» »

Kein Zyklus nach Totgeburt

GEejafgt5esTiRer


Gejagtes Tier, du hast mich falsch verstanden und deine altklugen Ratschläge, ich solle mir einen Psychiater suchen, helfen mir nicht. Überdies gehen wir zu einer Psychologin, die auf trauernde Eltern spezialisiert ist, wie meinem Beitrag zu entnehmen ist. Die Unterstellung, ich würde mein Kind ersetzen wollen, finde ich sehr verletzend. Der starke Kinderwunsch nach einer glücklosen Schwangerschaft ist übrigens biologisch und psychologisch erklärbar und überkommt fast jede Frau, der so etwas widerfährt.

Es ist grausam, dass mein Körper mein Kind getötet hat, statt es zu beschützen und nun nicht funktioniert. Das hast du richtig erkannt.

zopfmuster

Ich habe dir nichts unterstellt, sondern nur deine eigenen Worte wiedergegeben. Du selbst hast es geschrieben.

Zudem verdrehst du meine Worte, ich habe nicht erkannt, dass dein Körper dein Kind getötet hat, sondern finde es erbärmlich, wie du jetzt mit deinem Körper umgehst und du ihm "die Schuld" gibst und mit Gewalt die Periode erzwingen willst.

Aber egal, [...]

z~oppfmusxter


Ich hatte gerade noch überlegt, ob wir einander vielleicht falsch verstanden haben und wollte einen zweiten Beitrag an dich formulieren. Jetzt sehe ich, dass bei uns tatsächlich "Hopfen und Malz verloren" sind. Erbärmlich finde ich aber nicht mein eigenes Verhalten. :-)

D*inaP90


sondern finde es erbärmlich, wie du jetzt mit deinem Körper umgehst und du ihm "die Schuld" gibst und mit Gewalt die Periode erzwingen willst.

Ich kann nicht verstehen, was an dem Wunsch nach einem Zyklus, der in diesem Fall Hoffnung geben soll, erbärmlich sein soll. Viele Frauen wollen nach einer Fehlgeburt schnell wieder schwanger werden. Ich kann mir gar nicht ausmalen, wie das nach einer Totgeburt ist. Hier von erbärmlich zu sprechen, finde ich unangebracht und auch beleidigend.

Zopfmuster

Ich kann dir leider noch keine Erfahrungswerte geben, weil ich noch kein Kind geboren habe. Ich wünsche dir aber, dass dein Zyklus bald in Schwung kommt und du daraus Kraft schöpfen kannst. Alles Liebe für dich! :)*

L+uc8k1X2x8


Ich stimme GejagtesTier zu. Wenn ich mich so durch deine Beiträge lese, finde ich nur Gezicke und Gemotze, immer unangemessen und ungehalten.

Da ist wirklich ehr ein Psychiater von Nöten als ein regelmäßiger Zyklus.

Der käme dann schon von ganz allein zurück.

Rbub0y_slCippxers


Ich möchte Gejagtes Tier gerne zustimmen:

Zudem verdrehst du meine Worte, ich habe nicht erkannt, dass dein Körper dein Kind getötet hat, sondern finde es erbärmlich, wie du jetzt mit deinem Körper umgehst und du ihm "die Schuld" gibst und mit Gewalt die Periode erzwingen willst.

Du hattest eine Totgeburt.

Eines Der schlimmsten Ereignisse die eine Frau in ihrem Leben erleben kann.

Da wo jetzt ein neues Leben und pures Glück sein sollte ist nun stattdessen tiefe Trauer und die Nachwirkungen eines Leben verändernden, traumatisierenden Erlebnisses.

Und Schuldgefühle.

Das braucht Zeit und mit Sicherheit mehr psychologische oder psychiatrische (vielleicht auch medikamentöse) Hilfe, als Du zur Zeit bekommst.

Du wirkst gerade zu manisch in deinem dringenden Wunsch endlich die Periode wieder zu bekommen, Eisprünge zu haben und wieder schwanger zu werden.

