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Hilfe! Brennen im Scheidenbereich seit 4 Jahren

qEuaJggIan hat die Diskussion gestartet


Hallo,

weil ich einfach nicht mehr weiter weiß, hoffe ich hier auf Hilfe von Leuten die vielleicht schon mal etwas ähnliches durchgemacht haben.

Jetzt zu meinen Problemen: vor 5 Jahren hab ich ein Auslandsjahr in Indonesien gemacht und mir dort irgendwas eingefangen. Ich bin mir nun nicht mehr sicher, aber zu der Zeit war ich der Überzeugung dass es eine Blasenentzündung mit Nierenentzündung war. Ich wurde mit Antibiotika behandelt, was kurz Besserung bewirkte, nach einem Monat jedoch kam die ''Blasenentzündung'' jedoch zurück. Ein Jahr lang ging es hin und her, die Blasenentzündung kam und ging und im Urin konnten nie Bakterien nachgewiesen werden. Trotzdem bekam ich mehrere Male Antibiotikum verschrieben. Nach ungefähr einem Jahr wurde die Blasenentzündung dann zum Dauerzustand. Von 10 Mal Wasserlassen tun 8 höllisch weh. Zeitweise wird es ganz schlimm und das Brennen hört tagelang nicht mehr auf, es ist dann so schlimm dass ich das Bett nicht verlassen kann, bei jeder kleinsten Bewegung und jedem Luftzug hab ich das Gefühl durch meinen Harnleiter wandert eine Rasierklinge. Ungefähr vor 4 Jahren begann auch dass Brennen im äußeren Scheidenbereich. Es brennt und zwickt bei jeder Berührung, beim Waschen, beim Fahrradfahren und Reiten. Der Bereich ist gerötet und die Haut so dünn wie Pergament. An Geschlechtsverkehr ist nicht zu denken. Das ist auch mein größtes Problem und belastet mich psychisch total. Ich bin 22, habe seit 3 Jahren einen Freund und kann keinen Sex mit ihm haben :°( . Mein Freund ist sehr verständnisvoll und wartet geduldig und unterstützt mich bei meinem Kampf, aber nun stecke ich fest und komm so gar nicht mehr weiter.

Ich war bei unzähligen Allgemeinmedizinern, Gynäkologen und sogar schon in der Uniklinik Heidelberg, die bei mir in der Gegend als bestes Krankenhaus überhaupt gilt, und keiner kann mir weiterhelfen.

Es wurde mehrfach auf Pilze, bakterielle Infektion und eine Autoimmunreaktion getestet und jedes Mal war alles negativ. Hinzuzufügen ist, dass ich seit 15 Jahren einen erhöhten Borrelientitter habe und kein Arzt wirklich auschliessen kann, dass meine Beschwerden nicht davon kommen.

Ich wurde behandelt mit:

2x Antibiotikum gegen Bakterien in der Scheide=keine Besserung

3x Antibiotikum gegen Blaseentzündung=keine Besserung

3x Pilzbehandlung=keine Besserung

2x Cordisoncreme=leichte Verschlechterung

mehrere Male Gynoflor und andere Milchsäurezäpfen=keine Besserung

Oekolp forte (Estrogenzäpfen für Frauen in den Wechseljahren)= durchgängig Durchfall, Erbrechen und Übelkeit (musste wegen Gewichtsabnahme abgesetzt werden)

Doxycyclin (gegen Borreliose)= musste ebenfalls wegen Übelkeit und Erbrechen abgesetzt werden

Amoxycillin (gegen Borreliose)= keine Besserung

Deumavan= keine Besserung

Cranberryprodukte= keine Besserung

Ich habe ungefähr 15 Monate lang die Pille genommen, dann aber abgesetzt, weil ich vermutet habe dass meine Probleme davon kommen. Ich nehme sie jetzt seit einem Jahr nicht mehr und merke keine Veränderung. Ich wasche mich auch nur noch mit Wasser. Ewig lang hat mein alter Frauenarzt mich vertröstet und gesagt ich wäre gesund und bilde mir die Beschwerden ein, ausserdem würde der Sex wehtun weil ich meinen Freund nicht liebe. Mir sind schon tausend Steine vom Herz gefallen als mir meine neuen Frauenärztin gesagt hat dass ich krank bin und in so einem Zustand auf keinen Fall Sex haben soll. Sie hat alle ihr erdenklichen Krankheiten ausgeschlossen und ich dann an die Uniklinik überwiesen. Dort wurde Haut entnommen und untersucht, ebenfalls ohne Ergebnis. Die Ärztin dort hat gesagt sie kann nichts mehr für mich tun, medizinisch hätte sie alles erdenkliche getan und ich müsse mich mit meinem Zustand abfinden. Jeder Arzt dem ich begegne findet dass es ganz schlimm aussieht und sagt ich wäre krank, aber helfen kann mir keiner. Meine Frauenärztin weiß nicht mehr wo sie mich hin überweisen kann. Ich hatte gehofft in der Uniklinik wurde vielleicht auf tropische Krankheiten getestet werde, aber das scheint wohl unnötig.

Ich habe auch schon den Vorschlag gemacht meinen Hormonspiegel zu überprüfen, doch kein Arzt will es machen und weicht dem Vorschlag aus, meist mit einem süffisanten Spruch es wäre teuer und ich wäre so jung dass das nicht nötig wäre. Ich bin nach 5 Jahren ohne einen gesunden Tag einfach verzweifelt und weiß nicht mehr wie ich weiter vorgehen soll.

Sorry für den langen Text, das ist mein erster Foreneintrag, und danke für eure Antworten. :-)

Antworten
KhleGinejHexe_2x1


Puh! Erstmal: Das tut mir unendlich leid, ich kann wirklich nachfühlen, wie du dich fühlst. Ich hab den gleichen Kampf allerdings nur 2 Jahre geführt und bei mir wurde letztendlich (auf Eigeninitiative hin) dann auch der Auslöser gefunden.

Aber diese ständigen Schmerzen, diese erhebliche Einschränkung in der Lebensqualität, das kenne ich sehr gut.

Du sagst, du warst bei vielen Ärzten und im Uniklinikum. Warst du dort in der Gyn oder in der Hautklinik?

Wie lange wurdest du mit Cortisoncremes behandelt?

qHuRaggxan


Danke für deine Antwort! :) Hätte nicht gedacht dass sich so schnell jemand meldet.

Ich war zuerst in der Gynäkologie und dann in der Hautklinik, die sich das auch angeschaut haben hauptsächlich um abzuklären ob es von der Borreliose kommt. Die Cortisoncreme hatte ich zuerst von meiner Frauenärztin 6 Wochen lang und dann vom Uniklinikum eine sehr starke für 8 Wochen.

Was war denn bei dir der Auslöser wenn ich fragen darf?

K!leinetHexe2h1


Bei mir war der Mann der Auslöser. Der hatte null Symptome, aber jede Menge Bakterien. Das wurde von mir immer wieder bei den Ärzten angefragt, aber immer hieß es, dass er dann Symptome haben müsste und das bei dem, was ich habe, gar nicht sein könne. Letztendlich haben wir es einfach untersuchen lassen und hatten recht.

Aber das kann es bei dir ja nicht sein. Leider, das wäre das Einfachste.

Ich hatte etliche Folgeschäden, unter denen ich heute noch leide. Denn die Haut da unten vergisst nicht. Dass ich überhaupt wieder normal leben kann, dafür ist aber eine Hautärztin verantwortlich. Die hatte die besten Tips und die beste Salbe.

Das war aber eine ganz leichte 1%ige Hydrocortisonsalbe, die ich nur nehmen sollte, wenn es zu heftig wurde. Denn Cortison an sich trocknet aus. Das ist natürlich sehr kontraproduktiv. Deshalb sollte ich eine Fettcreme benutzen und das Hydrocortison nur im Notfall. Ich hab es dann ein paar Wochen morgens benutzt und abends die Fettcreme. Dann nur noch bei Bedarf und die Fettcreme weiter. Das hab ich ein Jahr so gemacht und konnte so einiges wiederherstellen.

q9uagggaxn


Oh das klingt auch nach ner riesen Plackerei die du da hinter dir hast... Mir geht es genau so, ich hab so einige Vermutungen, aber die Ärzte sagen immer es kann nicht sein, meine Symptome seien untypisch. Oftmals können sie einem nicht einmal einen logischen Grund nennen warum es nicht sein kann. Ich habe zum Beispiel weder eine Infektion noch Allergie und das einzige was noch nicht überprüft wurde sind die Hormone. Im Internet hört man etliche Frauen die selben Symptome beklagen wie ich habe, hervorgerufen durch die Pille. Und dann wird einem erzählt es gäbe keinen Grund für eine Hormonuntersuchung. Ich frage mich wie schlimm ich da unten noch aussehen muss bis es einen Grund gibt. Natürlich bin ich kein Arzt und habe keinerlei Erfahrung, aber nach einer gewissen Zeit, wenn einem die Ärzte schon sagen man soll sich damit abfinden, kann man nichts andres tun als selbst zu recherchieren und zu hinterfragen...

