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Trauma, körperliches Problem und Frauenarztbesuch

J0unTo-SBophxia hat die Diskussion gestartet


Hallo,

tut mir leid, dass ich schon wieder schreibe. Momentan ist der Wurm in meinem Leben.

Kurz zu mir: PTBS durch Missbrauchserfahrung über einige Jahre, kein Freund, bisher kein Frauenarztbesuch (weil extreme Panik durch Erinnerungen, bitte keine Beleidigungen deswegen). Aktuell deutliche Destabilisierung mit zahlreichen Symptomen, unter anderem Dissoziationen, unter der es zu einer Verletzung im inneren Intimbereich kam.

Ich ging damit zum Hausarzt, den ich daraufhin über einige Tage täglich sah. Eine Überweisung zum Gynäkologen oder Klinikeinweisung lehnte ich ab.

Vergangene Nacht verschlechterte sich die Blutung stark. Weil mein Kreislauf mehr und mehr Probleme machte, rief ich meinen Hausarzt an, der zu mir kam und den RTW rief. Vorher bekam ich etwas zur Beruhigung gespritzt, weil ich komplett panisch war.

So kam ich in die Frauenklinik und hab es kaum ertragen. Die diensthabende Ärztin war recht rigoros und wenig einfühlsam. Ich war am Weinen, schrie, zitterte und dissoziierte andauernd und das trotz Sedativum.

Als es zur Untersuchung kam drehte mein Körper vollkommen ab. Ich bekam asthmatisch bedingt keine Luft, übergab mich und zitterte als habe ich einen Krampfanfall. Ich war absolut in der Situation von früher, wenig kooperativ und panisch. Noch dazu rief die Ärztin Unterstützung, sodass zwei Schwestern kamen, die mich festhalten sollten. Da war alles in mir vorbei und ich tolerierte keinerlei Berührung etc. mehr.

Sie brach die Untersuchung ab. Ich wurde auf Station gebracht, bekam ein weiteres Beruhigungsmittel.

Heute Morgen war es jedoch nur wenig besser und es zeigten sich ähnliche körperliche Reaktionen wie gestern. Daraufhin erlebte ich die Ärztin als sehr böse. Sie sagte, ich solle mich nicht so anstellen, dass würde jede Frau ohne Probleme aushalten, ich solle mich zusammenreißen und schickte mich nach Hause, als es auch daraufhin nicht funktionierte. Ich könne wieder kommen, wenn ich bereit sei Hilfe anzunehmen.

Nun bin ich daheim, es geht mir körperlich und vor allem psychisch schlecht und ich weiß überhaupt nicht mehr weiter. Ja, ich wollte mich zuerst nicht untersuchen lassen, habe jedoch die Notwendigkeit erkannt und es in meinem Rahmen auch zugelassen, da der Hb im Labor wirklich sehr deutlich abgefallen ist und die Blutung durch die Verletzung nicht von selbst aufhört. Für meine Körperreaktionen kann ich doch nichts. Das war doch nicht gewollt!

Ich weiß nicht, was ich machen soll. All die Panik, die ich vorm Frauenarzt hatte, hat sich bestätigt und ich fühle mich wie früher. Unfähig, verletzt, hilflos, ausgeliefert, unverstanden, noch dazu körperlich extrem geschwächt. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, mich solch Untersuchungsversuchen noch einmal auszusetzen. Hatte ich vorher Angst vor der gynäkologischen Untersuchung, so ist es jetzt Panik.

Was kann ich nun tun? :°(

Hatte ich einfach nur großes Pech mit der Ärztin?

Antworten
s&wReCeny4x2


Das hört sich ganz furchtbar an. :°_ Offensichtlich bist du an eine Ärztin geraten die 0 Einfühlungsvermögen besitz >:( Das mit der Verletzung habe ich leider nicht ganz verstanden. . Kannst du's mir bitte nochmal erklären |-o

sewe|en)yx42


Kaufe ein t :=o

Efhemal,iger N:utzer (#4x69485)


Du hast drei verschiedenen Psychopharmaka in Eigenregie abgesetzt und wunderst Dich nun, dass Du so panisich reagierst?

Die Ärztin war nicht ok. Da geb ich Dir recht. Aber sorry, das war zu erwarten, dass so etwas passiert, wenn man in Eigenregie seine Medikamente absetzt obwohl man psychisch alles andere als stabil ist.

sweeny, siehe den anderen Faden der TE.

s+weeny}42


Danke für den Hinweis, Joker @:)

E*hemaliger LNutzer (#J53021x8)


Es gibt Gynäkologen, die eine psychologische Zusatzausbildung für den gynäkologischen Bereich haben. Vielleicht sind die im Durchschnitt einfühlsamer und verständnisvoller und kennen auch solche Hintergründe wie in deinem Fall, sodass sie nicht so verständnislos-schroff reagieren wie die Ärztin bei dir?

Viele haben heutzutage eine Homepage und evtl. hilft es dir ja dir vorab in Ruhe einen Eindruck zu machen (auch wenn der Eindruck über die Homepage natürlich nur ein erster Eindruck ist).

Heute Morgen war es jedoch nur wenig besser und es zeigten sich ähnliche körperliche Reaktionen wie gestern. Daraufhin erlebte ich die Ärztin als sehr böse. Sie sagte, ich solle mich nicht so anstellen, dass würde jede Frau ohne Probleme aushalten, ich solle mich zusammenreißen und schickte mich nach Hause, als es auch daraufhin nicht funktionierte. Ich könne wieder kommen, wenn ich bereit sei Hilfe anzunehmen.

Ich will das Verhalten der Ärztin nicht entschuldigen, ich finde das sehr daneben wie man gerade als Gynäkologin nicht wissen kann, dass so eine krasse Überreaktion (von Außen betrachtet) bei einer Patientin eben auf eine Traumatisierung oder zumindest schlimme Erlebnisse zurückgehen kann und es dann nicht mit Druck + Vorwürfen an die Patientin versucht, sondern zumindest mit Sachlichkeit und (wünschenswert) Geduld + Empathie. Zumal das teils selbst Frauen ohne solche negativen Erfahrungen unangenehm ist mit der Untersuchung. Ich schätze mal sie hatte gar nicht auf ihrem Schirm, dass du dich nicht absichtlich/bewusst so verhälst und dich sträubst und nur gesehen, dass du unkooperativ gewesen bist und hat das evtl. sogar persönlich genommen.

Bist du in therapeutischer Behandlung?

Ehhemaliger# Nut[zer (#5r30218x)


p.s.:

Womit die Ärztin aber mMn recht gehabt hat ist, dass sie dich so nicht untersuchen kann.

shchnu:pfxen08


Käme vielleicht eine kurze Narkose in Frage? Dann kann da alles versorgt werden und du hast die Panik nicht. Alles Gute

_{P]arTvatxi_


Wusste die behandelnde Ärztin von dem Missbrauch? Wenn nicht, würde ich ihr Verhalten gar noch eher verstehen (was nicht heißen soll, dass ich es gutheiße) als, wenn sie es gewusst hätte. Zudem ist es sinnvoll, Ärzte über die schlechten Erfahrungen die man gemacht hat und Ängste die man hat aufzuklären, sofern es für die Untersuchung relevant sein sollte. Dann gehen Ärzte auch an die Untersuchung anders heran - zumindest sollte es so sein.

Sie sagte, ich solle mich nicht so anstellen, dass würde jede Frau ohne Probleme aushalten

Dann würde ich der Ärztin an den Kopf knallen, dass aber nicht jede Frau missbraucht wurde und deswegen Angstzustände vor Frauenarztbesuchen hat. Aber gut, in solchen Situationen ist man dann leider nicht immer schlagfertig genug.

J_unoL-Sop6hixa


Hallo

@ Joker91

ich schrieb nirgendwo, dass mich mein Verhalten verwundert hat. Zumal die Medikamente seit heute wieder angesetzt sind - und das nicht in Eigenregie.

@ Snaiperskaja [VSS]

ich war in therapeutischer Berhandlung, mehrfach auch stationär, derzeit allerdings nicht, da ich umgezogen bin.

Ich schätze mal sie hatte gar nicht auf ihrem Schirm, dass du dich nicht absichtlich/bewusst so verhälst und dich sträubst und nur gesehen, dass du unkooperativ gewesen bist und hat das evtl. sogar persönlich genommen.

Ja, das kann sein. Es lief wohl sehr unglücklich... und ja, mir ist im Nachhinein vollkommen klar, dass eine Untersuchung so auf keinen Fall funktioniert hätte. Ich suche nur nach einer anderen Lösung nun. Trotz meiner Panik.

@ schnupfen08

eine Kurznarkose wurde mir mittlerweile auch vorgeschlagen, nachdem die Psychiaterin mit einer anderen Klinik telefoniert hat. Für mich gibt es jedoch ein Problem: ich fühle mich dann so ausgeliefert |-o ich weiß, dass es total schwachsinnig klingt...

@ _Parvati_

Wusste die behandelnde Ärztin von dem Missbrauch?

Mein Hausarzt hatte es auf die Ein-/Überweisung geschrieben (ich weiß gerade nicht mehr genau, was es war). Es kann natürlich sein, dass sie diese nicht gesehen hat.

Schlagfertig war ich nicht mehr, ganz im Gegenteil.

Danke für eure Antworten!

SKpri?nngchixld


Hallo Juno,

Kurznarkose ist in dem Fall wohl das Sinnvollste, ich spreche da aus Erfahrung. Macht zwar auch Angst, aber nicht zu vergleichen mit der Panik auf dem Stuhl wegen der gynäkologischen Untersuchung. Zumindest kannst Du dann untersucht und behandelt werden, und das ist doch momentan das Wichtigste.

J_uno-BSopxhia


Hallo Springchild,

bin seit heute Morgen in einer anderen Klinik.

Die Ärztin, mit der ich vorhin sprach, war sehr behutsam und sieht auch die Narkose als momentan einzig gangbaren Weg. Sie würden sie sogar auf einer Liege einleiten, damit ich nicht auf den Stuhl muss. Sie erklärte alles, führte jedoch bisher keine Untersuchung durch.

Nun habe ich Bedenkzeit bekommen und gegen 16 Uhr kommt sie erneut zum Gespräch.

Bezüglich der Erfahrung in der anderen Klinik wurde mir nahegelegt, mich bei einem Anwalt über unterlassene Hilfeleistung zu informieren. Ich bin unsicher, ob ich das tun werde.

Mich ängstigt das alles sehr, aber ich habe wohl keine große Wahl.

B enXittaBx.


Aktuell deutliche Destabilisierung mit zahlreichen Symptomen, unter anderem Dissoziationen, unter der es zu einer Verletzung im inneren Intimbereich kam.

[...] (verachtend, unsensibel, unmenschlich)

E}hemal~iger= Nutz/er (9#530218x)


@ BenitaB.

Es ging doch nicht um befürchtete physische Schmerzen durch die Untersuchung. :|N ... Weißt du was ein Trauma ist? Mir scheint du hast da gar keine Vorstellung zu.

@ TE

Vielleicht käme (ggf. zusätzlich) eine Beschwerde bei der zuständigen Ärztekammer in Betracht? Du müsstest dazu auf der jeweiligen Homepage der Ärztekammer deines Bundeslandes weitere Informationen finden.

Blenit\aB.


Wenn man sich aber selbst ein Trauma - hier eine Verletzung zuführen kann, in der man heftig Blut verliert, muß aber damit rechnen, dass zu Diagnosezwecken oder zur eingeleiteten Hilfe irgendjemand was tun muß.

Die wird, das ist Fakt, nie so sein, wie das frühere Trauma.

[...]

.

Harte Worte, ich weiß, aber Fakt. Dem sollte man sich stellen. [...]

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