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Pap IVa-p -> Konisation oder gleich totale Hysterektomie?

ShtJeph-EBoxunty hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben!

Nachdem ich nun nicht mehr weiß wo oben und unten ist und ich meiner Umwelt nicht auf den Geist gehen will, versuche ich mein Glück mal in der Anonymität des Netzes.... Hier habe ich schon immer sehr gute Ratschläge bekommen - warum nicht auch dieses Mal, wo es mir so Ernst ist und ich nicht mehr weiß was eine gute und was eine schlechte Entscheidung ist...

Ich hatte im November 2014 zum ersten mal in meinem Leben einen PAP IIID1(vorher immer PAP II). Nach diesem Befund wude im Februar und auch im Juni 2015 noch einmal kontrolliert. Im Februar war es unverändert, PAP IIID1 und jetzt im Juni plötzlich PAP IVa-p. Meine Gynäkologin ist in Urlaub und kommt erst am Montag zurück, so rief mich ihre Praxispartnerin an, nachdem sie mein Ergebnis gesehen hatte und überwies mich sofort mit der Bitte um eine Konisation in eine Frauenklinik.

Dort hatte ich am Donnerstag den Termin. Der Arzt dort war sehr freundlich und ich fühlte mich gut aufgehoben. Er betupfte den Muttermund mit dieser Essiglösung und ich konnte auf dem Monitor über dem Gyn-Stuhl gut mitschauen wie es sich verfärbte. Der äußere Rand schien rosa zu bleiben, aber in der Mitte hin und in den Gebärmutterhals hinein schauend wurde es weiß, sprich dort sind diese Dysplasien zu finden. Ich durfte mich wieder anziehen und wir besprachen was er gesehen hatte. Er sagte, dass der Befund eindeutig sei, es wäre ganz sicher eine Vorstufe aber ziemlich wahrscheinlich noch kein Krebs. Er meinte mit einer Konisation wäre wahrscheinlich alles im gesunden zu entfernen. Da er aber nicht in den Gebärmutterhals einsehen könnte, müsste er bei mir (ach so ... 44 Jahre, einen 7-jährigen Sohn, allein erziehend) ziemlich großzügig ausschneiden, meint aber die Familienplanung sei ja sicherlich abgeschlossen.

Dann erzählte ich ihm von meinem Myom in der Gebärmutterwand, das laut meiner Ärztin von Feb bis jetzt von ca. 3 cm auf etwa 4-4,5 cm gewachsen sei und an einer so blöden Stelle säße, dass man es nicht entfernen kann, sondern - wenn es zu groß würde und Beschwerden mache - die gesamte Gebärmutter entfernen müsse. Außerdem habe ich eine Eisenmangelanämie, wahrscheinlich durch zu starke Blutungen (Magen- und Darm wurden gespiegeln) die wir im Moment aber mit einer Minipille (Desofemono) im Griff haben.

Daraufhin warf der Arzt die zweite Option auf, man könne mit diesem Hintergrund auch gleich die gesamte Gebärmutter mit Gebärmutterhals entfernen - so sei man auf der sicheren Seite alles zu erwischen und in Anbetracht der Gesamtsituation (Alter, Eisenmangelanämie, Pille in meinem Alter, bevorstehende Wechseljahre, wachsendes Myom) wäre das vielleicht eine passendere Alternative. Zumal, wenn er bei der Konisation wider Erwartens nicht alles erwischen würde, der nächste Schritt auf das selbe hinauslaufen würde: totale laparoskopische Hysterektomie. Bei einer nicht erfolgreichen Konisation sei das die Therapie. Es bestünde noch kein Grund zur Eile, ich könnte ruhig noch die Sommerferien abwarten (wegen meines Sohnes). Ich sollte es mir überlegen und dann einen Termin machen zu was auch immer ich mich entschließe.

Ich fühlte mich aber so gut aufgehoben und hatte auch nicht den Eindruck er möchte mich zu dem einen oder dem anderen überreden, so dass ich voller Überzeugung sagte "Was nicht mehr da ist, kann auch keinen Krebs mehr machen... und bevor ich zweimal geschnitten werden muss.... machen wir doch alles raus und so schnell wie möglich." .... nun habe ich am Dienstag den Termin zur OP Vorbereitung (Gespräch mit Anästhesisten usw.) und am Freitag (10.) habe ich den OP Termin.

Nun habe ich den Fehler gemacht und gegoogelt..... :-o

Ich bin mir auf einmal gar nicht mehr so sicher, ob ich diesen radikalen Schritt machen sollte!!!!

Ich habe auf einmal so eine Angst die falsche Entscheidung zu treffen!!!! Zum einen habe ich gelesen wie es gemacht wird.... ("....und die Scheide wird oben wieder zugenäht..." was bin ich denn dann noch - ein verstümmeltes Löchlein - aber was passiert dann beim Sex? Im Moment bin ich alleine - aber ich bin 44 - ich bin doch noch nicht tot!! Ich habe nun gelesen, dass es verschiedene Orgasmen gibt .... den uterinen und den keine Ahnung was. Und beim uterinen zieht sich die Gebärmutter beim Kommen immer zusammen (zuckt) - ich denke, ich bin dieser Typ.... Und wenn ich nun keine Gebärmutter mehr habe ??? Dann habe ich ab Freitag, den 10.7.2015 nie mehr einen Orgasmus ??? ? :-o |-o :°( Wäre das auch bei einer Konisation der Fall? Dann fehlt ja auch der Teil, der so "nach unten zuckt", der Muttermund....) ...dann habe ich gelesen, wie lange man nichts heben darf, sich schlapp und groggy fühlt, die Risiken des Eingriffs, usw. - und ich werde von Bericht zu Bericht unsicherer!!!! ":/ Na klar habe ich auch die Angst, was, wenn bei der Koni tatsächlich nicht alles erwischt werden würde oder ich in einem Jahr wieder einen PAP IV a hätte und alles von vorne los ging? Aber andererseits - was, wenn ich ein gesundes Organ in einer aufwendigen und gefährlichen OP UNNÖTIGERWEISE entfernen lasse?

Meine Mutter widerspricht sich mit ihrem Ratschlag... ("Ich würde nur so wenig wie möglich und so viel wie nötig entfernen lassen..... ......in Narkose gelegt wirst Du sowieso - und das ist das gefährlichste - da würd ich doch, wenn ich schon schlafe, gleich alles machen lassen....... ......Du weißt ja: je größer die Wunde, desto größer das Infektionsrisiko........") und meine Freundinnen, die alle nicht in meinen Schuhen stecken sagen großzügig "Raus mit dem Scheiß ... was weg ist, kann Dich nicht mehr krank machen"

Und ich ... ich sitze hier und heule und bin mir nun wie gesagt so gar nicht mehr sicher. Ich komme mir vor, als würde ich wissentlich meiner "Verstümmelung" zustimmen. Als würde ich meinem Sexleben "Good-Bye" sagen. Was bleibt denn dann von mir? Total primitiv ausgedrückt ein "F*ckloch" ohne Orgasmus und ohne Gefühl. Und was, wenn es bei der OP Komplikationen gibt? Es müsste laparoskopisch gemacht werden, da mir 1988 per Bauchschnitt ein Eierstock samt Zyste entfernt wurde und der Arzt durch die Scheide die Verwachsungen nicht lösen könnte. D.h. der nächste "Aber" Punkt wäre, dass er mit diesem Ding da durch meinem Bauchnabel müsste. Anders wie die meisten Frauen, empfinde ich den Bauchnabel nicht als erotisch, sondern ich ekle mich regelrecht davor. Ich hasse es dort angefasst zu werden und mir wird schlecht, wenn mir da einer einen Finger reinsteckt (das machte mein Sohn immer zu gerne, bis ich es ihm verboten habe...). Außerdem hatte ich im letzten Jahr über 8 Monate Probleme mit dem Bauchnabel, weil er immer wieder nässte und sich entzündete. Erst mit Betaisodonna habe ich das in den Griff bekommen.....

Habt ihr denn Ratschläge für mich? Für was würdet ihr Euch entscheiden? Koni oder TLH? Sind hier Frauen, die das eine oder andere bereits hinter sich haben und mir davon berichten würden? (positives / negatives)

Wie ist das mit so einer Koni? Wie fühlt man sich ohne GM? Wird man noch "feucht"? Spürt man noch etwas anderes außer Scham und Ekel vor sich selbst? Wie lange muss man sich nach den Eingriffen tatsächlich schonen? Und was genau bedeutet "schonen"? Ich kann doch nicht nur auf der Couch liegen? Wer macht die Wohnung? Wer kauft ein? Wer kocht? Wer macht die Wäsche? Wer fährt mein Kind zur Schule (9km, anderer Ort, keine Kinder aus unserem Ort) Wer holt ihn wieder ab? Darf ich Auto fahren? Darf ich am 22.7. (OP 10.7.) mittags mit zum Sommerfest der Tanzschule? (als Zuschauer... ca. 1-2 Std.) Wie lange bin ich außer Gefecht? Wie lange dauert es, bis alles richtig verheilt ist? Kann etwas aufreißen, wenn ich auf Toilette (Stuhlgang) drücken muss? .... Fragen über Fragen und niemanden mit dem ich drüber reden kann.... :°(