Das es von meinem Freund kommt kann leider wirklich nicht sein, es besteht ja gar kein Kontakt :(. Aber so wie du das sagst, dass die Haut nicht vergisst, kommt mir wirklich einleuchtend vor. Es ist wie wenn sie nach ner schlimmen Infektion nicht wieder abheilen mag. Jetzt wird mir auch klar warum die starke Cortisoncreme alles so viel schlimmer gemacht hat. Als ich die schwache genommen habe ging es mir ein bisschen besser, das habe ich damals dem Fett in der Creme zugeschrieben, die gut für die trockene Haut war. Vielleicht sollte ich das einfach nochmal versuchen...

v ampHir|ella75


Es gibt eine Krankheit, die heißt Lichen Sclerosus. Bist du schon mal darauf untersucht worden?

q(uagVgaxn


nein, lichen sclerosus noch nicht. aber mir wurde hautgewebe entnommen und auf lichen ruber getestet. das ist, wie ich das einschätze, so ähnlich. mir wurde jedenfalls gesagt dass getestet wurde ob die entzündung durch eine autoimmureaktion entsteht. test war negativ...

Koel5ly11


Das klingt ja gar nicht gut =( ich fühle mit dir!

Bei mir hat alles vor zwei Jahren mit einer Blasenentzündung angefangen. Seit dem habe ich immer wieder Schmerzen beim Harnlassen. Mir hat aber immer am besten die Multilind Salbe geholfen. Die brennt zwar beim Auftragen ordentlich, das legt sich aber schnell wieder. Nach mehrfacher Anwendung spürte ich eine Besserung. Leider hatte ich genau ein Jahr drauf wieder eine Blasenentzündung und jetzt kämpfe ich wieder mit dem Heilungsprozess der Haut =/ mal ist es schlechter mal besser..

Viele Grüße & gute Besserung @:)

q4uaeggamn


Danke für den Tipp, die salbe werde ich gleich mal versuchen :) Ich hätte nie gedacht dass eine Blasenentzündung solche Schäden in der Schleimhaut verursachen können, die dann Jahre lang nicht heilen.

Dir auch gute Besserung, auf dass die Blasenentzündung nie wieder kommt :)*

qbuagxgan


Hab eben gelesen dass in der Salbe was gegen Hefepilze drin ist, bin mir nicht sicher ob das die Haut nicht noch mehr belastet. Außerdem hat das Zinkoxid wohl eine austrocknende Wirkung. Hmm, bin mir jetzt unschlüssig. ":/ Andererseits, wenn es dir so gut hilft, warum sollte es mir nicht auch helfen....

bRrowSniej88


Hallo zusammen,

ich war vor langer Zeit aktiv im Forum, hauptsächlich im Faden "Brennen" und auch in einem Faden bzgl. Blasenproblemen. Danach war ich lange Zeit nicht mehr aktiv. Jetzt möchte ich aber mal wieder berichten...

