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auffälliger Pap Abstrich - das Geschäft mit der Angst

peatienmt19Z87 hat die Diskussion gestartet


Mit diesem Beitrag möchte ich jungen Frauen, Mädchen Mut machen - Hilfe zur Selbsthilfe.

Ich bin eine junge Frau, die regelmäßig zu den jährlichen Kontrolluntersuchungen zum Frauenarzt ging, bis ich eines Tages einen Anruf von meinem Frauenarzt bekam, dass mein Krebsabstrich nicht in Ordnung sei (Befund PAP IIID). Er riet mir dringend im Krankenhaus eine Histologische Untersuchung zu machen. Sehr verunsichert, machte ich natürlich sofort einen Termin im Krankenhaus.

Was im Krankenhaus geschah, machte uns das erste Mal so richtig stutzig:

Der behandelnde Arzt dürfte noch neu gewesen sein, der Oberarzt lehnte lässig an der Wand und beobachtete das Ganze eher desinteressiert. Nach der Untersuchung wollten mein Mann und ich natürlich auch noch Fragen stellen die unserer Meinung nach für diese Berufsgruppe (Gynäkologen) leicht zu beantworten sind. Zum Beispiel: Wir wollten wissen ob er sich auch auf diesen HPV Virus testen lassen kann und ob man sich nach erfolgreicher Konisation (*) denn wieder anstecken kann. Die Fragen konnte weder der Assistenzarzt, noch der Oberarzt beantworten, da müssten wir eventuell beim Urologen nachfragen.

Wieder vergingen mehrere Tage bis ich von meinem Frauenarzt den Anruf bekam, dass sich auch die histologische Untersuchung bestätigte und ich mit einem CIN III unbedingt eine Konisation durchführen lassen soll. Er lud mich noch zu einem Beratungsgespräch ein. Dabei erklärte er mir, dass es höchste Zeit wäre, diese Operation durchführen zu lassen. Nach der Konisation könnte man dann eine HPV Impfung machen. Der Impfstoff sei allerdings nicht günstig, aber er könne ihn mir bei Bedarf für einen besseren Preis anbieten. Auf Nachfragen wie zb. ob es Alternativen zur Konisation gibt, hat er mir allen Ernstes gesagt, es gibt keine und dass er schon Patienten gehabt hätte mit dem gleichen Befund und diese sind dann leider verstorben da sie die vorgeschlagene Behandlung abgelehnt haben. "Welche Motivation?"

Trotz allem konnte ich mich nach reiflicher Überlegung nicht für die Operation entscheiden. Ich fühlte mich nicht gut beraten und wollte vorerst noch abwarten und nach ein paar Monaten wieder einen Krebsabstrich machen.

Ich bekam wieder einen Anruf vom Arzt - PAP IV. Er sagte mir ich muss was tun, ich kann jetzt nicht mehr abwarten, das wird nicht mehr von selbst gut und ich soll am besten sofort meine Sachen packen und ins Krankenhaus gehen. Ich war sehr verängstigt und misstrauisch zugleich. Jeder weiß, dass sich Krebs nicht von heute auf morgen entwickelt! Und es war ja kein Krebs, nur eine Zellveränderung, die sich zu Krebs entwickeln KANN aber nicht MUSS! Umso verwunderlicher ist es, dass er nie eine Brustuntersuchung machte, diese Krebsart ist viel häufiger als Gebärmutterhalskrebs. Nach diesen Überlegungen war mein Vertrauen endgültig dahin und ich entschied mich dafür eine Zweitmeinung einzuholen. Bis zum Untersuchungstermin habe ich die Pille abgesetzt, meine Ernährung verbessert und siehe da mein Ergebnis hat sich wesentlich verbessert und es bedarf keiner Konisation lt. letzten Befund.

Im Großen und Ganzen sollten sich gewisse Berufsgruppen ihrer ethischen Stellung wieder mehr bewusst sein und nicht die "Handlanger" der Pharmaindustrie sein.

Dass die letzten Monate ein Leben in Angst und Ungewissheit für mich und meinen Partner waren, das versteht sich ja von selbst.

Man sollte sich immer eine Zweit- oder sogar Drittmeinung einholen und auch auf sein Bauchgefühl hören wenn ein Befundgespräch in ein Verkaufsgespräch mündet.

Antworten
Dde\seperxo


HPV ist ein Virus! Der wäre durch eine Konisation nicht verschwunden.

NZalxa85


Ich stimme dir zu dass man bei einigen ärztlichen Empfehlungen wirklich auch differenzieren muss. Aber ich muss auch sagen, dass du Glück hattest und es gut ausging. Ein PAP IV KANN sich zurückbilden, muss aber nicht. Und zu warten bis es schlimmer kommt, ist ein Risiko dass man eingehen kann, aber nicht muss. Dass da für viele Frauen die Konisation die leichtere Entscheidung ist, kann ich auch nachvollziehen.

