» »

Wie funktioniert eigentlich eine Abtreibung?

m"028h5 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich als Mann traue mich einfach mal hier her weil ich wissen möchte wie ne abtreibung funktioniert.

was kostet sowas? muss man sowas selbst bezahlen?

MFG

Antworten
Q7uaxck


Hallo m0285,

es gibt verschiedene Methoden zur Abtreibung:

Prostaglandin-Hormon-Methode:

Es wird ein Medikament in die Gebärmuttermuskulatur gespritzt das Geburtswehen auslöst

Hysterotomie oder "Kaiserschnitt":

Der Körper und die Gebärmutter der Frau werden geöffnet und das Kind herausgehoben und dann durch ein Atemlähmunsmittel getötet ( oder ersticken )

Absaug-Methode:

Die Absaug Methode ist am gebräuchlichsten, dabei wird durch den Muttermund ein Plastikschlauch in die Gebärmutter eingeführt und mit starker Kraft gesogen, die weichen Teile des Kindes geben nach, nur der Kopf wird vom Arzt selber "zerkleinert" um ihn hinauszubekommen.

Ausschabung:

Hierbei wird der Gebärmutterhals erweitert so das der Arzt mit Instrumenten in die Gebärmutter eindringen und das Kind hinausziehen kann. Um Reste zu vermeiden wird die Gebärmutter dann tatsächlich mit einer Art stumpfen Schabeisen ausgekratzt.

RU486:

RU 486 oder Mifepristone belügt den Körper der Mutter und gaukelt vor das gar keine Schwangerschaft besteht und blockiert das für die Schwangerschaft notwendige Hormon Progesteron.Bis zur 7. Schwangerschaftswoche muß die Mutter innerhalb von zwölf Tagen viermal zum Gynäkologen. Nach chemischen Tests und der späteren Einnahme von drei RU 486 bildet sich die Gebärmutter zurück. Das Kind erstickt.

Prostaglandine(wehenauslösend) bewirken die Totgeburt. Die Blutungen können Tage anhalten. Je älter das Kind, desto höher der Blutverlust der Mutter. Falls das Kind überlebt hat muss operiert werden

Mfg.

QOuaicxk


Ach ja, zum Thema kosten zitiere ich einfach mal Pro Familia:

"Kosten

Die Beratung in einer anerkannten Beratungsstelle, zum Beispiel bei pro familia, ist für Sie und die Personen, die Sie eventuell begleiten, kostenlos.

Kosten des Abbruchs ohne Indikationsfeststellung

Wenn Sie in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, kann nur ein kleiner Teil der Kosten mit Krankenschein abgerechnet werden, nämlich

* ärztliche Beratung vor dem Abbruch,

* ärztliche Leistungen und Medikamente vor und nach dem Eingriff, bei denen der Schutz der Gesundheit im Vordergrund steht,

* falls nötig, Behandlung von Komplikationen.

Die Kosten des eigentlichen Eingriffs können über Ihre Kasse nur noch dann abgerechnet werden, wenn Ihr verfügbares persönliches Einkommen oder Vermögen unterhalb bestimmter Grenzen liegt oder wenn Sie z. B. BAFöG-Leistungen erhalten:

* Sie müssen dann die Kostenübernahme noch vor dem Abbruch bei Ihrer Krankenkasse beantragen und sich schriftlich zusagen lassen. Die schriftliche Zusage benötigen Sie für den Arzt (die Ärztin), der (die) den Eingriff durchführen soll.

* Sie brauchen den Abbruch nicht zu begründen. Die Kasse darf lediglich verlangen, dass Sie Ihre persönlichen Einkommens- und Vermögensverhältnisse "glaubhaft machen".

* Ob die Kasse die Kosten des Eingriffs übernimmt, hängt ausschließlich von der Höhe Ihres eigenen Einkommens und Vermögens ab. Das Einkommen Ihres Ehemannes, Ihrer Eltern oder anderer Unterhaltspflichtiger spielt keine Rolle.

Wenn Ihr persönliches Einkommen und Vermögen oberhalb der gesetzlichen Grenzen liegt, müssen Sie den eigentlichen Eingriff selbst bezahlen. Bei ambulanter Behandlung darf Ihnen dann jedoch höchstens das 1,8-fache des einfachen Satzes nach der ärztlichen Gebührenordnung berechnet werden. Bei stationärer Aufnahme im Krankenhaus müssen Sie einen Tagessatz selbst bezahlen.

Auch wenn Sie nicht in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, können Sie die Übernahme der Kosten des eigentlichen Eingriffs bei einer gesetzlichen Kasse Ihrer Wahl an Ihrem Wohnort beantragen. Voraussetzung ist,

* dass Ihr Einkommen und Vermögen unterhalb der gesetzlichen Grenzen liegen oder

* dass Sie z.B. Sozialhilfe beziehen oder Asylbewerberin sind.

Genauere Informationen über die Einkommensgrenzen im Einzelfall und über das Verfahren können Sie in den anerkannten Beratungsstellen oder bei Ihrer Krankenkasse erhalten.

Wenn Sie nach dem Abbruch krankgeschrieben werden, haben Sie Anspruch auf Lohn- oder Gehaltsfortzahlung. Ebenso wie in anderen Krankheitsfällen sind Sie nicht verpflichtet, Ihrem Arbeitgeber den Grund Ihres Fehlens zu nennen."

Wird aus medizinischen Gründen abgetrieben ( oder eine Kriminolofische Indikation festgestellt, also Schwangerschaft durch eine Straftat), übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die vollen Kosten.

Mfg.

m&02x85


also die methoden hören sich ja schon nach mord an.

auf wieviel € kommt eine gesetzl. krankenkassen-versicherte, wenn sie noch zur schule geht und kein einkommen hat?

L#illHyJanxa


Ist es denn wahr?

da fragt jemand, wie eine Abtreibung funktionert, und schon stehen die Gegeer wieder mal parat und reißen den Hals auf. SACHLICHE Informationen sind das hier nicht, und die genannte Internetseite ist für Ratsuchende auch keine Hilfe. m0285, wenn du ernsthaft Informationen suchst, geh zu Pro Familia oder einer ähnlichen Beratungsstelle. Aber zieh dir keine Horror - Internetseiten rein, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, um Frauen als Möderinnern zu verunglipmfen und Abtreibungen in einem einseitigen (und falschen) Licht erscheinen lassen.

Lass dich hier nicht verunsichern, okay? Geh zu einer fachlich kompetenten Stelle, auch bei Frauenärzten bekommt man sicher Informationen!

Gruß!

-Dsam-


chiaraluisas Posting war ja auch nur eine Antwort auf m0285s Aussage "also die methoden hören sich ja schon nach mord an."

Da finde ich es schon berechtigt zu sagen, dass sich das nicht nur nach Mord anhört sondern Mord ist. Was denn sonst ???

Nicht dass ich jetzt eine von den "halsaufreißenden Gegnern" bin - jede Frau muss selbst entscheiden ob sie eine Abtreibung für sich in Ordnung findet. (Ich würde nie versuchen, das jemandem auszureden!) Aber es sollten sich auch zumindest alle der Tatsache bewusst sein, dass es eben Mord ist. (Dieses zu verleugnen bzw. "gar nicht darüber nachzudenken" finde ich dann auch nicht in Ordnung. Man muss schon dazu stehen, was man tut.)

s@tellaepol,are


es ist aber in jedem fall unnötig,

links hierher zu schreiben.

Wer etwas Bestimmtes sucht, der findet es auch alleine, darum geht es.

-Ssaxm-


Okay, Zustimmung. Hab mich auch nur auf den ersten Satz bezogen.

L_ilUlyaxna


Siehst du, Sam..

du gehst einfach davon aus, dass Abtreibung Modr ist und Punkt.

Aber ich sehe das anders: eine Abtreibung iost in meinen Augen kein Mord. und jeder, der das behauptet, solte sich klar machen, dass er damit automatisch abtreibende Frauen als Mörderinnen abstempelt. und das finde ich mehr als vermessen und haltlos.

Werde hier aber keine Diskussion fortführen, das habe ich schon in einem anderen Thread zur Genüge getan.

Musste aber denooch loswerden, dass die verurteilenden Moralisten hier keine Hilfe zum Thema sind, weil zum Teil ja nicht mal vor der Verbreitung von Lügen zurückgeschreckt wird (wie auch die Internetseite beweist, die nicht mit Fakten, sondern mitreißerischen Lügen aufwartet).

Das wars von mir.

mj028x5


meiner meinung nach sind abtreibungen unter bestimmten bedingungen gerechtfertigt, auch dann wenn sie nicht gerechtfertigt sind ist das entscheidung der frau. aber als mord würde ich es nicht bezeichnen, auch wenn die methoden sich so anhören.

ps: ich suche keine ernsthaften infos. wollte mich nur mal so informieren.

-$sam-


Wenn nicht Mord

was dann? Wie bezeichnest du denn die Tötung eines Menschen?

Wenn mal irgendwo ein (bereits geborenes) Kind (gleich welchen Alters) umgebracht wird ist das soooo schrecklich, wenn aber ungeborene Kinder umgebracht werden, darf man nicht mal von Mord sprechen ???

Ich gehe jetzt nicht auf Frauen zu und beschimpfe sie als Möderinnen - ich denke nicht mal so über sie. Ich würde mich selbst aber als Möderin fühlen, wenn ich ein Kind abtreiben würde. Wie gesagt - muss jede für sich entscheiden.

Ich finde es nicht in Ordnung Abtreibung so zu verharmlosen. Aber ich finde es natürlich auch nicht in Ordnung, jeder Frau, die ihr Kind abgetrieben hat oder es vor hat, mit Absicht Schreckensbilder vor die Nase zu halten und sie als brutale Mörderin zu beschimpfen.

So viel zu meiner Meinung...

s-tella7poxlare


das post von m0285

ist zum ersten Mal eines zu diesem Thema, dem ich 100%ig zustimme. Das entspricht genau meiner Meinung. Nichts hinzuzufügen.

Selbstverständlich darf es nicht verharmlost werden, aber ich denke, daß jeder Frau, die in der Situation ist, sich entscheiden zu müssen, sehr schnell klar wird, daß es keine Angelegenheit ist, die man so mir nichts, dir nichts am Rande erledigen kann.

Eigentlich machen mich die ganzen Diskussionen zum Thema fast etwas wütend, denn die Entscheidung liegt einfach bei der Frau, und kein Mensch kann wissen, was in ihr vorgeht. Es ist nicht richtig, über andere zu urteilen, einfach deswegen, weil man nichts von den anderen weiß, nicht wirklich.

-Qsa?m-


aber ich denke, daß jeder Frau, die in der Situation ist, sich entscheiden zu müssen, sehr schnell klar wird, daß es keine Angelegenheit ist, die man so mir nichts, dir nichts am Rande erledigen kann

Klar, und das sollte auch niemand so machen. Deshalb sollte man sich von vorn herein (schon vor dem allerersten GV!!) darüber im Klaren sein, was man im Fall einer Schwangerschaft macht. (Leider ist das bei sehr vielen (natürlich nicht allen) Teenies nicht der Fall - sie haben zwar schon Angst schwanger zu werden, gehen aber trotzdem viel zu leichtsinnig mit dem Thema um. Es gibt aber auch genug "eigentlich Erwachsene" die da ganz gleich sind.)

denn die Entscheidung liegt einfach bei der Frau

Meine Rede...

Es ist nicht richtig, über andere zu urteilen, einfach deswegen, weil man nichts von den anderen weiß, nicht wirklich.

Da stimme ich dir voll und ganz zu.

Es tun trotzdem alle Menschen zu einem gewissen Grad.

C8hris^Muc


@ Quack

Wenn Ihr persönliches Einkommen und Vermögen oberhalb der gesetzlichen Grenzen liegt, müssen Sie den eigentlichen Eingriff selbst bezahlen. Bei ambulanter Behandlung darf Ihnen dann jedoch höchstens das 1,8-fache des einfachen Satzes nach der ärztlichen Gebührenordnung berechnet werden. Bei stationärer Aufnahme im Krankenhaus müssen Sie einen Tagessatz selbst

bezahlen.

Hallo Quack,

bei meiner Freundin (Ausländerin), hat sich das ganze so aufsummiert:

- Arzt1 (x-beliebiger FA): Feststellung der Schwangerschaft, Beratung, .... : 164,50 Euro (1,7 facher Satz) - OK!

- Arzt2 (führt des SA durch): Telefonisch die Mitteilung das der SA pauschal 370 Euro kostet, wenn es nicht die Krankenversicherung bezahlt - ich dachte mit Narkose! Gauner!?

- Arzt3 (Narkosearzt): 180 Euro (1,0 facher Satz) - Teuer - aber OK!

Nach 4 Wochen mehrmaliger Aufforderung kam endlich die Rechnung vom Arzt2.

1.) Keine Angabe des Faktors

2.) Op. Schwangerschaftsabbruch 160,00 Euro

Voruntersuchung 210,00 Euro

Ich kann nicht nachempfinden, warum die 3-minütige Voruntersuchung teurer sein soll als der Schwangerschaftsabbruch selber!

Da er sich "behaarlich" weigerte eine Rechnung zu schicken, denke ich, hat er ein "schlechtes" Gewissen, wie er die Preise vertreten soll. Er dachte wohl mir würde eine Quittung reichen. Ich verstehe nicht, warum der SA im Vergleich zur Voruntersuchung so billig ist? Kann/Darf er für den SA nicht mehr verlangen? In der Rechnung wurde auch indirekt auf Laborleistungen (sollten sich wohl auf die Voruntersuchung beziehen) hingewiesen, die jedoch nicht anfielen.

Wenn der Arzt max. den 1.8 fachen Satz verlangen darf, dann hat er hier bei der Voruntersuchung doch Wucher betrieben - oder?

Weisst du wie der einfache Satz für einen SA ist?

Darf der Arzt eine Rechnung schreiben ohne Angabe des einfachen Gebührensatzes und des Faktors? Wenn ja - wie soll man den dann die Rechnung verifizieren können?

Wo und wie beschwert man sich am besten, damit man das wohl offensichtlich zuviel (in bar - gegen Quittung) bezahlte Geld wieder zurückbekommt?

n`an'i03x0


boahhh.. mein Gott - ich habe auch zur Zeit die Angst, schwanger zu sein (weiß es aber noch nicht....). Habe mir gerade mal die Seite "meinbaby.info" angesehen.... furchtbar.. Wenn ich auch bis vor einigen Stunden noch am zweifeln war (was wäre wenn ich schwanger wäre...) Ich glaube, jetzt weiß ich, dass ich das Kind behalten würde....

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gynäkologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Kinderwunsch · Schwangerschaft · Sternenkinder · Verhütung · Wechseljahre · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH