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Gebärmutterentfernung und Orgasmus

mKanj!arixn hat die Diskussion gestartet


Dieser Thread richtet sich an Frauen, die das gleiche Schicksal teilen wie ich.

Bei denen die Gebärmutter entfernt wurde und sie dann feststellen mussten, dass sich die Gebärmutter sehr wohl auf den Orgasmus auswirkt (zumindest bei einem gewissen % an Frauen)

Ich weiß mittlerweile, dass viele Frauen keine Probleme nach der GM Entfernung mit dem Orgasmus haben und die Betroffenen daher auch bei Frauen auf viel Unverständnis treffen.

Leider war mir vor der OP nicht bewusst, dass eigentlich mein ganzer Orgasmus nur von der Gebärmutter kam.

Die Klitoris löste den Orgasmus nur aus, erlebt habe ich ihn allein über die Kontraktionen, welche von der Gebärmutter kamen.

Als ich nach der OP das erste Mal wieder einen Orgasmus bekam, war der Schock groß, denn geblieben ist nur grausame Leere. Ich dachte die ersten Monate in meiner Naivität noch, dass von der OP alles nur taub ist und sich alles wieder normalisieren würde. Bis dann der Verdacht zur Gewissheit wurde. Mein Orgasmus wurde regelrecht amputiert. Ich werde nie wieder erfüllt von den langanhaltenden Kontraktionen sein, nie wieder befriedigt. Das ist ein grausames Schicksal.

Und ich frage mich

Mit welchem Recht wagen es Ärzte in die Sexualität eines Menschen einzugreifen und billigend in Kauf zu nehmen, dass der Orgasmus vermindert oder zerstört wird?!?

Mit welchem Recht verletzen Ärzte ihre Aufklärungspflichten?!?

Antworten
d9annha)ltsoavllesklar


Aber du mußtest doch die Gebärmutter eh entfernt bekommen, aus Krankheitsgründen nimm ich mal an.

Aber du schreibst so, als hätte man sie dir gestohlen...so nach dem Motto, was fällt den Ärzten ein...

Aber die können doch auch nichts dafür, dass die Gebärmutter raus mußte.

Dann trainiere deine Orgasmusfähigkeit doch um, oder liegt es vielleicht auch mit an deinen Wechseljahren (falls du sie schon hast)?

Dann erlebt man auch gähnende Leere, was den Orgasmus betrifft.

Ab irgendwann ist es halt vorbei damit, mit oder ohne Gebärmutter.

mVancjar%in


@ dannhaltsoallesklar

ob eine Gebärmutter raus muss entscheidet nicht der Arzt sondern der Patient. (Selbstbestimmungsrecht des Patienten, bzw. der Wille des Patienten ist ausschlaggebend und nicht das, was der Arzt für medizinisch indiziert hält)

Mein Fall ist nun etwas komplizierter.

Mein Bauch musste aufgeschnitten werden, da ich einen großen Eierstocktumor hatte mit Verdacht auf Eierstockkrebs.

In meiner Gebärmutter war nur ein 6 cm großes Myom. Der Arzt hat mich vor die Wahl gestellt (sollte es sich nicht um Eierstockkrebs handeln) Entweder die GM aufschneiden oder rausnehmen.

Erstens hat der Arzt meinen Willen verweigert, "dass meine Gebärmutter bei der OP nicht tangiert wird"

Zweitens

Wäre ich über die möglichen Folgen aufgeklärt worden, hätte ich mich nie auf eine Entnahme eingelassen.

Aber 3 Tage vor der OP war der psychische Druck vor Krebs zu hoch, so dass ich mich darauf eingelassen habe.

Ajsigxa


@ dannhaltsoallesklar

Wie kommst du darauf dass eine Frau nach den Wechseljahren keinen Orgasmus mehr hat ??? Manche Frauen haben keine Lust mehr auf Sex und von denen bestimmt viele nur deshalb nicht, weil sie nicht mehr feucht werden (da lässt sich aber leicht abhilfe schaffen !)

