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Immer wiederkehrende Entzündungen im Intimbereich

H{rixke hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich weiß das es im Netz viele Threads zu diesem Thema gibt, allerdings sind diese immer aus anderen Kontexten heraus, als das es mich betrifft.

ALso ich habe diverse Probleme im Intimbereich seit Anfang August, also seit fast 4 Monaten. Alles hat angefangen mit einer recht schweren Blasenentzündung, bei der ich neben Cranberrysaft, homeopathischen Präparaten auch Antibiotika bekommen habe. Diese heilte dann auch ab, aber ein unangenehmes Gefühl in der Blase nach jedem Urinieren blieb - ich muss immer sofort wieder etwas trinken damit der leichte Schmerz weggeht. Wegen der Antibiotika hatte ich auch einen Scheidenpilz - selbst diagnostiziert - welchen ich mit einem KOmbipräparat in den Griff bekam. Ein erhöhter Harndrang hatte ich auch im September und immerwieder aushaltbare Schmerzen.

Den ganzen September verbrachte ich in Afrika und holte mir dort Malaria :/ welche behandelt wurde und bewältigt schien.

Ende September dauerte meine Menstruation sehr lang - 10 Tage. Danach war mein ganzer Scheidenbereich-innen und auch außen drum herum- und meine Pospalte alles entzündet, brennen und sehr sehr starker Juckreiz. Ich dachte das ist ein Reaktion auf die Malariamedikamente und der Stress vom Rückflug und behandelte alles mit eine Multigyn Floraplus Kur was wenn ich sie auftrug wenigstens kurzzeitig den Juckreiz milderte. Allerdings half das nicht wirklich und deshalb ging ich damit zum Gyn, der meinte es wäre eine bakterielle Vaginose, verschrieb mir Vagihex (also ein Antiseptikum) und ein Milchsäurepräparat für danach.

Kurzzeitig besserte sich auch alles so für 3 Tage dann bekam ich wieder meine Regel und alles war im Eimer.

Brennen und ein schrecklicher Juckreiz, der einen in den Wahnsinn treibt! Ich total verzweifelt wieder zum Gyn.

Dieser verschreibt mir ein anderes Antiseptikum und macht ein Sekretabstrich um Erregerresistenzen zu überprüfen. Eine Woche später - der Juckreiz nur noch ganz leicht - bekomm ich das Ergebnis - diverse Resitenzen - und ein Antibiotikum verschrieben - Cefuroxim. ZUm Schutz vor Pilzinfektion paralell auch ein Milchsäurepräparat. Nach sechs Tagen 2mal 500mg Tabletten Antibitioka juckt meine Scheide wieder bzw immer noch.

Als ich mich durch diverse Foren gelesen habe, bin ich auf Lichen Sclerosus gestoßen.

Eine ziemlich schreckliche Krankheit, bei der leider so ziemlich alle Symptome auf mich zutreffen...

Allerdings kann einem das Internet oft ziemlich krasse Sachen erzählen und man sollte vorsichtig damit umgehen. Es hat mich heute nur alles so fertig gemacht.

Kennt sich hier jemand damit aus?

Bzw hat jemand eine Idee oder Vorschläge, was andere Gründe sein könnten, was helfen könnte oder Erfahrungsberichte?

Früher hatte ich schon öfters kleine Probleme mit dem Scheidenbereich nach der Regel aber dann habe ich immer Multigyn Actigel verwendet und alles war nach ein paar Tagen wieder super.

Nur jetzt kann ich keinen Schritt mehr gehen ohne ständig diesen Juck- Reiz zu verspüren, was mich einfach auch psychisch beeinträchtigt.

Ich hoffe auf eure Ratschläge,

Antworten
Wfat:er{fly


Die Symptome klingen so, aber auf die Entfernung kann man das natürlich nicht sagen. Ich würde auf jeden Fall den Frauenarzt wechseln und eventuell auch zu mehreren gehen, bis du zumindest eine vernünftige Diagnose hast.

Ansonsten kann ich dir nur nahelegen, dich nicht von irgendwelchen Horrorinformationen im Internet in den Wahnsinn treiben zu lassen. Lichen sclerosus ist, auch wenn der Name allein schon angsteinflößend klingt, nichts anderes als eine autoimmune Dermatitis, also eine Hautentzündung im Intimbereich. Vergleichbar mit Neurodermitis beispielsweise.

Du hast sicher Bereichte gelesen, dass bei Frauen der Scheideneingang zuwachsen kann oder die Genitalien "einschmelzen" und ähnliches... Das hat es sicher schon gegeben. Das sind aber auch die absoluten Extremfälle, die vielleicht auch erst nach Jahrzehnten ohne irgendeine Behandlung aufgetreten sind.

Nur falls du LS hättest, was du ja nichtmal weißt, wäre das kein Garant dafür, dass irgendetwas derartiges bei dir passiert. Viele Frauen sind auch davon betroffen und es wird nie diagnostiziert, weil sie außer einem Juckreiz ab und zu keine Beschwerden haben und es dann eher für eine Pilzinfektion halten.

Die Hautveränderungen sind auch nicht die direkte Folge der Krankheit, sondern entstehen als Folge der chronischen Entzündung.

Mit der richtigen Pflege und medizinischer Behandlung kann man aber entgegenwirken. Man muss nur einen Arzt finden, der sich gut auskennt und bereit ist, nach einer ersten Behandlung, die vielleicht nicht funktioniert hat, nicht einfach zu sagen "Da kann man nichts machen."

Und zu guter Letzt ist der Verlauf wie bei jeder chronischen Erkrankung stark von der Psyche abhängig. Stress kann bei autoimmunen Geschichten einen Schub verursachen, genauso wie ein gesunder Lebensstil und ein ausgeglichener Geist die Phasen dazwischen verlängern können.

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