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Hysterektomie mit Anfang 30

S5ilve^rPekarl hat die Diskussion gestartet


Ich hoffe hier Frauen zu finden, die mir etwas dazu sagen können.

Ich plage mich nun schon seit 4 Jahren mit heftigsten Blutungen herum, welche bereits zu einer chronischen Eisenmangelanämie führten. 2013 wurde eine Bauchspiegelung gemacht und Endometriose festgestellt. Dementsprechend waren und sind auch die Schmerzen während der Menstruation.

Nun hatte ich seit Anfang Juli ständig Zwischenblutungen, z.T. periodenstark und war nun heute bei der Gynäkologien. Tja, ich habe mindestens 3 Myome und zum Teil so blöd gelegen, dass sie auf die Schleimhaut drücken und die Blutungen auslösen. Noch dazu ist eins wohl so groß und so nah an der Außenwand, dass es nicht durch eine Ausschabung entfernt werden kann.

Von einer weiteren Schwangerschaft (die ohnehin nicht geplant war) hat sie mir dringend abgeraten, weil die Myome mitwachsen und Fehl- bzw. Frühgeburten auslösen könnten und die Gefahr dafür wohl sehr groß wäre.

Zusammen mit den anderen Problemen riet sie mir nun an mir Gedanken über eine Hysterektomie zu machen. Ich solle in dem KH von 2013 nen Termin machen und mich dahingehend beraten lassen.

Wäre es nur die Endo gewesen hätte sie mit Tabletten zu behandeln versucht. Aber so ist sie sich nicht sicher, ob das Sinn macht, da ich bisher auf Hormone sehr schlecht reagiert habe, unter anderem mit einer Blutdruckentgleisung.

So, wer kann mir über Erfahrungen berichten, wie es war? Wie lange ist man krank geschrieben? Wann kann ich wieder arbeiten, bzw. meine Kinder selber versorgen?

Und wie seit ihr mit der Tatsache umgegangen, nicht mehr schwanger werden zu können? Bei uns war ja eigentlich auch nichts mehr geplant, dennoch macht mir die Entgültigkeit die dann da sein würde schwer zu schaffen. :-(

Antworten
Uorlau;berinx15


So, wer kann mir über Erfahrungen berichten, wie es war? Wie lange ist man krank geschrieben? Wann kann ich wieder arbeiten, bzw. meine Kinder selber versorgen?

Und wie seit ihr mit der Tatsache umgegangen, nicht mehr schwanger werden zu können? Bei uns war ja eigentlich auch nichts mehr geplant, dennoch macht mir die Entgültigkeit die dann da sein würde schwer zu schaffen. :-(

Du weißt sicher, dass es einen Faden dazu gibt.

Soweit ich weiß arbeitest du in einer Frauenarztpraxis? Dann hast du evt. ein Bild davon wie Frauen nach der OP so drauf sind ;-D

Also mir wurde die GM entfernt vor einem halben Jahr ca. Ich bin noch keine 30 und mir fiel die Entscheidung schon schwer. Auch weil ich einige Wochen davor nochmal schwanger war, die nicht hielt.

Es ist ungwöhnlich ohne GM, aber nicht schlecht. Einige Zeit hab ich gebraucht, da ich Kinderwunsch hatte, es aber so einfach besser war/ist.

Es ist auf der einen Seite klasse keine Periode mehr zu haben, auf der anderen fehlt sie mir schon irgendwie. Jetzt nicht unbedingt die Schmerzen und das Blut, aber eher so der Zyklus. Es ist ein bisshen ins Leere gefischt, man merkt den schon noch, aber anders eben.

Der Sex wird anders. Nicht unbedingt schlecht, aber wer sagt, da gibt es keinen Unterschied macht sich in meinen Augen etwas vor ;-)

Nunja, mit dem Kinderwunsch komme ich klar, ich hab mich ja so entschieden und es ginge ja wirklich nicht mehr. Manchmal tut es weh, grad wenn die Freundin ein Baby bekommt oder schwanger wird. Die ein oder andere Träne ist schon geflossen und es keimt doch manchmal der Gedanke an Verlust hoch.

Trotzdem würd ich mich wieder so entscheiden und trotzdem würd ich heute auch kein Kind mehr bekommen.

Es ist eben wie es ist und es ist ok so.

Zu der Zeit nach der Op kann man schon viel sagen. Man fällt gute 6-8 Wochen aus. Und man kann in dieser Zeit auch wirklich nix machen.

SCilvetrPeasrl


Vielen Dank schonmal für Deine Antwort. Ich habe mal beim Gyn gearbeitet, das ist aber schon gute 12 Jahre her. ;-)

Und damals fand ich eher die Schwangerschaften interessant, als die Frauen ohne Gebärmutter. ;-)

Ich werde mir den Faden dazu nochmal durchlesen. Danke! *:)

ULrlau|berPinx15


Viel Spaß, der ist einige Seiten lang ;-D

Aber für dich sicher hilfreich und dort schreiben auch regelmäßig Frauen, die in der Op-Vorbereitung stecken oder aus dem Krankenhaus kommen.

[[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/124552/]]

Den Link dazu.

_rBlSizzax_


Der Sex wird anders. Nicht unbedingt schlecht, aber wer sagt, da gibt es keinen Unterschied macht sich in meinen Augen etwas vor ;-)

Nun ja, Urlauberin, du mußt ja nicht zwingend von dir auf Andere schließen ;-) Mein Sexleben ist definitiv gleich gut geblieben bzw. in manchen Details sogar besser geworden seit meiner Hysterektomie, was z.B. daran liegt, dass das schmerzhafte Anstoßen an den Muttermund entfällt. Dazu treten keine unverhofften Blutungen mehr auf (habe seit der HE keinen Tropfen Blut mehr gesehen), die Verhütung fällt weg usw., ich bin viel entspannter.

Ich freue mich immer noch, dass ich keine Regelblutungen mehr habe, obwohl meine HE jetzt schon 5 Jahre zurückliegt :-)

Wenn Frau allerdings noch Kinderwunsch hat, kann ich gut nachvollziehen, dass die Entfernung der Gebärmutter als Verlust empfunden wird. Das kann durchaus negativen Einfluß auf die Heilung und natürlich auf die Psyche haben. Bei mir war das glücklicherweise nicht der Fall, ich hatte bereits zwei Kinder, als mir zum ersten Mal ärztlicherseits die HE ans Herz gelegt wurde. Trotzdem fiel mir der Entschluß nicht leicht, es ist nunmal eine große OP.

SilverPearl,

2013 wurde eine Bauchspiegelung gemacht und Endometriose festgestellt.

Wo sitzt denn die Endometriose? Bei mir wurde erst nach der HE (die Gründe für die HE waren bei mir gänzlich andere, ich hatte schwere Dysplasien) histologisch festgestellt, dass ich u.a. eine Endometriose innerhalb der Gebärmuttermuskeln gehabt hatte (Adenomyose). Vermutlich hatte ich deshalb oftmals starke Krämpfe während meiner Periode.

Soweit ich weiß, z.B. aus Endometriose-Foren, [[http://www.endometriose-liga.eu/node/31827 klick]] leiden aber einige Frauen auch nach einer HE noch an den typischen Beschwerden, da die versprengten Schleimhaut-Inseln ja faktisch überall im Bauchraum vorkommen können und mit der HE oft nicht restlos beseitigt sind. Da solltest du dich nochmals ärztlich beraten lassen bzw. weitere Meinungen einholen.

Ansonsten, wenn es bei dir wirklich zur Hysterektomie kommt - mir geht es seitdem gut, ich spüre gar nicht, dass die Gebärmutter nicht mehr da ist. Ich war nach der OP ca. 7 Wochen krankgeschrieben, meine Familie hat viel im Haushalt geholfen. Schonung ist sehr wichtig, aber dazu findest du etliche Beiträge in dem von Urlauberin verlinkten Faden.

Ich wurde in einer Universitäts-Frauenklinik operiert, hatte einen fachlich sehr versierten Operateur, die Heilung verlief hervorragend, und ich kann auch nur empfehlen, sich nach einer entsprechenden Klinik umzusehen. Alles Gute :)*

S!il#vber!PeaLrxl


Danke für Deinen Beitrag!

Ich habe die Endo an den Harnleitern, an der Blase, den Eierstöcken, der Harnröhre und im Douglasraum. Ich vermute sehr stark, dass die Kaiserschnitte an der Verteilung der Endo schuld sind.

Dass diese Beschwerden mit einer HE nicht aufhören ist mir klar. Nur verliere ich ja bei jeder Mens (7 Tage lange) so viel Blut, dass ich mittlerweile alle 4 Monate zum Hämatologen zur Eiseninfusion muss, weil mein Ferritin sonst bei 2 liegt.

Zur OP wurde mir jetzt eher wegen der Myome geraten. Aber ich solle erstmal nen Termin im KH zum Gepräch machen und anschließend dann zur Gebärmutterspiegelung und Bauchspiegelung nen Termin machen um das alles besser beurteilen zu können. Im selben Zug bin ich am Überlegen, ob ich mir während der Bauchspiegelung dann gleich die Eileiter entfernen und die Gebärmutterschleimhaut veröden lasse. Dann sind zumindest der erste Teil der Probleme mal angegangen.

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