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Wirklich jedes Jahr zu Gynäkologen?

k2atharina<-die-gkroßxe


Ich gehe inzwischen etwa alle 4 Monate zum FA, weil die Krebsvorsorge seit ca. 2 Jahren bedenkliche Ergebnisse liefert. Seitdem wird engmaschig kontrolliert, sonst würde ich wohl so alle 1-2 Jahre mal gehen.

Beschwerden habe ich absolut keine, ist also nicht so, dass man merkt, wenn da was nicht ok ist. Klar, muss jeder selbst wissen. Aber wenns dann zu spät ist, wollen dann doch alle gerettet und nach neuesten Standards behandelt werden, obwohl vieles schon im Vorfeld hätte verhindert werden können.

J8olarnda34K5


und ohne Vorsorge währen es dopelt so viele, wenn nicht noch mehr

Hast du dazu eine Statistik?

Ich habe schon mehrfach gelesen, dass wenn 1000 Frauen über 35 Jahre regelmässig zum Abstrich gehen (maximal) eine vom Tod gerettet werden kann.

(z.B: [[http://www.theguardian.com/society/2003/may/22/genderissues.publichealth)]]

Finnland testet zudem z.B. nur alle 5 Jahre und hat dennoch eine tiefere Mortalitätsrate als Deutschland.

Ich finde Pap-Abstrich durchaus eine gute Sache, aber ob wirklich jede Frau (auch junge Frauen ohne familiäre Vorbelastung) die nicht jedes Jahr zum Abstrich geht ihr Leben gefährdet mag ich zu bezweifeln.

BBatGeEr Wx.


@ Jolanda

Statistik vs. Einzelfall.

Wenn man sterben muss, weil man nicht zur Vorsorge ging und die Krankheit viel zu spät entdeckt wurde, ist einem irgendeine Statistik vollkommen egal.

J`oleanda3x45


Dieses Denken ist mir zu irrational.

Lässt du Vorsorgeuntersuchng für jede Krankheit machen an der man erkranken könnte egal wie unwahrscheinlich ein Krankheitsfall ist?

Machst du dir Sorgen darüber, dass ein Meteor dein Haus treffen könnte?

Risiken gibt es immer. Gegen welche man sich wappnet ist für die Meisten eine Kosten-Nutzen abwägung und damit letztlich eine Frage der Wahrscheinlichkeit des Eintreffens.

B-ate7r W.


Ist doch gut, dass wir in D die Möglichkeit haben, uns regelmäßig auf Kassenkosten untersuchen zu lassen.

Hat sicher schon so manche Frau gerettet, jenseits irgendeiner Statistik.

B>aCterx W.


@ Jolanda

Das Denken ist mir zu irrational.

Mir aber nicht.

Das Kritisieren von Gyn-Vorsorge-Untersuchungen passt übrigens genau ins Bild - damit meine ich jetzt allerdings nicht Dich, sondern Ansichten, die schon lange durch Foren geistern.

Die Gynäkologie / Geburtshilfe soll sich zurückentwickeln auf Uroma-Niveau.

Die Errungenschaften der modernen Gynäkologie / Geburtshilfe werden mit Füßen getreten.

Stattdessen sollen wir verhüten wie die Uroma mit Methoden, die schon bei der Uroma versagt haben.

Gebären wie die Uroma, ohne Kaiserschnitt und zu Hause. Schwangeren-Vorsorge (Ultraschall) wurde übrigens auch hier im Forum schon kritisiert.

Und gyn. Vorsorge-Untersuchungen sind selbstverständlich überflüssig.

Gynäkologische Erkrankungen - z. B. PCO-Syndrom - müssen nicht behandelt werden.

Alles in allem - back to Uroma.

Aber warum? Wer initiiert so einen Trend? Wer hat ein Interesse daran? Hersteller von Nischenprodukten - z. B. Diaphragmen? Oder kommt der Trend aus den USA? Und wird dann via copy-and-paste durch die Foren getragen?

JUolan<dax345


Das verstehe ich auch nicht.

Ich finde den Pap-Abstrich übrigens eine gute Sache. Ich mag nur den Druck nicht der auf Frauen ausgeübt wird, die sich aus welchen Gründen auch immer dagegen entscheiden den jährlichen Abstrich vorzunehmen. Da wird mit falschen Statistiken argumentiert und Ängste geschürt, die so einfach nicht richtig sind.

