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Hormonspirale Mirena ?

bevgonxsen


Mirena ./. Steri

Bei Profamilia zeigte man mir eine (nicht von der Pharmaindustrie gesponsorte!) Statistik, aus der hervorging, daß Mirena sogar noch sicherer als die "weibliche" Sterilisation, selbst wenn die Steri nach dem 35. Lebensjahr erfolgt.

S8o lSver


Jede Frau, besser jedes Paar, muss für sich entscheiden, welche Verhütungsmethoden für ihre Situation die beste ist. Da helfen Statistiken nur begrenzt. Das sollte man nicht vergessen.

Halten wir fest:

Sterilisation, Spirale, Pille gehören zu den Verhütungsmethoden, die als sehr sicher gelten.

sitejphh


RE:

Hallo Ihrs,

aber wenn die Mirena genauso sicher ist wie eine weibliche Sterilisation, hat sie dann nicht auch die gleichen Konseqenzen ???

Ist ja bekannt, dass dies psysische und physische Veränderungen im Körper auslösen kann !?

Stephh

MGoniAkxa65


Im Gegensatz zur Steri kann doch die Frau wieder ganz normal schwanger werden. Wenn die Spirale gezogen ist, baut sich die Gebärmutterschleimhaut wieder auf.

s|te9phh


@monika

ja, das ist schon klar...

Was ist aber während man die Mirena trägt ???

Der Körper wird doch auch so dermassen aus seinem normalen Zyklus geworfen, dass sogar die Periode ausbleiben kann.

Viele frauenärzte versuchen ja eine sterilisation zu vermeiden und weisen darauf hin, dass es zu psysischen Problemen kommen kann. (Depressionen, Ängste usw.)

Warum sollte es also bei der Mirena anders sein ?

Stephh

Maonikax65


Die Periode bleibt im Wesentlichen deshalb aus, weil zu wenig Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wird, um abzubluten. Das geschieht hauptsächlich auf lokaler Basis, der Zyklus bleibt eigentlich bei den allermeisten Frauen erhalten, nur merkt man ihn dadurch nicht mehr so deutlich, oder es kommt zu Unregelmäßigkeiten, weil ab und zu Zysten auftreten. Wirklich ausbleiben tut der Eisprung nur bei wenigen Frauen und das auch am ehesten im ersten Jahr nach der Einlage. So richtig durcheinander geworfen wird man nicht, das ist doch eher bei der Pille der Fall.

Ich sehe da keinerlei Zusammenhang zur Sterilisation, vor allem in psychischer Hinsicht. Die psychischen Probleme bei einer Steri beruhen doch am ehesten darauf, dass man dann doch Probleme mit der Unfruchtbarkeit bekommt. Mit Mirena wird man ja nicht unfruchtbar, das ist ein großer Unterschied. Ich sehe das eher so wie bei der Pille, man ist weitestgehend sicher vor Schwangerschaft, nur mit dem Vorteil, nichts schlucken zu müssen. Ich habe - im Gegensatz zur Pille - auch keine nennenswerten Nebenwirkungen.

b@vgQonsxen


Entscheidungsfindung

Da helfen Statistiken nur begrenzt. Das sollte man nicht vergessen.

Das stimmt natürlich. Ich fand es nur wichtig, die statistische Überlegenheit von Mirena gegenüber der Steri hervorzuheben, weil für einige der Parameter Zuverlässigkeit von höherer Priorität sein mag als die eine oder andere mögliche NW.

sctexphh


@monika

vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

Wegen dem Zyklus hört man bei Mirena eigentlich die meisten Probleme. Zulange Blutungen, starke Blutungen bis gar keine Blutungen (so wie bei mir - nach ca. 2 Monaten Dauerschmierblutung (nach Legen) war meine Periode ganz weg und das knapp 2 Jahre !)

Den einzigen Unterschied sehe ich in dem "Rückgängigmachen" der Unfruchtbarkeit. Also während Mirena ist man ja auch quasi unfruchtbar und das ja mit der gleichen Sicherheit vor Schwangerschaft wie bei der Sterilisation.

Wenn doch die Sicherheit vor schwangerschaft die Gleiche ist, warum also auch nicht die psysischen Konsequenzen ?

@ bvgonsen

Die Statistiken bezüglich der NEbenwirkungen von Mirena basieren laut meiner Erkenntnis (arzneimittelblatt) nur auf Frauen, die schon geboren hatten und deren FAmilienplanung schon abgeschlossen war.

Warum sollten die NW also bei Frauen die noch nicht geboren haben (psysischer Eingriff) nicht anders sein und schlimmer ?

@beide

Wisst IHr warum Nebenwirkungen wie Depressionen, chron. SChnupfen, Gewichtszunahme, Ekzeme, Juckreiz, Haarausfall usw.

von vielen Frauenärztinnen noch immer abgestritten wird ?