Ich hatte seit 2009 Probleme mit einem Dauerbrennen und Rötung zwischen den kleinen chamlippen. Es ist im Anschluss an eine Pilzinfektion/ bakteriellen Infektion aufgetreten und zusätzlich hatte ich eine kleine Wunde unterhalb der Klitoris, die nicht abgeheilt ist. Nach vielen Frauenarztbesuchen, Hautarztbesuchen usw. kam ich zu meinem Gyn in Ludwigshafen, bei dem ich jetzt noch bin und zu dem ich Vertrauen habe. Er hat mich bei vielen Versuchen unterstützt und letztlich auch eine Biopsie angeordnet. Heraus kam: Mittelgradige chronische lichenoide Entzündung bzw. geringgradige perivaskuläre Entzündung. Das ist leider eine eher nichtssagende Diagnose, wie ich dann erfahren musste. Ich war jedoch schon sehr froh, dass es wenigstens kein Lichen sclerosus/ planus war, wobei mein Gyn meinte, dass sich so etwas immer noch entwickeln könnte. Da er an dieser Stelle auch am Ende seines Lateins war und ich bis dato alles mögliche versucht hatte (Deumavan, Tannolact, Multigyn-Produkte, Balance Activ, Hyalofemme, Milchsäurezäpfchen, Milchsäurebakterien, Kortisoncreme, Ovestinzäpfchen und Östrogencremes, Cetirizin, nat. Öl, Vea Olio, etc. - Ich hatte regelrecht eine gynäkologische Apotheke zuhause %-| ) schrieb er an Dr. Eiko Petersen ("Scheiden-Papst") und bat ihn um Rat. Anschließend schrieb ich Dr. Petersen selbst und wollte einen Termin vereinbaren. Ich war letztlich zwei Mal bei Dr. Petersen in Freiburg und er schloss klassische Dermatosen nochmal aus und wies mich an, zu fetten und meine sehr dünne Haut zwischen den kleinen Schamlippen mit Östrogen aufzubauen. Er empfahl mir auch, die Pille abzusetzen, dazu war ich damals jedoch noch nicht bereit. Ich beschrieb ihm mein bisheriges Fiasko mit Östrogencremes (Allergische Reaktionen und Juckreiz) und wir fanden folgende Östrogenpräparate: Vagifem und Cordes Estriol. Beides habe ich tatsächlich vertragen, vor allem Cordes Estriol war eine Wohltat :)z sogar mein kleiner Riss unter der Klitoris ist nach Jahren verheilt. Zusätzlich habe ich gefettet. Ich habe Deumavan verwendet, aber manchmal hatte ich noch Probleme mit Juckreiz. Pilze waren es nicht und wenn, dann eher in einem geringen Ausmaß und äußerlich auf der geschädigten Haut. Dagegen bin ich mit Biofanal Creme (Nystatin) vorgegangen. Das war auch die einzige Pilz-Creme, die ich im äußerlichen Bereich vertragen habe. Clotrimazol-Cremes waren die Hölle. Biofanal ist nur leider von gelber Farbe ;-D Zusätzlich habe ich mir verträgliches feuchtes Toilettenpapier gesucht, um meine Haut am Po nicht mit trockenem Toilettenpapier zu reizen, da bin ich nämlich auch sehr empfindlich und irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass es sich "überträgt", also sobald ich Juckreiz am Po habe, habe ich ihn auch eher an der Vulva oder wenn ich Schmerzen/ Brennen am Po habe, dann überträgt sich das auch auf die Vulva. Ich habe auch lange Probleme mit Verstopfung gehabt und das hat die ganze Sache nicht besser gemacht, da das den Bereich am After immer reizt und man Schmerzen hat. Ich hatte sogar mal eine Analfissur und währenddessen waren meine Probleme im Vulvabereich auch immer schlimm. Da besteht also offensichtlich auch ein Zusammenhang, den ich erst später verstanden habe - in Zusammenhang mit meiner Blasenproblematik, die auch noch dazukam. Was das anging, war ich bei vielen Urologen und Allgemeinärzten, doch helfen konnte mir niemand. Anfällig für Blasenentzündungen wurde ich sozusagen zeitgleich mit Beginn von Sex, also mit ca. 17 Jahren (jetzt bin ich 26). Das war schon immer ätzend, doch einige Zeit habe ich es einfach nur damit in den Griff bekommen, dass ich viel getrunken habe (4 Liter nach GV) und ganz oft auf Toilette war. Leichte Schmerzen bzw. ein "Brennen" beim Wasserlassen hatte ich aber damals schon manchmal. Nach einer schlimmen Blasenentzündung im Urlaub in Ägypten ist aber alles außer Kontrolle geraten und ich hatte in 5 Monaten 6 BEs, egal wie viel ich getrunken oder was ich sonst gemacht habe :-( Außerdem setzten da auch permanente Schmerzen in der Harnröhre ein, z.T. Brennen oder so ein ziehender Schmerz über die ganze Länge. Ich hatte auch eine Blasenspiegelung, aber bis auf Schmerzen hat es mir nichts gebracht... ohne Befund.

