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Mastopathie - Wie geht ihr damit um?

eeeWkx_ hat die Diskussion gestartet


Meine Situation: Im November 2013 fiel mir (damals 28, keine nahen Verwandten mit Brustkrebs) zum ersten Mal auf, dass sich meine rechte Brust nicht nur wie üblich leicht knotig und angespannt anfühlte, sondern dass im rechten äußeren Quadranten ein Areal (Größe ca. 2-Euro-Stück, aber etwas länglicher) deutlich verhärtet und noch knotiger war als der Rest und auch schmerzte. In der linken Brust war die Verhärtung nicht sehr ausgeprägt, obwohl auch diese Brust in der zweiten Zylkushälfte regelmäßig leicht zu schmerzen beginnt.

Ich war daraufhin im Dezember 2013 bei meiner Frauenärztin, die die Brüste abtastete und auf der rechten Seite auch die besonders harte und knotige Stelle bemerkte. Sie machte einen Ultraschall, auf dem aber nichts bedenkliches zu erkennen war. "Mastopathisches Gewebe" lautete die Diagnose, ich solle das einfach im Auge behalten. Das tat ich. Inzwischen weiß ich, dass das knotig verhärtete Areal sich auch mit dem Zyklus verändert - vor der Periode ist die harte Fläche besonders groß und tut auch weh, nach der Periode fühlt sich alles entspannter an, aber ganz weg geht die Verhärtung nie.

Ein Jahr lang konnte ich gut damit leben und die Mastopathie "akzeptieren", allzu starke Schmerzen hatte ich das Jahr über auch nicht. Jetzt bin ich aber wieder "ins Grübeln" geraten, denn in diesem Winter (2014) hat die Verhärtung nun wieder begonnen, in der zweiten Zyklushälfte mehr zu schmerzen. Ich habe wieder daran herumgetastet, kann aber nicht sagen, ob sich im Vergleich zum Vorjahr viel verändert hat, die Verhärtung z.B. größer geworden ist.

Sicherheitshalber, weil ich mir doch so meine Gedanken mache und nur mit der eigenen Hand ja auch nicht feststellen kann, welche Verhärtungen und Knoten "okay" sind und ob nicht doch einmal etwas Bösartiges dabei ist, ließ ich im Dezember auf eigene Kosten erneut einen Brustultraschall machen. Dieses Mal bei meinem neuen Arzt, zu dem ich aufgrund von Wohnortnähe gewechselt bin.

Ergebnis: Brustdrüsengewebe sehr dicht, aber durchweg unauffällig. Das Wort "Mastopathie" fiel von diesem neuen Arzt gar nicht. Allerdings hatte ich ihm ggü. vorher schon erwähnt, dass meine alte Ärztin mastopathisches Gewebe festgestellt hat, und er hat es hinterher auch nicht bestritten.

Jetzt frage ich mich: Würde man die tastbare, knotig-diffuse Verhärtung v.a. in der rechten Brust im Ultraschall wirklich gar nicht sehen? Kann man bei einer Mastopathie (vermutlich Grad 1?) ohne Zysten o.ä. im Ultraschall auch einfach nichts sehen außer viel dichtem Drüsengewebe? Und ist es eigentlich normal, dass eine Mastopathie auf der einen Seite stärker ausgeprägt ist als auf der anderen? Man liest ja oft was von Symmetrie.

Nach ausführlichem Googlen und entsprechend vielen Horrorgeschichten (tastbare Knoten im Ultraschall und bei der Mammographie nicht gesehen, es war aber doch Krebs usw. ...) bin ich jetzt jedenfalls einfach mal wieder so richtig verunsichert!

Gerne würde ich micht auf die Ultraschall-Feststellung, das Drüsengewebe sei halt sehr dicht, aber total unauffällig, einfach so verlassen. Aber kann ich das guten Gewissens? Sollte ich vielleicht doch mal zur Mammographie, obwohl der Arzt außer "beobachten" auch wieder keine weitere Handlungsempfehlung gegeben hat? Ich werde Anfang Januar nochmal in die Praxis gehen und ihm all diese Fragen zum weiteren Vorgehen stellen, auch wenn er mich dann wohl für einen Hypochonder halten wird ...

In der Zwischenzeit würde mich sehr interessieren, wie ihr mit "eurer Mastopathie" lebt - welche Untersuchungen macht ihr, wie häufig, wir kommt ihr mit der knotigen Realität in eurer Brust klar? Und habt ihr das Gefühl, dass Ärtze euch mit so einer häufigen, aber ja irgendwie doch immer neu beunruhigenden Diagnose ernstnehmen? Ich habe bei Ärzten oft das Gefühl, dass sie meinen, man solle mit einer "Ein-Wort-Diagnose" zufrieden sein und am besten keine Verständnisfragen stellen. Nur ist es eben so, dass ich umso ruhige schlafe, je mehr (ggf. auch unbequeme) Details und Hintergrundinfos ich kenne ...

Dankbar für eure Erfahrungen und Meinungen -

Eure eek_

Antworten
vcivi;da


ich bin weder betroffen, noch ein experte, allerdings kenne ich einen ähnlichen fall im bekanntenkreis und da wären weitere untersuchungen gut gewesen bzw es war dann irgendwann bösartig.

ich würde mich auf jeden fall weiter untersuchen lassen. ich finde, damit ist nicht zu spaßen und ich würde eben alle wegen gehen, um schlimmeres auszuschließen.ich könnte sonst auch kein auge zu tun. im zweifelsfall würde ich mir die dinger sogar entfernen lassen, aber ich bin da auch recht radikal.

s|ilber8brxaut


@ eek_

Ich habe schon seit Jahren ein Masotpathieareal in der rechten Brust. In der Mammographie ist es wegen des allgemein dichten Gewebes bei mir gar nicht auszumachen. Lediglich im Ultraschall kann man es sehen.

Bei mir wird jährlich in einem Brustzentrum eine Sonographie gemacht und gut ist.

keine nahen Verwandten mit Brustkrebs

Damit gehörst Du nicht in die Risikogruppe. Mach Dich nicht verrückt!

Und ja, in der 2. Zyklushälfte kann sich dieses Areal unangenehmer melden als der Rest der Brust.

@ Vivida

im zweifelsfall würde ich mir die dinger sogar entfernen lassen, aber ich bin da auch recht radikal.

Nun mal halblang! Man muss nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Die TE ist 29, nicht erblich vorbelastet und Mastopathien kommen häufiger vor.

vtivi"dxa


deswegen schrieb ich ja auch im zweifelsfall, also zB bei nicht eindeutigem befund

eSek"_


Danke euch für eure Antworten!

In der Mammographie ist es wegen des allgemein dichten Gewebes bei mir gar nicht auszumachen. Lediglich im Ultraschall kann man es sehen.

Was genau sieht der FA denn dann im Ultraschall, silberbraut? Bei mir wurde bislang, so wie ich das beide Male verstanden habe, eben geschaut, was da generell ist: Zysten, gut-/bösartige Knoten - sowas in der Art.

Beim ersten Mal US kam die FA ja dann zu dem Ergebnis, es müsse sich um mastopathisches Gewebe handeln (sie hat keine Zysten, auffälligen Knoten o.ä. gefunden) und beim zweiten Mal US sagte der FA ja sogar, das Drüsengewebe sei durchweg unauffällig (das war an Tag 3 nach Beginn der Periode, die "Knubbeligkeit" sowieso nicht so ausgeprägt wie in der 2. Zyklushälfte).

Kann denn Gewebe zugleich unauffällig (d.h. ohne Zysten und Knoten) und dennoch mastopathisch sein? Ich würde mir denken: Vermutlich schon - denn Mastopathie bedeutet laut mancher Definition ja einfach nur "diffus verdichtetes" Gewebe und nicht gleich jede Menge speziell erkennbare Knoten und Zysten, oder?

Aber natürlich würde ich mir solche Erklärungen nicht gerne selbst zurechtlegen müssen, sondern vom Arzt hören. In Arztpraxen fühle ich mich aber oft schnell "abgewürgt", wenn ich noch Fragen hätte bwz. Bestätigung brauche, der Arzt aber in Eile ist.

Und hinterher - so wie jetzt - dreht sich bei mir im Kopf dann trotz der beiden unabhängigen Feststellungen, dass alles okay ist, das Karussell. Dann frage ich mich zuletzt schon: Was ist, wenn die beim US was übersehen haben und das, was ich da taste, sehr wohl irgendeine Art Knoten und nicht nur hartes Drüsengewebe ist?

Dass solche Fragen in meinem Kopf nichts bringen und mich in erster Linie verrückt machen, ist mir schmerzhaft bewusst ...

Ich glaube, ich muss dem guten Mann im Januar einfach nochmal mit einer Reihe von Detailfragen zu Leibe rücken und ihm auch deutlich sagen, dass ich mir weiterhin Sorgen mache und ihn bitten, mir einen mich beruhigenden Plan zu unterbreiten, wie ich die Mastopathie (oder was auch immer es ist ...) am besten anklären und weiter im Auge behalten kann. :-/

s;i:lbeyrbraxut


Kann denn Gewebe zugleich unauffällig (d.h. ohne Zysten und Knoten) und dennoch mastopathisch sein?

Ja.

Mastopathie bedeutet laut mancher Definition ja einfach nur "diffus verdichtetes" Gewebe und nicht gleich jede Menge speziell erkennbare Knoten und Zysten, oder?

Eine Zyste würdest Du deutlich erkennen, wenn Du das Bild siehst. So wie hier z.B. [[http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.sprechzimmer.ch%2Fshow_image.php%253Ffile_id%253D6646&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.sprechzimmer.ch%2Fshow_image_khb.php%3Fkhb_content_id%3D19627%26khb_lng_id%3D1%26khb_data_id%3D6%26id_menuja_pare%3D6&h=360&w=660&tbnid=t47uwnkYTUpsHM%3A&zoom=1&docid=DOqIOr4_YcxaIM&ei=DHCYVPLIBcv7ywOkjIKwCw&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1301&page=1&start=0&ndsp=34&ved=0CIMBEK0DMBs Klick]] Der schwarze Fleck in der Mitte ist eine Zyste. Ich habe selber eine Zyste mitten im Mastopathieareal. Die Bereiche, die sich weiß "hervortun" sind masopathisches Gewebe.

Was genau sieht der FA denn dann im Ultraschall

Dieser Link kann Dir viele Deiner Fragen beantworten [[http://www.brustkrebs-info.de/patienten-info/index.php?datei=patienten-info/brusterkrankungen/mastopathie.htm Klick]] Dort ist anhand des US-Bildes sehr gut beschrieben, welche Areale mastopathisch sind.

Ein Carcinom würde sich dunkler (aber nicht schwarz) darstellen als normales Gewebe oder die Mastopathie.

Du kannst Dir beim nächsten Ultraschall auch direkt während des Schalls die Bilder anschauen und erklären lassen. Dann muss der Doc eben den Bildschirm so eindrehen, dass du mitgucken kannst.

eTeYkx_


@ silberbraut

Vielen Dank! Ich habe letztes mal beim Schallen schon mitgeguckt, aber wenn man nicht weiß, wonach man sucht bzw. worauf man achten sollte ... Kann jetzt gar nicht sagen, wie viel und wie dichtes weiß da war. Aber der FA hat Bilder gemacht, vielleicht kann ich die mir bei nächster Gelegenheit anschauen. Und/oder beim nächsten US dann informierter mitgucken.

Ich versuche jetzt jedenfalls, mich bis Anfang Januar zu sammeln und dem FA dann nochmal eine Batterie von Fragen bzgl. der Sachlage und ggf. angeratener weiterer oder zukünftiger Untersuchungen/Kontrollen zu stellen. Glaube, das würde mich schon etwas beruhigen.

BFenixtaB.


Ich habe als junge Frau schrecklich schmerzhafte Mastopathien gehabt. Mammographien wurden immer an verschiedene Kliniken zur weiteren Beurteilungen weitergereicht.

Nun gehe ich auf die 70 zu, das Gewebe ist immer noch dicht, ich gehe jährlich zur Mammographie + Ultraschall.

Schmerzen sind seit den Wechseljahren nicht mehr da, alles ist gut.

Ich kenne auch nur Frauen mit Brustkrebs, die hatten nie Schmerzen in den Brüsten, Krebs tut offensichtlich nicht weh, so lange da nicht ein bestimmtes Stadium überschritten ist.

Syononenu1ntergAang1x23


Hallo,

mir fällt es sehr schwer damit umzugehen. Mit Schmerzen in der Brust könnte ich noch gut leben. Ich habe verschiebbare Knoten und Zysten und schreckliche Angst.