Der Satz, dass "dein Körper dein Kind umgebracht hat" ist höchst alarmierend und zeigt die Schuld die du dir selbst gibst. :°_

Du brauchst jetzt professionelle Hilfe und Zeit (!) um das Erlebte zu verarbeiten - aber sicher keine neue Schwangerschaft.

Alles Gute @:)

K1leibnReHcexe2x1


Stress kann den Zyklus beeinflussen. Stress und psychischer Stress. Das muss nicht bei allen so sein. Manche Frauen reagieren mit einem schlechten Immunsystem, bei manchen verwirrt sich der Zyklus oder der Körper schaltet erstmal auf "kein Zyklus" als Schutzmechanismus. Weil er eine Schwangerschaft vielleicht nicht halten könnte.

Ich rede hier von Fakten, die mir eine sehr gute Humangenetikerin, eine Professorin mit langer Berufserfahrung mal erzählt hat. Das ist das, was sie in ihren vielen Berufsjahren an Erfahrung gewonnen hat und was anscheinend auch teilweise schon bewiesen werden konnte.

Insofern ist es sicher richtig, dass du dich erstmal auf dich und deine Trauerbewältigung konzentrierst. Und versuchst, dem psychischen Stress Herr zu werden.

Vielleicht kannst du deinem Körper mit zyklustees etwas auf die Sprünge helfen.

PZeas6ebloBssoxm


Auch ich schließe mich GejagtesTier, Luck und Ruby an:

Hol Dir psychiatrische Hilfe. :°_

Ach und: Falls Dir hier Frauen schreiben, dass auch sie nach Tot-/Fehlgeburt versuchen so schnell wie möglich wieder schwanger zu werden, und das "in Ordnung sei und normal ist" , so spricht eine Traumatisierte zur anderen Traumatisierten.

zeo^pfmuBstexr


Liebe Ruby, danke, dass du deinen Beitrag nett formulierst.

Ich verlasse mich in der Bewertung meines Verhaltens doch lieber auf mein Umfeld und meine Psychologin. Manisch hat mich noch niemand genannt aber ich habe bis heute auch noch nie gehört, dass ich zickig und motzig bin und einen Psychiater benötige,, ich bin sehr froh, dass die mir wichtigen Menschen Verständnis für mich aufbringen. Ich habe auch einige Wochen gebraucht, um den Kinderwunsch von der Trauer um meine Tochter abgrenzen zu können und hatte dabei oft ein schlechtes Gewissen. Es war ein großer Schritt nach vorne, diese Gefühle zu verstehen und damit umgehen zu lernen. Jetzt werde ich zu dem Entschluss stehen, nicht mehr zu verhüten, es geht mir sehr viel besser damit.

Übrigens sagte die Ärztin im Krankenhaus, dass sie fast alle Mütter, die still gebären, zwölf Monate später im Kreißsaal wiedertrifft: Eine schnelle Folgeschwangerschaft ist nichts, was ich mir krankhaft wünsche, sondern häufig das Ende einer so traurigen Geschichte. Meine Psychologin sagte sogar, dass man den Verlust des ersten Kindes meist nur überwindet, indem man auch weitere gesunde Kinde bekommt und die Erfahrung macht, dass sich nicht jeder Albtraum wiederholt.

Das Gefühl, mein Körper habe mein Kind getötet, kennen such alle Frauen, die diese Erfahrung machen mussten. Das ist nicht höchst alarmierend, es ist folge der tiefen Verunsicherung, die man erlebt hat und Teil des Trauerprozesses. Ich kann dir sogar Quellenbelege geben, ich habe in den letzten Wochen alles an Trauerliteratur gelesen, das ich finden konnte.