Wo sie doch auch in der Nebenwirkungenliste von Schering (Hersteller) bereits aufgeführt werden ?

Stephh

bCv?gfonsHen


-> stephh

Die Statistiken bezüglich der NEbenwirkungen von Mirena basieren laut meiner Erkenntnis (arzneimittelblatt) nur auf Frauen, die schon geboren hatten und deren FAmilienplanung schon abgeschlossen war.

Warum sollten die NW also bei Frauen die noch nicht geboren haben (psysischer Eingriff) nicht anders sein und schlimmer ?

Zur NW-Erhebung bei Mirena kann ich leider nichts sagen. Ich habe selbst mal bei einem Pharmaunternehmen gearbeitet. Damals war es Usus, daß jeder/-m Patientin/-en, die/der NW bei sich beobachtete und dies meinem Arbeitgeber kundtat, ein NW-Erhebungsbogen übersandt wurde, den es dann, zusammen mit dem behandelnden Arzt, auszufüllen & zurückzusenden galt. Es erfolgte eine Auswertung hinsichtlich möglicher Kausalzusammenhänge zwischen der Einnahme/Anwendung des Medikamentes und beobachteter unerwünschter Wirkungen, und der Beipackzettel sowie die Gebrauchsinfo für Fachkreise wurden unter Berücksichtigung der Häufigkeit der gemeldeten Fälle ("häufig", "gelegentlich", ...) aktualisiert.

Was nun speziell Mirena anbelangt, so könnte ich mir vorstellen, daß das Einlegen bei Frauen, die schon entbunden haben, generell nicht ganz so schmerzhaft verläuft wie bei kinderlosen Frauen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ich kann mir auch vorstellen, daß es Unterschiede in der Akzeptanz durch den Körper gibt: daß z. B. Frauen, die noch nicht geboren haben, eine Spirale schlechthin eher ausstoßen (Fremdkörperreiz). Aber auch, daß Frauen, bei denen eine Spirale zu kurzfristig nach einer Entbindung gelegt wird, eher Probleme mit der Lagestabilität ihrer Spirale haben.

Wisst IHr warum Nebenwirkungen wie Depressionen, chron. SChnupfen, Gewichtszunahme, Ekzeme, Juckreiz, Haarausfall usw.

von vielen Frauenärztinnen noch immer abgestritten wird ?

Wo sie doch auch in der Nebenwirkungenliste von Schering (Hersteller) bereits aufgeführt werden ?

Schwer zu sagen. Zum einen ist es sicher auch ohne Anwendung hormoneller Verhütungsmethoden schwierig, die Ursache für die Erscheinungen, die Du aufzählst, festzumachen. Zum anderen müssen m. W. (s. o.) Hersteller pharmazeutischer Produkte gemeldete NW in ihre Dokumentation aufnehmen. Inwieweit nun ein Kausalzusammenhang zwischen Mirena und den in der NW-Liste aufgeführten Beschwerden besteht, ließe sich vielleicht dann analysieren, wenn weitergehende Informationen (Einnahme anderweitiger Medikamente, Eßverhalten, evtl. Kontakt mit Chemikalien etc.) bekannt wären. Worauf ich hinaus will: Mitunter wurde vielleicht nicht nur die Verhütungsmethode gewechselt, sondern auch die Lebensumstände haben sich gleichzeitig verändert. Schon das Hautbild kann sich enorm verändern, wenn eine Frau von der Pille zu Mirena wechselt. Das liegt dann u. U. primär an der Zusammensetzung der eingenommenen Pille, nicht an dem Gestagen, das Mirena freisetzt.

sztepxhh


Re:

lieben Dank für die schnelle Antwort.

Sehe aber leider keinen Grund, warum Ärzte das trotzdem noch abstreiten. Sind sie vielleicht schlecht von Schering geschult ???

Immerhin können diverse NW bei der Pilleneinnahme ja auch auftreten. Da wird nichts abgestritten, sondern nur das Präperat gewechselt, solange bis man eine Pille gefunden hat, die man verträgt...

Ich kann ja nur für mich sprechen: und da weiss ich eines:

ich bin oben genannte NW alle losgeworden als ich die Mirena wieder gezogen habe. Und ich habe wirklich NICHTS anders gemacht wie vorher... Auch sonst hört man ja immer wieder, dass die Symptome nach Ziehen wieder verschwinden.

Ich finde es eigentlich ziemlich traurig, dass so viele frauen sehr lange im Trüben fischen müssen und sie nicht wissen, was mit ihnen los ist. Weil wie gesagt viele Ärtze Zusammenhänge abstreiten.

