille aber das Gleichgewicht des Körpers komplett durcheinander. Das was sich der Körper in der Pillenfreien Zeit aufgebaut hat, wird damit wieder zunichte gemacht.

Abgesehen davon, weil der Begriff "PCO" mehrmals gefallen ist: Zysten an den Eierstöcken sind typische Nach- und Nebenwirkungen der Pille. Die Pille verändert Teile des Hormonhaushalts auch dauerhaft (z.B. durch einen erhöhten SHBG-Spiegel, der die körpereigenen Östrogene blockiert bzw, in ihrer Wirkung hemmt), und kann damit wenn man Pech hat die Fruchtbarkeit des Körpers einschränken.

Meine Persönliche Meinung: Keine Experimente mit der Pille. Und schon gar nicht auf Empfehlung eines Frauenarztes. Damit machst du es wenn du Pech hast nur noch schlimmer. Die Entscheidung liegt natürlich bei dir.

NLaslQa8`5


@ Bater

eine laborchemisch nachgewiesene Hormonstörung

Wo liest du denn das?

Ich lese:

Mittlerweile liege ich bei durchschnittlich 40. In den letzten zwei Jahren habe ich, und das überrascht mit tatsächlich, trotz stressigem Job einen recht regelmäßigen Zyklus und höchstens einmal im Jahr einen "Aussetzer", d.h. vielleicht einen, max. zwei Monate einen anovulatorischen Zyklus.

die meinte meine Werte seien im Normalbereich, Androgenspiegel bei 1,28 (wenn ich mich Recht entsinne) und sie meinte ab 1,5, wird's erst verdächtig.

Sie hat regelmäßige Zyklen, regelmäßig Eisprünge, lediglich eine verkürzte Hochlage.

Ein einmalig erhöhter LH Wert als einzelner Wert der aus der Norm fällt ist bestimmt noch keine diagnostizierte Hormonstörung - dafür bräuchte man zumindest noch die Werte FSH, Östradiol. Auch hier unter Hinweise nachzulesen:

[[http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/l/LH_Frauen.htm]]

Du schreibst auch immer von PCO - aber scheinbar sind ihre Ovarien völlig ok - die Bläschen waren vor Jahren und nach dem Pille absetzen.

@ Fräulein

Die Tees kannst du selbst mischen. Ich bestell die Einzelkräuter bei Sonnentor. Apothekentees sind manchmal recht teuer wenn man es mischen lässt.

[[http://www.familie.de/kinderwunsch/zyklustee-unregelmaessiger-zyklus-703232.html]]

Falls alternative Methoden dich interessieren wende dich vielleicht mal an die Firma Heel.

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