Dieser Faden entwickelt sich gerade anders, als ich es mir gewünscht hatte. Wenn das möglich ist, würde ich gerne die psychischen Folgen außen vor lassen. Mir geht es um die körperliche Rehabilitation, um Erfahrungswerte anderer Frauen, um Möglichkeiten zur Unterstützung meines Zyklus. Ich möchte mich auch gerne zurückziehen, wenn es sich hier vorwiegend um meine Trauer drehen wird, denn für die habe ich andere Anlaufstellen. @:)

cLliaDirxet


@ zopfmuster

Du könntest es mit Zyklustees versuchen. Himbeerblättertee in der ersten Zyklushälfte, Frauenmanteltee in der zweiten. Bzw. diese Mischungen hier: [[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/516368/]]

Warten müssen ohne etwas tun zu können ist wirklich eine schreckliche Situation. :-( Der Tee gibt dir vielleicht das Gefühl etwas Gutes für dich und deinen Körper zu tun. Ich habe damit jedenfalls gute Erfahrungen gemacht, bei mir zur Verlängerung der Hochlage. @:)

PS: Muss man wirklich immer wieder "geh zum Psychiater!" schreiben, wenn die TE schon im ersten Posting gesagt hat, dass sie professionelle Hilfe längst in Anspruch genommen hat?

z"opfmBustxer


Danke, clairet! @:)

Tipps dieser Art hatte ich mir erhofft, weil es - wie du so richtig erkannt hast - ganz schlimm ist, nichts tun zu können. Allerdings trinke ich Zyklustees schon seit Jahren. Ich habe auch ganz tolle Erfahrungen damit machen können, meine Kurven sind seitdem viel stabiler und die Zyklen regelmäßiger gewesen. Ich kann die Kurven mit und ohne Tee auf den ersten Blick unterscheiden. :-) Ich habe mir auf Anraten meiner Hebamme auch Ovaria comp und Bryophyllum geholt, Ovaria habe ich auch ein paar Wochen (bis zum positiven LH-Test) genommen und bildete mir ein, dass mein Zervixschleim dadurch besser wurde - kann aber auch Zufall sein. Jetzt weiß ich aktuell nicht, ob das eine Hochlage ist, deshalb weiß ich auch nicht, welchen Tee ich trinken und welches homöopathische Mittel ich nehmen soll.

z,opf+muster


Oh, entschuldige bitte, kleineHexe, dein Beitrag ist mir vorhin entgangen!

Stress kann den Zyklus beeinflussen. Stress und psychischer Stress. Das muss nicht bei allen so sein. Manche Frauen reagieren mit einem schlechten Immunsystem, bei manchen verwirrt sich der Zyklus oder der Körper schaltet erstmal auf "kein Zyklus" als Schutzmechanismus. Weil er eine Schwangerschaft vielleicht nicht halten könnte.

Ich rede hier von Fakten, die mir eine sehr gute Humangenetikerin, eine Professorin mit langer Berufserfahrung mal erzählt hat. Das ist das, was sie in ihren vielen Berufsjahren an Erfahrung gewonnen hat und was anscheinend auch teilweise schon bewiesen werden konnte.

Insofern ist es sicher richtig, dass du dich erstmal auf dich und deine Trauerbewältigung konzentrierst. Und versuchst, dem psychischen Stress Herr zu werden.

Dass Stress sich auf den Zyklus auswirkt, wird seit langer Zeit diskutiert und vermutet, aber konnte noch nie belegt werden. Ich kann mir vorstellen, dass es so ist, vermutlich hängt es ab von der individuellen Konstitution. Vielleicht ist es auch bei mir die Ursache. Nur: Meinen Stress kann ich aktiv schwer beeinflussen. Er wird sich mildern durch Zeit und den Fortschritt meiner 'Trauerarbeit.' Es gibt jedoch vielleicht Dinge, die ich tun kann, um meinen Körper zu unterstützen. Oder Erfahrungen anderer, die mir Mut geben könnten. Danach suche ich.

deanaxe87


Zopfmuster

Fühl dich erstmal schlicht gedrückt. Was dir passiert ist, ist einfach nur grauenhaft und ich glaube das nahezu jede Reaktion darauf erstmal irgendwie normal ist.