@ manjarin

Es tut mir sehr leid was dir passiert ist ! Ja, sowas lernen Mediziner wohl nicht im Studium :(v Ich habe auch schon oft gedacht, wie schnell wird auch heutzutage noch eine Gebärmutterentfernung angeraten. So nach dem Motto, das Organ ist ja überflüssig wenn frau keinen Kindewunsch mehr hat und altersmäßig (bald) in den Wechseljahren ist. Und als Patient sollte man doch dem Arzt vertrauen ?

Leider keine Hilfe aber vielleicht "lernt" dein Körper mit der Zeit, anderweitig zum Orgasmus zu kommen ? Ich wünsche es dir ! :)*

m9anj-arxin


@ Asiga

Danke für deine Worte. Jetzt nach über einem Jahr kann ich sagen, was ich verloren habe ist nicht ersetzbar. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich meinen eigenen Körper nicht kannte. Die Gebärmutter beim Orgasmus zu spüren, ist wohl das intensivste und tiefste Glück, dass eine Frau er-leben kann.

s{iglbferbrxaut


@ manjarin

Mit welchem Recht wagen es Ärzte in die Sexualität eines Menschen einzugreifen und billigend in Kauf zu nehmen, dass der Orgasmus vermindert oder zerstört wird?!?

Mit welchem Recht verletzen Ärzte ihre Aufklärungspflichten?!?

Hast Du den Aufklärungsbogen vor der OP genau gelesen oder nur unterschrieben? Im Allgemeinen wird die Orgasmusfähigkeit nämlich nicht beeinträchtigt.

Erstens hat der Arzt meinen Willen verweigert, "dass meine Gebärmutter bei der OP nicht tangiert wird"

Hast Du das schriftlich festgelegt?

Ich werde nie wieder erfüllt von den langanhaltenden Kontraktionen sein, nie wieder befriedigt. Das ist ein grausames Schicksal.

Du hältst offensichtlich kramphaft an diesem Gedanken fest. Unser größtes Sexualorgan ist der Kopf. Wenn der mitspielt, kann man auch ohne die Kontraktionen intensiv erleben - meine ganz persönliche Erfahrung. Die letzten orgasmusbedingten Kontraktionen meiner GM vor der OP waren unangenehm bis schmerzhaft.

Ich habe seit fast 5 Jahren keine GM mehr und empfinde trotz fehlender Kontraktionen wieder genauso intensiv wie vorher.

U-rlauXberxin15


Aber 3 Tage vor der OP war der psychische Druck vor Krebs zu hoch, so dass ich mich darauf eingelassen habe.

Hattest du denn keine Probleme mit der GM? Mit Myomen und solchen Wucherungen hat man doch in der Regel ein ausgeprägtes Krankheitsbild. Hattest du nie Schmerzen und heftige Blutungen?

Ich für meinen Teil kann sagen, dass der Sex anders ist als mit GM. Ich merke vaginal auch nicht mehr viel, vor allem keine Stimulation am Muttermund (wie auch, wenn da keiner mehr ist). Am Anfang war ich richtig geschockt und auch enttäuscht, weil ich mir das doch nicht so vorgestellt hatte. Aber mit der Zeit wurde das besser und dem Körper muss man seine Zeit lassen. Ich glaub viele Frauen brauchen ein gutes Jahr um sich davon völlig zu erholen und auch "abzufinden". Mir wurde grad gestern gesagt, dass Schmerzen (auch einfach ab und an) und ein paar Problemchen Zwicken beim Eindringen und auch beim Stuhlgang völlig normal sind und auch etwas länger dauern können bis sich das eingependelt hat.

Vielleicht brauchst du einfach noch ein bisschen? Nicht jede Frau kann sich gleich damit abfinden keine GM und Periode mehr zu haben.

Aber da du ja einen Orgsamus bekommst, heißt das ja nicht, dass es so lasch bleibt.

mNan2jaxrin


@ silberbraut

Mir wurde ein grosses Stück meiner Lebensqualität aus dem Leib gerissen .... da redest du vom krampfhaft?!?

Ärzte sind verpflichtet, über alle nicht ausserhalb der Wahrsheinlichkeit liegenden Risiken einer OP aufzuklären. Klären sie nicht auf und entnehmen ein wichtiges Organ, liegt eine schwere Körperverletzung vor. Man liest Zahlen zwischen 10 bis 20% aller orgasmusfähigen Frauen, welche Einbußen haben. Damit müsste die Risokoaufklärung eigentlich selbstverständlich sein.

Wenn dich die fehlenden Kontraktionen nicht stören, ist das ja gut für dich.

Für mich ist damit aber ein Orgasmus verloren.

Im übrigen wusste ich anfangs ja nicht, dass die Kontraktionen von der Gebärmutter kamen, dass heisst mein Kopf war offen wie immer. Es ist also nicht psychologisch.

Ich habe so intensive Kontraktionen gehabt, die ich über Minuten gespürt habe.

Im Eingangsthread habe ich auch eigentlich geschrieben, dass ich mich an Frauen richte, die das ähnlich erleben wie ich. Dass die Mehrheit davon nicht betrofffen ist, weiss ich bereits.

Sätze wie: bei mir ist das aber nicht so, helfen mir nicht.

Ich empfinde es auch als empathielos, mir qausi mein leid abzusprechen, bzw. herunterzu spielen.) Jede Frau empfindet ihren Orgasmus doch sehr individuell.

Sprüche wie: so schlimm kann es ja nicht sein, habe ich bereits von den verantwortlichen Ärzten gehört.

mRanj4axrin


@ Urlauberin15

Ich hatte einen 13,5 großen Eierstocktumor, der mir schon Schmerzen bereitet hat.

Ob ein 6 cm großes Myom auch Schmerzen bereitet ist spekulativ.

Ja, ich hatte immer sehr starke Blutungen, aber niemals hätte ich deswegen meine Gebärmutter hergegeben. Da sind bei mir sehr viele unglückliche Zustände zusammengetroffen, dass ich mich darauf eingelassen habe. Die OP liegt schon über ein Jahr zurück.

U#rlaubCerin1x5


Manjrin, was erwartest du von uns?

Es kann keiner von UNS was dafür, dass es bei dir so scheiße gelaufen ist.

m6anjaxrin


ich erwarte nichts, ich lege meinen Standpunkt, meine Situatuon und meine Sichtweise dar.

Mein Orgasmus war nun mal uterin. Das Fehlen für mich schwerer Verlust.

U7rl8auber^in1x5


Aber was erhoffst du dir mit diesem Faden?

MOoppxen


Die Frage ist auch, welche Konsequenz sollen Leserinnen des Fadens aus deinen Erfahrungen ziehen?

mcaynj~abrin


@ Urlauberin15

ich möchte irgendwie dieses Trauma verarbeiten. Weißt du wie schlimm es ist, immer unbefriedigt schlafen zu gehen, unbefriedigt

aufzustehen. Der Orgasmus (bzw. das was davon geblieben ist, ist zur Folter geworden. Früher habe ich vor Glück geweint, heute weine ich vor Schmerz, was ich verloren habe.

Ich möchte verstehen, warum ich meinen Körper nicht beschützen konnte.

Ich möchte wissen, ob nur ich zu blöd war, nicht zu wissen, was mir das höchste Glück geschenkt hat.

Ich möchte wissen, ob Frauen mit gleichem Schicksal irgendwann gelernt haben, damit umzugehen.

Meine "Erfüllung" wurde ausgelöscht. Damit ist das Leben für mich zur Qual geworden.

mLanjPa$rxin


@ Moppen

Sich die Frage stellen, ob die Kontraktionen der Gebärmutter eventuell Einfluss auf ihre Orgasmen haben und somit nicht so ins offene Messer laufen wie ich, falls sich die Frage nach einer Entfernung stellt.

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