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Bartholonische Zyste

Sbonn8ensch\iJrmFxat hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich hoffe, dass ich von euch Hilfe bekomme und erfahrene Ratschläge erhalte.

Ich bin Anfang 20 und Jungfrau. Vor zwei Wochen habe ich festgestellt, dass sich ein dicker Knubbel in meiner Scheide gebildet hat und mir starke Schmerzen bereitet hat. War dann aufgrund der Schmerzen bei meiner Frauenärtzin und sie diagnostizierte mir eine Bartholonische Zyste und hat mir direkt die OP empfohlen, vorallem da ich die Schmerzen hatte (Überweisung erhalten und Termin für die Vorbesprechung steht). Nun sind wenige Tage seit dem Arztbesuch vorbei und ich verspüre keine Schmerzen mehr und die Zyste scheint auch stark zurückgegangen zu sein. Habe nach dem Arztbesuch einen starken Sekretfluß verspürt (wahrscheinlich, weil meine Ärztin gegen die Zyste gedrück hatte, was unheimlich weh tat. Drücken habe ich gemieden, da ich angst hatte eine Entzündung zu verursachen.)

Ich habe sehr angst vor der Operation und hoffe von euch Ratschläge zu erhalten. Habe mich in den Foren erkundigt und hier auch auf einen Beitrag gestoßen in dem eine Dame 7 dieser Zysten hatte und die letzte durch eine Salzbehandlung alleine entfernen bzw lösen konnte. Jetzt habe ich auch die Hoffnung dies zu schaffen.

Ich will wirklich diese OP vermeiden, da ich leider bei vielen Beiträgen gelesen habe, dass die Schmerzen danach schlimmer sind und vorallem langwierig sind. Könnt ihr mir bitte helfen? =( Bin sehr unerfahren und möchte nicht eine OP amchen, wenn es Alternativen gibt - und die gibts allen anschein ja. & vorallem wüsche ich mir schmerzfreien Geschlechtsverkehr, und mit einer offenen Wunde direkt in der Scheide wird dies relativ unwahrscheinlich.

VG

Antworten
Mworelxla


Ich habe vor zwei Wochen ebenfalls einen dicken Knubbel an meiner inneren Schamlippe entdeckt, der bei Druck wie auch beim Laufen Schmerzen verursachte. Mein Arzt diagnostizierte einen bartholinischen Abszess. Bei mir war allerdings von einem chirurgischen Eingriff erstmal keine Rede - ich sollte mit Arnikasalbe zur Schmerzlinderung cremen und mich in fünf Tagen wieder vorstellen. Nur, wenn die Zyste derweil nicht kleiner geworden wäre, hätte mich mein Arzt in die chirurgische Ambulanz geschickt.

Normalerweise, so sagte mein Arzt, würde man erstmal Antibiotika verordnen. Weil ich schwanger bin, kam das jedoch nicht in Frage (Schwangere neigen übrigens zu solcherlei Abszessen, wie ich auch erfuhr). Ich habe die fünf Tage dann auch ganz gut mit Arnika überstanden und beim nächsten Termin war "Quasimodo," so hatte ich meine Schamlippe getauft, auch schon deutlich geschrumpft. Um die OP bin ich also herumgekommen. Heute, zwei Wochen später, fühlt man noch eine leichte Verhärtung, aber ich habe keine Schmerzen mehr. Der Abszess hat sich also von selbst zurückgebildet.

Die Gefahr bei Abszessen besteht ja grundsätzlich darin, dass sie sich nach innen öffnen und die Bakterien der Eiterbeule so in die Lymphbahn gelangen. Ich würde an deiner Stelle abwarten und wieder zum Arzt gehen, wenn die Beule nach innen platzt oder deutlich größer und schmerzhafter wird. Dass sie die letzten Tage bereits geschrumpft ist, scheint doch aber ein gutes Zeichen. :-)

Du hast mein Mitgefühl, sowas schmerzt wirklich fies, besonders an so einer blöden Stelle - aber es ist nicht so schlimm und langwierig, wie man vielleicht erstmal glauben mag. Ich wünsche dir, dass es sich auch von selbst erledigt. Gute Besserung!

SGonnen9schirxmFat


Ich danke dir für deine nette und ausführliche Antwort. Erstmal alles gute zur Schwangerschaft. Wünsche dir eine erleichterte Schwangerschaftszeit und eine noch leichtere Entbindung. Bin froh, dass sich das bei dir schnell gelegt hat.

Da sagst du was. Die Schmerzen waren für mich echt unerträglich. Das war wie ein dauerhaftes Stechen. Habe mich total gewundert, dass die Ärztin nur von der OP gesprochen hat, da es normalerweise auch alternativen gibt. Ich denkemal, wegen der starken Schwellung und den starken Schmerzen hat sie das direkt veranlasst.