Die Probleme an der Vulva und an der Blase liefen teilweise parallel ab, jedoch waren zu dem Zeitpunkt, als die Blase am schlimmsten war, die Probleme an der Vulva etwas besser. Beim GV hatte ich zwar oft immer noch ein Brennen, aber zumindest war das Dauerbrennen weg, das ich ja teilweise sogar beim Sitzen hatte. Juckreiz hatte ich zwischen den großen Schamlippen ab und an, also da wo sie aneinander liegen, aber es war aushaltbar. Zusätzlich habe ich MSM eingenommen, da Stella80 es im Forum empfohlen hatte. Bzgl. meiner Blase habe ich in meiner Verzweiflung nach einer Urologin gesucht und habe eine sehr gute in Heidelberg gefunden, die sich auf Frauen und Kinder spezialisiert hat. Durch sie habe ich erst verstanden, dass meine Darm-, Blasen- und Vulvaprobleme vom Beckenboden herrühren. Sie hat dort starke Verspannungen diagnostiziert und durch ein Biofeedback-Gerät habe ich diese auch selbst sehen können. Ich konnte nun trainieren, mich bewusst anzuspannen und danach (ganz wichtig!) zu entspannen. Ich merkte, dass ich tagsüber eigentlich immer unbewusst angespannt bin. Ich musste beginnen, Dehnungsübungen zu machen und Magnesium in größeren Mengen einnehmen. Dadurch hat sich meine Blase gebessert und meine Haut an der Vulva ebenso. Durch das Magnesium haben sich meine Verstopfungsprobleme ebenfalls gelöst. Außerdem hat die Ärztin mir in mehreren Sitzungen den Zusammenhang zwischen der körperlichen und psychischen Situation bei Beckenbodenproblemen erläutert. Das Brennen und Jucken der Haut, die Blasenprobleme und die Verstopfungen hängen stark damit zusammen, da durch Verspannungen im Gewebe Schmerzen und Entzündungsreaktionen getriggert werden. Meine "chronische lichenoide Entzündung" machte plötzlich Sinn. Die "Schmerzen in der Harnröhre" bzw. wie ich dann feststellte, im Blasenschließmuskel, kommen auch durch die Verspannungen, weil der Muskel quasi eingequetscht wird. Ich habe über eine längere Zeit außerdem Instillationen mit Cystistat machen lassen. Die Ärztin meinte zwar, dass es nicht unbedingt sein muss, aber ich wollte es gerne, da es mir Sicherheit bzgl. Blasenentzündungen gab. Sie hat mir zu Beginn, damit ich ein bisschen runterkomme, eine AB-Prophylaxe mit Trimethoprim verordnet (habe ich nach einer Weile wieder abgesetzt) und mir zur Intimpflege Sagella active, was ich sehr gut vertrage.

Das Brennen beim GV kommt auch durch die Verspannungen und die Haut im Intimbereich kann sich unter der Verspannung nicht gut aufbauen und bleibt dünn. Ich habe, unabhängig von der Ärztin, mal einen Versuch unternommen und Majorana Vaginal Gel verwendet. Da sind viele homöopathische Stoffe drin, die die Durchblutung im Intimbereich anregen und tatsächlich hatte ich unter Majorana kaum noch Schmerzen beim GV. Allerdings musste ich es aufgrund einer Allergie absetzen :-( Allerdings bin ich mittlerweile eh der Meinung, man sollte so wenig wie möglich machen, aber so viel, dass man sich gut dabei fühlt. Letztlich haben mir die physiotherapeutischen Ansätze geholfen und das Verstehen der Beckenbodenproblematik, wobei die Östrogencreme auch gut war. Aber das Grundproblem schließt eben Scheide, Darm und Blase mit ein. Ich fühle mich seitdem wieder seelisch stabiler und stärker und habe nun auch die Pille abgesetzt und will meine gynäkologische Apotheke nach und nach entsorgen. Ich messe nun meine Temperatur im Rahmen von NFP und versuche eine gesunde Beziehung zu meiner Sexualität aufzubauen. Die ganzen Beschwerden und Schmerzen haben dazu geführt, dass ich überhaupt keine Beziehung mehr zu Lust und Hingabe hatte, meinen Intimbereich habe ich irgendwie mit nichts angenehmem assoziiert, es war nur etwas, das mir Schwierigkeiten bereitet hat. Psychologisch gesehen besteht eine enge Beziehung was "Loslassen" und "verletzt werden" bzw. "Abschotten" und Beckenboden angeht. Die Ärztin meinte auch, dass man manchmal an seinem Körper eine "Schwachstelle" sucht, mit der man sich beschäftigt, um das unangenehme aus seinem Leben mit etwas anderem zu "überdecken". Und dass gerade Menschen, die verletzlich sind und sich alles zu Herzen nehmen, sehr anfällig für Beckenbodenprobleme sind. Aber das muss jeder für sich selbst erörtern. ;-) Ich hoffe, ich habe euch ein bisschen helfen können @:)

dGannhalltsoa9lMleskxlar


@ quaggan

Was was DAS denn für ein Arzt, den du als erstes hattest, der sagte, du bildest dir alles nur ein, und die Schmerzen hättest du nur, weil du deinen Freund nicht liebst.