Ich verstehe es einfach nicht. Was kann man denn tun, damit das mehr bekannt wird ?

stephh

b5vgzonxsen


NW bei Mirena

Ich denke, das Problem liegt vor allem darin, daß die Pille schon seit 40 Jahren auf dem Markt ist, Mirena aber nicht mal seit zehn Jahren. Innerhalb eines so umfassenden Anwendungszeitraumes, wie es bei der Pille der Fall ist, lassen sich naturgemäß viel mehr Vermutungen erhärten, während es bei innovativeren Methoden, wie z. B. Mirena, erst noch entsprechender Langzeiterfahrungen und Absicherungen bedarf. Das dokumentiert m. E. sehr schön die Produkt-Webseite, die, was das Thema NW betrifft, dementsprechend erweitert wurde. In einem ähnlichen Prozeß befindet sich z. B. auch das Hormonimplantat, Implanon, das bis vor kurzem noch als 100 %ig sicher galt, zu welchem mittlerweile aber Einschränkungen gemacht werden (KG max. 80 kg). Ich denke, einen ähnlichen Überblick über Implanon & Co., wie er bei dem inzwischen umfänglich erforschten Verhütungsmittel Pille vorliegt, werden frühestens unsere Kinder haben (die wir hoffentlich nicht trotz Mirena bekommen :-o).

e_isbl9ume


Mirena. Teuer in der Anschaffung. Längst nicht so gut wie von Ärzten proklamiert. Ich habe tapfer durchgehalten. Habe sie mir jetzt nach 5 Jahren Liegezeit ziehen lassen. In den ersten zwei Jahren habe ich sie als "Geschenk Gottes" gesehen. Nach zahlreichen Pillen, Kupferspirale, natürlichen Verhütungsmitteln erschien sie mir ideal. Im dritten Jahr gingen die Probleme los, unterschiedliche Beschwerden, denen ich in der Gesamtheit keine Bedeutung beigemessen und sie schon gar nicht auf die Spirale geschoben habe. Erst nachdem ich mich intensiv mit Erfahrungsberichten auseinandergesetzt habe, weil die Entscheidung für eine neue anstand, gingen mir ganze Lichterketten auf: Haarausfall, Zysten, ständig leichte Kontraktionen, depressive Phasen, Schlaflosigkeit. Seit sie "raus" ist hab ich zu meiner alten Form wiedergefunden.

s,te*phxh


@bvgonsen

mmh...das klingt ja fast so als wären wir Versuchskaninchen ???

Ich dachte, man darf ein Medikament erst auf den Markt bringen, wenn es auf Nebenwirkungen ausreichend getestet wurde ???

UND: eigentlich sollten doch (gerade weil Mirena noch nicht so lange auf dem Markt ist), die Ärzte etwas hellhöriger sein ?

@eisblume

Hat Dein FA auch alles abgestritten ?

bVvgon~szen


-> stephh

Daß ein Medikament erst nach einem gewissen Zeitraum (ich meine, es sind 3 Jahre), nachdem es das Zulassungsverfahren gemeistert hat, auf den Markt gebracht werden darf, ist schon richtig. Aber es ist eben immer noch ein überschaubarer Zeitraum. Es liegen dann zwar die gesetzlich geforderten, vom BGA überwachten Mindest-, jedoch noch keine Langzeiterfahrungen vor. Oft zeigt sich erst in jahrzehntelanger Anwendung, daß ein Medikament eine Reihe unerwünschter Wirkungen hervorbringen kann (man denke nur an Contergan), daß es die Wirksamkeit anderer Arzneimittel beeinträchtigen kann (z. B. Johanniskraut ./. Pille) und so fort. Mein FA riet mir vor 2 1/2 Jahren, als ich die Pille wegen gehäuften Auftretens von Zwischenblutungen nicht mehr nehmen wollte, explizit von Implanon ab mit der Begründung, daß es noch nicht lange auf dem Markt und insofern schwer überschaubar sei, ob es für mich geeignet ist. Er riet mir zu Mirena, die ich mir schließlich einlegen ließ. Andere FÄ wiederum favorisieren das Implantat, aus welchen Gründen auch immer, und wieder andere raten zur NFP. Ich persönlich hatte das Gefühl, daß sich z. B. Pro Familia mit viel mehr Sorgfalt der Verhütungsberatung widmet als all die FÄ, die ich schon kennengelernt habe. Bei Pro Familia hatte ich auch nicht das Gefühl, daß sie von bestimmten Pharmareferenten besonders überzeugt wurden - im Gegenteil, die Information erfolgte sehr objektiv. Gleichzeitig wurde aber auch unmißverständlich aufgezeigt, daß wo Licht, auch Schatten ist. Mit anderen Worten: Speziell bei den sehr sicheren Methoden kauft man sich fast immer auch die eine oder andere NW mit ein.

FHranxca


Mirena, Implanon, 3 Mon. Spritze, Minipille

sind alle reine Gestagen Präparate. Implanon und Mirena wurden erfunden, weil die Hormonmenge niedriger ist. Aber bei den Nebenwirkungen gibt es wenig Unterschiede. Manche vertragen sie, andere nicht. Es hat nicht viel sinn, von einem zum anderen zu wechseln.

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