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Bericht: Bauchspiegelung/ Laparoskopie Zyste

M0a-get hat die Diskussion gestartet


Ich möchte mit euch meine Erfahrung mit der Bauchspiegelung/ Laparoskopie einer Zyste am linken Eierstock teilen.

Seit einiger Zeit leide ich an stärker werdenden Menstruationsbeschwerden. Zuletzt waren die so schlimm, dass ich zu manchen Regeln meiner Arbeit nicht mehr nachgehen konnte.

Bei der Ultraschall-Untersuchung bei meiner neuen Frauenärztin stellte sich schnell heraus, dass ich eine ca. 5,4x4,6 cm große Zyste hatte. Erstmal noch einen Zyklus warten, könnte ja funktionell sein und von alleine verschwinden. Bei der folgenden Untersuchung war sie leider noch da- und war sogar größer geworden.

Ich wurde sofort an eine gynäkologische Ambulanz überwiesen.

Hier wurde ich mehrere Stunden untersucht, viel Blut wurde angenommen, nochmals Ultraschall gemacht. Verdacht auf Endometriose wurde geäußert.

Ich kämpfte etwas mit dem Termin, die Ärztin wollte unbedingt sofort, also in der zweiten Zyklushälfte operieren.

Das konnte ich mir in der Arbeit aber nicht erlauben und die OP konnte auch nicht wesentlich (um einen ganzen Zyklus) nach hinten geschoben werden, da meine Hochzeit und die Flitterwochen bevorstehen. Außerdem machte sich die Zyste schon bemerkbar durch so einige Zickereien. Es musste also operiert werden.

(Ich wurde dann am 5. Zyklustag operiert.)

Bei der Aufnahme in Krankenhaus ging alles recht schnell: "Scheissegalpille"/Thrombosestrümpfe, Netzhöschen und Nachthemd wurden mir überreicht, schon ging es auf die Pritsche Richtung OP-Schleuse.

Hier musste ich etwas warten, bis endlich die Narkose gesetzt wurde. Das Mittel brannte höllisch in den Venen. Ich kann mich erinnern, dass ich in einem ziemlichen Panikzustand von der Wirkung der Narkose überrannt wurde.

Meine nächste Erinnerung war dann ein Bild von einem Ginkoblatt im Aufwachraum. Schmerzen kamen schnell hinzu und eine fiese Übelkeit. Trotz Prophylaxe.

Die Übelkeit dauerte einige Stunden an. Ich bekam Eine MCP-Infusion, davon wurde es langsam besser. Ich schlief (noch würgend, mit Spucktüte in der Hand) erst mal drei Stunden.

Als ich wieder wach wurde, war mein Partner da, er schaute mir drei Stunden beim Schlafen zu.

Ich hatte Schmerzen. Irgendwann merkte ich, dass mir ein Schlauch aus dem Bauch hing- eine Drainage.

Ich musste nochmal einige Stunden warten, bis mir eine Ärztin (die selbst nur kurz informiert wurde) "Details" zur OP nennen konnte.

Endometriose habe ich schonmal nicht. Bei der OP war die Zyste allerdings geplatzt und deswegen musste der Bauchraum ausgespült werden, deswegen war die Drainage notwendig.

Diese Drainage machte mir Schmerzen out of hell. Ich konnte zwei Tage kaum aufstehen, gehen, sitzen, auf Toilette gehen. Bei den ersten Gehversuchen wurde mir sehr schwindelig. Der Blutdruck war sowieso unten.

Ich hatte keinen Appetit, konnte mich nicht konzentrieren, mir nichts merken.

Erst nach drei Tagen, nachdem die Drainage endlich gezogen wurde (das war soooo schlimm!), konnte ich mich wieder einigermaßen bewegen.

Ich musste noch eine weitere Nacht im Krankenhaus bleiben. Leider habe ich mich im Krankenhaus erkältet, weshalb auch nach Entlassung noch Bettruhe nötig war.

Jetzt ist die OP eine Woche her, die Erkältung ist am Abklingen.

Nach einer Woche habe ich immer noch Schwindel, kann nichts großartiges Unternehmen, leide an Kopfschmerzen. Arbeiten könnte ich noch nicht. Habe außerdem einen anstrengenden Job mit Jugendlichen, wo ich immer zu 100% geistig und körperlich gefordert bin.

Ich wurde nach Entlassung aus dem Krankenhaus für 2 Wochen krankgeschrieben. Und finde das nicht übertrieben.

Heute muss ich mir die letzte

Thromboseprophylaxe verabreichen. Seit gestern bemerke ich eine leichte Taubheit der Haut in der Bikinizone links und dem linken Oberschenkel (in Schritt). Ich befürchte dass hier ein Nerv beleidigt ist von der OP. Hoffe das vergeht schnell.

Antworten
Mga7gRet


So nun ist die OP bald zwei Wochen her. Heute Morgen erhielt ich den histologischen Befund bei meiner Frauenärztin. Es war ein "Muzinöses Zystadenom", was auf den ersten Blick nichts weiter tragisches ist. Beunruhigt wurde ich jedoch durch die Nachricht, dass auffällige Zellgruppen im Douglas-Sekret gefunden wurden.

Genauer gesagt "hämmorhagische Flüssigkeit mit Mesothelzellen und Leokozyten sowie vereinzelte epithelialen knospenförmigen Zellgruppen mit minimalen Kernatypien".

Es wurde trotz der gutartigen Erscheinung der Zyste eben so ein Tumormarker (Antikörper Ber-EP4) gefunden.

Ich bin total verunsichert,

Habe Donnerstag noch einen Termin mit der Ärztin, die mich operiert hat.

Die Frauenärztin war ehrlich und gab zu, dass sie selbst nichts genaueres weiß. sie selbst denkt, es könnte sich um einen Borderline Tumor handeln.

Im endgültigen Entlassungsbrief steht außerdem, dass empfohlen wird, in drei MONATEN noch einmal zu laparoskopieren, um den Eierstock noch einmal genau zu untersuchen.

Mir geht es nicht so gut / bin ziemlich verunsichert.

Jdulexy


Oh je, du Ärmste... :-( :)*

Ich wurde letztes Jahr auch 2 Mal wegen Ovarialzysten operiert, aber bei mir wurde Endometriose festgestellt.

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