Hat dieser Arzt denn nicht gesehen wie du unten aussiehst, was auch alle anderen Ärzte gesehen haben ??? ? Auch nur Einbildung oder wie?

Sowas verstehe ich immer nicht... ":/

b"ro0wniKe8x8


Was vielleicht auch noch wichtig ist: Nach dem GV trinke ich nach wie vor viel und gehe ganz oft aufs Klo, auch bei kleine Mengen Pipi :)z Wichtig ist, sich zu entspannen und das Wasser fließen zu lassen, nicht pressen und einfach entspannt sitzen, am besten so weit es geht in einer "Hockstellung". Auf keinen Fall das Wasserlassen hinauszögern, das verspannt nur mit der Zeit den Schließmuskel und dehnt die Blasenwand, was sie belastet.

Kmellyx11


@ brownie88:

das ist eine Salbe, die bei starken Hautirritationen angewendet wird, dachte mir deshalb auch, dass es auch auf den Schleimhäuten helfen könnte. Wurde mir hier im Forum empfohlen.

@ quaggan:

ich finde das sehr spannend was du da schreibst bezüglich der Psyche, das hat mein Arzt nämlich auch gesagt. Da ist auch bestimmt etwas wahres dran. Ich merke es auch selbst, wenn ich viel im Stress bin wird es schlechter und wenn ruhigere Zeiten kommen gehts unten auch besser. Und wie du sagst, man assoziert dann alles was mit dem unteren Bereich zu tun hat als etwas schlechtes. Muss dann mal alle deine Mittelchen googlen und mir ansehen, ob mir hier eventuell etwas helfen könnte, da es sich bei mir (vor allem nach der Regel) sehr trocken anfühlt :-/

P+ra~daTe{u_fel


Na der Faden kommt für mich gerade auch wie gerufen, ich schließe ich als Leidensgenossin mal an..

Ich habe seit 2 Wochen auch wieder dieses starke Brennen, allerdings wohl ohne Entzündung. Ich gebe gleich bei der Gyn nochmal Urin ab, aber ich möchte wetten, dass sie auch diesmal keine Bakterien darin findet.

Ich habe vor ein paar Wochen eine heftige Antbiotika - Kur gemacht und vor ein paar Monaten die Pille abgesetzt. Seitdem ist mein Körper eh im Ungleichgewicht und die Hormonumstellung dauert wohl noch eine Weile. Mir geht es zwar grundsätzlich ohne Pille besser, aber ich denke, das Brennen hat schon auch was mir den Hormonen zu tun und sicher aber auch was mit dem starken Antibiotikum. Keine Ahnung...

Ich hatte damit anfang 2000 schonmal Theater und hatte ein halbes Jahr lang Schmerzen. Ich bekam irgendwann die 3-Monats-Spritze, weil ich den Nuva-Ring in Verdacht hatte (Allergie) und ab dem Tag, als ich die Spritze bekam, war das Brennen weg. Angefangen hatte es damals mit einer Harnröhrenentzündung. Irgendwann waren die Bakterien weg, aber das Brennen noch da.

Dann kam das Brennen irgendwann mit diversen Harnröhreninfekten wieder und ich hatte wieder Monate voller Schmerzen, bis eine Urologin auf das Thema Östrogenmange kam und mir eine Salbe verschrieb. Danach hatte ich sehr, sehr lange Ruhe und keine Schmerzen mehr. Was für eine Wohltat.

Als ich irgendwann, schätze so 2008 herum, wieder Schmerzen bekam, bekam ich wieder Östrogen und alles war wieder gut.

Diesmal scheint das alles aber nicht zu helfen. Ich war letzte Woche Dienstag bei der Gyn und sie stellte eine bakterielle Vaginose fest, wogegen ich Antibiotikum bekam. Es wurde nicht besser und ich bekam die Östrogen-Creme. Diese hatte sonst immer schnell gewirkt, aber inzwischen wird es eher schlimmer, statt besser. Ich denke aber dennoch, dass es mit den Hormenen zusammenhängt. Mein Allheilmittel, die Östrogencreme, scheint diesmal nicht zu wirken. Oder brauche ich vielleicht einfach nur eine Andere? Ich weiß es nicht... Es ist einfach frustrierend und ich bin auch sehr, sehr geknickt, weil ich nicht schon wieder Monate lang diese Schmerzen ertragen möchte.. Klar, wer will das schon.. Die Angst, dass es nie wieder weggeht, die schwingt natürlich auch immer mit :-(

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