Ich habe am Mittwoch noch einen Termin mit meiner Gynäkologin, die von dieser Entwicklung ja noch gar nichts weiß....und ich hätte ein bisschen Angst, die Klink anzurufen und zu sagen "Ätsch...doch nur Koni" - aber wenn das am Ende meine Entscheidung sein wird, dann ist das halt so.....

Puh ... ein langer wirrer Text ... aber genau so sieht es seit zwei Wochen in mir aus.... Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt.... *:)

Antworten
SOteph-+Bo6u+nty


Ach ... und nochwas....

Mein Impfstatus ist absolut desolat .... ich glaube, ich habe null Impfschutz mehr. Wäre es sinnvoll vor der OP Tetanus zu impfen (letztes Mal 1992) .... wegen der Wunde, dachte ich...

sgilberQbraut


Zunächst mal wäre die Konisation der erste Schritt, denn welcher Befund tatsächlich herauskommt, sieht nur der Pathologe, vor allem, weil der Klinikarzt lediglich den äußeren Muttermund gesehen hat.

Ich habe nun gelesen, dass es verschiedene Orgasmen gibt .... den uterinen und den keine Ahnung was.

Die Gebärmutter löst überhaupt keinen Orgasmus aus. Auslösendes Organ ist die Klitoris. Die GM kontrahiert beim Orgasmus immer (ist von Natur aus so vorgesehen). Diese Kontraktionen sind für die eine oder andere Frau spürbar, für andere wieder nicht.

Ich habe die Kontraktionen früher auch gespürt und meinen Partner dabei sogar mal "rausgedrängelt".. Ich habe seit ca, 4,5 Jahren keine GM mehr und ich kann nicht behaupten, dass mein Orgasmus schlechter wäre als vor der OP. Vielleicht etwas anders, aber nicht schlechter. Allerdings muss der Kopf grundsätzlich natürlich mitspielen.

Mit dieser Einstellung

Ich komme mir vor, als würde ich wissentlich meiner "Verstümmelung" zustimmen. Als würde ich meinem Sexleben "Good-Bye" sagen.

kommst Du nicht weit und könntest eine selbsterfüllende Prophezeihung erleben.

Du bist danach immer noch eine Frau.

Wie fühlt man sich ohne GM? Spürt man noch etwas anderes außer Scham und Ekel vor sich selbst?

Ich fühle mich ganz normal weiblich und geekelt habe ich mich vor meinem eigenen Körper noch nie.

Entschuldige die deutlichen Worte aber ich bin bei diesem Thema inzwischen sehr pragmatisch.

fMlovwervl6i


Ich erinnere mich an einen Faden bzgl Orgasmus und bin fündig geworden:

[[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/697594/]]

CAru0iseMixsile


Ich habe keine GM mehr (wurde im Okt. 14 wegen Blutungsstörungen aufgrund eines Myoms per LASH entfernt/ GM-Hals blieb erhalten)

Zunächst einmal würde ich den Termin mit der FA abwarten und mich mit der Ärztin bezüglich des weiteren Vorgehens besprechen und der Ärztin alle Fragen stellen, die dich bewegen.

Allein aufgrund der von dir geäußerten Bedenken jedoch würde ich an deiner Stelle wohl erstmal nur eine Konisation machen lassen, und schauen, wie der Befund ausfällt.

DIR würde ich nach deinen Ausführungen und zum jetzigen Zeitpunkt von der reinen Verstandsebene (nicht von der medizinischen Seite!) von einer GM-Entfernung total abraten!!!! Du musst von diesem Schritt überzeugt sein, und das bist du keinesfalls. Bei dir läuft zur Zeit ein mächtiges Kopfkino ab. Klar, Ängste hat wohl jeder Mensch vor einer OP und letztendlich gibt dir keiner eine Garantie, dass alles dannach Bestens ist ABER die OP ist ein Routineeingriff Ich weiß nicht, auf welchen Seiten du über GM-Entfernung gegoogelt hast aber ich bin ehrllich gesagt sprachlos und auch entsetzt darüber, welche Bilder und Vorurteile dir dort wohl vermittelt wurden :(v

(Verstümmlung, Ekel vor sich selbst, F....loch ohne Orgasmus etc) Wie kommt man nur auf soetwas?

Ein paar Fragen möchte ich dir aus meiner persönlichen Erfahrung zur GM-Entferung gerne beantworten:

Wie fühlt man sich ohne GM?

Ich fühle mich ohne GM genau wie vorher. Wüßte ich nicht, dass ich diese OP hatte, käme ich im Traum nicht auf die Idee, dass sie weg ist :)z

Als würde ich meinem Sexleben "Good-Bye" sagen.

Warum denn das? Wie Silberbraut schrieb, ist die Klitoris maßgeblich für den Orgasmus und nicht die GM. Sex ist für mich jetzt mindestens genauso schön wie vorher, ehr noch besser. Ich brauche nicht mehr verhüten, mein Gefühl ist das Gleiche und die Regel fällt weg.

Wird man noch "feucht"?

Na klar, du wirst doch nicht feucht, weil du eine GM hast.

Wie lange muss man sich nach den Eingriffen tatsächlich schonen? Und was genau bedeutet "schonen"?

Meist wird man um die 6 Wochen krankgeschrieben. Schonen bedeutet, dass du auf alles verzichten solltest, was den Heilungsprozess erschwert (kein schweres Heben, kein Staubsagen, Wäschekörbe schleppen etc.) Dein Körper leistest im Heilungsprozess Schwerstarbeit und daher solltest du auf ihn hören und dir Ruhe gönnen. Das heißt nicht, dass du 6 Wochen lang nur stramm auf dem Sofa liegen sollst, du kannst nach der ersten Zeit leichte Hausarbeit machen, spatzierengehen etc.aber eben immer öfters mal ne Pause einlegen und nichts Anstrengendes machen. Der Heilungsprozess läuft bei jeder Frau anders ab, einige sind schon relativ schnell wieder fit, andere brauchen länger.

Wer macht die Wohnung? Wer kauft ein? Wer kocht? Wer macht die Wäsche? Wer fährt mein Kind zur Schule (9km, anderer Ort, keine Kinder aus unserem Ort) Wer holt ihn wieder ab?

Da würde ich versuchen, für die erste Zeit Hilfe zu organisieren (Freundinnen? Mutter?) Was die Wohnung betrifft, musst du eben ein paar Wochen lang Fünf gerade sein lassen. Deine Gesundheit ist tausend Mal wichtiger als ein geputzte Wohnung. Du kannst vor der OP schon ein wenig "vorkochen" und einfrieren, damit du in der ersten Zeit dich nicht damit belasten musst. Dein Kind kann vielleicht ein Elternteil eines Mitschülers mit in die Schule nehmen.

Kann etwas aufreißen, wenn ich auf Toilette (Stuhlgang) drücken muss? ....

Das habe ich noch nicht gehört. Wenn du dich ausreichend schonst, minimierst du Risiken.

Viele Fragen bekommst du auch im Thread"Gebärmutterentferung vaginal" beantwortet.

S<tepPh-TBouxnty


Vielen Dank für Eure Antworten.

Euer "Rat" wäre also zunächst "nur" eine Konisation machen zu lassen? Mit der Gefahr, danach erneut unters Messer zu müssen?

Wie ist das denn mit diesem Pap-Wert - wenn alles im gesunden entfernt würde, wie hoch die Wahrscheinlichkeit, dass es wieder einen Pap IVa geben wird? Zumal diese HPV Infektion vorliegt? Oder ist HPV automatisch mit weg?

Ich weiß nicht ob ich mit der HE so ein "Problem" habe, oder allgemein mit der Vorstellung dass an mir herum geschnippelt wird.... Und eine Wunde und Schmerzen werde ich in beiden Fällen haben - egal wo oder was entfernt wird. Aber ich weiß auch um die Dringlichkeit des Eingriffs und dass es hier tatsächlich um eine Krebsvorstufe geht. Krebs möchte ich natürlich in keinem Fall bekommen :|N - von daher, MUSS geschnitten werden - ob es mir gefällt oder nicht fragt da keiner.

Und natürlich habe ich vor ZWEIMAL schneiden auch zweimal so viel Angst.... deshalb tendierte ich instinktiv zur TLH ..... und damit wäre alles weg.

Ich kann mir so gar nicht vorstellen, wie sich das anfühlen wird innen. Einen Muttermund habe ich dann ja nicht mir - habe ich dann innen einen vernarbten Stumpen ?

_jBlizizxa_


Steph-Bounty

Nun will ich in deinem Faden auch nochmal was schreiben, siehe hier:

[[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/124552/?p=3113#p21710052]]

Wie fühlt man sich ohne GM? Spürt man noch etwas anderes außer Scham und Ekel vor sich selbst?

Hmm. Wo zum Geier hast du denn gelesen bzw gegoogelt, dass du zu solchen Äußerungen kommst ???

Natürlich bist du weiterhin eine Frau, kein Mensch sieht dir an, dass deine GM hinfort ist. Für mich fühlt sich sogar im Unterleib alles an wie vorher, ich spüre gar nicht, dass die GM nicht mehr da ist. Nur meine Scheide ist etwas enger, vielleicht durch das straffe Vernähen am Bauchfell.

Ich kann mir so gar nicht vorstellen, wie sich das anfühlen wird innen. Einen Muttermund habe ich dann ja nicht mir - habe ich dann innen einen vernarbten Stumpen ?

DAS kann ich dir nichtmal sagen, da meine Scheide (auch lt. mehreren Gyns) ziemlich lang ist. Ich kann das Ende nicht ertasten. Meinem Partner jedenfalls (ich bin seit einiger Zeit in einer neuen Partnerschaft) ist nie aufgefallen, dass ich keine GM und keinen Muttermund mehr habe, bis ich es ihm erzählt habe ;-D Weder mit seinen Händen noch beim Sex bzw "Geschlechtsakt" hat er etwas auffälliges bemerkt. Er war jedenfalls sehr verdutzt, als ich ihm von der HE erzählte (das tat ich erst, nachdem ich mir sicher war, dass es eine feste und bleibende Partnerschaft ist) x:)

Euer "Rat" wäre also zunächst "nur" eine Konisation machen zu lassen? Mit der Gefahr, danach erneut unters Messer zu müssen?

Ich denke, du solltest dich nochmal zu einer Konisation beraten lassen. Meine Geschichte sieht so aus:

Meine vaginale Hysterektomie hatte ich Anfang 2011, und, ganz ehrlich: wenn ich gewußt hätte, wie gut es mir danach geht, hätte ich mir meine drei Konisationen erspart.

Ich hatte ein Jahr lang PapIIID, meine Gyn riet zur Konisation.

Nach meiner ersten Konisation wurde ein CIS (Carzinoma in Situ) festgestellt, was nicht vollständig im Gesunden entfernt war. Daher musste ich einige Wochen später zur Rekonisation und galt dann als "geheilt", die zuvor festgestellten HPV HighRisk-Typen 16 und 18 waren nicht mehr nachweisbar.

Zwei Jahre später, mit stets guten Abstrichen, der Schock:

erneut PapIV aus heiterem Himmel. Darum wurde die 3.Koni notwendig. Und weil wieder nicht alles im Guten entfernt werden konnte, rieten mir die Ärzte zur HE.

Ich hab mich lange dagegen gesträubt, hatte Angst vor angelesenen möglichen Folgen wie Senkungen oder Blasenproblemen, verfrühten Wechseljahren..

Aber es hat alles prima geklappt, bis auf Schmerzen an den ersten Tagen nach der HE ging es mir von Anfang an danach sehr gut, ich konnte schon am Morgen nach der OP allein zur Toilette und habe bis heute keine Blasen- oder Darmbeschwerden. Was auch von großem Vorteil war - nach jeder Koni habe ich wochenlang, teils auch sehr stark geblutet, während ich nach der HE keinen Tropfen Blut gesehen habe. Nix :-) , keine Blutungen, kein Wundfluß. Ich wurde in einer Uni-Frauen-Klinik operiert, die OP wurde fachlich sehr gut ausgeführt.

Ich vergesse sogar oft, dass ich keine GM mehr habe, weil es sich genauso anfühlt wie vor dem Eingriff. Ich mache aber auch schon seit Jahren Beckenbodentraining, das beugt ja auch Senkungen vor.

Meinen Zyklus spüre ich nach wie vor, nur dass eben keine Regel mehr auftritt, und das ist wirklich eine große Erleichterung, kein Blut und keine Schmerzen mehr, denn nach den 3 Konis war meine Regel doch sehr lang, und oft mit Krämpfen verbunden.

Der einzige Wermutstropfen: aus dem CIS war mittlerweile ein mikroinvasives Karzinom geworden, im kleinsten Stadium, was sich erst nach der HE in der Histologie zeigte.

Also wäre es im Nachhinein für mich besser gewesen, die GM gleich entfernen zu lassen, statt zumindest die 3.Koni durchführen zu lassen.

Das muß aber für dich nicht gelten, vielleicht ist es doch heilsamer für dich und deine Seele, nur eine Koni machen zu lassen. Bei vielen Frauen reicht das ja aus, um die Dysplasien dauerhaft zu entfernen. :)*

S@teph-SBountxy


Vielen Dank Blizza für Deinen Bericht.

Was bedeutet das minimalinvasive Karzinom? Darunter kann ich mir nichts vorstellen :-o

Ich bin echt soooo ängstlich.... Mein Kopf sagt "weg damit, bevor was schlimmeres nachkommt" und irgendwas in mir schreit "da ist nichts schlimmeres - mach nur die Koni, das reicht" und dann ruft der Kopf "und wenn da doch was schlimmes ist? Du hast einen siebenjährigen Jungen, der Dich braucht.... Du darfst nicht sterben. Schon gar nicht, wenn Du selbst schuld bist, weil Du ne OP aus Schiss nicht gemacht hast"...

Ich bin hin und her gerissen... und morgen ist schon der Termin zur OP Vorbereitung... 8.30h.

In welcher Uni warst Du? Bist Du aus dem Rhein Main Gebiet? Redest Du von Ffm?

Ich habe im anderen Faden noch geantwortet... hatte heute Abend ein Gespräch mit meiner Gyn.....

_:B|lizzax_


Steph-Bounty,

Nein, aus dem Rhein-Main-Gebiet komme ich nicht, sondern aus einer ganz anderen Ecke Deutschlands. Mag bloß keine genauen Angaben hier machen @:) Aber gute Kliniken gibt es ja deutschlandweit. Ich würde bloß nicht in ein Wald- und Wiesenkrankenhaus gehen, die eine Koni oder HE bloß einmal im Jahr machen. Es sollte schon regelmäßig dort operiert werden, und man findet ja im Netz auch Klinikbewertungen, das finde ich ganz hilfreich.

Du hast einen siebenjährigen Jungen, der Dich braucht.... Du darfst nicht sterben. Schon gar nicht, wenn Du selbst schuld bist, weil Du ne OP aus Schiss nicht gemacht hast"...

Naja, das klingt ziemlich melodramatisch, aber ich versteh dich schon. Ich habe auch 2 Kinder und bin daher froh, dass der Spuk mit dauernden gyn. OP's und schlechten Pap-Werten seit meiner HE vorbei ist.

Belastend fand ich auch die vierteljährliche Kontrolle nach den Konisationen, denn jedes Mal wartet man bis zu 10 Tage auf das Ergebnis des Pap-Testes und hofft, dass die gyn. Praxis nicht anruft mit schlechten Nachrichten {:(

Zumal meine Gyn immer ganz besorgt war und mir immer wieder zur HE riet, mich aber nicht bedrängte.

Und sie hatte ja recht gehabt, bei mir hatte sich aus dem Carzinoma in Situ (ein oberflächiger Krebs an Ort und Stelle, ohne Invasion ins tiefere Gewebe, der bei der 1.Koni gefunden wurde trotz "nur" PapIIId) ja bereits ein invasives Karzinom entwickelt, an einer per Pap-Test nicht erreichbaren Stelle endozervikal

(das ging wenige Millimeter in die Tiefe, war aber zum Glück für mich trotzdem ein ganz kleines Stadium ohne Streuung oder Einbrüche in Lymph- und Blutgefässe. Daher reichte die OP bzw HE zur Behandlung aus , ich brauchte keine Chemo oder Bestrahlung. Das kurz zur Erklärung des minimalinvasiven Ca's).

Seit der HE ist meine Gyn jedenfalls ganz entspannt und sicher, dass sich diese Geschichte erledigt hat :-) und ich gesund bin.

Berichte doch mal, was sich heute bei deinem Termin ergeben hat. Kannst auch gern im anderen Faden schreiben, falls du nicht doppelt posten willst :)D

S^tephq-Boquntxy


Hey Blizza - ich schreibe drüben.... *:)

Sxteph-BCou3ntxy


So..... Am 20.1.2016 war der erste Kontrollabstrich seit der konisation im Juli.....

Ergebnis: PAP 1, HPV negativ :)^

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