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Unschöne Erfahrung beim KH-Gynäkologen nach OP

D8onna ^Quijxota hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

mich würde eure Meinung zu einem Vorfall interessieren, der nun schon etwa einen Monat zurückliegt, aber mir trotzdem noch im Kopf herumschwirrt.

Vor ca. vier Wochen musste ich für ein paar Tage ins KH, um eine Eierstockzyste per Laparoskopie entfernen zu lassen. Dort hat eigentlich alles gut gepasst, die Operation verlief komplikationslos und die Krankenschwestern waren nett und hilfsbereit.

Nur etwas hat mich irgendwie aus der Balance gebracht: Am Tag bevor ich entlassen wurde, wurde noch eine kurze gynäkologische Untersuchung von einem Arzt auf der Station durchgeführt, um per Ultraschall nochmal nachzusehen, ob alles passt.

Diese Untersuchung fand in einem mit einem Vorhang halb abgegrenzten Teil des Zimmers statt, im anderen befand sich der Schreibtisch des Gynäkologen. Was mich völlig verunsichert hat, war, dass im Untersuchungsteil des Zimmers noch ein junger Mann stand - weiß angezogen, also möglicherweise ein Arzt, vielleicht ein Pfleger, Zivildiener, keine Ahnung? - und während der ganzen Untersuchung zugesehen hat. Der stand gemütlich gegen ein Regal gelehnt da, hatte wohl gerade Mittagspause (er aß einen Apfel), und schaute mir die ganze Zeit interessiert zwischen die Beine, während der Frauenarzt den US machte. Ich habe grundsätzlich kein Problem damit, wenn auch mal während einer Untersuchung die Sprechstundenhilfe oder Assistentin kurz durch das Untersuchungszimmer wuselt oder so, das stört mich nicht. Aber das war für mich doch eine ganz andere Situation, ich fühlte mich verunsichert und bloßgestellt. War auch noch geschwächt und noch nicht 100% sicher auf den Beinen, sonst hätte ich ihn vielleicht zynisch gefragt, ob er ein Foto zur Erinnerung haben möchte.

Jetzt zu meiner Frage: Wie seht ihr das - würde euch so etwas auch so stören wie mich? Der Typ hat nicht so gewirkt als würde er eingeschult werden o.ä., das wäre für mich etwas anderes.

Ich muss sagen, für mich hat das die eigentlich banale Untersuchung total unangenehm gemacht, ich fühle mich dadurch in meiner Intimsphäre verletzt. Ich weiß, dass das nichts bringt und ich es einfach gut sein lassen sollte, aber ich kann nicht anders als mich immer noch drüber ärgern. Ist das eine Überreaktion?

LG Donna Quijota

Antworten
AqlBexa#n=draT


Nein, keine Ueberreaktion.....man hätte Dir die Person vorstellen sollen und Dich fragen ob die Person zusehen darf. Bei mir wäre die Person aus dem Raum geflogen... setz bitte beim KH eine Beschwerde ab.

EehemaUliger &Nut5zer (#T393x910)


kann mich den Worten von Alexandra nur anschließen. Der Arzt hätte Dich um Erlaubnis fragen müssen.

H#ayJley xM.


Keinesfalls eine Überreaktion, aber was dir vermutlich mindestens ebenso nachläuft wie diese unangebrachte und unangenehme Anwesenheit des Apfelessers (!) ist deine eigene Hilflosigkeit in der Reaktion. Nur zu fühlen und nichts zu sagen ist das eigentlich Schlimme. Nützt jetzt natürlich nichts mehr, ist vorbei. Man kann nur draus lernen.

(Ich würde mich auch noch beschweren beim KH.)

D/onn6a QSuijotxa


Danke für die Bestätigung meines Eindrucks, ich werde mich wohl wirklich nochmal beim KH melden und mich beschweren.

Ja stimmt, Hayley, ich war einfach überfordert mit der Situation und ärgere mich schon auch noch darüber, dass ich gar nichts gesagt habe. Normalerweise bin ich nicht unbedingt schüchtern und sage, was ich denke. Dass ich das in dem Moment nicht gemacht habe, nagt an mir.

H8a!yle{y M.


Genau, Donna, deshalb ist es wichtig für dich, das jetzt noch im Nachhinein zu tun.

tKrigge rworxld


Es kann aber sein, dass wenn man was gesagt hätte, dann auch nur einen blöden Spruch zurückbekommt.

Ich bin als Jugendliche wirklich mal einfach mitten in der Untersuchung vom Stuhl "gehoppt" und ab nach Hause. Da war ich 16 und der FA hat meinen Vater angerufen und sich über mich beschwert, wie ich einfach abhauen könne.

Erstens hatte ich Grund dazu, zweitens finde ich nicht, dass der meinen Vater hat anrufen dürfen. Drittens hatte ich daheim dann auch noch Ärger. >:(

Hrayl,ey$ $M.


Oh je, als Sechzehnjährige … ja, da hab ich auch eine sehr unschöne Erfahrung - eben nicht ernstgenommen zu werden.

Aber die TE, als Erwachsene, wäre sicherlich in der Lage gewesen, nicht nur einen Spruch loszulassen, sondern sich die Anwesenheit dieser dritten Person zu verbitten. Dass man in der Verblüffung und Ungläubigkeit nicht direkt dazu in der Lage ist, kann man schon nachvollziehen. Aber es so jetzt auf sich beruhen zu lassen, würde dem Ganzen noch die Krone aufsetzen.

Was hat sie zu verlieren? Ich denke, nichts. Aber dieser Arzt bekommt vielleicht das, was er braucht: einen Schuss vor den überheblichen Bug. :(v

AFlexaUndraT


War auch noch geschwächt und noch nicht 100% sicher auf den Beinen, sonst hätte ich ihn vielleicht zynisch gefragt, ob er ein Foto zur Erinnerung haben möchte.

Die TE hat doch erklärt warum sie in dem Moment nicht reagieren könnte. Und manchmal ist man dann einfach überrumpelt.

Aber wie Du sagst... sie muss sich beim KH beschweren. Fragt sich nur ob sich da viel tun wird.... aber sollte dies Usus sein dort kann es sein, dass ihre Beschwerde nicht die erste ist und ev. tut sich dann doch was.......

H:ayle}y Mx.


Ja, sie hats erklärt, deshalb schrieb ich auch:

Dass man in der Verblüffung und Ungläubigkeit nicht direkt dazu in der Lage ist, kann man schon nachvollziehen.

Ein Arzt darf das einfach nicht folgenlos tun.

nwe%ll`a2x6


Ich hätte ihn auch aus dem Zimmer gebeten.

Zu dummen Sprüchen kann ich auch noch was sagen. Ein Pfleger meinte mal zu einer Zimmernachbarin nach der Entfernung der GM, das Frau auch mal Schmerzen aushalten muss, man soll mal an die armen Eunuchen denken, denen die Hoden abgeschnitten wurden. :-o

Dem hat sie dann ordentlich durch die Mangel genommen.

FWlamQechjehn79


Oje, blöde Situation und nicht OK...ich denke dennoch, es wird nicht viel passieren. Leider. Du kannst natürlich noch ne Beschwerde schreiben, aber mir sagte mal eine gute Freundin, die an der Basis sitzt, dass Beschwerden in 99,9% belächelt und ad akta gelegt werden. Schade um deine Nerven.

Beim nächsten mal einfach gleich den Mund aufmachen und den betreffenden Arzt direkt konfrontieren. Bringt einfach mehr.

Obwohl ich gut verstehen kann, dass du in dem Moment perplex warst. Wahrscheinlich bist du einfach auch zu unsicher gewesen, ob das nun übertrieben von dir oder unmöglich von ihm ist. :)_

Mir erging es beim Kaiserschnitt so. Am Folgetag lag ich im Bett , Katheder noch drin und es kam ne Schwester mit einem männlichen Azubi an mein Bett und die Schwester fragte den Azubi vor mir : "Katheder haste schon mal gezogen oder nicht?"

Und ich antworte gleich "Is mir wurscht, ob er das schon mal gemacht hat, bei MIR macht er das jedenfalls nicht"

Ich meine, da liegt man mit ner vollgebluteten Einlage im Bett- das alleine ist ja schon unangenehm....und dann soll einem auch noch der Azubi da unten rumfummeln?? Näääää.

Na jedenfalls sagte der Azubi dann zu mir "Nun stellen Sie sich mal nicht so an, ich war gestern bei ihrem KS dabei, ich weiß, wie sie untenrum aussehen" :-o |-o (ich habe davon beim KS nicht mitbekommen...)

Ich hab mich trotzdem verweigert und es hat dann ne Schwester gemacht.

Ich habe dann bei der nächsten Visite als die OÄ da war, die mich operiert hatte, drauf angesprochen, dass ich es nicht OK fand, dass da ne Horde Azubi's mit dabeistehen( es waren wohl 5 Azubis) und ich nichts davon weiß. Dass ich mir gerade vorkomme wie ein Affe im Zoo. Sie meinte dann, dass die Azubis alle Stationen durchlaufen müssen und sowas eben dazugehöre...dass sie mal nen KS sehen und ich habe ihr dann erklärt, dass ich das sehr wohl verstehen kann, aber eben gerne vorher Bescheid gewusst hätte. Es ist mir einfach unangenehm, wenn irgendwelche 17 jährigen ungefragt vollen Einblick von unten haben.

Sie hat sich dann entschuldugt und meinte, sie dachte, es wurde mir schon beim Aufklärungsgespräch gesagt, dass das so sein wird.

Mit einem Brief später an die KH-Leitung hätte ich da sicher nix erreicht. So hat sie sich wenigstens entschuldigt, auch wenns die Sache nicht besser machte.

A4lexEandxraT


Manche Aerzte und med. Angstellten verlieren leider ab und an in ihrem Alltag das Feingefühl für die Schamgrenze ihres Patienten.

HVayAleyx M.


Selbst wenn es so ist, dass ein schriftlicher oder vielleicht sogar telefonischer Protest nicht mehr viel bringt, ist meine Ansicht, die TE bleibt sich damit selbst treu.

Es kommt noch mehr darauf an, als dass der Arzt in seine Schranken gewiesen wird, dass sie es überhaupt sagt bzw. los wird.

FJlamzechjen7x9


na sicher, ich will ihr das auch gar nicht ausreden.Wenn sie sich da besser fühlt, nur zu. Ich wollte ihr nur sagen, was ich weiß (meine Freundin arbeitet eben an einer solchen Stelle und hat mich mal aufgeklärt, als ich auch mal ne Beschwerde loswerden wollte).

Und ich habe daraus auch gelernt: gleich den Mund aufmachen und nicht an Herzdrücken sterben. Beschwerden bringen nix...außer dass man wertvolle Zeit investiert, in der man nach Worten sucht und einen Brief verfasst und womöglich noch auf eine Antwort hofft, die man in 99,9% nicht erhält.

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