Natürlich ist es sicherer zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen, aber die Wahrscheilichkeit, dass eine junge Frau ohne familiäre Vorbelastung stirbt weil sie nicht zur Vorsogeuntersuchung geht ist dennoch verschwindend gering. Eine solche Frau riskiert meiner Meinung nach auch nicht leichtsinnig ihr Leben wenn sie die Vorsorgeuntersuchung nicht wahrnimmt. (Die Meisten fahren ja auch Auto, obwohl man bei einem Autounfall sterben könnte, man muss halt immer selbst einschätzen ob man das Risiko eingehen möchte).

wVinter]sonneM 01


Das Kritisieren von Gyn-Vorsorge-Untersuchungen passt übrigens genau ins Bild - damit meine ich jetzt allerdings nicht Dich, sondern Ansichten, die schon lange durch Foren geistern.

ja genau :)= :)^

gleicher Blödsinn, wie die Impfgegnerdisskusion, wo dann Leute bei ihren Kindern Masern und schwere geistige Schäden riskieren. Dies ist natürlich noch weit schlimmer, da hier nicht für sich selbst sondern fürs unmündige Kind entschieden wird :(v

BLellBa93x3


Ich gehe seit ich 14 bin zum Frauenarzt, vorher immer halbjährlich. Jetzt gehe ich alle 3-4 Monate da ich schon 2 Fibroadenome hatte und dazu die Genmutation BRCA2. Werde deshalb auch mit 23 Jahren in ein strengeres Programm eingegliedert.

CLaliEf9ornixerin


gleicher Blödsinn, wie die Impfgegnerdisskusion, wo dann Leute bei ihren Kindern Masern und schwere geistige Schäden riskieren. Dies ist natürlich noch weit schlimmer, da hier nicht für sich selbst sondern fürs unmündige Kind entschieden wird :(v

Diese Schäden kannst du durch die MMR-Impfung ebenfalls setzen, dieser Verantwortung bist du dir ja hoffentlich auch bewusst ;-)

S]unf|loPwer_q73


Ich gehe 2x im Jahr. Ein Mal zur Krebsvorsorge, ein Mal zur ergänzenden Untersuchung. Mein erster Gyn-Besuch war ein notfallmäßiger Besuch wg. riesiger Eierstockyste und hatte eine offene Bauch-OP zur Folge. Ich hatte dann Probleme mit Gewebeveränderungen am Gebärmuttermund, mehrfach Zysten, Polypen, Myome,...

Gerade die Gewebeveränderungen hätten unbehandelt negative Folgen haben können und ich musste damals alls 6-12 Wochen zur Kontrolle, über Jahre.

Kurzum: Mir sind die Kontrollen wichtig, um mögl. Probleme frühzeitig zu erkennen. Wg. Endometriose nehme ich seit zwei Jahren wieder die Pille, aber auch in den pillenfreien Zeiten dazwischen (Spirale, gar keine Präparate) war ich alle 6 Monate beim Gyn.

Ganz grundsätzlich: Fäden zu diesem Thema gibt es immer wieder; die Meinungen gehen jedes Mal auseinander. Von "Abzocke der Ärzte" über Argumente PRO regelmäßige Kontrollen gibt es alles. In einer Zeit, wie die Krankenkassen gerne geizen, sollte man sich eifnach mal vor Augen führen, waurm diese Abstände empfohlen werden und es diese Krebsvorsorge gestaffelt nach Alter gibt. Der Darmkrebs meiner Ma wäre ohne Gyn-Vorsorge nicht rechtzeitig entdeckt worden (weil keinerlei Symptome). Nur diese frühe Entdeckung hat die Heilung und Behandlung mittels nur einer OP (statt Chemo und und und) ermöglicht.

SHuntflowecr_7x3


@ Jolanda:

Ich hatte mit Anfang 20 bereits massive Pap-Veränderungen. Bevor ich jemals Sex hatte und und und. Familiäre Vorbelastung: Null. Was hat man durch eine Untersuchung zu verlieren?

vQivixda


na ja, wenn man aber mal überlegt, wie sich zb das routinemäßige mammographiescreening der brust ausgewirkt hat, kann ich nicht verstehen, denn sinn von vorsorgeuntersuchungen herunterzureden. mit dem screening ist natürlich die anzahl der erkrankungen erstmal sprunghaft angestiegen, weil eben mehr tumore entdeckt wurden, kleinere tumore wurden früher entdeckt. obwohl mittlerweile mehr frauen an brustkrebs erkranken, sterben viel weniger frauen daran als vor jahren. ein grund dafür ist eben auch die gesteigerte vorsorge.

