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Endometriose - Keine hormonelle Therapie u. Schmerzmittel

S}arah0RiSxa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe ein sehr belastendes Problem.

Ich habe Endometriose und dadurch chronische Schmerzen. Die Gebärmutter wurde mir mitsamt Herden in der Muskulatur entfernt aber ich habe nahezu überall Herde, wo man/Frau Herde haben kann.

Nun ist es leider so, dass ich keine Hormone (Pille, NuvaRing, Pflaster, Implanon, ..) einnehmen möchte und kann, unter anderem weil ich bereits einen kleinen Schlaganfall hatte (keine Seltenheit in meiner Familie) und ich bereits schlechte Erfahrungen mit solchen Präparaten gemacht habe, sie gingen mir bisher immer sehr auf die Psyche und Schmerzen hatte ich auch noch.

Ich versuche mich meistens mit Schmerzmitteln über Wasser zu halten, oft sogar mit Medikamenten wie Tilidin oder Tramadol. Schmerzmittel zeigen bei mir kaum Wirkung und belasten meinen Körper sehr, erstrecht mein Magen findet sowas ganz und gar nicht gut, ich habe seit Jahren eine chronische Magenschleimhautentzündung.

Ich weiß langsam nicht mehr, wie es weiter gehen soll. Das abtragen der Herde hat mir bisher nicht viel gebracht und zu Hormonen u. Schmerzmittel habe ich ja etwas geschrieben.

Hättet ihr noch eine Idee, was ich tun könnte? Ich spiele mit dem Gedanke, eine richtige Schmerztherapie zu machen doch dort werde ich auch wieder Medikamente die (wahrscheinlich durchgehend) oral eingenommen werden bekommen, oder? Oder gibt es noch operative Methoden, die helfen könnten? Ovarektomie? Davor hätte ich aber auch wieder Bammel da ich noch jung bin und unter anderem Angst vor psychischen Problemen hätte, diese sind doch begründet, oder? Hormonpräperate die das Thromboserisiko nicht erhöhen und nicht so stark auf die Psyche gehen (ich weiß, jeder reagiert anders, zu den psychischen NWs lässt sich so pauschal nicht viel sagen) gibt es keine, oder?

Ich wäre euch für eure Anregungen sehr dankbar @:)

Liebe Grüße

Sarah

Antworten
Azleoxnor


Ich würde mich an einen Schmerztherapeuten wenden und dort mal umfangreich beraten lassen.

o0neLwayorNtheothxer


Der Empfehlung kann ich mich nur anschließen. Es gibt Mittel, die die Schmerztoleranz des Körpers hochsetzen können. Deren Nebenwirkungen, insbesondere auf Organe, sind deutlich geringer als bei Tabletten.

Hast du sowas schon mal probiert?

Des Weiteren gibt es auch Seminare zum Schmerzmanagement (wie gehe ich mit meinen Schmerzen um? wie gehe ich auf sie ein? wie stelle ich fest, was mir gut tut und was meine Schmerzen verschlimmert? wie handele ich danach? wie kann ich meine Einstellung zu den Schmerzen ändern?) und Entspannungstechniken, die schulmedizinisch anerkannt sind zur Schmerzreduktion.

Denn leider gibt es Menschen, die dauerhafte Schmerzfreiheit nicht erreichen.

:)*

o3newayjor<theoth3er


Korr: Deren Nebenwirkungen, insbesondere auf Organe, sind deutlich geringer als bei SCHMERZTabletten.

SKarahR?iSxa


Vielen lieben Dank für eure schnellen Antworten.

Beraten lassen sollte ich mich auf jeden Fall mal, da wirst du Recht haben, Aleonor.

onewayortheother, von solchen Medikamenten habe ich noch nichts gehört ":/ Kannst du mir ein paar Wirkstoffe/Handelsnahmen nennen, damit ich mal ein wenig recherchieren kann? Ausprobiert habe ich nur herkömmliche Schmerzmittel wie Ibuprofen, Novalgin, Tilidin, Tramadol und Co.

Um den psychischen Teil werde ich mich auf jeden Fall mal kümmern, ich habe schon oft von solchen Therapien gehört und denke, dass mir sowas helfen kann.

Die Hoffnung auf Schmerzfreiheit habe ich bereits aufgegeben und damit kann ich auch sehr gut leben, ich möchte diese Schmerzen nur ertragen können, alles andere wäre Luxus. Ich muss meinen Alltag bewältigen können und wieder Spaß am Leben haben, nicht mehr und nicht weniger.

Danke nochmals @:)

oInewacyorthexother


Hallo Sarah,

der "Klassiker" ist Amitryptillin. Ob es auch gegen deine Schmerzen wirkt, weiß ich nicht.

[[http://medikamente.netdoktor.de/wirkstoffe/amitriptylin/]]

Da wird recht gut erklärt, wie es wirkt. Du musst es über einen langen Zeitraum regelmäßig nehmen. Bis zum Wirkeintritt vergehen ein paar Wochen und am Anfang können die Nebenwirkungen (insbesondere Müdigkeit) arg sein.

Am besten suchst du dir einen Arzt, der in Spezieller Schmerztherapie spezialisiert ist. Der sollte dich auch in diesen Bereichen gut aufklären können. Diese Ärzte verschreiben nicht nur einfach Tabletten, sondern beraten auch hinsichtlich Lebensführung und nicht-medikamentösen Therapieansätzen.

Wenn die ambulante Schmerztherapie nicht von genügend Erfolg gekrönt wird, darfst du in der Regel in eine Schmerzklinik.

Ruf einfach so bald als möglich an - Wartezeiten liegen oft bei mehreren Wochen :-(

Sxara1hbRiSxa


Ah, Amitriptylin sagt mir sogar etwas (allerdings nicht zur Behandlung von Schmerzen). Ich danke dir vielmals :-)

Ich werde mir auf jeden Fall so einen Arzt suchen und eine vernünftige Schmerztherapie starten. Dort werde ich auch mal das o.g. Medikament ansprechen, vielleicht ist es ja das richtige für mich zumal ich auch psychisch angeschlagen bin und eine Essstörung habe.

Dankeschön!

SqunfloYwerF_73


Auf jeden Fall eine Schmerztherapie machen. Wobei es neben dem Amitriptylin mittlerweile auch andere Medikamente gibt. Da muss man etwas ausprobieren, aber es gibt gute Optionen.

Ansonsten hilft bei mir die Jubrele als reine Gestagen-Pille gut (Ü40, Migräne, also einige Kontraindikationen, was die üblichen Kombipräparate angeht).

SEa rahR1iSVa


Klar, da muss man erstmal das richtige finden, ich erwarte auch keine sofortige Wunderheilung :-)

Ich werde mir aber auf jeden Fall mal einen Arzt suchen und mich beraten lassen, es gibt bestimmt eine Lösung für mich.

Es freut mich sehr, dass dir diese Pille hilfe :-)

Aber erhöht sie das Thromboserisiko nicht auch wieder? Die Cerazette habe ich leider überhaupt nicht vertragen, ich war schon nach wenigen Wochen psychisch am Boden, das könnte aber anders sein, oder? Identisch sind diese Pillen doch nicht, oder irre ich mich da?

S/unflowe&r_x73


Also Jubrele ist identisc mit Cerazette. Soweit ich wei, gibt es dann nur noch höher dosierte. Dann fällt die Option wohl raus. Mir wurde gesagt (von mehreren Stellen, im Verlauf meiner Krankheitsgeschichte mit div. Baustellen), dass die reinen Gestagenpräprarate das Thromboserisiko nicht steigern. Wird ja bspw. auch Frauen nach Thrombosen noch verordnet.

Aber wenn Du schon schlechte Erfahrungen gemacht hast damit, fällt die Option weg. Ich habe normale Pillen irgendwann nicht mehr vertragen (Übelkeit); mit der Jubrele komme ich jetzt seit 18 Monaten und nach 5 Jahren ohne Hormone gut klar. Manchmal Schmierblutungen, aber das nehme ich in Kauf.

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