Das schlimmste ist, dass im Internet steht, es wäre gutartig, aber andere User oft schreiben, erst hatten sie Knoten und dann Krebs. Ich muss bald zur ersten Mammographie und ich habe so Angst vor der Mikroverkalkung. Das die bösartig ist. Ich denke immer, wenn ich jetzt schon Knoten habe, dann kann es nur bösartig sein. Tja, und wenn heute nicht, dann ist vielleicht der nächste Knoten bösartig. Man kann ja jetzt nicht jede Woche zum Arzt rennen.

Ich habe noch eine andere Krankheit, die echt übel ist und die vielleicht kein positives Ende nimmt. Manchmal ist das Leben so schwer :-(

shilbUertbrauxt


Vielleicht hilft Dir diese seriöse Seite, [[http://www.brustkrebs-info.de/patienten-info/index.php?datei=patienten-info/brusterkrankungen/mastopathie.htm]], Deine Ängste etwas in den Griff zu bekommen.

Das schlimmste ist, dass im Internet steht, es wäre gutartig, aber andere User oft schreiben, erst hatten sie Knoten und dann Krebs.

Diese anderen User sind die seltenen Fälle, bei denen es leider bösartig war. Die vielen anderen Frauen schreiben nichts im Netz, weil es nichts zu schreiben gibt. Es für sie einfach ein kontrollbedürftiger, aber kein besorgniserregender Befund (lt. o.g. Link im Prinzip Normalzustand)

Ich habe seit Jahren ein zystisches Mastopathieareal, das jährlich in einem zertifizierten Brustzentrum geschallt wird. Am Anfang war ich auch etwas panisch, aber das ist wirklich nicht nötig.

Mach Dich nicht so verrückt und warte das Ergebnis der Untersuchung ab! :)*

M+öppel=ch<exn


Mastopathie muss man sehr genau im Auge behalten, denn in seltenen Fällen kann sie zu Krebs ausarten!

Bei mir waren es zu Beginn auch "nur" jede Menge Zysten bis mein Gynäkologe eines Tages einen Knoten ertastete, der eindeutig keine Zyste war. Bei der Sonografie stellte sich heraus, dass es sich um ein Fibrom (Bindegewebsgeschwulst) handelte.

Es hatte zu der Zeit einen Durchmesser von 2 cm.

Der Gynäkologe meinte, es sei gutartig, doch wenn es größer würde, müsste es sofort entfernt werden.

Ich bekam Angst und da ich täglich Schmerzen hatte, entschied ich mich zu einer OP.

Es ging auch alles gut, aber ich habe leider eine wulstige Narbe auf der Brust zurückbehalten, wegen der ich Komplexe bekam, mich noch vor einem Mann auszuziehen. Von einer Laserbehandlung riet man mir ab.

Ich lasse seitdem meine Brust einmal jährlich mit einer Sonografie untersuchen.

Zum Glück habe ich bisher kein neues Fibrom bekommen. Nur die Zysten sind noch da, aber die spüre ich nur kurz vor meiner Periode.

Shonnenuenterkgang1x23


Hallo,

ach Möppelchen... dass wichtigste ist doch, das Ding ist raus aus deiner Brust!! :-)

Hoffentlich bekommst du nie wieder ein Fibrom oder andere Knoten!!!

Da für brauchst dich echt nicht zu schämen!! Andere haben einen Hängebusen und Dellen am Hintern. Wer ist perfekt??

Hast du viele Zysten? Ich glaub ich habe alles voller Zysten und Knoten, am ganzen Busen oben und unten und in der Mitte. Habe gestern die letzte Pille genommen, bin gespannt ob es jetzt besser wird. So schlimm war es noch nie!!!!! Mein Busen schmerzt ohne ende.

Habe ja vor ein paar Tagen erst gemerkt was los ist. Mein das mein Busen sich fest und knotig angefüllt hat, das hatte ich schon Jahre. Mein Arzt hat bei der Kontrolle auch nie was gesagt. Aber große Knoten unter der Haut das ist neu.

Denke ich habe diese dritte Stufe der Mastopathie. Mein Arzt hat ja gesagt, das Gewebe ist verändert und ich kann mir nicht vorstellen, das bei so vielen Knoten und Zysten alles okay sein soll. :-(

LG

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