Ich habe nach der Diagnose erstmal geweint haha und gebetet, dass es nicht zur OP kommt. Nun bin ich auch sehr überrascht, dass sie gar nicht mehr schmerzt und die Stelle immer kleiner wird. Ich erkundige mich mal über die Arnikasalbe und werde beim Vorgespräch mit der Frauenärztin abklären ob die OP notwendig ist. Irgendwie sitze ich auf heißen Kohlen. Ich werde heute mal anfangen Sitzbäder zunehmen, vllt. bildet sich das dadurch noch schneller zurück.

Danke nochmal für deine ermunternden Worte und alles alles Gute! :)

Meore|lla


Danke dir für die Glückwünsche!

Ja, ich wäre vor Schmerzen auch bald die Wände hochgegangen. Bei mir kam hinzu, dass die Zyste auf eine Ader drückte, die dann anschwoll und richtig dick und blau wurde. Das sah aus wie eine Krampfader und meine Schwester, der ich davon erzählte, meinte auch noch ganz lapidar: "Joa, Krampfadern hatte ich auch in meinen Schwangerschaften - die gehen auch bis zur Geburt nicht mehr weg!" Ich dachte nur, wenn ich diese Schmerzen noch 7 Monate ertragen muss, dann laufe ich Amok!

Ich war also echt erstmal erleichtert, dass ich 'nur' eine Zyste hatte. Aber ich kann gut verstehen, dass man nach der Diagnose (und vor allem, wenn man dann noch gleich zur OP an seinem empfindlichsten Körperteil geschickt wird!) erstmal fertig mit den Nerven ist. Im Internet liest man ja auch viele Horrorgeschichten im Stile von 'Die kommen immerimmerwieder oder gehen nie mehr weg!' - das trägt nicht unbedingt zur Beruhigung bei.

Sitzbäder hat mir mein Arzt übrigens auch empfohlen. Und heiße Kamillenteebeutel. Wenn du arnikasalbe verwenden willst (das Zeug ist super, hilft auch bei Prellungen, Verbrennungen und anderen Wehwehchen), dann achte darauf, eine möglichst hoch dosierte zu nehmen. Meine hatte 40%, aber es gibt auch Arnikatinktur, die m.E. noch stärker ist. Am liebsten hätte mir mein Arzt übrigens Ilon Abszess-Salbe verschrieben, aber leider gab es dazu keine Studien an Schwangeren. Aber die könntest du auch mal probieren - ist frei verkäuflich in der Apotheke. :)z

Ich wünsch dir auch alles Gute - auf dass dein 'Quasimodo' bald verschwindet!

T(rini>ty00x1


Ich hatte ebenfalls mit Anfang zwanzig eine solche Zyste. Damals war ich noch recht "naiv" und habe mich nicht nach Alternativen zur OP erkundigt. Bin also direkt zum Arzt und habe sie operieren lassen. Falls es bei Dir doch zur OP kommen sollte, kann ich Dich beruhigen, bei mir war das völlig unkompliziert. Ich kann mich kaum an irgendwelche Schmerzen erinnern und es sind auch nie wieder solche Zysten bei mir aufgetreten. Das ganze ist jetzt gute 15 Jahre her.

Sfonnensfchir4mFxat


Nicht zu danken :)

Du hast mich jetzt total zum Lachen gebracht. Ich verabschiede mich gerne von 'Quasimodo'.

Oh, dann freut mich das umso mehr für dich, dass die Zyste bei dir weggegangen ist. Meine Schmerzen kann man mit deinen überhaupt nicht vergleichen. Ich bewundere immer Frauen die schwanger sind. Das ist echt eine große Aufgabe. Spätestes nach der Entbindung hat man das ganze aber wieder vergessen. *.*

Das mit der Erleichtung war bei mir auch der Fall. Du sagst es ich war sehr "hilflos" und alleine. Dadurch dass ich Jungfrau bin, ist das ein Ort der eigentlich nur MIR gehört - aufirgendeine weise. Und von den Horrorgeschichten erst abgesehen. Die erste Angst die ich hatte war die Narkose, habe eine bekannte Internistin angerufen und versucht bei ihre Ruhe zu finden, sie erklärte mich dass das halb so wild ist. Aber naja :S Die "Folgen" sind aber auch nicht zu unterschätzen.

Werde gleich mit meinem Lieblingstee (Kamille) baden :P Bis Dienstag ist es weg! Anikasalbe und Ilon Abszess-Salbe habe ich mir jetzt direkt mal in meinen Kalender geschrieben, werde mich direkt am Montag in der Apotheke erkundigen. Danke dir für deine Ratschläge. Als Schwangere ist es immer nochmal ein Stückchen schwieriger Probleme zu lösen, da man immer noch den Säugling im Auge haben muss.

Tausend Dank! :) Und eine erleichtere Schwangerschaft und gute Besserung bei deinem Quasimodo :P

S+onnbensc5hirmFxat


Es beruhigt mich total, auch mal eine positive Nachricht bezüglich der OP zu hören. Ich versuche das ganze ohne OP durchzukriegen. Wenn es von nöten ist, dann wird die OP gezwungenermaßen doch durchgeführt. Ich hoffe aber das Beste. :)

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