Ich würd auch mit dem Arzt sprechen, vielleicht täte es ja auch eien Mönchspfeffer-Kur oder eine Runde die Pille damit das alles wieder einmal auf Null gesetzt wird. Das hat eine Bekannte gemacht weil ihr Körper sich nach einer Entbindung nicht wieder eingekriegt hat und das hat Wunder gewirkt. Rede mit ihm das du es nicht mehr aushälst. :)_ :)_

S7ommer-sonnDe8x0


Ich weiß dass eine Kollegin von mir mit Storchschnabeltee Erfolg hatte.

Akdel<ex8


@ TE

Leider weiß ich nicht wie lange es dauern kann bevor man wieder ein Zyklus bekommt.. Es tut mir sehr leid was du erlebt hast, es muss einfach schrecklich sein.. Ich weiß nur dass es bei einer Freundin von mir 5 Monate gedauert hat, allerdings nach eine Geburt der glücklich ausgegangen ist.. Sie hat aber nicht gestillt..

Ich möchte dich gerne eine Frage stellen. Ich bin schwanger in der 14. SSW und habe niemals gehört dass man nicht " einleitet" wenn die SS 43 Wochen lang gedauert hat und die Geburt nicht von alleine im Gange kommt... Du muss mich nicht antworten, aber es würde mich interessieren wieso die Ärzte nicht reagiert haben?? Mein FA hat mir erzählt dass man fast immer die Geburt einleitet wenn die Frau über 41 Wochen geht..

H-oneFy9'1_miit_Minci13


Sorry aber wie manche hier reden ist erschreckend. Habt ihr denn kein bisschen Empathie ???

Könnt ihr es wirklich nicht verstehen dass man auf sich selber irgendwo wütend ist, auch wenn man nichts dazu kann?

Einfach nur weil man irgendwo mit seinen Gefühlen hin muss und weil alles einfach nur schmerzt, man einen Schuldigen sucht, wo es keinen gibt? Man nimmt sich dann irgendwen, in sie einem Fall sich selber, um seinen Gefühlen zumindest ein Stückchen Ordnung zu verleihen!

Der Wunsch nach einer Periode ist doch einfach nur der Wunsch nach einem Stück Normalität, einfach nur ein kleines Zeichen dass noch irgendwas in dem kompletten Chaos, das ist aktuelles Leben und ihre gefühlsselig ist, normal läuft.

Ich kann dich sehr gut verstehen, TE.

Ich hatte auch einen Riesen Hass auf meinen Körper, warum ich als gesunder Mensch kein gesundes Baby haben darf, warum mein Kind so krank war. Warum grade ich? Wieso passiert das mir? Was läuft bei mir falsch?

Diese Fragen beschäftigen einen Wochen, monatelang. Und bis es nicht mehr so weh tut muss erstmal alles irgendwo einen Platz kriegen und kann dann nach und nach "sortiert" und verarbeitet werden.

Zu deiner Frage:

Mir geht es momentan einigermaßen okay, bin jetzt im 7. ÜZ nach der "kleinen" Geburt von Moritz. Ich hab einen Psychologen gefunden der mir sehr gut hilft und zu dem ich jede 2. -3. Woche gehe. Ich hab mir von der Arbeit erstmal eine Auszeit genommen für ein paar Monate damit ich selber wieder zu Kräften kommen kann.

Zusätzlich kümmert sich jetzt ein sehr guter Frauenarzt um meinen Kinderwunsch und wir Schließen grade so nach und nach körperliche Ursachen aus, warum es bisher nicht nochmal geklappt hat. Bei der Ausschabung nach der Geburt gingen ein paar Sachen schief daher ist das notwendig. Ich bin aber guter Dinge dass es bald wird :)D

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gynäkologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Kinderwunsch · Schwangerschaft · Sternenkinder · Verhütung · Wechseljahre · Infektionen · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Sexualität


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH