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Fluomyzin verursacht geringe Blutung - nun Ausschabung ?

I>sold-ex58 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mit 57 Jahren bin ich nun seit ca.6 Jahren in den Wechseljahren, bzw. schon durch.

Vor einigen Wochen musste ich Fluomyzin Tabletten einführen, da ich ständig unter Entzündungen leide.

Nach der letzten Tablette kam es ganz kurz zu einer geringen Blutung, eher eine ganz geringe Schmierblutung. Ich hatte gelesen, dass es zu Reizungen durch Fluomyzin kommen kann und dass das es auch zu Blutungen kommen kann. Die Entzündung hat sich durch das Mittel eher verschlimmert.

Die Gynäkologin ist der Meinung, es kann nicht von dem Fluomyzin sein. Da die Gebärmutterschleimhaut sich etwas verdickt hat ( von 7/ 8 mm auf 10 mmm ) ist sie der Meinung, dass kann nur ein Polyp sein, wenn es schon zu Blutungen kommt.... eine Ausschabung müsste dringend gemacht werden.

Vor 3,5 Jahren wurde das schon mal von ihr angeordnet, aber es war kein Polyp und es hätte vermutlich nicht gemacht werden müssen.

Jetzt bin ich doch sehr verunsichert und habe Angst, denn ich kann erst mal nichts machen lassen. Im November ist das nicht möglich, so dass ich bis Dezember warten muss. Das macht micht fertig. :-(

Wer hat Erfahrungen mit Fluomyzin ?

Muss man bei 10mm Gebärmutterdicke wirklich eine Ausschabung machen ? Die Zunahme müsste aber doch anzeigen, dass noch Hormone vorhanden sind ? ???

Über einen Rat wäre ich sehr dankbar. :-)

Gruß Isolde

Antworten
slilbQerbrxaut


Hallo

mit 57 Jahren bin ich nun seit ca.6 Jahren in den Wechseljahren, bzw. schon durch.

Heißt das, Du hast schon länger als 1 Jahr keine Periode mehr?

IFsoldje58


Nein, seit 6 Jahren habe ich keine Periode mehr. Klar, man ist schon vorher in den Wechsljahren. Aber die Gyn orientiert sich an der Zeit, seit der letzten Periode.

sNilberbxraut


Dann dürfte Deine Schleimhaut weder 7 - 8 und schon gar nicht 10 mm hoch sein.

Muss man bei 10mm Gebärmutterdicke wirklich eine Ausschabung machen ? Die Zunahme müsste aber doch anzeigen, dass noch Hormone vorhanden sind ?

Nach der Menopause (letzte Blutung im Leben einer Frau) werden im Normalfall keine Hormone mehr gebildet, die die Schleimhaut zum Wachstum anregen.

Du solltest die Ausschabung möglichst zeitnah durchführen lassen!

Insol$de58


Es war aber bei mir so, dass noch Hormone gebildet wurden. Ich hatte 3 Jahre nach der Menopause die Ausschabung, angeblich ein Poly, was falsch war.

Nun soll es wieder so sein. Dieser Eingriff hat in anderen Bereichen große Belastungen mit sich gebracht. Ich denke, nicht, dass man das so einfach mal machen sollte. Vieles ist mir unklar.

s~ilbevrbraxut


Nach der Menopause darf die GM-Schleimhaut nicht mehr wachsen. Wächst sie dennoch, wie bei Dir, produziert irgendetwas in Deinem Körper Östrogen. Und das ist ungesund, weil der Gegenspieler Progesteron nicht mehr produziert wird. D.h. die Schleimhaut kann nicht mehr abbluten. Sie wächst und wird zu alt. Es besteht die Gefahr, dass sich Vorstufen zu einem Endometriumkarzinom bilden. Je nach Grad der Vorstufe ehöht sich das Entartungsrisiko zu Krebs.

Evtl. hattest Du bereits vor 3 Jahren eine einfache Hyperplasie. Hast Du den histologischen Befund von damals vorliegen? Wenn nicht, lass ihn Dir aushändigen! Du hast ein Recht darauf. Es dürfen Dir maximal Kopierkosten dafür berechnet werden.

Es ist nicht zwingend, dass bei einer solchen Entwicklung Polypen vorgefunden werden. Polypen sind lediglich Ausstülpungen einer zu hoch aufgebauten Schleimhaut.

s3ilbjerbra5ut


Als Ergänzung:

Wächst Deine Schleimhaut weiter, kann es irgendwann zu einer Durchbruchsblutung kommen. Das ist äußerst unschön und kann eine sehr starke Blutung werden. Spätestens in dem Moment diskutiert niemand mehr mit Dir, ob die AS überhaupt notwendig ist. Du könntest dann evtl. als Notfall auf dem OP-Tisch landen.

Ich hatte vor ein paar Jahren selbst eine Abrasio, wo mein Gyn keinen Spielraum für Alternativen und Abwarten sah.

IKsoldxe58


Danke für die Erklärungen, Silberbraut :-)

Ich hatte einige Zeit nach der Menopause auch mal Progesteron Tabletten bekommen, die zu einem Abbluten geführt haben. Aber sie hat sich damals immer wieder aufgebaut. Die letzten Jahre war sie immer gleich, bei ca 7 mm.

Nach dem Bericht von dem Eingriff muss ich mal fragen. Ich habe es so in Erinnerung, dass wenig entfernt werden musste und es eigentlich nicht nötig war. Obwohl damals die Gebärmutterschleimhaut weit über 10 mm lag.

Ich verstehe es schon, dass es wichtig ist das Abzuklären. Ich selbst kann das überhaupt nicht haben, wenn etwas nicht geklärt ist. Im Moment ist die Panikmache der Gyn für mich besonders schlimm, da ich nicht sofort handeln kann. Im November bin ich weg und muss es deswegen auf den Dezember verschieben.

Ich denke nicht, das es so dramatisch ist, das der Eingriff sofort gemacht werden muss. Denn ich bin mir sicher, dass die "Bluttropfen" nichts damit zu tun haben.

Bei dir war das sicher eine ganz andere Situation, mit richtigen Blutungen ?

ICsouldex58


Eine dauerhafte Entündung, die nicht behandelt wird, führt auch zu einer Verdickung der Schleimhaut.

Ich denke, es sollte keine Angst von Ärzten gemacht werden, nur weil innerhalb von 3 Monaten die Schleimhaut von 7 mmm auf 10 mm gewachsen ist.

Das es beobachtet werden muss und dass ein Eingriff gemacht werden muss, das ist klar.

Aber sicher muss das nicht sofort passieren !

seilbeNrbraxut


Bei dir war das sicher eine ganz andere Situation, mit richtigen Blutungen ?

Ja, es war eine andere Situation. Ich war noch vor der Menopause. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache, wäre bei mir eine Schleimhauthöhe von 10 - 12 mm normal gewesen. Ich hatte leider mehr zu bieten. Nach 12 Blutungstagen hatte ich immer noch 17 mm. Ich habe mir verkniffen, darüber zu spekulieren, wie hoch sie vor der Blutung war.

Deine Situation bezieht sich aber auf die Tatsache, dass Deine Schleimhaut maximal 4 mm hoch sein dürfte. [[http://www.dr-nabielek.de/krebsfr%C3%BCherkennung/geb%C3%A4rmutterk%C3%B6rper-eierstock/ Hier]] findest Du gut aufgelistet, welche Schleimhauthöhe postmenopausal, welches Vorgehen nötig macht. Diese Angaben sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen bezüglich der möglichen Entwicklung zum Karzinom.

Du siehst, ich diffenziere zwischen Deiner und meiner Situation.

Eine dauerhafte Entündung, die nicht behandelt wird, führt auch zu einer Verdickung der Schleimhaut.

Hast Du Deine Ärztin gefragt, warum sie die "Entzündung" nicht behandelt? Vielleicht ist sie sich gar nicht sicher, ob es eine Entzündung ist und will deshalb jetzt schnellstens die histologische Abklärung.

Abgesehen davon wäre es Wahnsinn, eine GM-Entzündung nicht zu behandeln.

Ich denke, es sollte keine Angst von Ärzten gemacht werden, nur weil innerhalb von 3 Monaten die Schleimhaut von 7 mmm auf 10 mm gewachsen ist.

In 3 Monaten ist das postmenopausal sehr viel, zumal Du damit eine weitere "Schallgrenze" erreicht hast.

Das es beobachtet werden muss und dass ein Eingriff gemacht werden muss, das ist klar.

Beobachten ist bei Deiner Schleimhauthöhe nicht mehr ausreichend.

Du musst ebenfalls bedenken, dass Du wiederholt ein Wachstum der Schleimhaut zu verzeichnen hast.

IisoQldex58


Danke für die ausführliche Antwort, Silberbraut :-)

Deine Situation bezieht sich aber auf die Tatsache, dass Deine Schleimhaut maximal 4 mm hoch sein dürfte.

Bei diesen Werte ngibt es vermutlich auch wieder unterschiedliche Angaben, wie auch bei Laborwerten. Bisher hat mir jeder Arzt gesagt, bis 10 mmm ist in Ordnung.

Aber egal, für mich ist es auch immer wichtig, alles abklären zu lassen.

Vielleicht ist sie sich gar nicht sicher, ob es eine Entzündung ist und will deshalb jetzt schnellstens die histologische Abklärung.

Nein, so ist es mit Sicherheit nicht ! Enttzündungen habe ich schon seit Jahren und es nervt langsam die Ärzte, dass ich immer wieder damit komme. Teilweise hat sie den Abstrich gar nicht mehr eingeschickt. Nach dem Fluomyzin wurde es noch schlimmer, weil es nur gereizt hat. Ich bin aber nicht gleich wieder zur Untersuchung, weil ich nicht ernst genommen wurde. Nun ist es aber so schlimm, dass es schon sichtbar war und auch weiter untersucht wird.

Beobachten ist bei Deiner Schleimhauthöhe nicht mehr ausreichend.

Damit meinte ich auch nur, dass in ein paar Wochen noch mal geschaut wird, bevor der Eingriff gemacht wird. eine zweite Meinung wäre schon sinnvoll.

Es ging mir nicht darum noch mehr in Panik zu geraten. Ich fahre für ein paar Wochen in den Urlaub, der auch eine Kur ist, weil ich noch andere Krankheiten habe und zu Ruhe kommen muss. Wenn ich jetzt auch noch ständig wegen der Gebärmutterschleimhaut Angst haben muss, dann verdirbt mir das nicht nur den Urlaub sondern ich werde immer noch mehr krank :-/

Die Psyche spielt auch eine große Rolle und kann alles verschlimmern. Es wird doch sicher nun nicht auf 4 bis 5 Wochen ankommen, bis ein Eingriff gemacht werden kann. :|N

Wenn ich wirklich Blutungen hätte, dann müsste natürlich sofort gehandelt werden.

Aber jetzt geht es erst mal um die Entzündung !

s)ilberDbrauxt


Bei diesen Werte ngibt es vermutlich auch wieder unterschiedliche Angaben

Nein, sämtliche Literatur spricht von maximal 4 mm postmenopausal. Alles, was darüber ist, erhöht das Risiko. Ich könnte Dir viele Links dazu einstellen. Diese Arbeit spare ich mir jetzt.

Offengestanden frage ich mich, weshalb Du einen Thread eröffnest und dann unbequeme Antworten kleinredest ???

Die Psyche spielt auch eine große Rolle und kann alles verschlimmern.

Ja, das nennt man Psychosomatik. Die Psyche muss aber auch zu einem gewissen Grad akzeptieren können, was nicht nach Ponyhof klingt ;-)

IVso*ldex58


Offengestanden frage ich mich, weshalb Du einen Thread eröffnest und dann unbequeme Antworten kleinredest ???

Ich bin schon voller Ängste und habe auch schon viel gelesen. Wobei das auch nicht unbedingt gut ist, weil es unterschiedliche Angaben gibt und man nicht alles auf sich beziehen kann, weil jeder anders ist. Das meine ich jetzt allgemein zu allen Themen.

Es ist sicher nicht sinnvoll, wenn ich noch mehr Panik gemacht bekomme. :-( Ich habe schon verstanden, dass es ernst ist und nicht einfach unter den Tisch gekehrt werden sollte. :-/

Dazu habe ich selbst viel zu viel Angst :-/

Doch ich denke, es muss bei mir noch mehr abgeklärt werden und das kann man nicht über das Internet regeln.

Aber ich habe gefragt..... und ich danke dir sehr, dass du dir die Mühe gemacht hast, immer wieder zu antworten, und mir hiklfreiche Infos gegeben hast, Silberbraut :-)

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