dieses argument von wegen "irgendwann stirbt man sowieso", "autofahren ist auch ein risiko fürs leben" kann ich nicht nachvollziehen. man muss ja an einer krebserkrankung nicht unbedingt sterben, aber deswegen ist es trotzdem nicht toll eine solche krankheit zu durchleben.

beim autofahren beuge ich doch aber im rahmen meiner möglichkeiten auch vor. man schnallt sich an, man fährt vorausschauend, lässt das auto nach alkoholkonsum stehen usw. beim autofahren handelt man doch idR auch präventiv und hält sich an möglichkeiten das unfallrisiko bzw. mögliche unfallfolgen zu minimieren (anschnallen zB).

schon interessant irgendwie, dass es threads gibt, in denen man sich teils einig ist, dass es ein möglichst großes, neues auto sein muss, um die möglichen folgen eines unfalls auf die eigene gesundheit gering zu halten, während auf der anderen seite andere präventive maßnahmen zum erhalt der gesundheit runtergeredet werden und das obwohl herz-kreislauf-erkrankungen sowie krebserkrankungen die häufigsten todesursachen in deutschland sind. statistisch gesehen ist es sehr viel wahrscheinlicher an krebs (bei frauen nunmal brustkrebs!) zu sterben als bei einem autounfall, aber hauptsache ein dickes auto und "krebsvorsorge ist nicht so wichtig/übertrieben". :=o

Sjchmidxti70


Ich sehe das ja entspannt: wir sind alle erwachsen und somit kann Jeder für sich selbst entscheiden, warum er es wie handhabt...

Ich persönlich gehe alle halbe Jahre zum Gyn, weil ich aktuell auch noch hormonell verhüte. Sollte das wegfallen, werde ich vielleicht nur noch 1x im Jahr gehen...

Die totale Sicherheit gibt es meiner Meinung nach ja nicht, aber ich glaube schon an die erhöhte Chance, bösartige Erkrankungen doch rechtzeitig feststellen zu können. @:)

_*Parv7ati_


Hast du dazu eine Statistik?

Ich habe schon mehrfach gelesen, dass wenn 1000 Frauen über 35 Jahre regelmässig zum Abstrich gehen (maximal) eine vom Tod gerettet werden kann.

Die Statistik würde mich auch mal interessieren. Meine nämlich auch mal gelesen zu haben, dass Vorsorge nur selten sinnvoll ist.

Gut, mein familiäres Umfeld ist nicht gerade repräsentativ, aber das hier auch andere Fälle aus den Verwandtenkreis geschildert haben... Mein Opa ist regelmäßig zur Darmkrebsvorsorge gegangen. Bei seiner letzten Spiegelung war alles OK. Vier Monate später bekam er Durchfall und Blut im Stuhl. Er ging dann zügig zum Arzt. Ergebnis: Krebs im Endstadium. Ein paar Wochen später ist er dann schon verstorben.

Mein Bruder geht regelmäßig zum Hautscreening. Er hat aber dann selbst mal einen veränderten Leberfleck festgestellt und ist damit zum Arzt. Leberfleck wurde entfernt da er auffällig war. Alles gut gegangen.

Eine Bekannte hatte trotz regelmäßiger Besuche beim Gyn bei sich selbst einen Knoten in der Brust festgestellt. Ist damit zügig zum Arzt. Brustkrebs wurde diagnostiziert, welcher auch noch nicht sehr weit fortgeschritten war. Also Heilungschancen waren sehr gut. Aber kurz nach der ersten Chemo kam der Krebs zurück. Dann ist sie auch recht schnell verstorben.

Ich könnte jetzt noch zig weitere Beispiele nennen, wo Auffälligkeiten am Körper durch den Patienten selbst festgestellt wurden und nicht durch einen Arzt bzw. durch eine Vorsorgeuntersuchung. Wenn denn mal was bei einer Vorsorgeuntersuchung festgestellt wird, dann ist das meiner Meinung nach eher Zufall, dass man gerade zu dem Zeitpunkt eine Auffälligkeit entdeckt. Und wenn nix entdeckt wird... bis zur nächsten Vorsorge kann schon viel passieren...

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