MAoni3ka65


Kann ich nicht nachvollziehen. Gebärmutterhalskrebs ist einer der wenigen Krebsarten, bei denen man wirklich vorbeugen und nicht nur früherkennen kann.

Umso verwunderlicher ist es, dass er nie eine Brustuntersuchung machte, diese Krebsart ist viel häufiger als Gebärmutterhalskrebs.

Warum wohl? Vor dem Pap-Test und den Erkenntnissen, dass es sich um einen Virus handelt, war es anders.

Sjapixent


Auf Nachfragen wie zb. ob es Alternativen zur Konisation gibt, hat er mir allen Ernstes gesagt, es gibt keine und dass er schon Patienten gehabt hätte mit dem gleichen Befund und diese sind dann leider verstorben da sie die vorgeschlagene Behandlung abgelehnt haben.

und genau so ist es.

und du bist sicherlich eine von denen, die - hätte der arzt dir KEINE behandlung vorgeschlagen und du nicht so unglaubliches glück gehabt - am ende genau so einen beitrag in gegenteiliger richtung geschrieben hätte. nämlich: "der arzt hat meine ergebnisse nicht ernst genommen und jetzt bin ich totkrank und er ist schuld"

informier dich bitte erstmal über gebärmutterhalskrebs und darüber, was es mit konisation sowie PAP und CIN auf sich hat. des weiteren heisst es "HP-VIRUS" und nicht "HPV-VIRUS".

sorry, aber bei solch verharmlosenden beiträgen geht mir echt die hutschnur hoch >:(

e>ule]7x2


Also ich bin froh ,dass ich zur Koni war. Bin seit einem Jahr ohne Befund. Ist zwar nicht angenehm,aber ich habe schon viel schlimmere Sachen durchgemacht. Schön , dass es für dich anders ausgegangen ist. Aber ich denke das ist von Fall zu Fall verschieden. Muss jeder für sich selbst wissen. Ich würde es wieder machen.

ARle0onRor


Umso verwunderlicher ist es, dass er nie eine Brustuntersuchung machte, diese Krebsart ist viel häufiger als Gebärmutterhalskrebs.

Die Brust sollte jede Frau einmal im Monat (nach der Periode) selbst untersuchen. Zum Vorsorgekatalog gehört das Abtasten der Brust erst mit 30.

sxilbeIrbr@auxt


@ Patient1987

Wir wollten wissen ob er sich auch auf diesen HPV Virus testen lassen kann

Der Test bringt bei Männern nicht viel, weil das Virus bei ihnen kaum bis gar nicht nachweisbar ist.

PAP IV. [...] Jeder weiß, dass sich Krebs nicht von heute auf morgen entwickelt! Und es war ja kein Krebs, nur eine Zellveränderung, die sich zu Krebs entwickeln KANN aber nicht MUSS!

Richtig, Krebs entwickelt sich nicht von jetzt auf gleich. Aber Deine Aussage halte ich regelrecht für gefährlich. Es gab, wie der Arzt Dir schon zu verstehen gab, schon Frauen, die mit einem PAP IIID bereits ein invasives endozervikales Karzinom hatten. Im Übrigen gibt es Leitlinien, die das Vorgehen bei bestimmten PAP-Werten empfehlen. Bei PAP IV(a oder b) heißt das also Konisation. Sei bitte vorsichtig mit Pauschalaussagen!

siehe da mein Ergebnis hat sich wesentlich verbessert

Welchen genauen Wert hast Du denn inzwischen?

Umso verwunderlicher ist es, dass er nie eine Brustuntersuchung machte, diese Krebsart ist viel häufiger als Gebärmutterhalskrebs.

Leider sind aber inzwischen wesentlich mehr junge Frauen vom GMH-Krebs betroffen. Brustkrebs dagegen hat nach wie vor einen relativ hohen Altersgipfel.

S1unf lowe'r_7x3


Bei mir hat sich vor knapp 20 Jahren der Befund auch verbessert, als schon eine Konisation angedacht war. Aber dem ging eine langwierige Behandlung voraus: Mehrere Gewebeverödungen (operativ, aber auch durch mehrfaches Betupfen mit einem Medikament mehrfach pro Woche über Wochen), Ausschabungen.

Skepsis und Hinterfragen von Eingriffen ist immer richtig. Aber man kann nicht verallgemeinern und manchmal wäre vor feindlicher Arzt-Polemik simples Wissen über die eigene Erkrankung erstmal angebracht.

SKunTflowexr9_7x3


Ergänzung:

Es gibt nun mal Leitlinien, die den aktuellen wissenschaftlichen Stand widerspiegeln und genau vorgeben, ab welchem Befund welches Vorgehen zu erfolgen hat.

Ich möchte umgekehrt mal jemanden sehen, wo der Arzt entspannt "abwarten" sagt und danach "oops, jetzt haben wir ein Problem".

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